Botswana ist Partnerland der ITB.

München, 7. März 2017. Das afrikanische Land Botswana ist 2017 Partnerland der Internationalen Tourismusbörse, die am 8. März in Berlin beginnt. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife sieht Botswana als Modell für umwelt- und tierfreundlichen Tourismus in Afrika. Das südafrikanische Land setzt dabei auf Klasse statt Masse – die vielen Wildtiere und die unvergleichliche Natur gelten als sein größtes Kapital. Um sie zu erhalten, werden Gemeinden an den Tourismus-Einnahmen beteiligt. Gegen Wilderei und illegalen Wildtier-Handel geht die Regierung konsequent vor. Elfenbeinhandel und Trophäenjagd verbietet Botswana ebenso wie das Reiten auf Elefanten oder Geschäfte mit gezüchteten Löwen. In Botswanas südafrikanischen Nachbarländern sind diese Praktiken hingegen noch immer erlaubt.

„Im Tier- und Artenschutz ist Botswana Vorreiter in Afrika ebenso wie im nachhaltigen Tourismus. Das Land setzt auf naturverbundene Reisende, denen es ein Anliegen ist, Afrikas Naturschätze zu bewahren“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife.

Elefantenschutz statt Elfenbeinhandel

Botswana beherbergt mit 131.000 Tieren den größten Elefantenbestand Afrikas. Während das Land in der Vergangenheit Elfenbein aus Lagerbeständen nach Japan und China verkauft hatte, fordert es mittlerweile ein vollständiges Verbot des Elfenbeinhandels und den strengsten internationalen Schutz für alle Elefantenbestände. „Die Regierung hat erkannt, dass der Elfenbeinhandel die Wilderei anheizt und die Tiere lebend mehr Wert sind als tot“, so Freyer.

Fotosafaris statt Trophäenjagd

2014 verbot Botswanas Präsident Ian Khama auf Staatsgebiet die Großwildjagd. Mehrfach bekräftigte die Regierung seither, dass sie auf lebende anstatt auf tote Wildtiere setzt, sie seien die wesentlich bedeutendere und nachhaltigere Einnahmequelle. Auch die Zucht von Löwen in Gefangenschaft, wie sie im Nachbarland Südafrika als touristische Attraktion und für die sog. „Gatterjagd“ praktiziert wird, ist in Botswana verboten.

Tierfreundlicher Tourismus statt Elefantenreiten

Um auch die wenigen in Botswana Gefangenschaft lebenden Tiere besser zu schützen, hat Botswana als erstes Land im Dezember 2016 Ritte auf Elefanten für Touristen verboten. Das Ministerium für Umwelt und Tourismus hatte die Praxis überprüft und als Tierquälerei befunden.

Botswanas Naturschätze: Big Five und Artenvielfalt

Mehr als 40 Prozent der Landesfläche Botswanas stehen unter Naturschutz. Besonders attraktiv für Urlauber sind das Gebiet um den Chobe River sowie das Okavango-Delta, wo ein Großteil der Elefanten des Landes lebt. Die »Big Five« Löwe, Nashorn, Elefant, Büffel und Leopard sind in Botswana ebenso heimisch wie zahllose andere Tierarten. Botswana beheimatet noch etwa 2.000 Löwen; auch sie sind seit 2002 vollständig geschützt.

Weitere Informationen:

>> Tierfreundlicher Tourismus

>> Elefantentourismus 

>> Trophäenjagd 

>> Elfenbeinhandel

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