Dritter Appell an die Bundesregierung.

München, 29. Februar 2016. Am Montag hat der Agrarausschuss des Bundesrates mit großer Mehrheit (14 Ja-Stimmen, 1 Nein von Sachsen-Anhalt, 1 Enthaltung von Sachsen) einem Entschließungsantrag des Landes Hessen für ein Verbot bestimmter wildlebender Tierarten im Zirkus zugestimmt. Diese Entscheidung muss im Bundesratsplenum am 18. März bestätigt werden, doch dies ist nur noch eine Formsache. Dies ist nach ähnlichen Beschlüssen von 2003 und 2011 die dritte Aufforderung des Bundesrates an die Bundesregierung, endlich dem Elend von Wildtieren im Circus ein Ende zu setzen.

„Bemerkenswert ist, dass sogar Bayern, trotz Sitz des Circus Krone in München, dem Antrag Hessens zugestimmt hat“, betont Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Die Zustände in Zirkussen sind katastrophal. Manege und Zirkuswägen sind kein Lebensraum für Elefanten, Tiger und Co.. Wildtiere in Zirkussen zu halten, ist schlichtweg Tierquälerei.“ Sie kritisiert, dass CDU und CSU in der Bundesregierung ein solches Verbot noch immer grundsätzlich ablehnen.
Bei Umfragen hatten sich alle Bundestagsparteien für ein Wildtierverbot ausgesprochen, mit Ausnahme der Union, die bisher einen besseren Tierschutz im Zirkus blockiert. Gleichzeitig gibt es in immer mehr Ländern ein Verbot – 19 sind es allein in Europa. Auch die Mehrheit der Bundesbürger ist laut repräsentativen Meinungsumfragen dafür. Nun ist erneuter Rückenwind aus dem Bundesrat zu erwarten. „Es sind die Bundesländer und ihre Kommunen, die im Vollzug mit dem täglichen Leid in Zirkussen konfrontiert sind. Deshalb begrüßen wir den klaren Appell des Agrarausschusses des Bundesrates an die Regierung in Berlin“, so  Freyer.
In Deutschland ist die Haltung von Wildtieren im Zirkus bisher durch die so genannten „Zirkusleitlinien“* des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft geregelt, die wesentlich schlechtere Haltungsbedingungen fordern als für Zoos. „Dies ist durch nichts zu rechtfertigen. Wildtiere haben im Zirkus dieselben Bedürfnisse wie im Zoo. Zudem erfüllen die Zirkusbetreiber häufig nicht einmal diese minimalsten Anforderungen. Um das Leid im Zirkus endlich zu beenden,  muss die Wildtierhaltung endlich auch in Deutschland verboten werden“, so Freyer.
*Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen, veröffentlicht im Jahr 2000 durch das Bundeslandwirtschaftsministerium

Dritter Appell an die Bundesregierung

München, 29. Februar 2016. Am Montag hat der Agrarausschuss des Bundesrates mit großer Mehrheit (14 Ja-Stimmen, 1 Nein von Sachsen-Anhalt, 1 Enthaltung von Sachsen) einem Entschließungsantrag des Landes Hessen für ein Verbot bestimmter wildlebender Tierarten im Zirkus zugestimmt. Diese Entscheidung muss im Bundesratsplenum am 18. März bestätigt werden, doch dies ist nur noch eine Formsache. Dies ist nach ähnlichen Beschlüssen von 2003 und 2011 die dritte Aufforderung des Bundesrates an die Bundesregierung, endlich dem Elend von Wildtieren im Circus ein Ende zu setzen.

„Bemerkenswert ist, dass sogar Bayern, trotz Sitz des Circus Krone in München, dem Antrag Hessens zugestimmt hat“, betont Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Die Zustände in Zirkussen sind katastrophal. Manege und Zirkuswägen sind kein Lebensraum für Elefanten, Tiger und Co.. Wildtiere in Zirkussen zu halten, ist schlichtweg Tierquälerei.“ Sie kritisiert, dass CDU und CSU in der Bundesregierung ein solches Verbot noch immer grundsätzlich ablehnen.
Bei Umfragen hatten sich alle Bundestagsparteien für ein Wildtierverbot ausgesprochen, mit Ausnahme der Union, die bisher einen besseren Tierschutz im Zirkus blockiert. Gleichzeitig gibt es in immer mehr Ländern ein Verbot – 19 sind es allein in Europa. Auch die Mehrheit der Bundesbürger ist laut repräsentativen Meinungsumfragen dafür. Nun ist erneuter Rückenwind aus dem Bundesrat zu erwarten. „Es sind die Bundesländer und ihre Kommunen, die im Vollzug mit dem täglichen Leid in Zirkussen konfrontiert sind. Deshalb begrüßen wir den klaren Appell des Agrarausschusses des Bundesrates an die Regierung in Berlin“, so  Freyer.
In Deutschland ist die Haltung von Wildtieren im Zirkus bisher durch die so genannten „Zirkusleitlinien“* des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft geregelt, die wesentlich schlechtere Haltungsbedingungen fordern als für Zoos. „Dies ist durch nichts zu rechtfertigen. Wildtiere haben im Zirkus dieselben Bedürfnisse wie im Zoo. Zudem erfüllen die Zirkusbetreiber häufig nicht einmal diese minimalsten Anforderungen. Um das Leid im Zirkus endlich zu beenden,  muss die Wildtierhaltung endlich auch in Deutschland verboten werden“, so Freyer.
*Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen, veröffentlicht im Jahr 2000 durch das Bundeslandwirtschaftsministerium
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