Immer mehr Elfenbeinmärkte schließen

Mai 2019.

Ist ein Ende des Elfenbeinhandels in Sicht?

In Asien und auch in Europa verbieten immer mehr Länder den Elfenbeinhandel. Pro Wildlife kämpft intensiv für ein Ende des Elfenbeinhandels, um die Wilderei auf Elefanten zu stoppen.

China, ehemals größter Absatzmarkt für legales und illegales Elfenbein, hat 2018 seine Elfenbeingeschäfte und Schnitzfabriken geschlossen. Ein Meilenstein für den Elefantenschutz! Die Schwarzmarktpreise für das weiße Gold sind bereits deutlich gefallen. In der Sonderverwaltungszone Hong Kong soll 2021 ein Elfenbeinverbot in Kraft treten, in Taiwan 2020. Auch in Europa findet unsere Forderung nach einem Ende des Handels zunehmend Gehör: Luxemburg verabschiedete im Juli 2018 ein Verbot, Großbritannien im Dezember 2018. Frankreich hat bereits 2016 Beschränkungen erlassen, die Niederlande im März 2019 und Belgien im April 2019. Innerhalb der EU und in anderen Ländern wird über weitere Beschränkungen des Elfenbeinhandels diskutiert, darunter Singapur und Australien.

Zukünftig wird es darauf ankommen, dass die nationalen Elfenbein-Verbote konsequent umgesetzt werden und das weitere wichtige Absatzmärkte, wie Nachbarländer Chinas, auf die der Handel zunehmend ausweicht, Japan, aber auch die EU den Handel ebenfalls verbieten. Verschiedene internationale Resolutionen, die große Mehrheit afrikanischer Staaten, Wissenschaftler, das EU-Parlament und einige Unternehmen unterstützen unsere Forderung nach einem Elfenbein-Handelsverbot.

Die EU veröffentlichte 2018 das Ergebnis einer öffentlichen Konsultation: 92 Prozent der fast 90.000 Antworten fordern ein Verbot des Handels. Die EU kündigt seit langem Maßnahmen gegen den Handel an, passiert ist bisher jedoch wenig – lediglich die Ausfuhr von ganzen Stoßzähnen und weiterem Rohelfenbein wurde gestoppt. Ausfuhr und Handel von Elfenbeinschnitzereien bleiben bisher erlaubt.

Der Elfenbeinhandel bedroht Elefanten

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