Lebensraumverlust und Krankheiten

Lebensraumverlust und Krankheiten

06. April 2020. Ökosysteme erhalten zum Schutz vor Krankheiten. Seit mehr als zehn Jahren warnen Forscher: Mehr als 70 Prozent aller Krankheiten, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden, stammen von Wildtieren, so wie aktuell das Coronavirus SARS-CoV-2. Der globale Handel mit Wildtieren spielt bei der Verbreitung dieser sogenannten Zoonosen eine erhebliche Rolle. Millionen Wildtiere werden meist völlig unkontrolliert um den Globus gehandelt. Dazu kommt ein weiterer Aspekt: Wir nehmen den Tieren ihren Lebensraum und sorgen so dafür, dass sie aus den Wäldern auf unsere Felder und in die Städte kommen. Dabei kann es vorkommen, dass sie Krankheiten mitbringen. Der bekannteste Fall dafür, wie der Verlust natürlicher Lebensräume von […]

Schutz für Menschenaffen vor COVID-19

Schutz für Menschenaffen vor COVID-19

01. April 2020. Ausnahmesituation in den Auffangstationen. COVID-19 heißt die Lungenkrankheit, die die ganze Welt innerhalb weniger Wochen auf den Kopf gestellt hat. Besonders schwierig ist die Situation in Ländern ohne gutes Gesundheitssystem und natürlich für unsere Partner, die in Afrika und Asien um das Überleben von Tieren kämpfen, die sich vielleicht infizieren können. Noch ist nicht bekannt, ob sich Menschenaffen mit COVID-19 anstecken können. Es ist aber sehr wahrscheinlich, da sie sehr ähnliche Gene wie wir Menschen haben und teils an denselben Erregern erkranken wie wir, wie beispielsweise auch an der saisonalen Grippe. Wie können wir die Tiere schützen? Jetzt helfen JACK: Auffangstation für Schimpansen im Kongo Unsere Partner […]

Studie: Wildtierhandel in der EU ist eine Bedrohung für die Artenvielfalt

München, 31. März 2020. Erstmals umfassende Daten zu Umfang und Gefahren des Handels mit exotischen Haustieren Eine jetzt veröffentlichte zweijährige Studie von Pro Wildlife im Auftrag der Bundesregierung „Strategien zur Reduktion der Nachfrage nach als Heimtiere gehaltenen Reptilien, Amphibien und kleinen Säugetieren“ bestätigt, dass der Handel mit Wildtieren mit zum Artensterben beiträgt: „Wir haben mehr als 2.000 verschiedene Arten im Handel nachgewiesen. Dreiviertel von ihnen unterliegen in der EU bislang keinerlei Schutzbestimmungen. Selbst stark bedrohte Arten oder solche, die in ihrem Ursprungsland geschützt sind, können ungehindert in die EU importiert und hier gehandelt werden“, berichtet Projektleiterin Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. Die Studie enthält einen umfassenden Empfehlungskatalog an die […]

Neue Studie: Handel mit exotischen Wildtieren trägt zum Artensterben bei

Neue Studie: Handel mit exotischen Wildtieren trägt zum Artensterben bei

Bedrohte Arten, kaum Handelskontrollen, dringender Handlungsbedarf. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) hat Pro Wildlife von September 2017 bis August 2019 Umfang und Folgen des Handels mit Reptilien, Amphibien und Säugetieren für den Heimtiermarkt untersucht und Strategien zur Reduzierung der Nachfrage entwickelt. Die  Studie „Strategien zur Reduktion der Nachfrage nach als Heimtiere gehaltenen Reptilien, Amphibien und kleinen Säugetieren“ ist Teil des nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Bekämpfung des illegalen Artenhandels. Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte anlässlich der Veröffentlichung der Studie am 30. März 2020: „Das Artensterben betrifft nicht nur ferne Länder. Auch Deutschland und Europa tragen mit dazu bei, dass Arten in ihren Ursprungsländern zunehmend gefährdet […]

Artenschützer fordern Importverbot für Wildtiere

München, 26. März 2020. Wildtiere übertragen Erreger wie Coronaviren // Jährlich hunderttausendfacher Import von Wildtieren Zwölf Tier- und Artenschutzverbände fordern die Bundesregierung in einem gemeinsamen Brief auf, Einfuhren von lebenden Wildtieren zu verbieten, um die Ausbreitung ansteckender Krankheiten einzudämmen. Forscher gehen davon aus, dass die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Viruserkrankung Covid-19 auf einem Wildtiermarkt in China ausbrach. „Die Covid-19-Pandemie zeigt uns drastischer denn je, dass der Handel mit Wildtieren große Gefahren auch für den Menschen birgt. Wissenschaftler warnen schon lange vor den Gefahren, die der Wildtierhandel für den Tier- und Naturschutz und die menschliche Gesundheit birgt. Deshalb müssen mögliche Brandherde für Pandemien und zahlreiche andere Krankheiten angegangen und die Einfuhr von […]

