Elfenbeinhandel gefährdet Afrikas Elefanten.

München 24. November 2015. Nach Meldungen der BBC wurden in Gepäck am Flughafen London Heathrow 110 Kilo Stoßzähne, Armreifen und Perlen aus Elfenbein gefunden. Dies ist einer der größten Aufgriffe in Großbritannien. Die Koffer stammten aus Angola und waren für Hannover bestimmt. Über 30.000 Elefanten werden jedes Jahr für den Elfenbeinhandel gewildert.  „Die Regierungen weltweit müssen den Elfenbeinhandel endgültig stoppen und alle Absatzmärkte schließen, sonst kommt für die letzen grauen Riesen die Hilfe zu spät“, fordert Daniela Freyer von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife.
Der internationale Elfenbeinhandel ist seit 1989 durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES) verboten. 2008 wurde eine Ausnahme für die legale Ausfuhr von Elfenbein aus vier afrikanischen Ländern nach China genehmigt. Seitdem boomt im Schatten des legalen Handels das Geschäft mit gewilderten Stoßzähnen. Die Wilderei in Afrika und Aufgriffe in aller Welt haben deutlich zugenommen. Der Großteil des Elfenbeins ist für China bestimmt. Erst im Juli wurden am Flughafen in Zürich 262 Kilo Elfenbein beschlagnahmt. Drei Chinesen wollten die Stoßzähne aus der tansanischen Metropole Daressalam via Zürich nach Peking schmuggeln.

Pro Wildlife: China muss Elfenbeinvorräte zerstören

Eine Koalition von 25 afrikanischen Staaten rief Anfang November in Benin dazu auf, jeglichen Elfenbeinhandel zu beenden und alle Elefantenpopulationen unter strengsten Schutz zu stellen. Um die weltweite Wildereikrise zu bekämpfen, hatten auch die Regierungschefs von China und den USA Ende September gemeinsam erklärt, den Elfenbeinhandel sowohl für den Außenhandel als auch im jeweiligen Binnenmarkt zu verbieten. „China muss so schnell wie möglich den Elfenbeinmarkt konsequent dichtmachen. Dies wäre der wichtigste Schritt für die Rettung der Elefanten in Afrika“, sagt Freyer.
Experten schätzen, dass die chinesische Regierung noch mindestens 40.000 Kilo Elfenbein lagert. Nun steht die Regierung vor der Frage, was mit diesen Vorräten geschehen soll. „Wenn China sein Versprechen ernst nimmt, ist der einzig sinnvolle Weg, das Elfenbein zu zerstören. Zu groß ist das Risiko, dass die Lagerbestände durch Korruption in den Schwarzmarkt geraten und dann die Nachfrage wieder angeheizt wird“, so Freyer. Kenias Präsident hatte am 16. November angekündigt, 137.000 Kilo Elfenbein öffentlich zu zerstören, die größte Aktion dieser Art bisher.

Artenschutzkonferenz diskutiert Elfenbeinhandel

Im Januar 2016 werden Regierungsvertreter und Verbände auf dem Ständigen Ausschuss von CITES über Elfenbeinwilderei und  Elefantenschutz diskutieren: Auf der Tagesordnung steht auch die Frage, wie mit Elfenbein-Lagerbeständen umgegangen werden soll und ein umstrittener „Entscheidungsmechanismus für zukünftigen Elfenbeinhandel“. Die Artenschützer fordern den Ausschuss auf, dem Elfenbeinhandel eine klare Absage zu erteilen.

Weitere Informationen:

>> Erklärung 25 afrikanischer Staaten gegen Elfenbeinhandel

 

Elfenbeinhandel gefährdet Afrikas Elefanten

München 24. November 2015. Nach Meldungen der BBC wurden in Gepäck am Flughafen London Heathrow 110 Kilo Stoßzähne, Armreifen und Perlen aus Elfenbein gefunden. Dies ist einer der größten Aufgriffe in Großbritannien. Die Koffer stammten aus Angola und waren für Hannover bestimmt. Über 30.000 Elefanten werden jedes Jahr für den Elfenbeinhandel gewildert.  „Die Regierungen weltweit müssen den Elfenbeinhandel endgültig stoppen und alle Absatzmärkte schließen, sonst kommt für die letzen grauen Riesen die Hilfe zu spät“, fordert Daniela Freyer von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife.
Der internationale Elfenbeinhandel ist seit 1989 durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES) verboten. 2008 wurde eine Ausnahme für die legale Ausfuhr von Elfenbein aus vier afrikanischen Ländern nach China genehmigt. Seitdem boomt im Schatten des legalen Handels das Geschäft mit gewilderten Stoßzähnen. Die Wilderei in Afrika und Aufgriffe in aller Welt haben deutlich zugenommen. Der Großteil des Elfenbeins ist für China bestimmt. Erst im Juli wurden am Flughafen in Zürich 262 Kilo Elfenbein beschlagnahmt. Drei Chinesen wollten die Stoßzähne aus der tansanischen Metropole Daressalam via Zürich nach Peking schmuggeln.

Pro Wildlife: China muss Elfenbeinvorräte zerstören

Eine Koalition von 25 afrikanischen Staaten rief Anfang November in Benin dazu auf, jeglichen Elfenbeinhandel zu beenden und alle Elefantenpopulationen unter strengsten Schutz zu stellen. Um die weltweite Wildereikrise zu bekämpfen, hatten auch die Regierungschefs von China und den USA Ende September gemeinsam erklärt, den Elfenbeinhandel sowohl für den Außenhandel als auch im jeweiligen Binnenmarkt zu verbieten. „China muss so schnell wie möglich den Elfenbeinmarkt konsequent dichtmachen. Dies wäre der wichtigste Schritt für die Rettung der Elefanten in Afrika“, sagt Freyer.
Experten schätzen, dass die chinesische Regierung noch mindestens 40.000 Kilo Elfenbein lagert. Nun steht die Regierung vor der Frage, was mit diesen Vorräten geschehen soll. „Wenn China sein Versprechen ernst nimmt, ist der einzig sinnvolle Weg, das Elfenbein zu zerstören. Zu groß ist das Risiko, dass die Lagerbestände durch Korruption in den Schwarzmarkt geraten und dann die Nachfrage wieder angeheizt wird“, so Freyer. Kenias Präsident hatte am 16. November angekündigt, 137.000 Kilo Elfenbein öffentlich zu zerstören, die größte Aktion dieser Art bisher.

Artenschutzkonferenz diskutiert Elfenbeinhandel

Im Januar 2016 werden Regierungsvertreter und Verbände auf dem Ständigen Ausschuss von CITES über Elfenbeinwilderei und  Elefantenschutz diskutieren: Auf der Tagesordnung steht auch die Frage, wie mit Elfenbein-Lagerbeständen umgegangen werden soll und ein umstrittener „Entscheidungsmechanismus für zukünftigen Elfenbeinhandel“. Die Artenschützer fordern den Ausschuss auf, dem Elfenbeinhandel eine klare Absage zu erteilen.

Weitere Informationen:

>> Erklärung 25 afrikanischer Staaten gegen Elfenbeinhandel

 

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