Pro Wildlife begrüßt politische Entwicklungen zum Exotenhandel.

München, 17. Juni 2015. Die SPD-Bundestagsfraktion hat am 16. Juni ein Positionspapier zum Tierschutz vorgestellt, das sich neben einer verbesserten Nutztierhaltung auch für entscheidende Fortschritte im Umgang mit Wildtieren ausspricht. So fordert die SPD eine Positivliste für Tiere, die in Deutschland legal gehalten werden dürfen, eine strengere Regelung der Importe von Wildtieren sowie ein Verkaufsverbot auf gewerblichen Börsen. In Zirkussen sollen bestimmte Wildtierarten in Zukunft nicht mehr erlaubt werden.

„Wir begrüßen es, dass die Politik die massiven Tier- und Artenschutzprobleme des Wildtierhandels endlich in Angriff nimmt“, sagt Sandra Altherr, Biologin bei der Tier- und Naturschutzorganisation Pro Wildlife. „Deutschland ist in Europa eine Drehscheibe des Handels mit Wildtieren und steht deshalb besonders in der Verantwortung. Wir hoffen, dass Union und SPD nun nach zwei Jahren die Versprechen umsetzen, die sie im Koalitionsvertrag angekündigt haben – und dass bald keine Wildtiere mehr für deutsche Wohnzimmer verramscht werden“.

Auch Bundesrat und Grüne fordern Beschränkung des Wildtierhandels

Ende Mai hatte die Umweltministerkonferenz der Bundesländer einstimmig die Bundesregierung dazu aufgefordert, noch vor Jahresende eine Rechtsgrundlage vorzulegen, um Haltung und Handel exotischer Tiere zu regeln und ihren Verkauf auf gewerblichen Börsen zu verbieten. Auch die Bundestagsfraktion der Grünen hatte am 11. Juni einen Antrag an die Bundesregierung gestellt, die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag umzusetzen und den Wildtierhandel zu reglementieren.

„Das im SPD-Positionspapier ebenfalls angestrebte Verbot von Wildtieren im Zirkus ist überfällig“, so Altherr. „Das macht der tragische Todesfall durch einen Zirkuselefanten am Wochenende deutlich.“

>> Hintergründe zum Wildtierhandel
>> Forderungen der Tier- und Naturschutzverbände

 

Pro Wildlife begrüßt politische Entwicklungen zum Exotenhandel

München, 17. Juni 2015. Die SPD-Bundestagsfraktion hat am 16. Juni ein Positionspapier zum Tierschutz vorgestellt, das sich neben einer verbesserten Nutztierhaltung auch für entscheidende Fortschritte im Umgang mit Wildtieren ausspricht. So fordert die SPD eine Positivliste für Tiere, die in Deutschland legal gehalten werden dürfen, eine strengere Regelung der Importe von Wildtieren sowie ein Verkaufsverbot auf gewerblichen Börsen. In Zirkussen sollen bestimmte Wildtierarten in Zukunft nicht mehr erlaubt werden.

„Wir begrüßen es, dass die Politik die massiven Tier- und Artenschutzprobleme des Wildtierhandels endlich in Angriff nimmt“, sagt Sandra Altherr, Biologin bei der Tier- und Naturschutzorganisation Pro Wildlife. „Deutschland ist in Europa eine Drehscheibe des Handels mit Wildtieren und steht deshalb besonders in der Verantwortung. Wir hoffen, dass Union und SPD nun nach zwei Jahren die Versprechen umsetzen, die sie im Koalitionsvertrag angekündigt haben – und dass bald keine Wildtiere mehr für deutsche Wohnzimmer verramscht werden“.

Auch Bundesrat und Grüne fordern Beschränkung des Wildtierhandels

Ende Mai hatte die Umweltministerkonferenz der Bundesländer einstimmig die Bundesregierung dazu aufgefordert, noch vor Jahresende eine Rechtsgrundlage vorzulegen, um Haltung und Handel exotischer Tiere zu regeln und ihren Verkauf auf gewerblichen Börsen zu verbieten. Auch die Bundestagsfraktion der Grünen hatte am 11. Juni einen Antrag an die Bundesregierung gestellt, die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag umzusetzen und den Wildtierhandel zu reglementieren.

„Das im SPD-Positionspapier ebenfalls angestrebte Verbot von Wildtieren im Zirkus ist überfällig“, so Altherr. „Das macht der tragische Todesfall durch einen Zirkuselefanten am Wochenende deutlich.“

>> Hintergründe zum Wildtierhandel
>> Forderungen der Tier- und Naturschutzverbände

 

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