Pro Wildlife kritisiert Entscheidung des Verwaltungsgerichts

München, 18. Februar 2014. Der Tod der Elefantenkuh Mädi, die ertrank, während der Schausteller René R. auf ihr herumturnte, sorgte im Sommer 2013 für weltweite Empörung. Pro Wildlife hatte Strafanzeige erstattet und gefordert, dass R., der im hessischen Friedberg eine Krokodilshow betreibt, die Tierhaltung verboten wird. Im Dezember kündigte der Landrat des Wetteraukreises endlich an, R. wegen mangelnder Zuverlässigkeit zum 1. März die Genehmigung zur Tierhaltung zu entziehen und dessen Alligator Action Farm u.a. wegen der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Gesundheit zu schließen. Weil das Verwaltungsgericht Gießen jetzt einem Eilantrag von R. stattgab, darf dieser seine Krokodilshow vorerst weiter betreiben.

„Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen ist in keiner Weise nachvollziehbar: Besser dokumentiert als in diesem Fall kann  die Unzuverlässigkeit eines Tierhalters kaum sein: Die 45-minütigen Aufnahmen von dem Todeskampf der Elefantenkuh, ihr Versuch wieder auf die Beine zu kommen, während René R. auf dem ertrinkenden Tier herumspringt, anstatt ihm zu helfen, sprechen eine eindeutige Sprache. Der Mann hatte zudem weder die erforderliche Erlaubnis den Elefanten zu halten, noch ihn ins Ausland zu transportieren, sondern hat ihn hinter dem Rücken der Behörden außer Landes geschafft,“ so Daniela Freyer von der Tierschutzorganisation Pro Wildlife.

Auch die Zustände in der Friedberger Alligator Action Farm bestätigen nach Ansicht von Pro Wildlife die Unzuverlässigkeit des Tierhalters: „R. lässt über zwei Meter große Alligatoren frei herumlaufen und die Besucher, einschließlich kleinster Kinder, dürfen die Reptilien anfassen. Besuchern wird sogar das Schwimmen mit Krokodilen angeboten. Das ist verantwortungslos und gefährdet die Sicherheit und Gesundheit der Besucher.“ Eines der Krokodile hat R.‘s Bruder Daniel bereits einen Daumen abgebissen.  Weil sogar kleine Tiere schwerste Bissverletzungen zufügen können fordert ein Expertengutachten über die Mindestanforderungen zur Haltung von Krokodilen zwingend Absperrungen zwischen Tieren und Besuchern.

Pro Wildlife und andere Tierschutzorganisationen kritisieren seit langem Missstände in der Tierhaltung von René R. und seinem Bruder Daniel, der bisher den Universalcircus Renz betrieb und fordern vom Wetteraukreis Konsequenzen. „Der Gerichtsbeschluss ist die Quittung dafür, dass die zuständige Veterinärbehörde jahrelang weggeschaut hat und erst nach dem öffentlichen Aufschrei über den qualvollen Tod des dritten Zirkus-Elefanten bei der Familie R. ernsthaft aktiv wurde“, so Freyer. „Umso mehr erwarten wir, dass der Wetteraukreis jetzt Widerspruch gegen den Gerichtsentscheid einlegt und alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpft, um dem Unwesen endlich ein Ende zu setzen.“

Pro Wildlife kritisiert Entscheidung des Verwaltungsgerichts

 

München, 18. Februar 2014. Der Tod der Elefantenkuh Mädi, die ertrank, während der Schausteller René R. auf ihr herumturnte, sorgte im Sommer 2013 für weltweite Empörung. Pro Wildlife hatte Strafanzeige erstattet und gefordert, dass R., der im hessischen Friedberg eine Krokodilshow betreibt, die Tierhaltung verboten wird. Im Dezember kündigte der Landrat des Wetteraukreises endlich an, R. wegen mangelnder Zuverlässigkeit zum 1. März die Genehmigung zur Tierhaltung zu entziehen und dessen Alligator Action Farm u.a. wegen der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Gesundheit zu schließen. Weil das Verwaltungsgericht Gießen jetzt einem Eilantrag von R. stattgab, darf dieser seine Krokodilshow vorerst weiter betreiben.

„Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen ist in keiner Weise nachvollziehbar: Besser dokumentiert als in diesem Fall kann  die Unzuverlässigkeit eines Tierhalters kaum sein: Die 45-minütigen Aufnahmen von dem Todeskampf der Elefantenkuh, ihr Versuch wieder auf die Beine zu kommen, während René R. auf dem ertrinkenden Tier herumspringt, anstatt ihm zu helfen, sprechen eine eindeutige Sprache. Der Mann hatte zudem weder die erforderliche Erlaubnis den Elefanten zu halten, noch ihn ins Ausland zu transportieren, sondern hat ihn hinter dem Rücken der Behörden außer Landes geschafft,“ so Daniela Freyer von der Tierschutzorganisation Pro Wildlife.

Auch die Zustände in der Friedberger Alligator Action Farm bestätigen nach Ansicht von Pro Wildlife die Unzuverlässigkeit des Tierhalters: „R. lässt über zwei Meter große Alligatoren frei herumlaufen und die Besucher, einschließlich kleinster Kinder, dürfen die Reptilien anfassen. Besuchern wird sogar das Schwimmen mit Krokodilen angeboten. Das ist verantwortungslos und gefährdet die Sicherheit und Gesundheit der Besucher.“ Eines der Krokodile hat R.‘s Bruder Daniel bereits einen Daumen abgebissen.  Weil sogar kleine Tiere schwerste Bissverletzungen zufügen können fordert ein Expertengutachten über die Mindestanforderungen zur Haltung von Krokodilen zwingend Absperrungen zwischen Tieren und Besuchern.

Pro Wildlife und andere Tierschutzorganisationen kritisieren seit langem Missstände in der Tierhaltung von René R. und seinem Bruder Daniel, der bisher den Universalcircus Renz betrieb und fordern vom Wetteraukreis Konsequenzen. „Der Gerichtsbeschluss ist die Quittung dafür, dass die zuständige Veterinärbehörde jahrelang weggeschaut hat und erst nach dem öffentlichen Aufschrei über den qualvollen Tod des dritten Zirkus-Elefanten bei der Familie R. ernsthaft aktiv wurde“, so Freyer. „Umso mehr erwarten wir, dass der Wetteraukreis jetzt Widerspruch gegen den Gerichtsentscheid einlegt und alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpft, um dem Unwesen endlich ein Ende zu setzen.“

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