Auktionshäuser stoppen Nashorn-Handel

Dezember 2018.

Drei große, internationale Auktionshäuser wollen zukünftig keine Auktionen von Nashorn-Horn mehr zu lassen. Pro Wildlife hatte dies gemeinsam mit Partnerorganisationen angesichts geplanter Auktionen in Hong Kong gefordert.

Die Auktionshäuser Sothebys und Bonhams sagten im November 2018 aufgrund der Proteste von Artenschützern geplante Auktionen für Kunstobjekte aus (angeblich antikem) Nashorn ab und erklärten, diese auch zukünftig nicht mehr zu zu lassen. Das chinesische Unternehmen Guardian Hong Kong schloss sich ebenfalls an, bei Christie’s gilt bereits seit 2012 ein Verbot.

Zudem bestätigte im Dezember 2018 die chinesische Regierung , dass das bestehende Verbot des Handels und der Verwendung von Nashorn – und Tiegerprodukten zunächst bestehen bleiben soll. Eine Ankündigung im Oktober, das Verbot aufzuheben, hatte für einen internationalen Aufschrei gesorgt.

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen verbietet den internationalen Handel mit Nashorn seit 1977. Für den Handel mit Stücken, die vor Inkrafttreten des Beschlusses erworben wurden, sowie für Jagdtrophäen gelten jedoch Ausnahmen. Die Wilderei für den illegalen Handel stellt die größte Bedrohung für das Überleben der Nashörner in Afrika und Asien dar. Kriminelle Netzwerke nutzen gesetzliche Schlupflöcher, um illegales Horn in den Handel einzuschleusen. Pro Wildlife setzt sich für ein konsequentes, dauerhaftes Verbot des Handels und die Schließung bestehender Gesetzeslücken ein.

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