30 Organisationen fordern Handelsverbot

München, 15. Mai 2014. Hongkong hat am Donnerstag den ersten Teil von insgesamt 30 Tonnen beschlagnahmtem Elfenbein verbrannt. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife begrüßt diese Aktion als wichtigen Schritt, um die Nachfrage nach Elfenbein einzudämmen und die Wilderei an Elefanten zu beenden. „Hongkong gilt als eine der wichtigsten internationalen Drehscheiben für den legalen und illegalen Elfenbeinhandel“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Um die Massaker an Elefanten zu stoppen, muss die Stadtverwaltung jetzt jeglichen Handel mit Elfenbein verbieten“. Dies fordern 50 Organisationen aus aller Welt in einem gemeinsamem Schreiben. Laut Stadtverwaltung sind in der Hafenmetropole noch 117 Tonnen legales Elfenbein im Besitz lizensierter Unternehmen.

Vor wenigen Tagen hat der chinesische Premier, Li Keqiang auf einer Afrikareise finanzielle Unterstützung gegen die Elefantenwilderei versprochen. Anfang des Jahres hatte die chinesische Regierung einen kleinen Teil des beschlagnahmten Elfenbeins zerstört. „Wir begrüßen die Signale aus China. Doch wenn die Nachfrage und der Handel mit Elfenbein nicht gestoppt werden, werden wir den Kampf gegen die Wilderei verlieren“, so Freyer.

Hongkong ist zentrales Einfallstor für Elfenbein

In Hongkong, einer Sonderverwaltungszone Chinas, werden große Mengen an Elfenbein steuerfrei an einheimische und ausländische Touristen verkauft. Innerhalb Chinas ist der Elfenbeinkauf in lizensierten Geschäften legal, der Transport außer Landes ist jedoch verboten. Aber auch für den illegalen Elfenbeinhandel ist Hongkong ein Haupteinfallstor, insbesondere seit China 2008 legales Elfenbein aus Afrika importierte. Seither sind staatlich lizensierte Geschäfte und Elfenbeinschnitzfabriken aus dem Boden geschossen, die unter dem Deckmantel des legalen Handels auch eingeschmuggeltes Elfenbein verkaufen. Um die boomende Nachfrage insbesondere in China zu decken, werden in Afrika jährlich Zehntausende Elefanten gewildert.

Auch innerhalb Chinas wächst der Widerstand gegen den blutigen Elfenbeinhandel: Drei chinesische Handelsketten haben Elfenbein bereits aus dem Angebot genommen. Vor einigen Wochen forderte der chinesische Basketball Superstar Yao Ming Chinas Regierung mit Unterstützung prominenter chinesischer Unternehmer auf, den Elfenbeinhandel zu verbieten.

 30 Organisationen fordern Handelsverbot

 

München, 15. Mai 2014. Hongkong hat am Donnerstag den ersten Teil von insgesamt 30 Tonnen beschlagnahmtem Elfenbein verbrannt. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife begrüßt diese Aktion als wichtigen Schritt, um die Nachfrage nach Elfenbein einzudämmen und die Wilderei an Elefanten zu beenden. „Hongkong gilt als eine der wichtigsten internationalen Drehscheiben für den legalen und illegalen Elfenbeinhandel“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Um die Massaker an Elefanten zu stoppen, muss die Stadtverwaltung jetzt jeglichen Handel mit Elfenbein verbieten“. Dies fordern 50 Organisationen aus aller Welt in einem gemeinsamem Schreiben. Laut Stadtverwaltung sind in der Hafenmetropole noch 117 Tonnen legales Elfenbein im Besitz lizensierter Unternehmen.

Vor wenigen Tagen hat der chinesische Premier, Li Keqiang auf einer Afrikareise finanzielle Unterstützung gegen die Elefantenwilderei versprochen. Anfang des Jahres hatte die chinesische Regierung einen kleinen Teil des beschlagnahmten Elfenbeins zerstört. „Wir begrüßen die Signale aus China. Doch wenn die Nachfrage und der Handel mit Elfenbein nicht gestoppt werden, werden wir den Kampf gegen die Wilderei verlieren“, so Freyer.

 

Hongkong ist zentrales Einfallstor für Elfenbein

In Hongkong, einer Sonderverwaltungszone Chinas, werden große Mengen an Elfenbein steuerfrei an einheimische und ausländische Touristen verkauft. Innerhalb Chinas ist der Elfenbeinkauf in lizensierten Geschäften legal, der Transport außer Landes ist jedoch verboten. Aber auch für den illegalen Elfenbeinhandel ist Hongkong ein Haupteinfallstor, insbesondere seit China 2008 legales Elfenbein aus Afrika importierte. Seither sind staatlich lizensierte Geschäfte und Elfenbeinschnitzfabriken aus dem Boden geschossen, die unter dem Deckmantel des legalen Handels auch eingeschmuggeltes Elfenbein verkaufen. Um die boomende Nachfrage insbesondere in China zu decken, werden in Afrika jährlich Zehntausende Elefanten gewildert.

Auch innerhalb Chinas wächst der Widerstand gegen den blutigen Elfenbeinhandel: Drei chinesische Handelsketten haben Elfenbein bereits aus dem Angebot genommen. Vor einigen Wochen forderte der chinesische Basketball Superstar Yao Ming Chinas Regierung mit Unterstützung prominenter chinesischer Unternehmer auf, den Elfenbeinhandel zu verbieten.

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