Interview zu illegalem Tierhandel

Interview zu illegalem Tierhandel

2014: Pro Wildlife deckt Gesetzeslücke auf Interview mit der Diplom-Biologin Dr. Sandra Altherr, Mitbegründerin von Pro Wildlife: Ein Paar Waldgeckos aus Neuseeland wurde mit 5.300 Euro angesetzt, Neukaledonische Greifschwanzgeckos mit 1.100 Euro. Hornagamen aus Sri Lanka brachten es ebenso auf 1.100 Euro pro Paar. Die ungewöhnlich hohen Preise machten uns stutzig und schon bald fanden wir die Erklärung: Diese seltenen Tiere waren in ihren Heimatländern geschützt. Doch sind sie erstmal herausgeschmuggelt, ist in der EU der Verkauf der gestohlenen Tiere legal. Es waren Reptilien aus Australien und Costa Rica dabei, aber auch Borneo-Taubwarane und psychedelische Felsengeckos aus Vietnam. Du bist also bei den Recherchen auf eine Gesetzeslücke gestoßen? Richtig, denn […]

Zirkus ohne Wildtiere

Zirkus ohne Wildtiere

2013: Wirbel um Elefantenkuh Mädi. 2013 wurden wir Zeuge, wie deutsche und europäische Behörden beim Schutz von Zirkustieren versagten; erst nach Jahren gab es späte Gerechtigkeit. Seit 2007 hatte Pro Wildlife auf Missstände bei der Schaustellerfamilie Renz hingewiesen. Daniel Renz betrieb den „Circus Universal Renz“, sein Bruder René verdiente Geld damit, Kinder mit Alligatoren schwimmen zu lassen und zog mit einer Reptilienshow durch die Lande. 2013 erfuhr Pro Wildlife von einem Informanten, dass René Renz einen Elefanten kaufen und mit dem Tier durch Osteuropa touren wollte. Bei uns klingelten alle Alarmglocken: René Renz hatte bisher keine Elefanten gehalten. Die Zirkuselefantin mit Namen „Mädi“ war bereits in schlechtem Gesundheitszustand und wurde […]

Reduzierung der Nachfrage nach Delfin- & Walfleisch

Reduzierung der Nachfrage nach Delfin- & Walfleisch

2012: Delfin- und Walfleisch ist giftig. Das Fleisch von Delfinen und Walen ist schädlich! Das belegten immer wieder wissenschaftliche Studien, die uns hellhörig werden ließen. Auf den dänischen Färöer-Inseln wurden bei Kindern, deren Mütter während Schwangerschaft und Stillzeit das Fleisch von Grindwalen aßen, irreversible kognitive Probleme festgestellt: Je höher der Grindwal-Konsum, desto stärker waren die Kinder in Sprache, Konzentrations- und Erinnerungsvermögen beeinträchtigt. Bereits 2008 hatten lokale Mediziner die Empfehlung ausgegeben, kein Fleisch der Tiere mehr zu essen. Auch aus Japan mehrten sich Horrorberichte zum Konsum von Walfleisch und Delfinfleisch. Forscher fanden in Stichproben stark erhöhte Werte von Chlorverbindungen (zum Beispiel PCB, DDT) und Quecksilber; zum Teil waren sie 200-fach höher […]

Solarkocher: Mit Sonnenlicht gegen die Abholzung

Solarkocher: Mit Sonnenlicht gegen die Abholzung

2011: Solarkocher für Madagaskar Abholzung und Brandrodung gefährden zahllose Wildtiere. Der Schutz von Lebensraum ist deshalb eines unserer wichtigsten Ziele. Um die Habitate für Wildtiere zu sichern, half Pro Wildlife unter anderem beim Kauf von Regenwald in Peru und unterstützt noch heute Projekte zum Waldschutz in Kamerun. Auch rückte die Situation der Wälder in Madagaskar immer mehr in unseren Fokus. Als die Vereinten Nationen 2011 zum Jahr der Wälder ausriefen, startete Pro Wildlife eine Kooperation mit der in Madagaskar aktiven Organisation ADES, um dort gegen das Verschwinden von 200.000 Hektar Wald pro Jahr zu kämpfen. Madagaskar ist eines der artenreichsten Länder der Welt. Die riesige Insel ist schon so lange […]

Zurück in die Freiheit: Auswilderung bleibt das Ziel

Zurück in die Freiheit: Auswilderung bleibt das Ziel

2010: Rettung von fast 1.500 Graupapageien. Das von uns unterstützte Limbe Wildlife Centre (LWC) in Kamerun wurde 2010 auf eine besonders harte Probe gestellt: 1.450 beschlagnahmte Graupapageien, viele davon mit zerstörten Flugfedern, kamen in die Auffangstation. Für das LWC war das ein trauriger Rekord. Bereits in den Jahren zuvor waren hunderte Papageien in die Station gebracht worden. Viele Tiere konnten nicht mehr fliegen und waren in einem fürchterlichen Zustand. Graupapageien sind begehrte Haustiere und sie wurden über viele Jahre hinweg zigtausendfach gehandelt. Beim Fang gehen die Vogelfänger äußerst brutal vor. Sie legen an beliebten Versammlungsorten der Schwärme Leimruten aus, an denen die Vögel kleben bleiben. Viele Tiere überleben diese Tortur […]

