Importverbot für Wildvögel in der EU

Der weltweite Handel mit Wildvögeln ist um rund 90 Prozent zurückgegangen, nachdem die Europäische Union im Jahr 2005 den Import von Wildvögeln verboten hat. Pro Wildlife hatte sich für dieses Verbot gemeinsam mit BirdLife, dem World Parrot Trust und dem Species Survival Network eingesetzt. Wissenschaftler verglichen in der Fachzeitschrift „Science Advances“ Handelsdaten des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) für 1.700 geschützte Vogelarten vor und nach dem Einfuhrverbot. Sie belegen damit die Effizienz des Handelsverbotes. Die EU-Staaten waren vor dem Verbot der größte Importeur wildgefangener Vögel für die Heimtierhaltung.

Das Verbot rettete nach Einschätzung von Pro Wildlife das Leben von Millionen Wildvögeln – denn abgesehen von den Vögeln, die in Käfigen von EU-Vogelhaltern endeten, ist die Sterblichkeit der Tiere bei Fang, Zwischenlagerung und Transport sehr hoch. Das Importverbot wurde 2005 – ursprünglich befristet – aus Gesundheitsgründen erlassen, nach einem massiven Ausbruch der Vogelgrippe, bei dem auch importierte Papageien als mögliche Infektionsherde identifiziert wurden. 2007 wurde es auch aus Gründen des Artenschutzes und um die Einschleppung invasiver Arten zu vermeiden in ein dauerhaftes Verbot überführt. Auch die erheblichen Tierschutzprobleme bei Fang und Transport fanden in der Begründung des Verbots Anerkennung. Mit dem Wildvogel-Importverbot schützt die EU erstmals auch nicht-heimische Vogelarten vor dem Fang.

Papagei Kakadu Gelbwangenkakadu

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Ara

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Graupapagei

Graupapagei © M. Gwyther Jones

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Papageien Gelbwangenkakadu

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