EAGLE-Undercover-Team: Erfolge 2017

EAGLE-Undercover-Team: Erfolge 2017

In mittlerweile neun Ländern Afrikas kämpft Ofir Drori mit dem von ihm gegründeten EAGLE Netzwerk gegen den illegalen Handel mit Affen, Elefanten, Raubkatzen, Schuppentieren, Tropenholz und weiteren bedrohten Arten. Derzeit hat EAGLE aktive Einsatzteams in Kamerun, der Republik Kongo, Gabun, Guinea, Togo, Senegal, Benin, Uganda und der Elfenbeinküste. In vielen dieser Länder galten Artenschutzgesetze bisher nur auf dem Papier, ihre Einhaltung wurde kaum geprüft. Wilderei und der illegale Handel mit streng geschützten Tieren und Pflanzen sind dort an der Tagesordnung. Ziel des EAGLE- Netzwerks ist es, mit Korruption und Ignoranz aufzuräumen und illegale Syndikate zu zerschlagen. Die Aktionen des EAGLE-Teams basieren auf intensiven Undercover-Recherchen. Erfolge des EAGLE-Teams in 2017 Festnahme […]

Auswilderung: Chancen und Grenzen

Auswilderung: Chancen und Grenzen

Wie geht es zurück in die Freiheit? Seit 17 Jahren unterstützt Pro Wildlife Auffangstationen für beschlagnahmte Wildtiere vor allem in Afrika und Asien. Unser allererstes Projekt war das Affenwaisenhaus Limbe Wildlife Centre in Kamerun, weitere Kooperationen in Sri Lanka, Sambia, der Demokratischen Republik Kongo und zeitweise auch in Peru folgten. Die Auffangstationen sind eigentlich als erste Unterbringung gedacht, bis die oft verletzten oder traumatisierten Tiere geheilt und für eine Auswilderung optimal vorbereitet sind. Es klingt so einfach, doch in der Praxis stellen Wiederauswilderungen die Stationen vor immense Aufgaben. Auswilderung: Fit genug für den großen Schritt? Man kann Wildtiere nicht einfach im nächsten Wald aussetzen – zunächst müssen sie trotz ihrer […]

Artenschutz mit der lokalen Bevölkerung

Artenschutz mit der lokalen Bevölkerung

Futteranbau für das Affenwaisenhaus. Artenschutzmaßnahmen vor Ort sind oft ein sensibles Unterfangen: Geht der Schutz einer vom Aussterben bedrohten Art über die Interessen der lokalen Bevölkerung? Inwieweit lässt sich beides unter einen Hut bringen? Wie kann man Wilderer zu Wildschützern „umpolen“? Ein ideales Beispiel, wie das funktionieren kann, zeigt das „grüne Projekt“ des von uns unterstützten Affenwaisenhauses in Kamerun. Seit 1999 unterstützt Pro Wildlife das Limbe Wildlife Centre im Südwesten Kameruns. Ausschlaggebend für die Auswahl dieses Projektes war für uns die ideale Kombination aus Rettung von Menschenaffen in Not, intensive Aufklärungsarbeit – und das Einbeziehen der lokalen Bevölkerung. Mehr als 30 Einheimische haben im Affenwaisenhaus einen Arbeitsplatz gefunden – zum […]

Konferenz zum Schutz wandernder Arten

Konferenz zum Schutz wandernder Arten

CMS COP 12 – Their Future is Our Future Vom 23. bis 28. Oktober fand in Manila (Philippinen) die 12. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zum Schutz wandernder Arten (CMS) statt. Pro Wildlife war mit Wildlife-Managerin Adeline Fischer und Biologin Anina Schuller vor Ort vertreten, um den bestmöglichen Schutz für bedrohte Wildtiere mit auszuhandeln. Hier ihr Tagebuch von der Konferenz: Samstag, 28. Oktober 2017 Ein bisschen mulmig war es uns ja vor diesem letzten Tag, wo im Plenum alle hart errungenen Entscheidungen aus erster Instanz noch mal bestätigt werden mussten. Aber es ging alles nach Plan – und die 12. CMS-Konferenz lässt uns in Feierlaune zurück: Für über 30 wandernde Arten wurden […]

