Die Waisen im Elefantenwaisenhaus Sambia

Elefantenwaisen – Opfer des Elfenbeinhandels.

Seit Jahren eskaliert die Wilderei von Elefanten in  Afrika. Zehntausende der majestätischen Dickhäuter werden jährlich ihres Elfenbeins wegen getötet. Zurück bleiben hilflose Elefantenwaisen, ohne ihre Mütter sind sie dem Tod geweiht. Wenn die Kleinen rechtzeitig entdeckt werden, nehmen unsere Projektpartner Game Rangers International sie in ihrer Auffangstation Lilayi in Sambia auf. Oberstes Ziel: Sie sollen wieder in Freiheit leben. Ein jahrelanges Vorbereitungsprogramm, spezielle Nahrung und vor allem viel Liebe sind nötig, um die Babys für ihr Leben im Kafue Nationalpark fit zu machen.

Diese Dokumentation erzählt die Geschichte hinter der Geschichte:

Elefantenwaisenhaus Lilayi

Elefantenbaby Tuko © Elephant Orphanage Project

Tuko © Elephant Orphanage Project

Tuko, geboren 2018
Das Elefantenmädchen war im Juli 2018 alleine zurückgelassen aufgefunden worden. Vermutlich wurde seine Familie von Wilderern getötet oder in die Flucht getrieben – erneute Opfer der Gier nach Elfenbein. Tuko ist mitterweile stabil, sie hat sich gut in die Gruppe integriert und fühlt sich sichtlich wohl. Doch die Herausforderung bleibt: Die Elefantenwaise wird noch viele Jahre lang in menschlicher Obhut bleiben müssen, bevor sie ausgewildert werden kann.
Mulisani © Game Rangers International

Mulisani © Game Rangers International

Mulisani, geboren 2015
Im September 2017 kam Mulisani in die Auffangstation: Ausgezehrt und völlig entkräftet wurde er im Zambesi-Nationalpark aufgefunden. Der damals zweieinhalb Jahre alte Mulisani wurde mit Spezialmilch aufgepäppelt, seine zahlreichen Verletzungen über Monate behandelt und vom Team vor Ort intensiv betreut. Mit großem Erfolg: Mulisani ist mittlerweile der älteste und stärkste Elefant in der Auffangstation.
Mkaliva © Game Rangers International

Mkaliva © Game Rangers International

Mkaliva, geboren 2015
Mit etwa zwei Jahre kam Mkaliva 2017 in das Waisenhaus. Allein, dehydriert und ausgehungert wurde das verängstigte Jungtier im Luangwa National Park aufgesammelt. Sie war schwer traumatisiert und in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand. Rund um die Uhr musste sie von den Mitarbeitern im Elefantenwaisenhaus betreut und medizinisch versorgt werden. Nun lebt sie gesund und munter im Elefantenwaisenhaus – bis zu ihrer Wiederauswilderung.
Kasewe im Elefantenwaisenhaus Lilayi in Lusaka, Sambia

Kasewe © Game Rangers International

Kasewe, geboren im Dezember 2015
Kasewe wurde 2016 mit neun Monaten von einer Lehrerin gerettet. Ihre Mutter war vier Tage zuvor in Mosambik erschossen worden. Dieser Verlust war für Kasewe sehr traumatisch und sie suchte von Beginn an die Nähe zu den Pflegern. Sie litt unter Depressionen und posttraumatischem Stress. Mittlerweile ist sie eine fast erwachsene Elefantendame und kümmert sich als große Schwester um die kleineren Elefantenwaisen.

Kafue Releace Facility

Sind die Elefanten im Waisenhaus alt und kräftig genug, ziehen sie in die Auswilderungsstation im Kafue Nationalpark um. Dort werden sie auf ihr Leben in Freiheit vorbereitet.

Njanji © Game Rangers International

Njanji © Game Rangers International

Njanji, geboren im September 2015
Njanji wurde mit elf Monaten gerettet, als er alleine versuchte, sich mehreren Elefantenherden anzuschließen. Er war dünn, trank aber von Anfang an viel Milch und wuchs schnell. Im Mai 2018 durfte Njanji zusammen mit Kakaro in die Auswilderungsstation nach Kafue. Er gehört jetzt zu den Großen!
Kakaro im Elefantenwaisenhaus Lilayi in Lusaka, Sambia

Kakaro © Game Rangers International

Kakaro, geboren im Dezember 2015
Kakaro wurde alleine auf einer Insel im Fluss Luangwa gesichtet. Seine Mutter ist offenbar dort Wilderern zum Opfer gefallen. Sein Schwanz war von Krokodilen abgebissen worden und er war stark traumatisiert. Drei Monate lang war er krank, doch inzwischen ist er zu einem selbstbewussten Jungtier herangewachsen und konnte im Mai 2018 in die Auswilderungsstation umsiedeln.
Chamilandu_Kafue Release Facility

Chamilandu © Game Rangers International

Chamilandu, geboren im April 2006
Chamilandu ist die älteste und größte Elefantin in der Kafue Release Station. Als sie eineinhalb Jahre alt war, töteten Wilderer ihre Mutter im South Luangwa Nationalpark. Zu Beginn litt sie unter Albträumen, erholte sich aber, wurde zur Matriarchin der Herde und kümmert sich rührend um die Jüngeren.
Batoka © Game Rangers International

