Finnwal

Gefährdete Tiefseebewohner Mit bis zu 27 Metern Länge und bis zu 80 Tonnen Gewicht ist der Finnwal (Balaenoptera physalus) nach dem Blauwal das zweitgrößte Tier der Erde – dabei ist die in der nördlichen Hemisphere lebende Unterart (Balaenoptera physalus physalus) ein bis eineinhalb Meter kürzer als sein Pendant auf der Südhalbkugel (Balaenoptera physalus quoyi). Finnwale haben eine dunkelgraue Oberseite und eine leuchtend weiße Unterseite. Besonders markant ist die asymmetrische Färbung des Unterkiefers: die rechte Seite ist weiß, die linke grau gefärbt. Status: Gefährdet Population: ~ 100.000 Lebensraum: Tiefe Gewässer auf offener See Finnwale sind Tieftaucher Der Finnwal gehört zu den Bartenwalen und ernährt sich vornehmlich von Krill, den er mit […]

Buckelwal

Springender Akrobat Der Buckelwal (Megaptera novaeangliae) beugt beim Abtauchen seinen Rücken und bildet dabei einen Buckel. Sie sind die Akrobaten und Sänger unter den großen Walen: Buckelwale zeigen spektakuläre Sprünge, bei denen sie oft den ganzen Körper aus dem Wasser katapultieren, und klatschen mit Brust- und Schwanzflossen auf die Wasseroberfläche. Dies dient offenbar vor allem der Kommunikation mit anderen, weiter entfernten Walen. Status: Nicht gefährdet Population: 60.000 Lebensraum: Alle Meere Buckelwale sind berühmte Sänger Berühmtheit erlangten Buckelwale vor allem wegen ihres einzigartigen Gesangs: Dieser Laut ist nicht nur einer der vielfältigsten im gesamten Tierreich, sondern mit 190 Dezibel auch einer der lautesten. Der Gesang ist aus einzelnen, sich wiederholenden Strophen […]

Blauwal

Das größte Tier der Welt Blauwale (Balaenoptera musculus) gehören zu den Bartenwalen und sind in allen Ozeanen der Welt zu finden (außer Arktis, Mittelmeer und Beringsee). Aufgrund ihres geografischen Vorkommens werden sie in drei Unterarten gegliedert – den gewöhnlichen Blauwal (Balaenoptera musculus musculus), den Zwergblauwal (Balaenoptera musculus brevicauda) und den Antarktischen Blauwal (Balaenoptera musculus intermedia). Status: Stark gefährdet Population: 10.000 bis 25.000 Tiere Lebensraum: Alle Meere Blauwale sind Giganten der Meere Sie sind Hochseebewohner, die nur sehr selten in Küstennähe gesichtet werden. Die Giganten der Meere haben die Länge eines Airbus A320 und wiegen so viel wie circa 70 Nashörner oder 2.500 Menschen. Während Männchen etwas kleiner bleiben, können Weibchen […]

Vaquita

Akut vom Aussterben bedroht Der Kalifornische Schweinswal (Phocoena sinus), auch Vaquita genannt, ist einer der seltensten Meeressäuger. Die IUCN listet ihn unter den 100 meist bedrohten Arten der Welt. Die Tiere leben ausschließlich in einem kleinen Gebiet des Golfs von Kalifornien, in mexikanischen Gewässern – in einem Kerngebiet von nur 2.500 km². Status: Vom Aussterben bedroht Population: < 25 Lebensraum: Küstennahe Gewässer Der Vaquita ist der seltenste Meeressäuger Der spanische Name „Vaquita“ bedeutet „kleine Kuh“, wegen der Laute, die er von sich gibt. Der Vaquita hat einen rundlichen Kopf, ein stumpfe Schnauze mit einer charakteristischen dunklen Färbung, einen dunklen Ring um das Auge und spatelförmige Zähne. Mit einer Länge von maximal […]

Orca

Der größte Delfin ist schwarz-weiß Der Orca oder auch großer Schwertwal (Orcinus orca) erhielt seinen Namen wegen seiner langen Rückenflosse, die bis zu zwei Meter lang werden kann – dem „Schwert“. Mit seiner schwarz-weißen Körperzeichnung ist er unverwechselbar; mit einer Länge von knapp zehn Metern und einem Gewicht von neun Tonnen ist er der mit Abstand größte Delfin. Lange wurde der Schwertwal als „Killerwal“ verunglimpft, dabei ist kein einziger Mensch in der Natur bisher durch einen Orca getötet worden. Status: Ungenügende Datengrundlage Population: 50.000 Lebensraum: Kalte und küstennahe Gewässer Orcas jagen auch in der Gruppe Das wüste Image hat der Schwertwal wohl vor allem wegen seiner ausgeklügelten Jagdmethoden: So wurden Orca-Gruppen […]

