Keine Geschäfte mit Nashorn
2019 ist ein entscheidendes Jahr für den Schutz bedrohter Arten. Zwei Länder wollen auf der Weltartenschutzkonferenz CITES im Mai erreichen, dass der internationale Schutz für Breitmaulnashörner gelockert wird, um sie kommerziell handeln zu können. Unterstützen Sie unsere Forderung, das internationale Handelsverbot beizubehalten!
Ein gewildertes Breitmaulnashorn © Martin Harvey

Ein gewildertes Breitmaulnashorn © Martin Harvey

Die Nachfrage nach Nashorn-Horn in Asien hat die Wilderei in Afrika eskalieren lassen: Mehr als 7.200 Tiere wurden in den vergangenen zehn Jahren getötet. Geht das so weiter, könnten Nashörner bald ausgerottet sein. Trotzdem wollen zwei Länder im südlichen Afrika die geltenden Handelsverbote zu Fall bringen. Sie treiben damit die Spekulation voran und riskieren, dass Wilderei und illegaler Handel weiter eskalieren.

Der Ministaat Eswatini (früher Swasiland) will erreichen, dass er das wertvolle Horn seiner Tiere nach Asien exportieren darf. Namibia möchte den Schutzstatus seiner Nashorn-Population lockern und Jagdtrophäen sowie lebende Tiere zu kommerziellen Zwecken handeln. Als Begründung für ihre Pläne geben beide Länder an, Geld für den Schutz ihrer Nashorn-Bestände zu benötigen. Dabei spielt die Lockerung internationaler Schutzbestimmungen kriminellen Banden in die Hände und riskiert, die Wilderei in ganz Afrika und Asien noch zu beschleunigen. Jahrelange weltweite Bemühungen, die Nachfrage nach Nashorn-Produkten einzudämmen und den Handel zum Erliegen zu bringen, würden durch die Freigabe des Handels zunichte gemacht.

In Namibia ist die Wilderei in den vergangenen Jahren bereits stark angestiegen. Gleichzeitig wurden Wilderer und Schmuggler teils wieder auf freien Fuß gesetzt, Verurteilungen gab es kaum. Beide Länder haben zudem ohnehin stark bedrohte, sehr kleine Nashorn-Bestände: In Namibia leben noch etwa 1.000 Breitmaulnashörner, in Eswatini sind es nur 66 Tiere.

Um die Freigabe des Handels durchzusetzen, brauchen Namibia und Eswatini die Zustimmung der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens.

Noch haben wir die Chance, den Ausverkauf zu verhindern. Bitte unterstützen Sie unsere Petition gegen den Handel mit Nashörnern. Wir fordern: Nashörner streng schützen, die Nachfrage nach Horn eindämmen und konsequent gegen Artenschutzkriminalität vorgehen.

Keine Geschäfte mit Nashorn

  

An die CITES Vertragsstaaten:

Die CITES-Vertragsstaatenkonferenz soll im Mai 2019 über den Schutz und die Nutzung bedrohter Tierarten entscheiden. Seit 1977 stehen Nashörner unter dem strengen Schutz von CITES, insbesondere der kommerzielle Handel mit ihrem Horn ist seither verboten. Wir fordern, die Anträge von Eswatini zur Freigabe des kommerziellen Handels mit Horn und von Namibia zur Lockerung des Nashornschutzes und zum kommerziellen Handel mit Jagdtrophäen und lebenden Tieren abzulehnen.

Eine Lockerung bestehender Handelsverbote befeuert die Spekulation: Sie riskiert, die Nachfrage und die Wilderei weiter eskalieren zu lassen.

Der Handelsantrag von Eswatini (damals Swasiland) wurde von den CITES-Mitgliedsstaaten bereits bei der letzten Artenschutzkonferenz 2016 mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Staatengemeinschaft hat anerkannt, dass die Wilderei für den internationalen Handel das Überleben der letzten Nashörner bedroht, und dass deshalb dringend die Nachfrage nach Nashorn-Produkten eingedämmt werden muss. In Afrika und Asien leben nur noch etwa 25,000 Nashörner fünf verschiedener Arten. Sie alle würden durch eine Lockerung der Handelsverbote bedroht.

Die Handelsanträge laufen internationalen Bemühungen zum Schutz der letzten Nashörner und zur Reduzierung der Nachfrage nach fragwürdigen Medizinprodukten aus ihrem Horn zuwider. Tatsächlich ist der Handel mit Nashorn in den meisten Ländern verboten und die Handelspläne drohen, die geltenden Handelsverbote zu unterminieren.

Wir appellieren deshalb an die CITES-Vertragsstaaten, jegliche Lockerung des Nashorn-Schutzes abzulehnen und stattdessen die Anstrengungen zu verstärken, die Nachfrage nach Nashorn zu verringern und konsequent gegen organisierte kriminelle Syndikate vorzugehen. Schmuggel und Wilderei müssen konsequent strafrechtlich geahndet werden, wenn wir die Nashörner retten wollen.

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