Wildereikrise erreicht Europa.

München, 7. März 2017. Im Zoo Thoiry bei Paris ist am Montag Abend ein Nashorn mit drei Schüssen in den Kopf getötet worden, das Horn wurde offenbar mit einer Kettensäge entfernt. Tierpfleger hatten den fünf Jahre alten Nashornbullen Vince am Dienstag morgen tot aufgefunden. “Nashorn-Horn ist in Asien mehr Wert als Gold. Wilderer machen vor nichts halt und haben nun erstmals sogar ein Tier in einem europäischen Zoo getötet“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife.

Rhino-Horn ist wertvoller als Gold

Der Schwarzmarktpreis von Nashorn beträgt ca. 60.000 US Dollar. In der Vergangenheit wurde Horn bereits mehrfach aus Museen und Privathaushalten in Europa gestohlen und in den illegalen Handel eingeschleust. „Die Sicherheitsvorkehrungen müssen eindeutig erhöht werden – und der Konsum von Nashorn als vermeintliches Wundermittel muss absolutes Tabu werden – anders lässt sich die Wilderei nicht in den Griff kriegen“, so Freyer.

Südafrika plant Handel mit Nashorn

Pro Wildlife kritisiert vor diesem Hintergrund, dass Südafrika trotz der anhaltenden Wilderei-Krise gerade einen Entwurf vorgelegt hat, der den Handel mit Nashorn legalisieren soll. Tierschützer befürchten dass dies die Nachfrage und den illegalen Handel weiter anheizen wird. In Afrika wurden seit 2008 über 7.000 Nashörner gewildert, 85% davon in Südafrika.

Hintergrundinformationen:

>> Nashorn-Wilderei

>> Traditionelle Asiatische Medizin

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