Rekord-Wilderei in Tansania

München, 23. Januar 2014. Hongkong hat am Mittwoch beschlossen, einen Großteil seines beschlagnahmten Elfenbeins zu zerstören. Hongkong verfügt mit 33 Tonnen über einen der größten Elfenbeinvorräte und ist eines der bedeutendsten Einfallstore für den illegalen Handel mit Stoßzähnen. 28 Tonnen Elfenbein sollen im Lauf von zwei Jahren verbrannt werden, geringe Mengen für die Aufklärungsarbeit an Schulen erhalten bleiben. „Wir begrüßen diesen wichtigen Schritt Hongkongs als deutliches Signal gegen den blutigen Elfenbeinhandel und die zunehmende Elefanten-Wilderei“, so Daniela Freyer von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife.

Gleichzeitig appellieren Pro Wildlife und zehn weitere Organisationen in einem gemeinsamen Schreiben an die EU-Regierungen, ebenfalls ein klares Signal zu setzen und ihr beschlagnahmtes Elfenbein zu zerstören. Nach den USA, den Phillippinen, Gabun und Kenia hat auch die chinesische Regierung am 6. Januar öffentlich illegales Elfenbein vernichtet – allerdings nur einen kleinen Teil der staatlichen Lagerbestände. „Dies war ein wichtiger erster Schritt, um die Nachfrage in China einzudämmen. Doch erst wenn die chinesische Regierung den legalen Absatzmarkt schließt und damit ein wichtiges Einfallstor für den illegalen Handel schließt, können wir die massive Wilderei für den Elfenbeinhandel stoppen“, so Freyer. China ist weltweit der größte Absatzmarkt für gewildertes, aber auch legal gehandeltes Elfenbein, seit das Land im Jahr 2008 legal Stoßzähne aus Afrika importieren durfte. Staatlich lizenzierte Schnitzfabriken und Geschäfte handeln seither im großen Stil mit dem Elfenbein gewilderter Elefanten.

Tansania: Drastische Bestandseinbrüche durch Wilderei

Seit der Ausnahme vom Elfenbein-Handelsverbot für China ist die Wilderei auf Elefanten drastisch angestiegen. Sie erreichte 2013 einen traurigen Rekord, als weltweit die größte Menge Elfenbein seit Verbot des Elfenbeinhandels vor 25 Jahren beschlagnahmt wurde. Einer jetzt veröffentlichten Bestandsschätzung zufolge ist der Elefanten-Bestand im Selous-Ökosystem in Tansania von Wilderern dramatisch dezimiert worden. Während es 2009 noch 39.000 Tiere gab, sind heute nur noch etwa 13.000 Elefanten übrig. Das entspricht einem  Rückgang von 67 Prozent in nur vier Jahren. Bisher galt der Selous als zweitgrößtes Verbreitungsgebiet von Elefanten in Afrika.

>> Pressemitteilung von Pro Wildlife zur Forderung des Europäischen Parlaments vom 15. Januar, Elfenbeinvorräte in der EU zu zerstören

>> Offizielle Meldung der Hong Kong-Behörde

Rekord-Wilderei in Tansania

 

München, 23. Januar 2014. Hongkong hat am Mittwoch beschlossen, einen Großteil seines beschlagnahmten Elfenbeins zu zerstören. Hongkong verfügt mit 33 Tonnen über einen der größten Elfenbeinvorräte und ist eines der bedeutendsten Einfallstore für den illegalen Handel mit Stoßzähnen. 28 Tonnen Elfenbein sollen im Lauf von zwei Jahren verbrannt werden, geringe Mengen für die Aufklärungsarbeit an Schulen erhalten bleiben. „Wir begrüßen diesen wichtigen Schritt Hongkongs als deutliches Signal gegen den blutigen Elfenbeinhandel und die zunehmende Elefanten-Wilderei“, so Daniela Freyer von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife.

Gleichzeitig appellieren Pro Wildlife und zehn weitere Organisationen in einem gemeinsamen Schreiben an die EU-Regierungen, ebenfalls ein klares Signal zu setzen und ihr beschlagnahmtes Elfenbein zu zerstören. Nach den USA, den Phillippinen, Gabun und Kenia hat auch die chinesische Regierung am 6. Januar öffentlich illegales Elfenbein vernichtet – allerdings nur einen kleinen Teil der staatlichen Lagerbestände. „Dies war ein wichtiger erster Schritt, um die Nachfrage in China einzudämmen. Doch erst wenn die chinesische Regierung den legalen Absatzmarkt schließt und damit ein wichtiges Einfallstor für den illegalen Handel schließt, können wir die massive Wilderei für den Elfenbeinhandel stoppen“, so Freyer. China ist weltweit der größte Absatzmarkt für gewildertes, aber auch legal gehandeltes Elfenbein, seit das Land im Jahr 2008 legal Stoßzähne aus Afrika importieren durfte. Staatlich lizenzierte Schnitzfabriken und Geschäfte handeln seither im großen Stil mit dem Elfenbein gewilderter Elefanten.

 

Tansania: Drastische Bestandseinbrüche durch Wilderei

Seit der Ausnahme vom Elfenbein-Handelsverbot für China ist die Wilderei auf Elefanten drastisch angestiegen. Sie erreichte 2013 einen traurigen Rekord, als weltweit die größte Menge Elfenbein seit Verbot des Elfenbeinhandels vor 25 Jahren beschlagnahmt wurde. Einer jetzt veröffentlichten Bestandsschätzung zufolge ist der Elefanten-Bestand im Selous-Ökosystem in Tansania von Wilderern dramatisch dezimiert worden. Während es 2009 noch 39.000 Tiere gab, sind heute nur noch etwa 13.000 Elefanten übrig. Das entspricht einem  Rückgang von 67 Prozent in nur vier Jahren. Bisher galt der Selous als zweitgrößtes Verbreitungsgebiet von Elefanten in Afrika.

>> Pressemitteilung von Pro Wildlife zur Forderung des Europäischen Parlaments vom 15. Januar, Elfenbeinvorräte in der EU zu zerstören

>> Offizielle Meldung der Hong Kong-Behörde

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