Pro Wildlife deckt Delfin-Massaker in Japan auf

Pro Wildlife deckt Delfin-Massaker in Japan auf

2000: Delfinjagden in Taiji und Futo. Bei diesen Bildern kann sich schnell der Magen umdrehen: Hunderte Delfine liegen in blutrotem Wasser, Fischer töten sie mit Eisenhaken und Messern – ein Massaker. Was uns die Organisation EIA aus Japan schickte, war kaum zu glauben. Denn vor der Veröffentlichung dieser Videos wusste niemand in Europa, was in den japanischen Fischerorten wie Taiji oder Futo vor sich ging. Die Jagd auf Delfine war unbekannt, bis Pro Wildlife das Material der Presse zur Verfügung stellte. Die laute, internationale Kritik zeigte Wirkung und das Fischerörtchen Futo stellte die Jagd auf Delfine ein. In ganz Japan gingen seither die Fangzahlen stark zurück, von anfänglich fast 19.000 […]

Limbe Wildlife Centre

Limbe Wildlife Centre

2000: Unser erstes Projekt vor Ort. Im Westen Afrikas finden Schimpansen und Gorillas einige der letzten Zufluchtsorte. Leider dringen Menschen immer tiefer in die Regenwälder ein, jagen die Affen und verkaufen die Jungtiere als Haustiere. Für Pro Wildlife stand deshalb schon sehr früh fest, dass Tier- und Artenschutz auch vor Ort stattfinden muss. Auf der Suche nach guten Partnern wählten wir als unser erstes Schutzprojekt das Limbe Wildlife Centre (LWC) in Kamerun aus. Wichtig war für uns von Anfang an ein vielschichtiger und nachhaltiger Ansatz: Das LWC nimmt Affen und andere Wildtiere in Not auf und arbeitet mit den Menschen vor Ort. Zahlreiche Wildtiere können nach ihrer Rehabilitation wieder ausgewildert […]

Tierquälerei im Frachtraum

Tierquälerei im Frachtraum

1999: Kampf gegen Wildtiertransporte bei Lufthansa Cargo. Pro Wildlife war erst wenige Monate alt, schon deckten wir einen massiven Skandal auf. Uns erreichten erschreckende Videoaufnahmen aus Südafrika. Tierschützer hatten bei einem Flug der Lufthansa Cargo bis auf die Knochen abgemagerte, tote und bereits verweste Wüstenfüchse, Kraniche und Tauben entdeckt. Wir recherchierten und fanden bald heraus, welches Martyrium die Tiere hinter sich hatten: Sie wurden in der Wildnis eingefangen und auf einer aberwitzigen Flug-route von Sudan über Frankfurt nach Südafrika verfrachtet. Der Verwesungsgrad eines Tieres deutete darauf hin, dass es bereits am Flughafen der Main-Metropole tot gewesen sein musste. Die Abfertigung dort bescheinigte den Tieren dennoch einen „guten Gesundheitszustand“ und schickte […]

Vorsicht vor Tierleid für Touristen.

München 6. Juni 2019. Pro Wildlife warnt vor Tierschutzfallen im Urlaub. Ob Selfies mit Tieren, der Besuch von Delfinarien, Elefanten-Shows oder der Kauf exotischer Souvenirs: Touristen-Angebote mit und aus Wildtieren boomen. Dahinter verbirgt sich häufig großes Leid. Die Tier- und Naturschutzorganisation Pro Wildlife gibt Tipps für einen tierfreundlichen Urlaub. Hände weg von wilden Tieren und Shows „Bei vielen Angeboten wird die Tierliebe von Touristen ausgenutzt“, sagt Katharina Lameter, Biologin bei Pro Wildlife. „Mit dem Bedürfnis von immer mehr Menschen, Wildtieren ganz nahe zu kommen, wird viel Geld gemacht; sei es beim Elefantenreiten, in Delfinarien, beim Streicheln von Affen oder Selfies mit Raubkatzen“. Die Tiere sind die Leidtragenden: Viele werden extra […]

Botswana hebt Jagdverbot auf

München, 23. Mai 2019. Pro Wildlife kritisiert Entscheidung Zur geplanten Aufhebung des Jagdverbotes in Botswana kommentiert die Artenschutzorganisation Pro Wildlife: „Wir bedauern es außerordentlich, dass die Regierung Botswanas angekündigt hat, das seit 2014 geltende Jagdverbot aufzuheben. Die Trophäenjagd auf geschützte Arten wird vor allem dazu führen, dass sich einige wenige Jagdveranstalter bereichern. Sie leistet nachweislich weder einen Beitrag zur Armutsbekämpfung, noch eignet sie sich zur Reduzierung vermeintlich überhöhter Wildbestände. Die Stimmungsmache gegen Elefanten und andere Wildtiere durch Botswanas neuen Präsidenten scheint darauf abzuzielen, bei den Neuwahlen im Oktober Wählerstimmen zu gewinnen“, so Pro Wildlife Sprecherin Daniela Freyer. Die Regierung nennt als Gründe für die Aufhebung des seit 2014 geltenden Jagdverbots […]