Großer Tümmler

Die berühmten Delfine sind Akrobaten Der Große Tümmler (Tursiops truncatus) ist wegen seiner akrobatischen Sprünge der am häufigsten in Gefangenschaft gehaltene Delfin – berühmt auch durch die TV-Serie Flipper. Seine hochgezogenen Mundwinkel werden fälschlicherweise oft als Lächeln interpretiert – das Leiden der hoch-sozialen und agilen Tiere in Gefangenschaft wurde deshalb lange unterschätzt. Status: Nicht gefährdet Population: 60.000 Lebensraum: Küstengewässer und Hochsee Große Tümmler an Küsten und im offenen Meer Tümmler ist nicht gleich Tümmler: So unterscheidet man eine küstenlebende Form und eine Form, die im offenen Meer lebt. Im Schwarzmeer gibt es eine eigenständige, sehr bedrohte Unterart (Tursiops truncatus ponticus). Erst vor wenigen Jahren wurde der etwas kleinere indopazifische Tümmler […]

Boto

Rosa Delfin und Panzerknacker Der Boto (Inia geoffrensis), auch als Amazonasdelfin oder pink dolphin bekannt, ist eine der drei in Südamerika beheimateten Flussdelfinarten. Amazonasdelfine gliedern sich in zwei Unterarten und gehören wie alle Delfine zu den Zahnwalen. Anders als ihre Verwandten aus dem Meer verbringen sie ihr Leben größtenteils in Süßwasserflüssen. Status: Gefährdet Population: k.a. Lebensraum: Flüsse und Flussbecken Botos leben im Amazonas Der Amazonasdelfin lebt in den Flüssen und Seitenarmen des Orinoko- und Amazonas-Beckens und dringt während der Regenzeit bis tief in die schwer zugänglichen Bereiche der überfluteten Urwald- und Graslandflächen vor. Er kommt meist einzeln oder nur in kleinen Gruppen vor. Große Schulen, wie bei den Verwandten im Meer, gibt […]

Beluga

Weißwal: Der Kanarienvogel der Meere Belugas (Delphinapterus leucas) sind unverwechselbar: Mit Erreichen der Geschlechtsreife bekommen die Tiere eine weiße Färbung (deshalb nennt man sie auch Weißwale), ihnen fehlt eine Rückenflosse und sie haben einen kleinen melonenförmigen Kopf. Status: Nicht gefährdet Population: max. 170.000 Lebensraum: Küstennahe Gewässer Belugas mögen es kalt Ihre weiße Farbe ist im Packeis eine gute Tarnung – so schützen sie sich auch vor ihrem größten natürlichen Feind, dem Eisbär. Beim jüngeren Beluga zeigt die Fluke die Wal-typische Form, mit zunehmendem Alter nimmt sie jedoch zunehmend die Form eines Ginkgo-Blattes an. Nicht umsonst wird der Beluga auch „Kanarienvogel der Meere“ genannt: Quietscher, Brummen, Triller, Klicklaute und Gezwitscher – die […]

Elefanten-Mensch-Konflikte in Sambia entschärfen

Elefanten-Mensch-Konflikte in Sambia entschärfen

27. April 2020. Bienen, Sonnenblumen und Chilis für ein friedliches Zusammenleben. Hier in Mitteleuropa können wir uns kaum vorstellen, was es heißt, in unmittelbarer Nachbarschaft zu vielen großen Wildtieren zu wohnen – selbst beim Wolf kommt die Bevölkerung hierzulande ja schon an ihre Schmerzgrenze… Doch in Afrika ist das anders. Bauern und Dorfbewohner leben gemeinsam mit Löwen, Büffeln und natürlich auch Elefanten. Besonders die Rüsseltiere können den Zorn der Menschen auf sich ziehen, wenn sie Felder leer fressen oder in Küchen einbrechen. Um den Konflikt zu lösen, werden schnell Rufe nach Abschüssen laut. Doch es geht auch anders, wie unsere Partner von Game Rangers International (GRI) vom Elefantenwaisenhaus in Sambia […]

Auch Heimtierhandel ist Gefahr für Gesundheit

München, 27. April 2020. Neue Studie: Unregulierter Handel mit zahllosen Arten Zwei Drittel aller neuartigen Infektionskrankheiten, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden, stammen von Wildtieren. Trotzdem ist der Handel mit Wildtieren nach und in Deutschland bis heute größtenteils unreguliert. Das zeigt die zweijährige Studie „Strategien zur Reduktion der Nachfrage nach als Heimtiere gehaltenen Reptilien, Amphibien und kleinen Säugetieren“, die Pro Wildlife im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Bundesamt für Naturschutz durchführte. Jährlich werden in Deutschland hunderttausende exotische Tiere gehandelt und das meist völlig legal. Woher die Tiere stammen, ist oft nur schwer nachvollziehbar, da die Einfuhr von lebenden Wildtieren nach Deutschland nur sehr lückenhaft erfasst wird. „Der legale […]