DSDS in Thailand:  Tierschützer kritisieren Jury-Ritt auf Elefanten

München, 12. März 2015. Auf dem Rücken von Elefanten präsentieren sich Dieter Bohlen, Heino, Mandy Capristo und DJ Antoine beim „DSDS Auslands-Recall“ aus Thailand ab dem 14. März auf RTL. Die Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife warnt Urlauber, sich von den Bildern zu einem Ritt auf einem Elefanten verleiten zu lassen. Denn kaum jemand weiß, wie grausam es hinter den Kulissen zugeht: Reit-Elefanten werden schon als Kälber gefoltert, wenn sie für den Kontakt mit Touristen abgerichtet werden.

„Elefanten reiten, streicheln, baden, füttern – das sieht harmlos und harmonisch aus“ sagt Daniela Freyer von Pro Wildlife. Doch die Erfüllung von Dschungelbuch-Träumen aus der Kindheit geht auf Kosten der Tiere: „Diese Elefanten haben ein Martyrium hinter sich. Und weil immer mehr Reisende den direkten Kontakt mit den grauen Riesen wünschen, werden sogar Tiere aus freier Wildbahn gefangen“, berichtet Freyer.

Diese Elefantenbabys werden tagelang angekettet und geschlagen. Sie bekommen weder Wasser noch Futter, bis ihr Wille gebrochen ist. Nach dieser Phase des traditionellen „Einbrechens“ (Thai:„pajaan“) kontrollieren die Mahouts die Tiere ihr Leben lang, indem sie mit dem allzeit präsenten spitzen Eisenhaken in empfindliche Körperteile stechen. In der Regel werden die hochsozialen und intelligenten Elefanten in Ketten gehalten. Der Bullenhaken ist auch auf den Bildern der DSDS-Jury zu sehen, die RTL schon vorab veröffentlicht hat – ebenso wie die Ketten an den Füßen der Elefanten.

Elefanten sind nicht domestiziert und gehören zu den gefährlichsten Wildtieren in Gefangenschaft. 2014 starben in thailändischen Touristencamps zwei Menschen bei Unfällen mit Reitelefanten. Nach Angaben der Organisation Elefantenschutz Europa wurden bei touristischen Veranstaltungen mit Elefanten zwischen 1997 und 2014 mehr als 20 Menschen getötet und weitere verletzt. In Vietnam brach erst kürzlich ein Elefant tot zusammen, der als Reittier gehalten wurde. „Urlauber, denen Elefanten am Herzen liegen, sollten diese Tierquälerei nicht unterstützen – ob Elefantenreiten, bettelnde Straßenelefanten oder zweifelhafte Camps“, so Freyer.

Thailands Elefantenmafia

In Thailand leben etwa 4.000 Elefanten in Gefangenschaft, fast alle werden für den Tourismus eingesetzt. Weil Elefanten-Zucht in Gefangenschaft selten gelingt, werden die bei Reisenden besonders beliebten Elefantenbabys illegal aus freier Wildbahn gefangen, oft im benachbarten Myanmar. In anderen asiatischen Urlaubsländern wie Indien, Sri Lanka, Nepal, Laos, Kambodscha, Indonesien und Vietnam herrschen ähnliche Zustände. Auch in Afrika sind „Elephant Back Safaris“ im Kommen.

 

DSDS in Thailand:  Tierschützer kritisieren Jury-Ritt auf Elefanten

München, 12. März 2015. Auf dem Rücken von Elefanten präsentieren sich Dieter Bohlen, Heino, Mandy Capristo und DJ Antoine beim „DSDS Auslands-Recall“ aus Thailand ab dem 14. März auf RTL. Die Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife warnt Urlauber, sich von den Bildern zu einem Ritt auf einem Elefanten verleiten zu lassen. Denn kaum jemand weiß, wie grausam es hinter den Kulissen zugeht: Reit-Elefanten werden schon als Kälber gefoltert, wenn sie für den Kontakt mit Touristen abgerichtet werden.

„Elefanten reiten, streicheln, baden, füttern – das sieht harmlos und harmonisch aus“ sagt Daniela Freyer von Pro Wildlife. Doch die Erfüllung von Dschungelbuch-Träumen aus der Kindheit geht auf Kosten der Tiere: „Diese Elefanten haben ein Martyrium hinter sich. Und weil immer mehr Reisende den direkten Kontakt mit den grauen Riesen wünschen, werden sogar Tiere aus freier Wildbahn gefangen“, berichtet Freyer.

Diese Elefantenbabys werden tagelang angekettet und geschlagen. Sie bekommen weder Wasser noch Futter, bis ihr Wille gebrochen ist. Nach dieser Phase des traditionellen „Einbrechens“ (Thai:„pajaan“) kontrollieren die Mahouts die Tiere ihr Leben lang, indem sie mit dem allzeit präsenten spitzen Eisenhaken in empfindliche Körperteile stechen. In der Regel werden die hochsozialen und intelligenten Elefanten in Ketten gehalten. Der Bullenhaken ist auch auf den Bildern der DSDS-Jury zu sehen, die RTL schon vorab veröffentlicht hat – ebenso wie die Ketten an den Füßen der Elefanten.

Elefanten sind nicht domestiziert und gehören zu den gefährlichsten Wildtieren in Gefangenschaft. 2014 starben in thailändischen Touristencamps zwei Menschen bei Unfällen mit Reitelefanten. Nach Angaben der Organisation Elefantenschutz Europa wurden bei touristischen Veranstaltungen mit Elefanten zwischen 1997 und 2014 mehr als 20 Menschen getötet und weitere verletzt. In Vietnam brach erst kürzlich ein Elefant tot zusammen, der als Reittier gehalten wurde. „Urlauber, denen Elefanten am Herzen liegen, sollten diese Tierquälerei nicht unterstützen – ob Elefantenreiten, bettelnde Straßenelefanten oder zweifelhafte Camps“, so Freyer.

Thailands Elefantenmafia

In Thailand leben etwa 4.000 Elefanten in Gefangenschaft, fast alle werden für den Tourismus eingesetzt. Weil Elefanten-Zucht in Gefangenschaft selten gelingt, werden die bei Reisenden besonders beliebten Elefantenbabys illegal aus freier Wildbahn gefangen, oft im benachbarten Myanmar. In anderen asiatischen Urlaubsländern wie Indien, Sri Lanka, Nepal, Laos, Kambodscha, Indonesien und Vietnam herrschen ähnliche Zustände. Auch in Afrika sind „Elephant Back Safaris“ im Kommen.

 

Diesen Beitrag teilen