CMS – Die Bonner Konvention

CMS – Die Bonner Konvention

Übereinkommen zum Schutz wandernder wildlebender Tierarten. Die Wanderung von Tieren über nationale Grenzen hinweg ist ein weltweites Phänomen. Um die Tiere auf ihrer Reise besser schützen zu können, wurde 1979 das Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (englisch Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals, CMS) verabschiedet. Das Abkommen, nach seinem Gründungsort auch Bonner Konvention genannt, zählt heute 126 Mitgliedsstaaten. Das Übereinkommen koordiniert den internationalen Schutz wandernder Tierarten über politische Grenzen hinweg und ist Teil des UN-Umweltprogramms. Die Vertragsstaaten verpflichten sich, Maßnahmen zum weltweiten Schutz und zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten zu treffen. Etwa 6.000 bis 8.000 der uns bekannten Arten sind wandernde Tierarten. Diese […]

Erneute Rettung von Schimpansen

Erneute Rettung von Schimpansen

Kampf gegen Wilderei und Lebendtierhandel. Das von Pro Wildlife unterstützte Anti-Wilderei-Projekt LAGA hat am 18. September 2017 in Kamerun erneut ein Schimpansenbaby gerettet. Es ist bereits der fünfte (!) Schimpanse seit Juli, den das  Undercover-Team von LAGA entdeckt und sichergestellt hat. Drei der geretteten Schimpansen wurden ins LIMBE WILDLIFE CENTRE gebracht, das Pro Wildlife ebenfalls finanziell unterstützt. Dank der Spenden unserer Unterstützer und Paten können wir das LAGA-Team und Ofir Drori kontinuierlich unterstützen. Wenn auch Sie die Arbeit des Teams vor Ort unterstützen möchten, freuen wir uns über jeden noch so kleinen Beitrag. »

Rettung von zwei Schimpansen

Rettung von zwei Schimpansen

Illegale Händler aufgedeckt und festgenommen. Eingepferrcht in winzige Käfige, in denen sie nicht mal stehen konnten – so wurden Anfang Juli 2017 zwei Schimpansen am Flughafen in Douala/Kamerun aufgefunden. Das Undercover-Team von LAGA landete mit dieser Beschlagnahmung wieder einen großartigen Coup! Die Tierhändler wurden den Behörden übergeben und die beiden liebenswerten Schimpansen-Mädchen in das Limbe Wildlife Centre gebracht, wo sie aufgepäppelt, medizinisch versorgt und bestens betreut werden. Wir sind stolz und glücklich, gemeinsam mit dem Team vor Ort Leben retten zu dürfen. Pro Wildlife unterstützt das Limbe Wildlife Centre seit 1999 – Dank unserer Spender konnten wir bereits mehr als 260.000 Euro zur Verfügung stellen. Die Schimpansen sind dort in guten […]

Tierärztin Dr. Basaras bei J.A.C.K.

Tierärztin Dr. Basaras bei J.A.C.K.

Hoffnung für 36 gerettete Affenwaisen. Im Auftrag von Pro Wildlife ist Tierärztin Dr. Ainare Basaras in den Kongo gereist – und nach anfänglichen Schwierigkeiten Anfang September endlich in der Schimpansen-Auffangstation J.A.C.K. angekommen. Mitgebracht hat sie dringend benötigte Medikamente, die Dank unserer Spender und Paten ab jetzt Leben retten. Die Gründer und Betreiber der Station, Roxane Couttenier und Franck Chantereau, haben Ainare glücklich in Empfang genommen. Ihre wunderbare Arbeit mit den hilfsbedürftigen Affen ist hart und jeden Tag eine neue Herausforderung. Dr. Basaras erzählt: “Das Team von J.A.C.K. hatte bei der Gründung des Projekts einen harten Kampf vor sich. Zu Beginn ihrer Arbeit wurden bis zu drei Affenkinder pro Monat vom […]