Botswana am Scheideweg

München, 27. Februar 2019. Elefanten als Hundefutter? Während verschiedene Quellen einen Anstieg der Wilderei in Botswana bestätigen, denkt die Regierung des südafrikanischen Landes darüber nach, den Abschuss von Elefanten durch Großwildjäger und für die Tierfutter-Produktion zu erlauben. Als Grund nennt sie den wachsenden Konflikt zwischen Kleinbauern und Tieren. Botswana galt bisher als Vorreiter im Wildtierschutz. Nun schürt die Regierung in Sozialen Medien lautstark Ressentiments gegen Elefanten und diskreditiert Tierschützer, die die Wilderei öffentlich machen. „Die Vorschläge, die auf dem Tisch liegen, sind absurd. Der Reichtum an Natur und Tieren ist Botswanas größtes Kapital und wir appellieren an die Regierung, dies nicht aufs Spiel zu setzen. Elefanten und andere Wildtiere dürfen […]

Volunteering und Freiwilligenarbeit

Volunteering und Freiwilligenarbeit

Einfach mal die Welt retten – aber richtig! Löwen, Elefanten oder Affen sind bei Volunteers besonders beliebt. Wer möchte nicht dabei helfen, Tierbabys aufzupäppeln? Leider verbirgt sich dahinter meist keine gemeinnützige Organisation, sondern ein kommerzieller Anbieter. In diesem Fall sind die Tiere oft keine Waisen und ausgewildert werden sie auch nicht. Damit du dich nicht hinterher fragen musst, ob du wirklich geholfen oder eher geschadet hast, haben wir ein paar Tipps, wie du gute Projekte erkennst: Volunteers haben keinen direkten Kontakt zu Wildtieren. Das heißt, sie dürfen die Tiere nicht füttern, streicheln oder baden. Freiwillige übernehmen nicht die Arbeit von ausgebildeten Tierpflegern oder Veterinären. Ihre Aufgabe besteht beispielsweise darin, Käfige […]

Tag des Artenschutzes: Schutz nur für die großen Fische?

Tag des Artenschutzes: Schutz nur für die großen Fische?

27. Februar 2019. Kleinere Arten fallen bei internationalen Schutzinitiativen oft durch das Raster. Am 3. März 1973 wurde das Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) ins Leben gerufen. Dieser Tag ist inzwischen zum Internationalen Tag des Artenschutzes ausgerufen, 2019 ist er erstmals den Meerestieren gewidmet. Anlass für uns, Resümee zu ziehen und zu analysieren, wie es um den Schutz der tierischen Ozeanbewohner bestellt ist. Etwa 200.000 Tier- und Pflanzenarten der verschiedenen marinen Ökosysteme sind bislang beschrieben, doch gerade inklusive der wenig untersuchten artenreichen Tiefsee gibt es wohl eher mehrere Millionen. Nur ein Bruchteil von ihnen genießt bislang den Schutz durch CITES. Size matters – auch beim Schutz von Meerestieren Unter Wasser sieht […]

Island erhöht Walfangquoten

München/ Reykjavík, 20. Februar 2019. 209 gefährdete Finnwale und 217 Zwergwale pro Jahr zum Abschuss freigegeben Islands Fischereiminister hat neue Walfangquoten für die kommenden fünf Jahre freigegeben. 209 Finnwale und 217 Zwergwale dürfen laut neuer Verordnung jährlich gejagt werden, damit wird die Quote für die gefährdeten Finnwale um 55 Tiere jährlich erhöht. „Islands Regierung beruft sich auf eine äußerst umstrittene Studie und untergräbt internationale Schutzbestimmungen für Wale“, erklärt Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. „Mit dem Auslaufen der Quoten in diesem Jahr hätte die Regierung die Chance zu einer Trendwende gehabt“. Fragwürdige Studie der Universität – Walfänger als Geldgeber Bereits im Januar 2019 wurde eine Studie der Universität Island veröffentlicht, […]

Kein Handel mit Nashorn

Kein Handel mit Nashorn

12. Februar 2019. Rhino-Horn muss tabu bleiben. Viele Safaris in Afrika beginnen inzwischen so: „Wir werden wahrscheinlich drei der bekannten Big Five sehen“, erklärt der Guide. „Leoparden verstecken sich sehr gut, die sehen wir wohl nicht. Naja, und Nashörner gibt’s hier keine mehr“. In weiten Teilen Afrikas sind Rhinos bereits ganz ausgerottet, in anderen gibt es noch einige wenige, oft in kleinen Parks und 24 Stunden am Tag bewacht. Schuld am Verschwinden der Nashörner ist die grassierende Wilderei. Denn das Horn der Tiere ist enorm wertvoll. In Asien werden Spitzenpreise dafür gezahlt, weil Nashornpulver als Wundermittel gegen Krebs, Fieber und Entzündungen gilt – und das, obwohl das Horn aus der […]

