Japan beginnt offiziell kommerziellen Walfang

München 18. Juni 2019. Künftig Piratenwalfang statt angeblicher „Wissenschaft“       Zum Monatsende verlässt Japan die Internationale Walfangkommission (IWC) und nimmt am 1. Juli offiziell die kommerzielle Waljagd auf. Seit Inkrafttreten des kommerziellen Walfangmoratoriums 1986 hatte Japan unter dem juristischen Schlupfloch des „Wissenschaftswalfangs“ insgesamt 12.041 Wale in der Antarktis und 5.324 Wale im Nordpazifik harpuniert. Den Austritt Japans aus der IWC kritisiert die Artenschutzorganisation Pro Wildlife: „Japan entzieht sich der internationalen Konvention und will nun innerhalb seiner 200-Meilen-Zone fangen. Zumindest die Jagd im Antarktis-Schutzgebiet und auf hoher See hat somit allerdings ein Ende“, so Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. Japans Austritt aus der IWC hat ein bemerkenswertes Timing Ende 2018 kündigte […]

Kulturen und Traditionen im Tierreich

Kulturen und Traditionen im Tierreich

12. Juni 2019. … und was dies für den Artenschutz bedeutet. Ob Tradition, Sprache, Handlungen, Identität: Kultur wurde lange Zeit als etwas verstanden, was nur den Menschen ausmacht, Tieren jedoch vorenthalten ist. Der Mensch als Krönung der Schöpfung – ein solches Bild erleichtert es ungemein, Tiere einzusperren, zu verdrängen oder zu töten. Doch was ist, wenn sich bestimmte Tiere als hochintelligent, als super-sozial und gar als Wesen mit Traditionen und Kulturen erweisen, die sie als Gemeinschaft verbinden und die Artgenossen und Nachkommen von ihnen erlernen? Immer mehr Studien zeigen genau dies und werfen zentrale Fragen für den Tier- und Artenschutz auf: Bereits 1950 beobachteten Forscher bei Makaken auf der japanischen […]

Vorsicht vor Tierleid für Touristen.

München 6. Juni 2019. Pro Wildlife warnt vor Tierschutzfallen im Urlaub. Ob Selfies mit Tieren, der Besuch von Delfinarien, Elefanten-Shows oder der Kauf exotischer Souvenirs: Touristen-Angebote mit und aus Wildtieren boomen. Dahinter verbirgt sich häufig großes Leid. Die Tier- und Naturschutzorganisation Pro Wildlife gibt Tipps für einen tierfreundlichen Urlaub. Hände weg von wilden Tieren und Shows „Bei vielen Angeboten wird die Tierliebe von Touristen ausgenutzt“, sagt Katharina Lameter, Biologin bei Pro Wildlife. „Mit dem Bedürfnis von immer mehr Menschen, Wildtieren ganz nahe zu kommen, wird viel Geld gemacht; sei es beim Elefantenreiten, in Delfinarien, beim Streicheln von Affen oder Selfies mit Raubkatzen“. Die Tiere sind die Leidtragenden: Viele werden extra […]

Botswana hebt Jagdverbot auf

München, 23. Mai 2019. Pro Wildlife kritisiert Entscheidung Zur geplanten Aufhebung des Jagdverbotes in Botswana kommentiert die Artenschutzorganisation Pro Wildlife: „Wir bedauern es außerordentlich, dass die Regierung Botswanas angekündigt hat, das seit 2014 geltende Jagdverbot aufzuheben. Die Trophäenjagd auf geschützte Arten wird vor allem dazu führen, dass sich einige wenige Jagdveranstalter bereichern. Sie leistet nachweislich weder einen Beitrag zur Armutsbekämpfung, noch eignet sie sich zur Reduzierung vermeintlich überhöhter Wildbestände. Die Stimmungsmache gegen Elefanten und andere Wildtiere durch Botswanas neuen Präsidenten scheint darauf abzuzielen, bei den Neuwahlen im Oktober Wählerstimmen zu gewinnen“, so Pro Wildlife Sprecherin Daniela Freyer. Die Regierung nennt als Gründe für die Aufhebung des seit 2014 geltenden Jagdverbots […]

Mikroplastik in den Meeren

Mikroplastik in den Meeren

15.Mai 2019 Unsichtbares Plastik zerstört die Ozeane. Plastik ist überall. Regale und Gemüsetheken in Supermärkten quellen vor Kunststoffverpackungen über, Alltagsgegenstände sind doppelt und dreifach eingeschweißt und häufig werden sogar Plastikgegenstände nochmal in Plastik eingepackt. Der Großteil des von uns genutzten Plastikmülls ist sogenanntes „single-use“ Plastik, das nach einmaliger Verwendung weggeworfen wird – wie Verpackungsfolien, hauchdünne Tüten an der Obsttheke oder Joghurtbecher. Zwar sammeln und trennen wir Deutsche fleißig Plastikmüll, jedoch wird nur ein Bruchteil davon recycelt; der Rest wird verbrannt oder in Entwicklungsländer exportiert. Vieles davon landet in der Natur. Doch viele Kunststoffprodukte sind giftig und oft nicht oder nur sehr langsam abbaubar. So überdauert unser Plastikmüll in der Natur […]

Russland soll Fang für Delfinarien verbieten!

