Willkommen Lani!
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30. Januar 2019.

Tagebuch einer Rettung.

Im Dezember 2018 kam „Nr. 44“ in die Auffangstation in Sambia: Elefantenmädchen Lani. Ihr schlechter körperlicher Zustand ließ vermuten, dass sie bereits längere Zeit alleine durch die Gegend streifte. Nach ihrer Rettung wurde sie umgehend in das Waisenhaus der Game Rangers International gebracht, wo sie medizinisch versorgt und mit Spezialmilch aufgepäppelt wurde. Mittlerweile stehen ihre Überlebenschancen sehr gut.

17. Dezember 2018

Nachdem eine große Herde Elefanten durch den Luangwa-Fluß im Süden Sambias gezogen war, beobachten Einheimische und Mitarbeiter des Nationalparks ein Elefantenbaby, das alleine durch die Gegend streift. Den ganzen Tag über sind keine erwachsenen Tiere in der Nähe zu sehen. Die Kleine ist offensichtlich stark geschwächt und braucht Hilfe. Noch vor Einbruch der Dunkelheit wird das verängstigte Elefantenmädchen eingefangen und in die Station der Nationalpark-Rangers gebracht, wo es von der dortigen Tierärztin sofort medizinisch versorgt und stabilisiert wird. Die herausstehenden Hüftknochen, das eingefallene Gesicht und die trockene Haut lassen vermuten, dass die Kleine schon seit einigen Tagen alleine und ohne ausreichend Nahrung unterwegs ist. Denn obwohl sie mit knapp einem Jahr bereits Pflanzen essen kann, ist sie noch dringend auf Muttermilch angewiesen.

Glücklicherweise spricht das kleine Elemädchen gut auf die Medikamente an und es ist am nächsten Tag stabil genug für den Transport in das Elefantenwaisenhaus der Game Rangers International in Lusaka.

Kurz nach der Rettung © Game Rangers International

Kurz nach der Rettung © Game Rangers International

19. Dezember 2018

Im Stall ausruhen, Milch trinken und frische Blätter fressen: Das ist das beste Erholungsprogramm für das gerettete Elefantenmädchen. Die Kleine nimmt dankbar alles Ess- und Trinkbare an, das ihr angeboten wird – ein gutes Zeichen! Doch ihre Verdauung ist noch immer sehr empfindlich, so dass es die Tierpfleger langsam angehen müssen. Ihre Wunden werden mit Kurkuma versorgt, ein ausgezeichnetes Naturheilmittel. Außerdem hält es die lästigen Fliegen und Mücken fern. Das Wellnessprogramm scheint Wirkung zu zeigen: „Nr. 44“ gewinnt zusehends an Kraft und Energie!

Lani bekommt Spezialmilch © Game Rangers International

Lani © Game Rangers International

21. Dezember 2018

Sie hat einen Namen! Nr. 44 heißt jetzt Lani, benannt nach dem Dorf Fungulani, wo sie von den Einheimischen gefunden wurde. Es geht ihr mittlerweile so gut, dass sie zum ersten Mal ein paar Schritte außerhalb des Stalls machen kann. Nach fünf Tagen „Bettruhe“ bekommt sie von den Pflegern etwas Bewegung verordnet, damit sie (und ihre Verdauung) etwas in Schwung kommt. Die Bewegung an der frischen Luft ermüdet Lani jedoch noch sehr und sie verbringt immer noch die meiste Zeit in ihrem Heubett im Stall.

Lanis erste Schritte © Game Rangers International

Lanis erste Schritte © Game Rangers International

3. Januar 2019

Knapp drei Wochen nach ihrer Rettung erkundet Lani mit Vorliebe ihr Gehege. Immer unter der wachsamen Obhut ihres Pflegers Oscar. Es geht aufwärts; langsam, aber stetig!

Lani mit Tierpfleger Oscar © GRI

Lani mit Tierpfleger Oscar © GRI

10. Januar 2019

Lani kann mittlerweile komplett selbständig stehen und gehen! Zeit, sie mit der restlichen Herde im Waisenhaus bekannt zu machen. Kasewe ist sofort interessiert an der Neuen, wogegen Tuko und Mkaliva Lanis Futter viel spannender finden. Doch schon kurz danach nehmen alle zusammen ein ausgiebiges Schlammbad – Lani ist damit voll in die Herde integriert!

Lani mit Kasewe © Game Rangers International

Lani mit Kasewe © Game Rangers International

18. Januar 2019

Die beiden kleinsten Elefantenwaisen der Station sind jetzt beste Freundinnen: Lani und Tuko („Nr. 43“). Sie spielen und baden gemeinsam oder machen Seite an Seite einen Ausflug ins Gelände. Es scheint, dass beide Elefantenbabys über dem Berg sind!

Lanis mit Tuko © Game Rangers International

Lani mit Tuko © Game Rangers International

21. Januar 2019

Lani geht es von Tag zu Tag besser. Dennoch wird es noch viele Jahre dauern, bis sie in die Wildnis zurückgebracht werden kann. Bis dahin ist die Kleine im Lilayi Elefantenwaisenhaus und später in der Auswilderungsstation im Kafue Nationalpark in den allerbesten Händen…

An dieser Stelle DANKE an alle Spender und Paten für das Pro Wildlife Elefantenschutzprogramm, ohne die solche Rettungen nicht möglich wären. Jedes Leben zählt!


Die Wilderei auf Elefanten hat in den vergangenen Jahren Besorgnis erregende Ausmaße angenommen. Jährlich werden etwa 20.000 Elefanten getötet. Unzählige Elefantenbabys werden zu Waisen. Alleine können die Kleinen nicht überleben. Im Elefantenwaisenhaus werden sie mit ärztlicher Hilfe versorgt, aufgepäppelt und wieder ausgewildert.

Mehr Informationen

Spenden für Elefantenwaisen

Elefantenwaisenhaus, Sambia

Der Elfenbeinhandel eskaliert, zurück bleiben hilflose Elefantenwaisen. Ohne das Waisenhaus in Sambia wären sie verloren.

» Elefantenwaisenhaus Sambia

Afrikanischer Elefant

Elefantenschutz

Unsere Arbeit für den Schutz von Elefanten.

» Pro Wildlife Elefantenschutzprogramm

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