Immer mehr Elfenbeinmärkte schließen
In Asien und auch in Europa verbieten immer mehr Länder den Elfenbeinhandel. Pro Wildlife kämpft intensiv für ein Ende des Elfenbeinhandels, um die Wilderei auf Elefanten zu stoppen.

China, ehemals größter Absatzmarkt für legales und illegales Elfenbein, hat 2018 seine Elfenbeingeschäfte und Schnitzfabriken geschlossen. Ein Meilenstein für den Elefantenschutz! Die Schwarzmarktpreise für das weiße Gold sind bereits deutlich gefallen. In der Sonderverwaltungszone Hong Kong soll 2021 ein Elfenbeinverbot in Kraft treten, in Taiwan 2020. Auch in Europa findet unsere Forderung nach einem Ende des Handels zunehmend Gehör: Luxemburg verabschiedete im Juli 2018 ein Verbot, Großbritannien im Dezember (es soll Mitte 2019 in Kraft treten). Frankreich hat bereits 2016 Beschränkungen erlassen und die Niederlande werden ab März 2019 zumindest den Handel mit Stoßzähnen und anderem Rohelfenbein verbieten. In weiteren Ländern innerhalb und außerhalb Europas werden entsprechende Schritte diskutiert, darunter Belgien, Singapur und Australien.

Zukünftig wird es darauf ankommen, dass die nationalen Elfenbein-Verbote konsequent umgesetzt werden und das neue Absatzmärkte, wie Nachbarländer Chinas, auf die der Handel zunehmend ausweicht, den Handel ebenfalls verbieten. Pro Wildlife setzt sich zudem dafür ein, dass weitere wichtige Akteure wie Japan, Deutschland und die EU ihre Elfenbeinmärkte schließen. Auch die große Mehrheit afrikanischer Staaten, Wissenschaftler, das EU-Parlament und einige Unternehmen unterstützen unsere Forderung nach einem Elfenbein-Handelsverbot.

Die EU veröffentlichte 2018 das Ergebnis einer öffentlichen Konsultation: 92 Prozent der fast 90.000 Antworten fordern ein Verbot des Handels. Die EU kündigt seit langem Maßnahmen gegen den Handel an, passiert ist bisher jedoch wenig – lediglich die Ausfuhr von ganzen Stoßzähnen und weiterem Rohelfenbein wurde gestoppt. Ausfuhr und Handel von Elfenbeinschnitzereien bleiben bisher erlaubt.

Der Elfenbeinhandel bedroht Elefanten

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