Wollaffe

Eine aussterbende Art in Südamerikas Wäldern Der Wollaffe (Lagothrix) ist ein relativ großer Affe, der sich in Südamerikas Wäldern in den Baumwipfeln hin und her schwingt. Den Schwanz verwendet er dabei geschickt wie die Füße oder Hände. Er zeichnet sich durch ein sehr dichtes und wollartiges Fell aus, das ihm auch seinen Namen gibt. Status: vom Aussterben bedroht Population: k.A. Lebensraum: Wälder Verbreitung: Südamerika Flauschige Familientiere Der Wollaffe ist sehr gesellig und lebt in Familienverbänden, die sich zu größeren Gruppen zusammenschließen. Die Tiere kommunizieren untereinander über Gesichtsausdrücke und Schreie. Auch die gegenseitige Fellpflege und das Teilen der Nahrung sind Zeichen der Zusammengehörigkeit. Wollaffen sind primär Vegetarier und ernähren sich von […]

Eisbär

Der Eisbär: trauriges Symbol des Klimawandels Der Eisbär (Ursus maritimus) lebt überwiegend an den küstennahen Packeisgrenzen rund um den Nordpol (Arktis) im Norden Kanadas, in Alaska (USA), Grönland (Dänemark), Russland und Spitzbergen (Norwegen). Die Tiere leben in insgesamt 19 verschiedenen Beständen, die zwischen 200 bis knapp 3.000 Tiere umfassen. Die genaue Größe der meisten Bestände ist allerdings unbekannt, weil keine aktuellen Studien vorliegen. Status: Gefährdet Population: 26.000 Lebensraum: Polarregion Eisbären sind exzellente Schwimmer mit feiner Nase Der Geruchssinn und das Gehör der Eisbären sind sehr gut ausgeprägt, denn im Gegensatz zu anderen Bären sind sie fast ausschließlich Jäger. Im Winter und Frühjahr jagen sie vor allem Robben auf dem Packeis […]

Jaguar

Die Einzelgänger Südamerikas Der Jaguar (Panthera onca) ist in Mittel- und Südamerika beheimatet. Er ist die drittgrößte Katzenart, nach Tigern und Löwen. Sein Alleinstellungmerkmal ist die große Beißkraft – der Jaguar kann ungefähr zweimal so stark zubeißen wie ein Löwe und hat somit das kräftigste Gebiss von allen Katzen. Das Aussehen ist dem des Leoparden, der in Asien und Afrika lebt, recht ähnlich. Er ist jedoch viel bulliger und hat sehr muskulöse Beine. Er bringt bis zu 90 Kilogramm auf die Waage und obwohl bedeutend schwerer, hat er einen wesentlich kürzeren Schwanz als der Leopard. Status: potenziell gefährdet Population: ca. 64.000 Lebensraum: Tropischer Regenwald Gefleckter Urwaldbewohner Die dunklen Tiere sind […]

Tiger

Gewildert, gejagt, verkauft und ohne Lebensraum Tiger (Panthera tigris) sind die größten und schwersten Raubkatzen, die einen muskulösen Körperbau und besonders starke Krallen und Pranken haben. Es gibt sechs genetisch voneinander getrennte Unterarten: Amur-,  Bengal-, Sumatra-, Indochinesische, Malayische, Südchinesische. Der Amurtiger, auch Sibirischer Tiger genannt, ist nach Eis- und Braunbären das drittgrößte Raubtier an Land. Er kann fast drei Meter lang werden, Weibchen sind wesentlich kleiner als Männchen. Status: stark gefährdet Population: ca. 2.150 bis 3.160 Lebensraum: Wald, Grasland und Buschland Tiger sind gute Schwimmer Tiger bewohnen unterschiedlichste Lebensräume wie tropische Regenwälder, Grasländer, Sumpfgebiete oder Wälder. Sie schlafen in Spalten, umgestürzten Bäumen oder kleinen Felshöhlen. Im Gegensatz zu anderen Katzen […]

Koboldmaki

Akut bedrohte Mini-Primaten Koboldmakis (wissenschaftlich Tarsiidae) sind kleine, nachtaktive, baumbewohnende Primaten, die auf einigen Inseln Südostasiens leben. Koboldmakis kommen auf Indonesien und den Philippinen vor, wobei das Verbreitungsgebiet sehr beschränkt ist. Sie leben in Wäldern, aber auch Sumpfgebieten mit Pflanzendickichten. Status: gefährdet bis stark gefährdet Population: k.A. Lebensraum: Wälder, Sumpfgebiete Verbreitung: Südostasien Vorlage für Meister Yoda? Aber nicht nur die großen Augen sind skurril. Alles am Koboldmaki wirkt irgendwie zu groß für seinen 13 Zentimeter großen, zierlichen Körper. Große, spitze Ohren, knöchrige, lange Finger und Füße sowie ein Schwanz, der doppelt so lang ist wie der Körper. All diese Besonderheiten haben eine spezielle, wichtige Funktion, damit Koboldmakis überleben können. Die […]