Keine Geschäfte mit Nashorn

Keine Geschäfte mit Nashorn

2019 ist ein entscheidendes Jahr für den Schutz bedrohter Arten. Zwei Länder wollen auf der Weltartenschutzkonferenz CITES im Mai erreichen, dass der internationale Schutz für Breitmaulnashörner gelockert wird, um sie kommerziell handeln zu können. Unterstützen Sie unsere Forderung, das internationale Handelsverbot beizubehalten! Die Nachfrage nach Nashorn-Horn in Asien hat die Wilderei in Afrika eskalieren lassen: Mehr als 7.200 Tiere wurden in den vergangenen zehn Jahren getötet. Geht das so weiter, könnten Nashörner bald ausgerottet sein. Trotzdem wollen zwei Länder im südlichen Afrika die geltenden Handelsverbote zu Fall bringen. Sie treiben damit die Spekulation voran und riskieren, dass Wilderei und illegaler Handel weiter eskalieren. Der Ministaat Eswatini (früher Swasiland) will erreichen, […]

Modetrends gefährden Artenschutz

München, 07. Februar 2019. Appell: Kein Reptilleder auf dem Laufsteg Mit der New York Fashion Week startet am Freitag die Saison der großen Modeschauen. Überraschend wieder im Trend sind viele Produkte aus Wildtieren, allen voran Reptilleder. „Viele Jahre lang waren Produkte aus Reptilleder verpönt. Doch jetzt zeigen auch bekannte Designer wieder stolz Krokodilstiefel, Warantaschen und Pythonmäntel“, erklärt Dr. Sandra Altherr von der Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Organisationen und Tierschützer sehen diesen Trend mit großer Sorge. Alleine die Einfuhrzahlen geschützter Reptilien in die EU sind enorm: EU-Importe 2008 – 2017 Ganze Häute Haut – bzw. Lederstücke aus Farmen / Ranching Anteil Wildfänge Pythons 3.233.145 1.065.391 55,9% 44,1% Kobras 73.611 14.197 […]

Als Plastikscout gegen Müll kämpfen

Als Plastikscout gegen Müll kämpfen

Schluss mit dem Plastik! Plastik begegnet uns überall. Im Supermarkt gibt es kaum ein Regal, in dem nicht die Lebensmittel in Plastik eingeschweißt sind. Als Plastik-Scout können Sie dabei helfen, gegen die Kunststoff-Flut zu kämpfen. In drei Schritten werden Sie zum Plastik-Scout: Fotografieren Sie die größten Plastiksünden beim Einkaufen im Supermarkt. Wenden Sie sich direkt an die Filialleitung oder an die Zentrale. Senden Sie Fotobeweise mit und bitten Sie darum, weniger Plastik zu verwenden. Die Adressen der Filialen von Rewe, Edeka, Aldi, Lidl und den anderen Supermarkt-Ketten finden Sie auf den jeweiligen Websites. Schicken Sie uns Ihre Fotos an mail@prowildlife.de und schreiben Sie kurz dazu, wo Sie das Bild gemacht haben. So […]

Wildtierquälerei im Urlaub berichten

Wildtierquälerei im Urlaub berichten

Melden Sie uns Tierquälerei auf Reisen. Ich sehe was, was du nicht siehst. Ein schnelles Selfie mit einem Tiger, kurz auf einem Elefanten reiten oder eine Show mit Affen ansehen: Was für viele Urlauber ein netter Ausflug ist, bedeutet für die Wildtiere lebenslange Qual. Mit Ihrer Hilfe decken wir auf, wo Wildtiere gequält werden und informieren andere Urlauber über das Leid. Sie wollen mitmachen? Senden Sie uns ein Foto und eine kurze Beschreibung an mail@prowildlife.de. Bitte machen Sie folgende Angaben: Wo waren Sie? Was haben Sie genau beobachtet? Welches Wildtier war betroffen? Die Beschreibung sollte nicht länger als 200 bis 300 Zeichen sein. Sollten Sie keine Namensnennung wünschen, schreiben Sie […]

Warum verlässt Japan die IWC?

Warum verlässt Japan die IWC?

26. Dezember 2018 (aktualisiert). Piratenwalfang statt „Harpunen für die Wissenschaft“ Nun also doch: Ausgerechnet an Weihnachten hat Japan seine jahrelange Drohung wahr gemacht und den Austritt aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) verkündet. Die Folgen dieser Entscheidung sind vielschichtig, das Timing sehr bemerkenswert. Japans Regierung hat diesen Schritt schon oft und seit vielen Jahren angedroht; zum 1. Juli 2019 wird Japan die IWC tatsächlich verlassen und dann ganz offiziell kommerziellen Walfang beginnen. Warum gerade jetzt? Lange Zeit wollte die Regierung in Tokio einen Austritt als Druckmittel nutzen, um bei der Walfangtagung andere Länder verhandlungsbereiter zu machen und doch noch „ein bisschen Küstenwalfang“ zu legalisieren. Dieser Plan ist nicht aufgegangen, das seit 1986 […]