USA wollen mehr als fünf Tonnen Elfenbein zerstören

München, 1. Oktober 2013. Die USA planen,  mehr als fünf Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein der letzten 25 Jahre zerstören. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife begrüßt dies als ein Zeichen gegen den illegalen Elfenbeinhandel, dem jedes Jahr zehntausende Elefanten zum Opfer fallen. „Wir brauchen ein klares Signal, um den blutigen Elfenbeinhandel weltweit zu stoppen. Nur wenn wir die Absatzmärkte schließen und die Nachfrage eindämmen, wird die Wilderei aufhören“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. Die USA hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, ebenfalls ihre Elfenbein-Lagerbestände zu vernichten. Im Juni zerstörten bereits die Philippinen ihre Elfenbeinvorräte, im letzten Jahr Gabun.

Terrorgruppen finanzieren sich durch Elfenbeinhandel

Die Gewinne aus dem Elfenbeinhandel finanzieren Bürgerkriege und Terroristen wie die Al-Shabaab und tragen zur Korruption und Destabilisierung von Regierungen bei. „Neben dem Artenschutz ist dies ein Grund, warum die US-Regierung sich zum Vorreiter im Kampf gegen Wilderei und illegalen Wildtierhandel gemacht hat“, so Freyer. Das Weiße Haus verstärkt derzeit seine finanzielle Unterstützung und die Zusammenarbeit mit anderen Regierungen im Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel. Die Al-Shabaab Miliz, die vor wenigen Tagen ein Einkaufszentrum in Nairobi angegriffen hat, soll sich zu 40 Prozent durch den Handel mit Elfenbein finanzieren.

Schätzungen von Pro Wildlife zufolge werden jährlich über 30.000 Elefanten Opfer von Wilderern. Auch in diesem Jahr hat sich der alarmierende Schmuggel großer Elfenbeinmengen fortgesetzt. So wurden in Hong Kong im August und Juli diesen Jahres jeweils über zwei Tonnen Elfenbein beschlagnahmt. In Kenia wurden im Juli über drei Tonnen sichergestellt. „Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs“, sagt Freyer. „Die Wilderer werden immer skrupelloser“. In Simbabwe vergiften Wilderer mittlerweile Wasserlöcher mit Cyanid, um an die wertvollen Stoßzähne heranzukommen. Etwa 100 Elefanten und viele weitere Tiere starben hierdurch alleine in den letzten Tagen.

Pro Wildlife: Keine Handelsfreigaben mehr

„Wir fordern alle Regierungen auf, den Kampf gegen die Wilderei ebenfalls zur Chefsache zu machen: Sie müssen jetzt ihre Elfenbein-Lagerbestände vernichten, anstatt weiter über zukünftige Handelsfreigaben zu debattieren und damit ein fatales Signal auszusenden“, so Freyer. Seit Jahren debattieren die 178 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) über einen „Mechanismus“, der zukünftig einen legalen Elfenbeinhandel ermöglichen soll. Dieser soll das derzeit noch geltende internationale Handelsverbot ablösen. Bereits in den Jahren 1999 und 2008 wurde der Elefantenschutz durch zwei Ausnahmegenehmigungen zum Abverkauf von Elfenbeinlagerbeständen aus dem südlichen Afrika nach Japan und China deutlich geschwächt. Seit China legales Elfenbein importiert hat, ist der Markt dort völlig außer Kontrolle geraten. Immer mehr Geschäfte mit staatlicher Zulassung verkaufen dort gewildertes Elfenbein als angeblich legales. Elfenbein gilt in Asien als Statussymbol und Wertanlage, die Kaufkraft hat u.a. in China enorm zugenommen. „Was wir in dieser Krisensituation brauchen, sind klare Botschaften und ein uneingeschränktes Nein zum Elfenbeinhandel“, so Freyer.

Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober werden auch Elefantenschützer auf die Wildereikrise aufmerksam machen: Sie treffen sich in 15 Städten rund um die Erde zum „Elefantenmarsch“, der vom David Sheldrick Wildlife Trust (Kenia) organisiert wird. In Deutschland startet der Marsch in München um 11:30 Uhr am Marienplatz.

