Brände in Australien: Stoppt die Känguru-Jagd

München, 16. Januar 2020. Millionenfache Abschüsse für Tierfutter, Fleisch und Leder auch für deutsche Unternehmen. Abertausende Kängurus sind in Australiens verheerenden Buschbränden gestorben. Trotzdem dürfen sie in vielen betroffenen Gebieten weiterhin massiv bejagt werden. Die Tierschutzorganisation Pro Wildlife fordert, die systematische Tötung von mehr als einer Million Kängurus pro Jahr für Tierfutter, Fleisch und Leder dauerhaft zu beenden. Jetzt wurde bekannt, dass das italienische Luxuslabel Versace aus Tierschutzgründen auf Känguruleder verzichtet. Auch einige britische Supermarktketten verkaufen kein Kängurufleisch mehr. „Deutschland ist der drittgrößte Importeur von Känguru-Produkten. Deutsche Unternehmen haben sich bisher geweigert, Fußballschuhe, Hundefutter und Steaks aus Känguru aus dem Sortiment zu nehmen. Angesichts der verheerenden Auswirkungen der Buschbrände fordern […]

Feuer in Australien – ein Wendepunkt für den Klima- und Artenschutz?

München, 15. Januar 2020. 2020 wird das entscheidende Jahr, um Klima und Artenvielfalt zu retten. Die verheerenden Buschbrände in Australien haben weltweit Entsetzen und eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Sie dominieren zudem den Beginn eines Jahres, das eigentlich dem Erhalt der internationalen Biodiversität gewidmet ist. „Australiens Inferno, das eine Katastrophe für die Flora und Fauna darstellt, ist der laute Weckruf für die Industrieländer, die Weiter-So-Klimapolitik zu ändern und die längst überfällige Kurskorrektur anzustoßen, “ so Astrid Fuchs von Pro Wildlife. „Ohne Klimaschutz ist kein Lebensraumschutz und damit auch kein Artenschutz möglich! Klima- und Artenschutz gehören ganz oben auf die politische Agenda.“ Australien: Eine einzigartige Artenwelt verbrennt Während Koalas derzeit die […]

Fakten und Fiktion

Fakten und Fiktion

14. Januar 2020. Klimaleugner und Verschwörungstheoretiker im Tier- und Artenschutz. Wenn wir bestimmte Themen auf Facebook posten, dauert es meist nur wenige Minuten, bis die erste Verschwörungstheorie, die erste Leugnung als Kommentar darunter gestellt wird. Einige der besten Beispiele dafür sind der Klimawandel und der Wolf in Deutschland, aber auch bei anderen Themen tauchen solche Kommentare regelmäßig auf. „Es gibt keinen Klimawandel“ Einige Beispiele aus jüngster Zeit: „Die Menschen haben mit dem Klimawandel nichts zu tun“ „Arten sind schon immer ausgestorben; das aktuelle Artensterben ist natürlich.“ „Es gibt keinen Klimawandel“ „Die Zahl der Eisbären nimmt zu, nicht ab“ „Es gibt viel zu viele Wölfe in Deutschland“ „Das Affenhaus im Zoo […]

Australien brennt

Australien brennt

8. Januar 2020. Artensterben in den Flammen. Es sind Bilder, die um die Welt gehen: Verbrannte Koalas, tote Kängurus, Feuerwehrleute, die um jeden Quadratmeter Land kämpfen. Die Brände in Australien sind für Mensch und Natur verheerend. Für einige Arten können sie sogar die Ausrottung bedeuten. Denn Australien ist ein Kontinent mit ganz besonderen Tieren, die ausschließlich hier vorkommen. Einige dieser endemischen Arten leben nur auf wenigen Quadratkilometern oder kleinen Inseln. Die Brände bedrohen ihr Überleben. Aktuelle Updates zur Situation in Australien finden Sie hier » Rettungsaktion in Australien Hitze, Dürre, Feuer Seit Monaten wüten große Buschbrände in Australien. Besonders betroffen ist der Bundesstaat New South Wales rund um die Stadt […]

Der Brand im Zoo Krefeld – Anlass für eine Reflektion

Der Brand im Zoo Krefeld – Anlass für eine Reflektion

07. Januar 2020 (Update vom 17. Januar 2020). Diskussion über Menschenaffen in Gefangenschaft. In der Silvesternacht 2019/20 haben sogenannte Himmelslaternen (in Deutschland ist es verboten, diese steigen zu lassen) das Affenhaus im Zoo Krefeld in Brand gesteckt und komplett zerstört. 30 Tiere starben qualvoll, darunter fünf Orang-Utans, zwei Gorillas, ein Schimpanse, diverse kleinere seltene Äffchen, Flughunde und Vögel. Erst um acht Uhr morgens, acht Stunden nachdem die Feuerwehr alarmiert wurden, entdeckten die Rettungskräfte drei schwer verletzte Tiere. Eine Tierärztin erlöste die beiden Orang-Utan-Weibchen von ihren Qualen. Das Gorilla-Männchen Massa konnte nicht eingeschläfert werden und musste daher um 10.15 Uhr, weitere zwei Stunden später, von einem Polizisten mit mehreren Schüssen aus […]

