SHARK CITY: Kein Hai-Gefängnis in Pfungstadt!

Ursprünglich sollte „Europas größtes Hai-Aquarium“ SHARK CITY in Sinsheim (Baden-Württemberg) gebaut werden. Doch wegen anhaltender Proteste und verzögerter Baugenehmigung planen die Investoren nun das SHARK CITY in der hessischen Kleinstadt Pfungstadt. Unter dem Deckmantel, Umweltbildung für den Schutz bedrohter Haie zu betreiben, wollen die künftigen Betreiber ein kommerzielles „unvergleichbares Schau- und Erlebnisaquarium“ errichten. Laut Handelsregister sind auch Tauch-Events, Erlebnisgastronomie sowie „Handel und Vertrieb von Meerestieren“ geplant.

Die meisten Haie sind aufgrund ihrer Lebensweise für eine Haltung in Becken nicht geeignet. Viele Tiere sterben bei Fang, Transport oder aufgrund von Haltungsproblemen im Aquarium. Zudem werden die in Aquarien gezeigten Haie meist im Meer eingefangen , denn die Nachzucht gelingt für viele Arten nicht.

Noch ist Zeit, dieses unsinnige, unverantwortliche Vorhaben zu stoppen – in Sinsheim, Pfungstadt oder wo auch immer! Bitte fordern Sie die zuständigen Behörden auf, SHARK CITY nicht zu genehmigen!

SHARK CITY: Kein Hai-Gefängnis in Pfungstadt!

An den Bürgermeister, den Gemeinderat und die Genehmigungsbehörde in Pfungstadt

mit Befremden habe ich erfahren, dass in Pfungstadt das Hai-Aquarium SHARK CITY errichtet werden soll. Dieses Vorhaben stieß bereits bei den ursprünglichen Planungen für Sinsheim auf großen Widerstand, denn es ist nicht nur aus Tier- und Artenschutzgründen dringend abzulehnen, es ist zudem überflüssig und antiquiert:

- Die meisten Hai-Arten sind aufgrund ihrer Lebensweise und ihres Aktionsradius für eine Haltung in Gefangenschaft nicht geeignet. Dies zeigt sich u.a. an den wenigen Arten, die überhaupt in Zoos oder Einrichtungen wie SeaLife gehalten werden. Und auch dort sind die Haltungs- und Nachzuchterfolge bescheiden.

- Gerade die spektakulären Hochseearten – die am ehesten als Publikumsmagneten für ein Investitionsprojekt in der Größenordnung von SHARK CITY funktionieren würden – legen oft hunderte Kilometer binnen Tagen zurück und sind schlicht nicht für ein kommerzielles Schauaquarium geeignet.

- Die Überlebensrate vieler Haiarten in Gefangenschaft ist außerordentlich niedrig: Viele sterben bereits im ersten Jahr. Aufgrund der immensen Haltungsprobleme gibt es bei vielen Haiarten keine Nachzuchten. SHARK CITY wäre also dauerhaft auf immer neue Wildentnahmen angewiesen.

- Haie in Gefangenschaft zeigen häufig veränderte, gar abnorme Verhaltensmuster auf – ob mit solchen Tieren eine gute Informationsarbeit geleistet werden kann, bezweifle ich.

- Diverse Zoos sowie die Sea Life-Kette halten bereits eine Reihe von Haiarten – aufgrund dieser Dichte von Großaquarien gibt es wahrlich keinen Bedarf für weitere Schauaquarien in Deutschland.

- Moderne Technik wie Computer-Animationen, 3D- bzw. gar 4D-Kinos oder interaktive Wissensstationen etc. sind deutlich besser geeignet, um der Bevölkerung die spannende und faszinierende Welt der Haie näher zu bringen, als Wildtiere in viel zu beengten, künstlichen und reizarmen Behältnissen auszustellen.

Vor diesem Hintergrund appelliere ich an Sie, dieses unsinnige und unverantwortliche Vorhaben nicht zu genehmigen. Hierfür danke ich Ihnen im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen,

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