USA wollen mehr als fünf Tonnen Elfenbein zerstören

 

München, 1. Oktober 2013. Die USA planen,  mehr als fünf Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein der letzten 25 Jahre zerstören. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife begrüßt dies als ein Zeichen gegen den illegalen Elfenbeinhandel, dem jedes Jahr zehntausende Elefanten zum Opfer fallen. „Wir brauchen ein klares Signal, um den blutigen Elfenbeinhandel weltweit zu stoppen. Nur wenn wir die Absatzmärkte schließen und die Nachfrage eindämmen, wird die Wilderei aufhören“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. Die USA hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, ebenfalls ihre Elfenbein-Lagerbestände zu vernichten. Im Juni zerstörten bereits die Philippinen ihre Elfenbeinvorräte, im letzten Jahr Gabun.

 

Terrorgruppen finanzieren sich durch Elfenbeinhandel

Die Gewinne aus dem Elfenbeinhandel finanzieren Bürgerkriege und Terroristen wie die Al-Shabaab und tragen zur Korruption und Destabilisierung von Regierungen bei. „Neben dem Artenschutz ist dies ein Grund, warum die US-Regierung sich zum Vorreiter im Kampf gegen Wilderei und illegalen Wildtierhandel gemacht hat“, so Freyer. Das Weiße Haus verstärkt derzeit seine finanzielle Unterstützung und die Zusammenarbeit mit anderen Regierungen im Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel. Die Al-Shabaab Miliz, die vor wenigen Tagen ein Einkaufszentrum in Nairobi angegriffen hat, soll sich zu 40 Prozent durch den Handel mit Elfenbein finanzieren.

Schätzungen von Pro Wildlife zufolge werden jährlich über 30.000 Elefanten Opfer von Wilderern. Auch in diesem Jahr hat sich der alarmierende Schmuggel großer Elfenbeinmengen fortgesetzt. So wurden in Hong Kong im August und Juli diesen Jahres jeweils über zwei Tonnen Elfenbein beschlagnahmt. In Kenia wurden im Juli über drei Tonnen sichergestellt. „Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs“, sagt Freyer. „Die Wilderer werden immer skrupelloser“. In Simbabwe vergiften Wilderer mittlerweile Wasserlöcher mit Cyanid, um an die wertvollen Stoßzähne heranzukommen. Etwa 100 Elefanten und viele weitere Tiere starben hierdurch alleine in den letzten Tagen.

 

Pro Wildlife: Keine Handelsfreigaben mehr

„Wir fordern alle Regierungen auf, den Kampf gegen die Wilderei ebenfalls zur Chefsache zu machen: Sie müssen jetzt ihre Elfenbein-Lagerbestände vernichten, anstatt weiter über zukünftige Handelsfreigaben zu debattieren und damit ein fatales Signal auszusenden“, so Freyer. Seit Jahren debattieren die 178 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) über einen „Mechanismus“, der zukünftig einen legalen Elfenbeinhandel ermöglichen soll. Dieser soll das derzeit noch geltende internationale Handelsverbot ablösen. Bereits in den Jahren 1999 und 2008 wurde der Elefantenschutz durch zwei Ausnahmegenehmigungen zum Abverkauf von Elfenbeinlagerbeständen aus dem südlichen Afrika nach Japan und China deutlich geschwächt. Seit China legales Elfenbein importiert hat, ist der Markt dort völlig außer Kontrolle geraten. Immer mehr Geschäfte mit staatlicher Zulassung verkaufen dort gewildertes Elfenbein als angeblich legales. Elfenbein gilt in Asien als Statussymbol und Wertanlage, die Kaufkraft hat u.a. in China enorm zugenommen. „Was wir in dieser Krisensituation brauchen, sind klare Botschaften und ein uneingeschränktes Nein zum Elfenbeinhandel“, so Freyer.

Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober werden auch Elefantenschützer auf die Wildereikrise aufmerksam machen: Sie treffen sich in 15 Städten rund um die Erde zum „Elefantenmarsch“, der vom David Sheldrick Wildlife Trust (Kenia) organisiert wird. In Deutschland startet der Marsch in München um 11:30 Uhr am Marienplatz.

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