Pro Wildlife kritisiert Missbrauch von Exoten als Promi-Accessoire

München, 4. April 2013. Der Aufgriff des Münchner Zolls, der von Justin Bieber einen kleinen Kapuzineraffen am Flughafen beschlagnahmte, beschert dem US-Sänger nun weiteren Ärger: Die Tierschutzorganisation Pro Wildlife hat eine Protestaktion an Bieber gestartet und fordert ihn auf, das junge Kapuzineraffenmännchen an eine Auffangstation für Wildtiere zu geben und für seine lebenslange Versorgung aufzukommen. „Justin Bieber hat sich als verantwortungsvoller Tierhalter disqualifiziert: Affen sind weder Haustiere noch Einzelgänger – und schon gar kein lebendes Promi-Accessoire für eine Tournee“, kritisiert Pro Wildlife Sprecherin Birgit Trinks. „Kapuziner-Affenkinder müssen mindestens ein Jahr lang von ihrer Mutter versorgt werden und in einer größeren Gruppe von Artgenossen leben.“

Fehlende Artenschutzdokumente

Der nur wenige Monate alte Kapuzineraffe Mally, den der Sänger auf seine Tournee mitnahm, wurde am 28. März wegen fehlender Artenschutzpapiere am Flughafen München beschlagnahmt und ist derzeit im Tierheim München untergebracht. Sollte Bieber die Artenschutzdokumente binnen der nächsten vier Wochen nachliefern können, wird ihm das Tier zurückgegeben. Pro Wildlife appelliert an seine Verantwortung als Teenie-Idol: „Sie sind ein großes Vorbild für viele Jugendliche weltweit. Es ist überfällig, dass Sie sich selbst von der Haltung von Affen als Haustier distanzieren“, heißt es in der Protestaktion.

Affen sind keine Haustiere

Pro Wildlife verweist auf die immensen Haltungsprobleme bei Affen: „Als Jungtiere erscheinen sie niedlich, aber sobald sie die Geschlechtsreife erreichen, werden sie aggressiv. Viele der unüberlegt angeschafften „Haustiere“ müssen entsprechend nach wenigen Jahren in kleinen Käfigen dahinvegetieren, da sie weder stubenrein werden noch umgänglich sind. Einzeln gehaltene Affen sind oft schwer verhaltensgestört und kaum mehr in eine Gruppe zu integrieren“, betont Trinks. Sie kritisiert den Trend vieler US-Promis, mit einem exotischen Haustier Extravaganz demonstrieren zu wollen – ohne über die Folgen nachzudenken. So hielt Michael Jackson den Schimpansen Bubbles als „Haustier“, Hotelerbin Paris Hilton einen Wickelbären, bis sie von ihm gebissen wurde, Boxer Mike Tyson besitzt Bengalische Tiger.

Justin Bieber wird von Pro Wildlife aufgefordert, die lebenslange Unterkunft von Mally in einer adäquaten Auffangstation zu finanzieren und so ein klares Zeichen gegen die Privathaltung von Affen zu setzen.

Pro Wildlife kritisiert Missbrauch von Exoten als Promi-Accessoire

 

München, 4. April 2013. Der Aufgriff des Münchner Zolls, der von Justin Bieber einen kleinen Kapuzineraffen am Flughafen beschlagnahmte, beschert dem US-Sänger nun weiteren Ärger: Die Tierschutzorganisation Pro Wildlife hat eine Protestaktion an Bieber gestartet und fordert ihn auf, das junge Kapuzineraffenmännchen an eine Auffangstation für Wildtiere zu geben und für seine lebenslange Versorgung aufzukommen. „Justin Bieber hat sich als verantwortungsvoller Tierhalter disqualifiziert: Affen sind weder Haustiere noch Einzelgänger – und schon gar kein lebendes Promi-Accessoire für eine Tournee“, kritisiert Pro Wildlife Sprecherin Birgit Trinks. „Kapuziner-Affenkinder müssen mindestens ein Jahr lang von ihrer Mutter versorgt werden und in einer größeren Gruppe von Artgenossen leben.“

 

Fehlende Artenschutzdokumente

Der nur wenige Monate alte Kapuzineraffe Mally, den der Sänger auf seine Tournee mitnahm, wurde am 28. März wegen fehlender Artenschutzpapiere am Flughafen München beschlagnahmt und ist derzeit im Tierheim München untergebracht. Sollte Bieber die Artenschutzdokumente binnen der nächsten vier Wochen nachliefern können, wird ihm das Tier zurückgegeben. Pro Wildlife appelliert an seine Verantwortung als Teenie-Idol: „Sie sind ein großes Vorbild für viele Jugendliche weltweit. Es ist überfällig, dass Sie sich selbst von der Haltung von Affen als Haustier distanzieren“, heißt es in der Protestaktion.

 

Affen sind keine Haustiere

Pro Wildlife verweist auf die immensen Haltungsprobleme bei Affen: „Als Jungtiere erscheinen sie niedlich, aber sobald sie die Geschlechtsreife erreichen, werden sie aggressiv. Viele der unüberlegt angeschafften „Haustiere“ müssen entsprechend nach wenigen Jahren in kleinen Käfigen dahinvegetieren, da sie weder stubenrein werden noch umgänglich sind. Einzeln gehaltene Affen sind oft schwer verhaltensgestört und kaum mehr in eine Gruppe zu integrieren“, betont Trinks. Sie kritisiert den Trend vieler US-Promis, mit einem exotischen Haustier Extravaganz demonstrieren zu wollen – ohne über die Folgen nachzudenken. So hielt Michael Jackson den Schimpansen Bubbles als „Haustier“, Hotelerbin Paris Hilton einen Wickelbären, bis sie von ihm gebissen wurde, Boxer Mike Tyson besitzt Bengalische Tiger.

Justin Bieber wird von Pro Wildlife aufgefordert, die lebenslange Unterkunft von Mally in einer adäquaten Auffangstation zu finanzieren und so ein klares Zeichen gegen die Privathaltung von Affen zu setzen.

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