Trophäenjagd verstößt gegen Tier- und Artenschutz

München/Dortmund, 3. Februar 2014.  Ein Elefant für 40.000 Euro, ein kapitaler Löwe für 50.000 Euro: Auf  Deutschlands größter Jagdmesse „Jagd und  Hund“ in Dortmund vom 4. bis zum 7. Februar können Jäger den Abschuss auf gefährdete Arten wie Eisbären, Nashörner, Löwen und Elefanten buchen – ganz legal. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife kritisiert die Trophäenjagd als unvereinbar mit dem deutschen Tierschutzgesetz und dem Schutz bedrohter Arten.

Für Schlagzeilen sorgt derzeit die Jagdreise des hochrangigen Beamten Udo W. im Thüringer Umweltministerium, der im Dezember einen Elefantenbullen in Botsuana abgeschossen hatte. Wenig bekannt ist, dass viele Deutsche diese grausame Leidenschaft teilen: Deutsche sind ganz vorne mit dabei, wenn es um den Abschuss gefährdeter Arten im Ausland geht. „Elefanten sind so bedroht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Da ist es unverantwortlich und ein falsches Signal, wenn ein für Artenschutz zuständiger Beamter im Umweltministerium sich mit seiner Jagdtrophäe brüstet“, kommentiert Daniela Freyer, Biologin bei Pro Wildlife.

Trophäenjäger sind auf kapitale Tiere aus – und gefährden die Art

Da es Trophäenjäger auf die größten und erfahrensten Tiere abgesehen haben, hat auch der Abschuss einzelner Tiere fatale Konsequenzen: Denn gerade solche Tiere, wie der von W. erlegte Elefantenbulle sind für den Erhalt der Art besonders wichtig. Studien belegen immer wieder, dass wegen der Trophäenjagd genau diese Tiere fehlen. Eine aktuelle Untersuchung aus dem Grenzgebiet zwischen Botsuana, Südafrika und Simbabwe hat ergeben, dass es dort in weniger als zehn Jahren keine großen Elefantenbullen mehr geben wird, wenn die Jagdquoten so hoch bleiben wie derzeit.

Jagdmesse:  Keine Jagdreisen nach Botsuana mehr

Der Ministerialbeamte W. hatte für seine Jagdreise noch die letzte Chance ergriffen, in Botsuana zu jagen: Das Land hat seit Jahresbeginn ein Moratorium für die Trophäenjagd auf öffentlichem Boden erlassen, um seine Wildtierbestände besser zu schützen. Dort hat man auch erkannt, dass der Fototourismus im Vergleich zur Jagd ein Vielfaches an Einnahmen und Jobs generiert. In den Angeboten deutscher Jagdreiseveranstalter fehlt ab diesem Jahr Botsuana als Reiseziel. „Wir hoffen, dass viele Länder dem Beispiel Botsuanas folgen und erkennen, dass lebendige Tiere mehr wert sind als tote“, so Freyer.

>> Mehr zur Trophäenjagd auf Elefanten

>> Mehr zur Trophäenjagd auf Eisbären

Trophäenjagd verstößt gegen Tier- und Artenschutz

 

München/Dortmund, 3. Februar 2014.  Ein Elefant für 40.000 Euro, ein kapitaler Löwe für 50.000 Euro: Auf  Deutschlands größter Jagdmesse „Jagd und  Hund“ in Dortmund vom 4. bis zum 7. Februar können Jäger den Abschuss auf gefährdete Arten wie Eisbären, Nashörner, Löwen und Elefanten buchen – ganz legal. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife kritisiert die Trophäenjagd als unvereinbar mit dem deutschen Tierschutzgesetz und dem Schutz bedrohter Arten.

Für Schlagzeilen sorgt derzeit die Jagdreise des hochrangigen Beamten Udo W. im Thüringer Umweltministerium, der im Dezember einen Elefantenbullen in Botsuana abgeschossen hatte. Wenig bekannt ist, dass viele Deutsche diese grausame Leidenschaft teilen: Deutsche sind ganz vorne mit dabei, wenn es um den Abschuss gefährdeter Arten im Ausland geht. „Elefanten sind so bedroht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Da ist es unverantwortlich und ein falsches Signal, wenn ein für Artenschutz zuständiger Beamter im Umweltministerium sich mit seiner Jagdtrophäe brüstet“, kommentiert Daniela Freyer, Biologin bei Pro Wildlife.

 

Trophäenjäger sind auf kapitale Tiere aus – und gefährden die Art

Da es Trophäenjäger auf die größten und erfahrensten Tiere abgesehen haben, hat auch der Abschuss einzelner Tiere fatale Konsequenzen: Denn gerade solche Tiere, wie der von W. erlegte Elefantenbulle sind für den Erhalt der Art besonders wichtig. Studien belegen immer wieder, dass wegen der Trophäenjagd genau diese Tiere fehlen. Eine aktuelle Untersuchung aus dem Grenzgebiet zwischen Botsuana, Südafrika und Simbabwe hat ergeben, dass es dort in weniger als zehn Jahren keine großen Elefantenbullen mehr geben wird, wenn die Jagdquoten so hoch bleiben wie derzeit.

 

Jagdmesse:  Keine Jagdreisen nach Botsuana mehr

Der Ministerialbeamte W. hatte für seine Jagdreise noch die letzte Chance ergriffen, in Botsuana zu jagen: Das Land hat seit Jahresbeginn ein Moratorium für die Trophäenjagd auf öffentlichem Boden erlassen, um seine Wildtierbestände besser zu schützen. Dort hat man auch erkannt, dass der Fototourismus im Vergleich zur Jagd ein Vielfaches an Einnahmen und Jobs generiert. In den Angeboten deutscher Jagdreiseveranstalter fehlt ab diesem Jahr Botsuana als Reiseziel. „Wir hoffen, dass viele Länder dem Beispiel Botsuanas folgen und erkennen, dass lebendige Tiere mehr wert sind als tote“, so Freyer.

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