Verbände fordern auch von Bundesregierung Signal gegen Elefantenwilderei

München, 5. Februar 2014. Mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion vernichtet Frankreich als erstes europäisches Land beschlagnahmtes Elfenbein: Vor dem Eiffelturm werden am Donnerstag in Paris drei Tonnen Stoßzähne aus dem Bestand des Zolls geschreddert. Die Aktion findet im Vorfeld des „Illegal Wildlife Trade Summit“ statt, bei dem am 13. Februar in London Regierungsvertreter über den illegalen Handel mit bedrohten Arten beraten. Von der deutschen Regierung fordern Tier- und Naturschutzverbände nun in einem gemeinsamen Schreiben ein klares Signal gegen die Elefantenwilderei.

„Die öffentliche Elfenbein-Vernichtung vor einem weltweit bekannten Wahrzeichen wie dem Eiffelturm macht klar: Frankreich sagt dem illegalen Elfenbeinhandel den Kampf an“, kommentiert Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Wir fordern die deutsche Regierung auf, ebenfalls ein Zeichen gegen die Wilderei zu setzen.“ Im Januar hatte auch das EU-Parlament  an die Regierungen appelliert, die Wildereikrise in Angriff zu nehmen und Elfenbeinvorräte zu vernichten.

Warum vernichten, nicht verkaufen?

Immer wieder gibt es die Forderung, Elfenbein nicht zu zerstören, sondern zu verkaufen, um die Nachfrage zu bedienen. „Diese Rechnung geht leider nicht auf“, sagt Freyer. „Alle Erfahrungen haben gezeigt, dass der legale Handel nicht kontrollierbar ist und mit dem illegalen Hand in Hand geht. Das Geschäft mit dem weißen Gold ist mittlerweile in Händen internationaler Verbrecher und terroristischer Organisationen. Die Gewinnspannen sind riesig, das Risiko minimal. Im Schatten des legalen Marktes  blüht der Schmuggel, weil legales mit gewildertem Elfenbein vermengt, Dokumente gefälscht und Beamte bestochen werden. Erst wenn wir die unersättliche Nachfrage eindämmen und die Kontrollen verbessern, wird das Gemetzel gestoppt werden.“  Die USA, die Philippinen, Kenia und Gabun haben bereits Elfenbeinvorräte vernichtet. Hongkong hat dies angekündigt und China hat zumindest einen Teil seines beschlagnahmten Elfenbeins  zerstört. Pro Wildlife begrüßt dies als wichtigen ersten Schritt, fordert aber von China eine klare Absage an den Elfenbeinhandel.  Das Land importierte 2008 legal Elfenbein aus dem südlichen Afrika und ist seither Hauptabsatzmarkt für legales sowie gewildertes Elfenbein.

2013 wurde Rekordmenge an Elfenbein beschlagnahmt

In Afrika werden jährlich mehrere zehntausend Elefanten getötet. 2013 wurden weltweit allein bei großen Aufgriffen von jeweils über 500 Kilo insgesamt mehr als 40 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt. Das ist die größte Menge, seit der internationale Elfenbeinhandel vor 25 Jahren verboten wurde. Viele Elefantenpopulationen in Afrika sind bereits erheblich dezimiert. Die Bestände in Tansanias Selous-Ökosystem, der bisher zweitgrößten Elefantenpopulation Afrikas, sind in den vergangenen vier Jahren um zwei Drittel zurückgegangen.

 

>>  Verbändebrief an Bundesumweltministerin Hendricks

Verbände fordern auch von Bundesregierung Signal gegen Elefantenwilderei

 

München, 5. Februar 2014. Mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion vernichtet Frankreich als erstes europäisches Land beschlagnahmtes Elfenbein: Vor dem Eiffelturm werden am Donnerstag in Paris drei Tonnen Stoßzähne aus dem Bestand des Zolls geschreddert. Die Aktion findet im Vorfeld des „Illegal Wildlife Trade Summit“ statt, bei dem am 13. Februar in London Regierungsvertreter über den illegalen Handel mit bedrohten Arten beraten. Von der deutschen Regierung fordern Tier- und Naturschutzverbände nun in einem gemeinsamen Schreiben ein klares Signal gegen die Elefantenwilderei.

„Die öffentliche Elfenbein-Vernichtung vor einem weltweit bekannten Wahrzeichen wie dem Eiffelturm macht klar: Frankreich sagt dem illegalen Elfenbeinhandel den Kampf an“, kommentiert Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Wir fordern die deutsche Regierung auf, ebenfalls ein Zeichen gegen die Wilderei zu setzen.“ Im Januar hatte auch das EU-Parlament  an die Regierungen appelliert, die Wildereikrise in Angriff zu nehmen und Elfenbeinvorräte zu vernichten.

 

Warum vernichten, nicht verkaufen?

Immer wieder gibt es die Forderung, Elfenbein nicht zu zerstören, sondern zu verkaufen, um die Nachfrage zu bedienen. „Diese Rechnung geht leider nicht auf“, sagt Freyer. „Alle Erfahrungen haben gezeigt, dass der legale Handel nicht kontrollierbar ist und mit dem illegalen Hand in Hand geht. Das Geschäft mit dem weißen Gold ist mittlerweile in Händen internationaler Verbrecher und terroristischer Organisationen. Die Gewinnspannen sind riesig, das Risiko minimal. Im Schatten des legalen Marktes  blüht der Schmuggel, weil legales mit gewildertem Elfenbein vermengt, Dokumente gefälscht und Beamte bestochen werden. Erst wenn wir die unersättliche Nachfrage eindämmen und die Kontrollen verbessern, wird das Gemetzel gestoppt werden.“  Die USA, die Philippinen, Kenia und Gabun haben bereits Elfenbeinvorräte vernichtet. Hongkong hat dies angekündigt und China hat zumindest einen Teil seines beschlagnahmten Elfenbeins  zerstört. Pro Wildlife begrüßt dies als wichtigen ersten Schritt, fordert aber von China eine klare Absage an den Elfenbeinhandel.  Das Land importierte 2008 legal Elfenbein aus dem südlichen Afrika und ist seither Hauptabsatzmarkt für legales sowie gewildertes Elfenbein.

 

2013 wurde Rekordmenge an Elfenbein beschlagnahmt

In Afrika werden jährlich mehrere zehntausend Elefanten getötet. 2013 wurden weltweit allein bei großen Aufgriffen von jeweils über 500 Kilo insgesamt mehr als 40 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt. Das ist die größte Menge, seit der internationale Elfenbeinhandel vor 25 Jahren verboten wurde. Viele Elefantenpopulationen in Afrika sind bereits erheblich dezimiert. Die Bestände in Tansanias Selous-Ökosystem, der bisher zweitgrößten Elefantenpopulation Afrikas, sind in den vergangenen vier Jahren um zwei Drittel zurückgegangen.

 

>>  Verbändebrief an Bundesumweltministerin Hendricks

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