Solarkocher: Mit Sonnenlicht gegen die Abholzung

2011: Solarkocher für Madagaskar

Abholzung und Brandrodung gefährden zahllose Wildtiere. Der Schutz von Lebensraum ist deshalb eines unserer wichtigsten Ziele. Um die Habitate für Wildtiere zu sichern, half Pro Wildlife unter anderem beim Kauf von Regenwald in Peru und unterstützt noch heute Projekte zum Waldschutz in Kamerun. Auch rückte die Situation der Wälder in Madagaskar immer mehr in unseren Fokus.

Als die Vereinten Nationen 2011 zum Jahr der Wälder ausriefen, startete Pro Wildlife eine Kooperation mit der in Madagaskar aktiven Organisation ADES, um dort gegen das Verschwinden von 200.000 Hektar Wald pro Jahr zu kämpfen.

© ADES

Madagaskar ist eines der artenreichsten Länder der Welt. Die riesige Insel ist schon so lange vom Festland getrennt, dass sich hier eine einzigartige Tierwelt entwickelt hat. Viele Arten wie Lemuren, Fossas oder Tenreks gibt es nur hier. Mehr als 25 Millionen Menschen leben derzeit auf Madagaskar, die Wachstumsrate der Bevölkerung ist eine der höchsten in Afrika. Brandrodung und Abholzung wüten, der Wald verschwindet in schwindelerregendem Tempo. 80 Prozent der gefällten Bäume landen als Holzkohle unter Kochtöpfen.

Die Lösung für dieses Problem ist erstaunlich einfach: Solarkocher. Mit ihnen verbrauchen die Menschen keine Holzkohle beim Kochen, was sowohl die Wälder schont als auch den Geldbeutel der Familien. Denn viele Madagassen geben einen Großteil ihres Einkommens für die Holzkohle aus.

490 Solarkocher, finanziert durch Spenden, konnten wir den Menschen in Madagaskar zur Verfügung stellen, lokale Schulungen sicherten den korrekten Einsatz. Jeder Solarkocher spart im Jahr 2,5 Tonnen CO2 ein, denn die Kocher sind im Gegensatz zur Holzkohle emissionsfrei. Der Schutz von Menschen, Klima und Arten ist eng vernetzt – dieses Projekt ist ein positives Beispiel hierfür.


Sachspenden – eine Auswahl:

Meilensteine 2011
Schimpansen mit frischer Pflanzenlieferung © LWC
Januar 2011: Aussteigerprogramm für Wilderer startet
Pro Wildlife unterstützt in Kamerun ein neues Aussteigerprogramm für Wilderer: Statt Wildtiere zu töten und ihr Fleisch auf den Märkten zu verkaufen, bietet unter anderem der Anbau von Futterpflanzen für die Affen im Limbe Wildlife Centre ein alternatives Einkommen. (Foto © LWC)

Oktober 2011: Bericht „Canapés to extinction“
Unser Bericht „Canapés to extinction“ zeigt, dass die Europäische Union noch immer ein Hauptabsatzmarkt für Abermillionen Froschschenkel jährlich ist. Erstmals seit den 1970ern macht Pro Wildlife dieses vergessene Tier- und Artenschutzproblem wieder zum Thema. (Foto © Thomas Brown)

Pro Wildlife-Chronik

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