Batoka © Game Rangers International

Batoka, geboren im April 2008
Batoka strandete mit 18 Monaten auf einer Insel im Fluss Sambesi. Er ist der älteste Bulle in der Herde in der Kafue Release Station. Nach seiner Rettung brauchte er sechs Monate Pflege – jetzt ist er voller Energie und misst sich gerne mit den anderen Elefanten.
Tafika wakes up_Kafue Release Facility

Tafika © Game Rangers International

Tafika, geboren im November 2008
Mit nur neun Monaten fiel Tafika in eine Latrine und wurde von der Herde getrennt, da Bewohner seine Familie vertrieben. Zu Beginn benötigte Tafika noch Milch, jetzt ist er zum zweitgrößten Bullen der Herde herangewachsen.
Rufunsa_Kafue Release Facility

Rufunsa © Game Rangers International

Rufunsa, geboren im Juni 2010
Rufunsa wurde mit nur drei Monaten zum Waisen gemacht. Seine Mutter wurde erschossen und als er versuchte zu entkommen, wurde auch er angegriffen und verletzt. Stark traumatisiert benötigte er viel Genesungszeit. Aufgrund der gesundheitlichen Probleme als er sehr jung war, ist er noch immer einer der kleinsten Elefanten der Herde.
Mosi-Oa-Tunya_Kafue Release facility

Mosi-Oa-Tunya © Game Rangers International

Mosi-Oa-Tunya, geboren im August 2010
Mosi wurde in der Nähe der Viktoria Wasserfälle gefunden. Er irrte alleine umher und wurde mehrfach von Bauern gesehen. Bei seiner Rettung war er dann schwer dehydriert und unterernährt. Er ist inzwischen zu einem gesunden, jungen Bullen herangewachsen.
Mphamvu_Kafue Release Facility

Mphamvu © Game Rangers International

Mphamvu, geboren im März 2013
Mphamvu wurde mit zweieinhalb Jahren gefunden. Er war sehr krank und hatte ein infiziertes Auge. Obwohl er zunächst stabil schien, verschlechterte sich sein Zustand zusehends und er musste eine Woche lang intensiv betreut werden. Mphamvu hat seinen ganz eigenen Kopf. Er ist sehr selbstbewusst und unternimmt gerne Ausflüge.
Maramba_Kafue release Facility

Maramba © Game Rangers International

Maramba, geboren im April 2010
Maramba wurde von der Maramba River Lodge in Livingstone gesichtet, als er mit 18 Monaten alleine umherirrte. Er wurde in das Lilayi Elefantenwaisenhaus gebracht und musste zu Beginn noch mit Milch gefüttert werden. Inzwischen lebt Maramba in der Kafue Release Facility.
Kavalamanja

Kavalamanja © Game Rangers International

Kavalamanja, geboren im Oktober 2010
Kavalamanjas Mutter wurde von Wilderern getötet. Die Kleine schaffte es mehr als eine Woche, alleine am Leben zu bleiben, doch sie war in schlechtem gesundheitlichem Zustand. Kavalamanjas Körper war übersät mit infizierten Narben. Mit der richtigen Pflege erholte sie sich schnell und lebt inzwischen mit den anderen Elefantenwaisen in der Kafue Release Facility.
2012-08_Musolole

Musolole © Game Rangers International

Musolole, geboren im Mai 2011
Musolole wurde nach dem mutigen Ranger benannt, der bei dem Versuch, seine Mutter vor Wilderern zu retten, getötet wurde. Als die Retter eintrafen, waren die Wilderer noch vor Ort und lieferten sich einen Schusswechsel mit den Rangern. Muso wurde eine Woche später gefunden, stark dehydriert und voller Narben. Seinen traumatischen Start ins Leben merkt man dem jungen Bullen inzwischen gar nicht mehr an.
Nkala_Kafue release Facility

Nkala © Game Rangers International

Nkala, geboren im März 2013
Nkala wurde mit drei Monaten von seiner Herde getrennt, als er sich in einem Viehzaun verhedderte und seine Familie verscheucht wurde. Bei seiner Rettung war er der jüngste Elefant im Waisenhaus und er benötigte viel Unterstützung. Inzwischen lebt er in der Herde in der Kafue Release Facility.
Muchi © Game Rangers International

Muchi © Game Rangers International

Muchichili, geboren im April 2014
Muchi wurde gerettet, da er mit nur eineinhalb Jahren alleine auf einer Insel im Sambesi gesichtet wurde. Er musste zunächst lernen, sich gegenüber den anderen Elefanten zu behaupten, lebt aber inzwischen gut in die Herde integriert in der Kafue Release Facility.
Das tut Pro Wildlife
Pro Wildlife unterstützt das Elefantenwaisenhaus in Sambia seit 2012 und konnte mit Hilfe seiner Mitglieder und Spender bereits rund 42.000 Euro an die Auffangstation überweisen.

Mehr Informationen

Elefantenwaisenhaus Sambia

Elefantenwaisenhaus Sambia

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Elefantenwaisenhaus Sambia ©Andrew White

Elefantenpatenschaft © Andrew White

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