Pro Wildlife im Einsatz für bedrohte Gorillas

Pro Wildlife im Einsatz für bedrohte Gorillas

2009: UN-Jahr des Gorillas. Alle Menschenaffen sind vom Aussterben bedroht. Die Bestände des Westlichen und Östlichen Gorillas schrumpfen immer weiter. Selbst ihre massive Statur und die bis zu 160 Kilogramm Körpergewicht schützen die sanften Affen nicht vor der Rodung des Regenwalds, der Wilderei und der Verdrängung für Minen. Als die Vereinten Nationen 2009 zum Jahr des Gorillas erklärten, nutzten wir das intensiv, um auf die Gefährdung dieser Primaten aufmerksam zu machen. Auf unserer eigens für das UN-Jahr erstellten Website informierten wir über das Verschwinden der Riesen und darüber, was wir in Europa für ihren Schutz tun können. In vielen elektronischen Geräten sind seltene Rohstoffe wie Tantal-Erze verarbeitet. In unseren Handys […]

Interview: Kampf gegen Elfenbeinhandel

Interview: Kampf gegen Elfenbeinhandel

2008: Experiment zum legalen Elfenbeinhandel scheitert. Interview mit der Diplom-Biologin Daniela Freyer, Mitbegründerin von Pro Wildlife: 2002 lockerte die internationale Staatengemeinschaft erneut den Elefantenschutz und stellte einen weiteren „experimentellen“ Elfenbeinverkauf in Aussicht. Da nahm das Desaster seinen Lauf. Das war eine sehr frustrierende Zeit. Was passierte, als der Handel freigegeben wurde? 2008 verkauften Simbabwe, Namibia, Botswana und nun auch Südafrika 102 Tonnen Elfenbein nach Japan und China. Insbesondere in China wurde damit ein riesiger Markt eröffnet, Schnitzfabriken und Geschäfte schossen aus dem Boden. Neben dem legal eingeführten Elfenbein wurde in den gleichen Geschäften gewildertes verkauft. Einem Stoßzahn oder einer Schnitzerei sieht ja niemand seine Herkunft an. Die Handelserlaubnis löste eine […]

Rettung für Plumploris

Rettung für Plumploris

2007: Internationaler Schutz für die kleinen Primaten. Riesige Augen, winzige Fingernägel, fluffiges Fell: Plumploris sind unglaublich niedlich. Und genau das wird ihnen zum Verhängnis. Denn in ihren Heimatländern in Asien werden die Tiere zu Tausenden aus der Wildnis gerissen und auf den Märkten als Haustiere, angebliche Medizin oder Fotomotive für Touristen verkauft. Für die nachtaktiven Primaten bedeutet dies oft das Todesurteil, denn viele überleben nur wenige Wochen oder Monate in Gefangenschaft. Bis 2007 waren die Tiere international völlig unzureichend geschützt. Pro Wildlife erfuhr durch ein Forschungsprojekt, wie schlecht es um die kleinen Äffchen bestellt war, und machte sich sofort an die Arbeit. Für die CITES-Artenschutzkonferenz 2007 arbeiteten wir gemeinsam mit […]

Von Wühltischen, Leitlinien und einem langen Atem

Von Wühltischen, Leitlinien und einem langen Atem

2006: Leitlinien für Tierbörsen veröffentlicht. Tausende Tiere, in kleine Plastikboxen gestopft und auf regelrechten Wühltischen zur Schau gestellt: Reptilienbörsen sind ein Albtraum für Tiere. Lange Jahre konnten Händler, Käufer und Schmuggler agieren, wie sie wollten. Pro Wildlife sind diese Veranstaltungen ein Dorn im Auge, allen voran Europas größte Börse „Terraristika“ in Hamm (NRW). Nicht nur der Tierschutz wird mit Füßen getreten, sondern auch der Artenschutz: In den Behältern und Schaukästen war und ist noch immer fast alles zu finden, was die Natur hergibt. Seltene Arten, Wildfänge, potentiell invasive Arten werden dort wie auf einem Flohmarkt angeboten, Schleuderpreise inklusive. Giftige Schlangen gibt es schon für 30 Euro, Skorpione für 15 Euro, […]

EU-Wildvogelimportverbot rettet Millionen Tiere

EU-Wildvogelimportverbot rettet Millionen Tiere

2005: Keine Wildvögel mehr in die EU. Bis 2005 war die EU mit Abstand der größte Importeur für wild gefangene Vögel. Allein für den europäischen Markt wurden laut Berechnungen von Pro Wildlife jedes Jahr 3,5 Millionen Wildvögel in Afrika, Asien und Lateinamerika aus der Wildnis gerissen. Ein Großteil starb bereits bei Fang und Transport, denn die Methoden sind brutal: Es werden beispielsweise Leimfallen ausgelegt, an denen die Tiere kleben bleiben. Vom Baum gepflückt werden sie zu Boden geworfen und in Säcken und Kisten verstaut. Für Pro Wildlife ein unhaltbarer Zustand, denn die Tiere leiden fürchterlich, der massenhafte Fang bedroht ganze Arten sowie die Gesundheit von Menschen und Tieren in den […]