Pro Wildlife veröffentlicht Wahlprüfsteine für Bundestagswahl

München, 8. August 2013. Wie halten es die etablierten Parteien in Deutschland mit dem Schutz von Wildtieren? Für die Bundestagswahl 2013 hat Pro Wildlife den Parteien auf den Zahn gefühlt, damit Tierfreunde sich im Dschungel der Wahlprogramme zurechtfinden. Die Parteien wurden befragt, wie sie zu langjährigen Forderungen der Tierschutzverbände in Bezug auf den Handel mit Wildtieren, die Haltung von Wildtieren in Zirkussen und Zoos, sowie Veränderungen im Tierschutzrecht stehen.

„Während die Unionsparteien die bestehenden Bestimmungen weitestgehend für ausreichend halten und lediglich deren Einhaltung fordern, sprechen sich Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Die Linke für strengere Vorgaben aus – ob es sich um die Haltung von Wildtieren in Zoos und Zirkussen handelt oder um den Handel für den Heimtiermarkt. Die FDP bewegt sich zwischen diesen beiden Polen“, sagt Daniela Freyer von Pro Wildlife.

Wildtiere im Zirkus: Union will kein Verbot

In 16 europäischen Ländern dürfen Zirkusse keine Wildtiere mehr oder nur noch bestimme Arten halten. SPD, Die Linke und Bündnis 90 /Die Grünen wollen auch in Deutschland Wildtiere in Zirkussen verbieten. Die Position der FDP ist ambivalent. Die CDU/CSU hält die derzeitige Rechtslage für ausreichend. „Dies bestätigt die Erfahrungen der vergangenen Jahre, in denen die Union das seit langem von einer breiten Öffentlichkeit und dem Bundesrat geforderte Wildtierverbot in Zirkussen blockierte und die FDP dem Koalitionszwang folgte“, sagt Freyer.

Während die Regierungsparteien es klar ablehnen, das Tierschutzgesetz zu reformieren oder Tierschutzverbänden ein Klagerecht einzuräumen wird dies von den Oppositionsparteien einhellig gefordert.

Ähnlich ist die politische Lage, wenn es um den Handel von Wildtieren für private Haushalte geht. In Deutschland dürfen bisher auch extrem anspruchsvolle und gefährliche Arten, sowie solche, die die heimische Tierwelt gefährden, von jedermann privat gehalten werden. Bis auf die Union fordern alle Bundestagsparteien den Handel mit Wildtieren zu reglementieren, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und Die Linke unterstützen zudem die Forderung, die Einfuhr von Tieren, die in freier Natur gefangen wurden, zu verbieten; die FDP nur für manche Arten. Die Union hält es lediglich für notwendig, dass die Tierhalter qualifiziert sind und bestehende Gesetze einhalten.

„Dringend notwendige strukturelle Verbesserungen im Tierschutz sind nur von den Grünen, der SPD und der Linken zu erwarten“, so Daniela Freyer. „Für die Union hat der Schutz von Wildtieren offenbar keinen hohen Stellenwert, die Aussagen der Liberalen sind ambivalent.“

Befragt wurden CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen. Da Pro Wildlife politisch unabhängig ist, gibt die Organisation keine Wahlempfehlung. Eine Übersicht und die Antworten der Parteien im Originaltext finden Sie hier.

 

Pro Wildlife veröffentlicht Wahlprüfsteine für Bundestagswahl

 

München, 8. August 2013. Wie halten es die etablierten Parteien in Deutschland mit dem Schutz von Wildtieren? Für die Bundestagswahl 2013 hat Pro Wildlife den Parteien auf den Zahn gefühlt, damit Tierfreunde sich im Dschungel der Wahlprogramme zurechtfinden. Die Parteien wurden befragt, wie sie zu langjährigen Forderungen der Tierschutzverbände in Bezug auf den Handel mit Wildtieren, die Haltung von Wildtieren in Zirkussen und Zoos, sowie Veränderungen im Tierschutzrecht stehen.

„Während die Unionsparteien die bestehenden Bestimmungen weitestgehend für ausreichend halten und lediglich deren Einhaltung fordern, sprechen sich Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Die Linke für strengere Vorgaben aus – ob es sich um die Haltung von Wildtieren in Zoos und Zirkussen handelt oder um den Handel für den Heimtiermarkt. Die FDP bewegt sich zwischen diesen beiden Polen“, sagt Daniela Freyer von Pro Wildlife.

 

Wildtiere im Zirkus: Union will kein Verbot

In 16 europäischen Ländern dürfen Zirkusse keine Wildtiere mehr oder nur noch bestimme Arten halten. SPD, Die Linke und Bündnis 90 /Die Grünen wollen auch in Deutschland Wildtiere in Zirkussen verbieten. Die Position der FDP ist ambivalent. Die CDU/CSU hält die derzeitige Rechtslage für ausreichend. „Dies bestätigt die Erfahrungen der vergangenen Jahre, in denen die Union das seit langem von einer breiten Öffentlichkeit und dem Bundesrat geforderte Wildtierverbot in Zirkussen blockierte und die FDP dem Koalitionszwang folgte“, sagt Freyer.

Während die Regierungsparteien es klar ablehnen, das Tierschutzgesetz zu reformieren oder Tierschutzverbänden ein Klagerecht einzuräumen wird dies von den Oppositionsparteien einhellig gefordert.

Ähnlich ist die politische Lage, wenn es um den Handel von Wildtieren für private Haushalte geht. In Deutschland dürfen bisher auch extrem anspruchsvolle und gefährliche Arten, sowie solche, die die heimische Tierwelt gefährden, von jedermann privat gehalten werden. Bis auf die Union fordern alle Bundestagsparteien den Handel mit Wildtieren zu reglementieren, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und Die Linke unterstützen zudem die Forderung, die Einfuhr von Tieren, die in freier Natur gefangen wurden, zu verbieten; die FDP nur für manche Arten. Die Union hält es lediglich für notwendig, dass die Tierhalter qualifiziert sind und bestehende Gesetze einhalten.

„Dringend notwendige strukturelle Verbesserungen im Tierschutz sind nur von den Grünen, der SPD und der Linken zu erwarten“, so Daniela Freyer. „Für die Union hat der Schutz von Wildtieren offenbar keinen hohen Stellenwert, die Aussagen der Liberalen sind ambivalent.“

Befragt wurden CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen. Da Pro Wildlife politisch unabhängig ist, gibt die Organisation keine Wahlempfehlung. Eine Übersicht und die Antworten der Parteien im Originaltext finden Sie hier.

 

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