Spitzmaulnashorn

Schon bald ausgestorben? Das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) ist vom Aussterben bedroht. Im 20. Jahrhundert gab es ursprünglich bis zu 850.000 Tiere dieser Art, heute leben jedoch nur noch etwa 4.800. Zunächst haben die zunehmende Besiedelung durch Menschen und die Ausbreitung der Landwirtschaft der Art zugesetzt, dann die rücksichtslose Jagd nach dem Horn, die bis heute anhält. 1960 gab es nur noch 100.000 Spitzmaulnashörner. Diese Zahl sank dann bis 1995 weiter um 98 Prozent. Status: vom Aussterben bedroht Population: 4.880 Lebensraum: Savanne Spitzmaulnashörner haben außer dem Menschen keine Feinde Einmal ausgewachsen haben die Tiere keine natürlichen Feinde. Ursprünglich war das Spitzmaulnashorn in ganz Afrika südlich der Sahara zu finden, inzwischen ist […]

Schneeleopard

Raubkatze in Schnee und Eis Der Schneeleopard (Panthera unica) ist wie der Tiger oder der Löwe eine eigenständige Großkatzenart und keine Unterart des Leoparden. Schneeleoparden sind perfekt an ein Leben in den bitterkalten Hochgebirgen Zentralasiens angepasst. Das flauschige, dichte Fell schützt die Tiere vor der extremen Kälte, das Unterfell kann am Bauch bis zu zwölf Zentimeter Länge erreichen. Der überdurchschnittlich lange Schwanz dient als eine Art Decke, die sie im Winter warm hält. Status: Gefährdet Population: 2.710 – 3.386 Lebensraum: Hochgebirge, Buschland und Nadelwälder Perfekt angepasst Die vergrößerten Nasenlöcher dienen dazu, die bis zu minus 40 Grad kalte Gebirgsluft vorzuwärmen, bevor sie in die Lungen gelangt. Der große Brustkorb und […]

Asiatischer Elefant

Asiatische Elefanten: vom Aussterben bedroht Der Asiatische Elefant (Elephas maximus) ist etwas kleiner als der Afrikanische Savannenelefant, aber deutlich größer als der Afrikanische Waldelefant. Ein männlicher Asiatischer Elefant kann bis zu drei Metern hoch und 5.000 Kilogramm schwer werden. Man geht von mindestens vier Unterarten des Asiatischen Elefanten aus: Auf dem asiatischen Festland (Indischer Elefant), in Sri Lanka und auf den Inseln Sumatra und Borneo. Status: Stark gefährdet Population: ca. 45.000 – 49.000 Lebensraum: Wald, Grasland, Dornenbuschland Verbreitung: Asiatisches Festland und Inseln Hochintelligente Familientiere Im Vergleich zu Afrikanischen Elefanten haben Asiatische Elefanten kleinere, rundliche Ohren und zwei deutliche Stirnhöcker. Ihre Rüsselspitze weist lediglich einen „Greiffinger“ auf, die Afrikanischer Elefanten zwei. […]

Gepard

Das schnellste Raubtier Afrikas Der Gepard (Acinonyx jubatus) ist das schnellste Landtier der Welt. Seine langen dünnen Beine, die schlanke Taille und eine extrem elastische Wirbelsäule erlauben es ihm, bei der Jagd mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h schnell zu sprinten. Den nötigen Halt am Boden geben ihm dabei seine Krallen, die er im Gegensatz zu allen anderen Katzen nicht einziehen kann. Status: Gefährdet Population: ca. 6.600 Lebensraum: Savanne, Steppe Die Katzen wollen den Überblick behalten Geparden bewohnen Savannen und Steppen. Dort sind sie mit ihrem kurzen, goldgelben Fell perfekt getarnt. Häufig suchen sie sich einen Hügel, um den Überblick zu behalten, und manchmal nutzen sie sogar Safari-Jeeps […]

Gorilla

Sanfte Riesen und aussterbende Verwandte Es gibt zwei Arten dieser faszinierenden Menschenaffen: Den Westlichen Gorilla (Gorilla gorilla) mit den Unterarten Westlicher Flachlandgorilla und Cross-River-Gorilla sowie den etwas größeren Östlichen Gorilla (Gorilla beringei) mit den Unterarten Berggorilla und östlicher Flachland- beziehungsweise Grauer-Gorilla. Status: vom Aussterben bedroht Population: ca. 150.000 – 250.000 Lebensraum: Auen- und Sekundärwälder Verbreitung: mittleres Afrika Gorillas: die größten Menschenaffen Mit bis zu 250 Kilogramm, 1,75 Metern Höhe und einer Spannweite von bis zu 2,75 Metern sind männliche Gorillas die größten Menschenaffen. Die sanften Riesen leben in Haremsgruppen und ernähren sich vegetarisch – während bei den Westlichen die Gruppengröße nur vier bis acht Individuen ausmacht, sind die Gruppen des […]