2020: Das Superjahr für Arten- und Klimaschutz

München, 19. Dezember 2019. Biodiversitätsziele verfehlt, Artenschützer fordern dringend Maßnahmen zur Krisenbewältigung. 2020 wird das entscheidende Jahr für den Arten- und Klimaschutz. Anlässlich der wegweisenden internationalen Konferenzen, die in den kommenden zwölf Monaten stattfinden, ruft die Artenschutzorganisation Pro Wildlife Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft auf, sich konsequent für den Schutz des Klimas, der Natur und der Artenvielfalt einzusetzen. „Artensterben und Klimakrise gehören untrennbar zusammen und Lösungsansätze müssen Hand in Hand gehen. Der Artenschutz muss raus aus der Ökonische und gemeinsam mit dem Klimaschutz ganz oben auf die politische Agenda“ fordert Astrid Fuchs von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife. „Es ist beschämend, in welcher Weise die internationale Politik beim Arten- und Klimaschutz […]

Buschfleisch – ein weltweites Artenschutzproblem

Buschfleisch – ein weltweites Artenschutzproblem

10. Dezember 2019. Die großen Tiere werden zuerst ausgerottet. Ich komme gerade von einer Konferenz in Brüssel zum Thema Wildtierhandel zurück, der sehr interessante Informationen über die aktuelle Situation zum Thema Buschfleischjagd brachte, aber auch die Frage aufwirft, was Europa mit diesem Thema zu tun hat. Viele Menschen wird es überraschen, aber unser Konsum kann indirekt Einfluss auf den Verzehr von Wildfleisch in anderen Regionen haben. Geräucherter Affe im Koffer Anlass der Konferenz war unter anderem die Sorge der belgischen Regierung über die Beschlagnahmen an den landeseigenen Flughäfen, wo aus Gepäckstücken von Reisenden vermehrt Fleisch von Affen, Schuppentieren oder kleinen Antilopen gezogen wird. Geräuchert, gekocht oder sogar roh, es sind […]

Tierschützer fordern Ende der Eisbärjagd

München, 6. Dezember 2019. Kanada erlaubt kommerzielle Jagd. EU und Deutschland gehören zu wichtigsten Importeuren von Trophäen und Fellen. Dem Eisbär macht nicht nur das Abschmelzend des Packeises schwer zu schaffen. Pro Wildlife warnt angesichts neuer Daten der Weltnaturschutzunion IUCN davor, dass neben der Klimakrise der Abschuss von 800 bis 1.000 Tieren pro Jahr die Art bedroht. In Kanada wurden in einigen Gebieten die Abschussquoten trotz dezimierter Bestände sogar erhöht. Auch deutsche Jagdreiseveranstalter bieten Trophäenjägern Abschüsse für etwa 40.000 Euro an. Deutsche Jäger importierten seit 1989 insgesamt 98 Jagdtrophäen und 558 ganze Eisbärfelle. „Die Jagd auf Eisbären für Handel und Trophäen muss angesichts dezimierter Bestände und düsterer Prognosen endlich gestoppt […]

Orang-Utan Trekking: Kein Artenschutz

Orang-Utan Trekking: Kein Artenschutz

26. November 2019. Konflikte und Krankheiten beim Trekking in Indonesien und Malaysia. Gorilla-Trekking schützt Gorillas. Diese Form des Tourismus hat sich als hilfreich für den Schutz der Menschenaffen erwiesen, mit Vor- und Nachteilen natürlich (mehr zu dieser Diskussion). Warum sollte also Orang-Utan-Trekking nicht Orang-Utans schützen? Weil es meistens falsch gemacht wird. Wer auf Biegen und Brechen einen wildlebenden Orang-Utan in Indonesien oder Malaysia sehen will, kann großen Schaden anrichten. In mindestens vier angeblich ethisch geführten Stationen werden im Moment Begegnungen mit semi-wilden Orang-Utans angeboten: Sepilok und Semenggoh auf der malaysischen Seite Borneos, Tanjung Puting auf der indonesischen Seite und Bukit Lawang auf Sumatra. Über alle Orte gibt es verstörende und […]

EU bleibt Umschlagplatz im illegalen Tierhandel

München, 8. November 2019. Neue Studie zeigt zentrale Rolle Deutschlands und Hollands. Eine neue Studie der Artenschutzorganisation Pro Wildlife appelliert an die Europäische Union, den Handel mit exotischen Haustieren strenger zu reglementieren. „Selbst Arten, die in ihrem Heimatland illegal eingefangen und außer Landes geschmuggelt werden, können in der EU frei verkauft werden“, betont Sandra Altherr, Hauptautorin einer wissenschaftlichen Veröffentlichung, die nun in der Fachzeitschrift TRAFFIC Bulletin erschienen ist. Grund dafür ist, dass die EU nur den Import, Verkauf und Besitz illegal gefangener Tiere bestraft, wenn diese dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES) unterliegen. Doch der allergrößte Teil der hierzulande angebotenen Reptilien- und Amphibienarten ist nicht durch CITES geschützt. Die Studie zeigt […]