Russland soll Fang für Delfinarien verbieten!

Im Oktober 2018 deckten Filmaufnahmen mit einer Drohne kleine Becken mit mehr als 100 Orcas und Belugas nahe der Hafenstadt Nakhodka im Osten Russlands auf und lösten weltweiten Protest aus. Die Tiere sollten offenbar an Delfinarien verkauft werden. Inzwischen sind sie beschlagnahmt und sollen wieder ausgewildert werden. Orcas und Belugas werden in Russland immer wieder aus der Natur gefangen und in Delfinarien gesperrt. Umso wichtiger ist es, Russland zu einem dauerhaften Fangverbot zu bewegen. Die Chancen stehen aktuell besser denn je! Die Drohnenaufnahmen aus Russlands „Walgefängnis“ zeigen elf Orcas und 90 Belugas, die in Gruppen eingepfercht in winzigen Absperrungen vegetieren. Zwar erlaubt Russland den jährlichen Fang einer kleinen Zahl dieser […]

Appell an Russland: Stoppt den Fang von Orcas und Belugas!

Appell an Russland: Stoppt den Fang von Orcas und Belugas!

06. Mai 2019 Russland ist eines der letzten Länder, das Delfinarien mit wildem Nachschub versorgt   Ich tauche seit fünfzehn Jahren und habe viele Wunder unseres blauen Planeten mit eigenen Augen und in freier Wildbahn gesehen. Unter anderem Delfine und Orcas. Wenn ich mir vorstelle, dass diese Tiere, die in großen Schulen tausende Kilometer im Jahr zurück legen, alleine in ein Becken gesperrt werden um Menschen zu belustigen, bricht es mir das Herz. Nur weil es überall auf der Welt noch Leute gibt, die Geld für solche Shows ausgeben, heißt das noch lange nicht, dass es deshalb richtig ist. Wir haben die Verantwortung für diesen Planeten und seine Bewohner. Deshalb […]

Deutschland als Drehscheibe für Tierschmuggel in der Kritik

Deutschland als Drehscheibe für Tierschmuggel in der Kritik

06. Mai 2019 Wissenschaftler monieren Plünderung Sri Lankas für Heimtierhandel Autsch, wie peinlich! In der aktuellen Ausgabe des Artenschutz-Fachmagazins TRAFFIC Bulletin wurde ein Artikel veröffentlicht, der für die EU-Kommission und die deutsche Bundesregierung ein Schlag ins Gesicht ist: Die Autoren Jordi Janssen (Kanada) und Prof. Dr. Anslem de Silva (Sri Lanka) zeigen einen umfassenden Handel mit Reptilien aus Sri Lanka und bemängeln, dass die Europäische Union bislang bei ihrem Ziel versagt, den Wildtierschmuggel zu bekämpfen. Denn Sri Lanka hat seine heimische und einzigartige Artenvielfalt unter strengen Schutz gestellt: Wildtiere dürfen weder eingefangen noch exportiert werden – und dennoch sind sie hierzulande regelmäßig im Angebot. Gerade wegen ihrer Seltenheit sind sie […]

Immer mehr Elfenbeinmärkte schließen

Immer mehr Elfenbeinmärkte schließen

Mai 2019. Ist ein Ende des Elfenbeinhandels in Sicht? In Asien und auch in Europa verbieten immer mehr Länder den Elfenbeinhandel. Pro Wildlife kämpft intensiv für ein Ende des Elfenbeinhandels, um die Wilderei auf Elefanten zu stoppen. China, ehemals größter Absatzmarkt für legales und illegales Elfenbein, hat 2018 seine Elfenbeingeschäfte und Schnitzfabriken geschlossen. Ein Meilenstein für den Elefantenschutz! Die Schwarzmarktpreise für das weiße Gold sind bereits deutlich gefallen. In der Sonderverwaltungszone Hong Kong soll 2021 ein Elfenbeinverbot in Kraft treten, in Taiwan 2020. Auch in Europa findet unsere Forderung nach einem Ende des Handels zunehmend Gehör: Luxemburg verabschiedete im Juli 2018 ein Verbot, Großbritannien im Dezember 2018. Frankreich hat bereits […]

Neue Studie: Deutschland Umschlagplatz für gestohlene Wildtiere

München, den 02. Mai 2019. Wissenschaftler und Artenschützer fordern strengere Gesetze Einer neuen Studie zufolge stehen die Europäische Union und vor allem Deutschland im Zentrum des Handels mit Wildtieren, die in ihrer Heimat streng geschützt sind. Die Autoren Jordi Janssen (Kanada) und Prof. Dr. Anslem de Silva (Sri Lanka) zeigen einen umfassenden Handel mit Reptilien aus Sri Lanka und bemängeln, dass die Europäische Union bislang bei ihrem Ziel versagt, den Wildtierschmuggel zu bekämpfen, weil sie rechtliche Schlupflöcher nicht schließt. Als eine der wichtigsten Drehscheiben für den Handel mit Wildtieren haben die Autoren Deutschland identifiziert. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife bestätigt diese Kritik: „Das Problem ist beileibe nicht auf Sri Lanka begrenzt. […]