Am 3. März ist Welt-Wildtier-Tag.

München, 26. Februar 2016. Anlässlich des Welt-Wildtier-Tages am 3. März stellt die EU am Freitag einen Aktionsplan vor, der Artenschutzkriminalität gezielt bekämpfen soll. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife fordert strengere Gesetze und mehr Unterstützung für die Länder, deren Artenvielfalt illegal geplündert wird. Vom 1. bis 3. März findet zudem in Den Haag die „Save Wildlife Conference“ unter der niederländischen EU-Präsidentschaft statt. Minister aus aller Welt und Artenschützer beraten dort Lösungsansätze für die Wildereikrise.

In Afrika fallen täglich etwa 100 Elefanten den Wilderern zum Opfer. Seit der Elfenbeinhandel im Jahr 2008 liberalisiert wurde, sind die Aufgriffe von illegal gehandeltem Elfenbein dramatisch und kontinuierlich angestiegen. Auch Nashörner treibt die Nachfrage aus Asien an den Rand der Ausrottung: Allein in Südafrika wurden 2015 insgesamt 1.175 Nashörner gewildert — 2007 waren es nur 13 Tiere. Ihr Horn erzielt in Asien höhere Preise als Gold. Das Überleben der verbliebenen 3.200 Tiger ist durch Wilderei für traditionelle Medizin und Felle bedroht.  Mit dem illegalen Handel geschützter Arten werden jedes Jahr Milliarden umgesetzt.
Die EU ist ein wichtiger Absatzmarkt für bedrohte Reptilien und andere lebende Wildtiere sowie viele Tierprodukte wie zum Beispiel Jagdtrophäen und Schlangenleder. Zudem ist sie Durchgangsstation im Handel mit Elfenbein und Nashorn. Gesetzeslücken in der EU schaffen einen grauen Markt, der den illegalen Handel befeuert. Artenschützer fordern, dass die EU-Staaten stärker gegen Wildtierhandel vorgehen – und ihn besser kontrollieren. „Angeblich altes Elfenbein darf in der EU zum Beispiel immer noch gehandelt und auch ausgeführt werden – dieses Schlupfloch muss endlich gestopft werden“, sagt Daniela Freyer, Biologin bei Pro Wildlife. „Wichtig ist es auch, die Kontrollen und Strafen in der EU zu verschärfen und zu vereinheitlichen. Artenschutzverstöße dürfen kein Kavaliersdelikt sein.“
Pro Wildlife arbeitet eng mit Artenschützern in aller Welt zusammen. „Die EU darf die betroffenen Länder im Kampf gegen Wilderei und illegalen Handel nicht allein lassen“, sagt Freyer. „Sie benötigen zum einen finanzielle Hilfe im Kampf gegen Korruption und für den Schutz der Biodiversität. Zum anderen muss die EU ihre Gesetze verschärfen, um den Ausverkauf bedrohter Arten zu stoppen. Denn in der EU findet ein lebhafter Handel mit seltenen Arten statt, die in ihren Herkunftsländern geschützt sind.“ In Europa dürfen viele davon mangels Schutzgesetzen legal gehandelt werden – ein einfaches Spiel für Tierschmuggler.
Der Welt-Wildtier-Tag am 3. März erinnert an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES) am 3. März 1973. Bisher schützt es ca. 5.600 Tier- und 30.000 Pflanzenarten. Von 24. September bis 5. Oktober 2016 tagen die 182 Vertragsstaaten in Südafrika, um über den Schutz von Elefanten, Nashörnern, Tigern und vielen weiteren bedrohten Arten zu entscheiden.

Am 3. März ist Welt-Wildtier-Tag

München, 26. Februar 2016. Anlässlich des Welt-Wildtier-Tages am 3. März stellt die EU am Freitag einen Aktionsplan vor, der Artenschutzkriminalität gezielt bekämpfen soll. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife fordert strengere Gesetze und mehr Unterstützung für die Länder, deren Artenvielfalt illegal geplündert wird. Vom 1. bis 3. März findet zudem in Den Haag die „Save Wildlife Conference“ unter der niederländischen EU-Präsidentschaft statt. Minister aus aller Welt und Artenschützer beraten dort Lösungsansätze für die Wildereikrise.

In Afrika fallen täglich etwa 100 Elefanten den Wilderern zum Opfer. Seit der Elfenbeinhandel im Jahr 2008 liberalisiert wurde, sind die Aufgriffe von illegal gehandeltem Elfenbein dramatisch und kontinuierlich angestiegen. Auch Nashörner treibt die Nachfrage aus Asien an den Rand der Ausrottung: Allein in Südafrika wurden 2015 insgesamt 1.175 Nashörner gewildert — 2007 waren es nur 13 Tiere. Ihr Horn erzielt in Asien höhere Preise als Gold. Das Überleben der verbliebenen 3.200 Tiger ist durch Wilderei für traditionelle Medizin und Felle bedroht.  Mit dem illegalen Handel geschützter Arten werden jedes Jahr Milliarden umgesetzt.
Die EU ist ein wichtiger Absatzmarkt für bedrohte Reptilien und andere lebende Wildtiere sowie viele Tierprodukte wie zum Beispiel Jagdtrophäen und Schlangenleder. Zudem ist sie Durchgangsstation im Handel mit Elfenbein und Nashorn. Gesetzeslücken in der EU schaffen einen grauen Markt, der den illegalen Handel befeuert. Artenschützer fordern, dass die EU-Staaten stärker gegen Wildtierhandel vorgehen – und ihn besser kontrollieren. „Angeblich altes Elfenbein darf in der EU zum Beispiel immer noch gehandelt und auch ausgeführt werden – dieses Schlupfloch muss endlich gestopft werden“, sagt Daniela Freyer, Biologin bei Pro Wildlife. „Wichtig ist es auch, die Kontrollen und Strafen in der EU zu verschärfen und zu vereinheitlichen. Artenschutzverstöße dürfen kein Kavaliersdelikt sein.“
Pro Wildlife arbeitet eng mit Artenschützern in aller Welt zusammen. „Die EU darf die betroffenen Länder im Kampf gegen Wilderei und illegalen Handel nicht allein lassen“, sagt Freyer. „Sie benötigen zum einen finanzielle Hilfe im Kampf gegen Korruption und für den Schutz der Biodiversität. Zum anderen muss die EU ihre Gesetze verschärfen, um den Ausverkauf bedrohter Arten zu stoppen. Denn in der EU findet ein lebhafter Handel mit seltenen Arten statt, die in ihren Herkunftsländern geschützt sind.“ In Europa dürfen viele davon mangels Schutzgesetzen legal gehandelt werden – ein einfaches Spiel für Tierschmuggler.
Der Welt-Wildtier-Tag am 3. März erinnert an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES) am 3. März 1973. Bisher schützt es ca. 5.600 Tier- und 30.000 Pflanzenarten. Von 24. September bis 5. Oktober 2016 tagen die 182 Vertragsstaaten in Südafrika, um über den Schutz von Elefanten, Nashörnern, Tigern und vielen weiteren bedrohten Arten zu entscheiden.
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