Mikroplastik in den Meeren

Mikroplastik in den Meeren

15.Mai 2019 Unsichtbares Plastik zerstört die Ozeane Plastik ist überall. Regale und Gemüsetheken in Supermärkten quellen vor Kunststoffverpackungen über, Alltagsgegenstände sind doppelt und dreifach eingeschweißt und häufig werden sogar Plastikgegenstände nochmal in Plastik eingepackt. Der Großteil des von uns genutzten Plastikmülls ist sogenanntes „single-use“ Plastik, das nach einmaliger Verwendung weggeworfen wird – wie Verpackungsfolien, hauchdünne Tüten an der Obsttheke oder Joghurtbecher. Zwar sammeln und trennen wir Deutsche fleißig Plastikmüll, jedoch wird nur ein Bruchteil davon recycelt; der Rest wird verbrannt oder in Entwicklungsländer exportiert. Vieles davon landet in der Natur. Doch viele Kunststoffprodukte sind giftig und oft nicht oder nur sehr langsam abbaubar. So überdauert unser Plastikmüll in der Natur […]

Russland soll Fang für Delfinarien verbieten!

Russland soll Fang für Delfinarien verbieten!

Im Oktober 2018 deckten Filmaufnahmen mit einer Drohne kleine Becken mit mehr als 100 Orcas und Belugas nahe der Hafenstadt Nakhodka im Osten Russlands auf und lösten weltweiten Protest aus. Die Tiere sollten offenbar an Delfinarien verkauft werden. Inzwischen sind sie beschlagnahmt und sollen wieder ausgewildert werden. Orcas und Belugas werden in Russland immer wieder aus der Natur gefangen und in Delfinarien gesperrt. Umso wichtiger ist es, Russland zu einem dauerhaften Fangverbot zu bewegen. Die Chancen stehen aktuell besser denn je! Die Drohnenaufnahmen aus Russlands „Walgefängnis“ zeigen elf Orcas und 90 Belugas, die in Gruppen eingepfercht in winzigen Absperrungen vegetieren. Zwar erlaubt Russland den jährlichen Fang einer kleinen Zahl dieser […]

Appell an Russland: Stoppt den Fang von Orcas und Belugas!

Appell an Russland: Stoppt den Fang von Orcas und Belugas!

06. Mai 2019 Russland ist eines der letzten Länder, das Delfinarien mit wildem Nachschub versorgt   Ich tauche seit fünfzehn Jahren und habe viele Wunder unseres blauen Planeten mit eigenen Augen und in freier Wildbahn gesehen. Unter anderem Delfine und Orcas. Wenn ich mir vorstelle, dass diese Tiere, die in großen Schulen tausende Kilometer im Jahr zurück legen, alleine in ein Becken gesperrt werden um Menschen zu belustigen, bricht es mir das Herz. Nur weil es überall auf der Welt noch Leute gibt, die Geld für solche Shows ausgeben, heißt das noch lange nicht, dass es deshalb richtig ist. Wir haben die Verantwortung für diesen Planeten und seine Bewohner. Deshalb […]

Deutschland als Drehscheibe für Tierschmuggel in der Kritik

Deutschland als Drehscheibe für Tierschmuggel in der Kritik

06. Mai 2019 Wissenschaftler monieren Plünderung Sri Lankas für Heimtierhandel Autsch, wie peinlich! In der aktuellen Ausgabe des Artenschutz-Fachmagazins TRAFFIC Bulletin wurde ein Artikel veröffentlicht, der für die EU-Kommission und die deutsche Bundesregierung ein Schlag ins Gesicht ist: Die Autoren Jordi Janssen (Kanada) und Prof. Dr. Anslem de Silva (Sri Lanka) zeigen einen umfassenden Handel mit Reptilien aus Sri Lanka und bemängeln, dass die Europäische Union bislang bei ihrem Ziel versagt, den Wildtierschmuggel zu bekämpfen. Denn Sri Lanka hat seine heimische und einzigartige Artenvielfalt unter strengen Schutz gestellt: Wildtiere dürfen weder eingefangen noch exportiert werden – und dennoch sind sie hierzulande regelmäßig im Angebot. Gerade wegen ihrer Seltenheit sind sie […]

Neue Studie: Deutschland Umschlagplatz für gestohlene Wildtiere

München, den 02. Mai 2019. Wissenschaftler und Artenschützer fordern strengere Gesetze Einer neuen Studie zufolge stehen die Europäische Union und vor allem Deutschland im Zentrum des Handels mit Wildtieren, die in ihrer Heimat streng geschützt sind. Die Autoren Jordi Janssen (Kanada) und Prof. Dr. Anslem de Silva (Sri Lanka) zeigen einen umfassenden Handel mit Reptilien aus Sri Lanka und bemängeln, dass die Europäische Union bislang bei ihrem Ziel versagt, den Wildtierschmuggel zu bekämpfen, weil sie rechtliche Schlupflöcher nicht schließt. Als eine der wichtigsten Drehscheiben für den Handel mit Wildtieren haben die Autoren Deutschland identifiziert. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife bestätigt diese Kritik: „Das Problem ist beileibe nicht auf Sri Lanka begrenzt. […]