Artenschutzkonferenz beschließt Kontrolle Japans wegen Walfang

November 2017 (Update August 2019).

Internationaler Rüffel gegen Japan.

Seiwal-Weibchen mit Kalb © Christin Khan NOAA

Seiwal-Weibchen mit Kalb © Christin Khan NOAA

Zum ersten Mal in der Geschichte von CITES (auch Washingtoner Artenschutzübereinkommen) diskutierten die Mitgliedsstaaten im November 2017 auf dem Treffen des Ständigen Ausschusses konkrete Maßnahmen wegen Japans Walfang von Seiwalen im Nordpazifik. In einer Abstimmung wurde ein Kontrollbesuch Japans durchgesetzt. Für Japan ist das ein Affront, mussten sich doch bisher nur Länder wie Kongo, Nigeria, Laos oder Guinea derart überprüfen lassen beziehungsweise Sanktionen hinnehmen. Die Chance, Sanktionen gegen Japan zu verhängen, haben die Mitgliedsstaaten verpasst, doch das Thema wird 2018 erneut auf die Agenda kommen.

Update August 2019: Auch auf den folgenden CITES-Treffen musste Japan weitere Kritik hinnehmen und Zugeständnisse machen. Da die Seiwaljagd im Nordpazifik dank CITES nicht legal ist, sah sich Japan Ende 2018 zu einem radikalen Bruch seiner Walfangpolitik gezwungen: Japan kündigte zum Einen seine Mitgliedschaft in der Internationalen Walfangkommission (IWC) zum 1. Juli 2019 und kündigte zum Anderen ein Ende jeglichen Hochseewalfangs an – dies ist eine direkte Konsequenz des Drucks durch CITES. Zwar fängt Japan seit dem 1. Juli 2019 nun ganz offiziell innerhalb seiner 200-Meilen-Wirtschaftszone Wale zu kommerziellen Zwecken (hierauf hat CITES keinen Einfluss), doch die Gesamtzahl getöteter Wale wurde im Vergleich zu den Jahrzehnten davor deutlich reduziert.

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