Löwe im Bergzoo Halle soll zurück in Privathaltung

München, 3. März 2020. Tierschützer fordern dringend strengere Gesetze. Der Bergzoo Halle beherbergt seit kurzem einen weißen Löwen, den ein Privathalter aus Zielitz, Sachsen-Anhalt, kurzfristig dort untergebracht hat. Der Löwe wurde etwa eineinhalb Jahre lang auf einem Privatgelände in Sachsen-Anhalt gehalten. Der Besitzer soll den Löwen offenbar nach dem Umbau seines Geheges wieder zurückbekommen. „Die Gesetzgebung in Deutschland versagt beim Thema exotische Haustiere. Hierzulande kann jeder, der möchte, fast alles halten, was in einen Käfig, in ein Aquarium oder in ein Terrarium passt. Nicht einmal die Haltung eines Löwen im Hinterhof ist verboten. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, betont Sandra Henoch von Pro Wildlife. Es gibt kein Gesetz, das die Haltung […]

Tag des Artenschutzes: Wildtierhandel – Gefahr für Mensch und Tier

München, 2. März 2020. China reagiert mit Verboten, EU muss endlich handeln. Zum Tag des Artenschutzes am 3. März warnt die Artenschutzorganisation Pro Wildlife vor den Gefahren des Wildtierhandels. Neuartige Viren wie Corona, SARS, MERS oder Ebola, die von Tieren auf Menschen übertragen wurden, verdeutlichen die Gefahren des Wildtierhandels für den Menschen. Zudem bedroht der Handel mit Millionen Wildtieren und ihren Körperteilen, sei es als exotische Heimtiere, als vermeintliche Medizin oder als Lebensmittel, die Artenvielfalt in aller Welt. „Wildtiere sind keine Konsumartikel. Die hemmungslose Plünderung muss endlich ein Ende haben, denn sie bedroht die Artenvielfalt und damit die Ökosysteme, von denen auch wir Menschen abhängig sind“, erklärt Daniela Freyer von […]

Elefantenschutzprojekt, Tansania

Elefantenschutzprojekt, Tansania

Koexistenz von Mensch und Tier in Ostafrika. Elefanten haben keine Angst vor Mäusen, sie haben Angst vor Bienen. Das nutzt das von Pro Wildlife unterstützte Southern Tanzania Elephant Program (STEP), um den Konflikt zwischen Bauern und Elefanten zu lösen, indem es Bienenstöcke zur Verfügung stellt. Schutz von Menschen und Elefanten gleichermaßen Elefanten sind sehr intelligente und soziale Tiere. Auf der Suche nach Futter und Wasser legen sie riesige Strecken zurück und die Matriarchin, die die Herde anführt, gibt die Routen an die Jüngeren in der Herde weiter. Doch viele Wege sind inzwischen von Dörfern versperrt, Wasserlöcher durch Zäune blockiert, Lebensraum verschwunden. Elefanten sind nicht zimperlich, wenn es um das Überleben […]

Kein Handel mit Haiflossen in der EU!

Kein Handel mit Haiflossen in der EU!

Europäische Bürgerinitiative gegen Finning und Handel. Haie werden millionenfach getötet, die Schätzungen belaufen sich laut Weltnaturschutzunion IUCN auf 63 bis 273 Millionen Tiere jährlich. Am wertvollsten im internationalen Handel sind die Flossen, die vor allem in Asien begehrt sind. Um Platz an Bord zu sparen und nur die Flossen zu lagern, praktizieren Fischer vielerorts bis heute das „Finning“. Dies bedeutet, dass den Haien noch auf See die Flossen abgeschnitten werden und der als „wertlos“ angesehene Körper wieder über Bord geworfen wird. Eine extrem grausame Praxis, denn häufig leben die Haie noch und sinken hilflos zum Meeresboden, wo sie jämmerlich ersticken oder verbluten. Um diese grausame Praxis zu unterbinden und Tricksereien […]

Artenschützer warnen: Tierhandel nach Europa ist Gesundheitsrisiko

München, den 28. Januar 2020. China ist größter Lieferant für lebende Reptilien in die EU. Artenschützer warnen vor dem potentiellen Einschleppen von Krankheiten über den weltweiten Tierhandel. „Wildtiere tragen Erreger in sich, die für den Menschen oder andere Tierarten gefährlich oder gar tödlich sein können. Darunter sind Lungenerkrankungen, Hirnhautentzündungen oder Affenpocken, die unter Umständen sogar bis zum Tod führen“, berichtet Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. „China hat infolge der aktuellen Coronavirus-Epidemie gerade den nationalen Handel mit Wildtieren ausgesetzt. In die EU dürfen jedoch weiterhin Wildtiere auch aus Fernost importiert werden.“ China ist derzeit der wichtigste Lieferant für lebende Reptilien in die EU: Allein im Zeitraum 2014 bis 2018 importierten […]