EU für Schutz der Giraffe

Juli 2019.

Unterstützung für CITES-Antrag.

Die 28 EU-Mitgliedsstaaten haben sich nach kontroversen Diskussionen darauf geeinigt, die Aufnahme der Giraffe in das CITES-Abkommen zu unterstützen. Pro Wildlife hatte sich mit Partnern in Europa und weltweit für den Schutz der bedrohten Art eingesetzt.

Wenn der Antrag auf der 18. CITES-Vertragsstaatenkonferenz (17.-28. August 2019 in Genf) mit einer Zweidrittelmehrheit der abstimmenden Regierungen angenommen wird, muss der bisher unkontrollierte Handel zukünftig reguliert werden. Sechs afrikanische Staaten beantragen nun, die Giraffe in den Anhang II von CITES aufzunehmen. Insgesamt haben auch Vertreter aus 32 afrikanischen Staaten ihre Unterstützung zugesichert.

Trotz massiver Bestandsrückgänge um bis zu 40 Prozent in den letzten 30 Jahren sind Giraffen bislang nicht international geschützt. Zwei der neun Unterarten sind vom Aussterben bedroht, eine weitere stark gefährdet. Giraffen werden als Fleischquelle und wegen verschiedener Körperteile gehandelt, sowie international für Jagdtrophäen, Dekorations-Artikel aus Knochen und Fell, sowie lebend für Zoos und Zirkusse. Eine online Untersuchung von Pro Wildlife und seinen Partnern in sieben EU-Ländern, darunter Deutschland, belegt, dass Produkte aus Giraffen auch hier regulär angeboten werden.

Giraffe © Pixabay

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