Aus der Wildnis gestohlen

Aus der Wildnis gestohlen

8. August 2019. Die CITES-Weltartenschutzkonferenz und die Rolle der EU. Im Mai 2019 schockierte der Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES die Welt: Eine Million Arten könnten in den kommenden Jahrzehnten von der Erde verschwinden. Die Ausbeutung von Wildbeständen ist als eine der fünf Ursachen des großen Artensterbens klar benannt. Bei solch eindringlichen Warnungen ist es kaum zu glauben, dass es immer noch einen Riesen-Kraftakt bedeutet, das Handelsverbot für Elfenbein und Rhino-Horn aufrechtzuerhalten. Auch werden noch immer zahllose Tiere hunderter, wenn nicht gar tausender bedrohter, dennoch international noch immer ungeschützter Reptilien-, Amphibien- und Fischarten völlig unkontrolliert aus der Wildnis genommen. Vom 17. bis 28. August 2019 kommen mehrere tausend Experten und Interessensvertreter […]

Das leise Aussterben der Giraffen

Das leise Aussterben der Giraffen

19. Juli 2019. CITES 2019: Verlieren wir die Langhälse? Wird in Schulen die Evolutionstheorie gelehrt, ist meistens die Giraffe der Star der Unterrichtsstunde. Die Giraffe (Giraffa camelopardalis) ist das höchste Landsäugetier unserer Erde. Ihr langer Hals, so weiß jedes Kind, hilft ihr dabei, an ihr Futter zu kommen. Was jedoch kaum jemand weiß: Die Giraffe stirbt leise und fast unbemerkt aus. Werden wir die Tiere bald nicht nur im Biologieheft, sondern auch in den Geschichtsbüchern wiederfinden? Giraffe ist nicht gleich Giraffe Giraffen sehen auf den ersten Blick alle ähnlich aus, doch es gibt große Unterschiede zwischen den Tieren. Lange war nicht bekannt, dass es sogar mehrere Unterarten gibt. Heute sind neun […]

Washingtoner Artenschutzübereinkommen: CITES-Konferenz 2019

München, 17. Juli 2019. Debatten über Schutz hunderter Tierarten im August in Genf. Elefant, Nashorn und Giraffe sind nur einige der Arten, über deren Schutz bei der kommenden 18. Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) verhandelt wird. Die Konferenz wurde aufgrund der Anschläge am Ostersonntag in Sri Lanka auf 17. bis 28. August in Genf verschoben. Im Fokus der Weltartenschutzkonferenz stehen unter anderem zahlreiche Tierarten, die als Körperteile (Elfenbein, Nashorn-Horn, Felle, Häute, Knochen) oder Jagdtrophäen gehandelt werden. Die Konferenz hat die bisher längste Tagesordnung in der CITES-Geschichte. Kontroverse Diskussionen entfacht bereits im Vorfeld der Konferenz Botswana: Nach einer 180-Grad-Wende im Artenschutz und der Wiedereinführung der Trophäenjagd möchte das Land trotz eskalierender […]

Haifütterung beim Tauchen

Haifütterung beim Tauchen

16. Juli 2019. Von zweifelhaften Begegnungen mit Haien. Die meisten Taucher werden mir zustimmen, wenn ich sage: Die erste Begegnung mit einem Hai unter Wasser vergisst man nie. Meistens sind es nur wenige Sekunden, die den Tauchern bleiben, um das Tier zu sichten und zu beobachten, dann ist es auch schon wieder weg. Haie sind erstaunlich scheue Tiere und so verwundert es nicht, dass Tauchbasen und Safari-Anbieter etwas nachhelfen wollen, um Begegnungen mit Haien zu garantieren und die Taucher glücklich zu machen. Haifütterungen erfreuen sich auch deshalb großer Beliebtheit, weil viele Taucher sich eben nicht mit der zufälligen Begegnung in einigem Abstand zufrieden geben. Ist es das Risiko wert? Dringend […]

EU für Schutz der Giraffe

EU für Schutz der Giraffe

Juli 2019. Unterstützung für CITES-Antrag. Die 28 EU-Mitgliedsstaaten haben sich nach kontroversen Diskussionen darauf geeinigt, die Aufnahme der Giraffe in das CITES-Abkommen zu unterstützen. Pro Wildlife hatte sich mit Partnern in Europa und weltweit für den Schutz der bedrohten Art eingesetzt. Wenn der Antrag auf der 18. CITES-Vertragsstaatenkonferenz (17.-28. August 2019 in Genf) mit einer Zweidrittelmehrheit der abstimmenden Regierungen angenommen wird, muss der bisher unkontrollierte Handel zukünftig reguliert werden. Sechs afrikanische Staaten beantragen nun, die Giraffe in den Anhang II von CITES aufzunehmen. Insgesamt haben auch Vertreter aus 32 afrikanischen Staaten ihre Unterstützung zugesichert. Trotz massiver Bestandsrückgänge um bis zu 40 Prozent in den letzten 30 Jahren sind Giraffen bislang […]

Kein Elefantenreiten mehr in Angkor Wat in Kambodscha

München, 19. Juni 2019. Pro Wildlife begrüßt Entscheidung Ab 2020 soll Elefantenreiten in der Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha verboten werden, berichten internationale Medien übereinstimmend. Momentan werden 14 Elefanten in Angkor Wat, einer der größten Touristenattraktionen Kambodschas, gehalten und für Ritte angeboten. „Wir von Pro Wildlife begrüßen die Entscheidung natürlich, die Tiere nicht mehr für Ausflüge mit Touristen einzusetzen. Wir hoffen sehr, dass sie ab 2020 endlich ein artgerechtes Leben führen dürfen“, erklärt Katharina Lameter von Pro Wildlife. Bereits seit 2014 setzt sich Pro Wildlife aktiv für einen elefantenfreundlichen Tourismus ein. Elefantentourismus im Wandel „Elefantenreiten ist Tierquälerei. Die Tiere werden gewaltsam gefügig gemacht und häufig unter katastrophalen Bedingungen gehalten. Glücklicherweise […]

Japan beginnt offiziell kommerziellen Walfang

München 18. Juni 2019. Künftig Piratenwalfang statt angeblicher „Wissenschaft“       Zum Monatsende verlässt Japan die Internationale Walfangkommission (IWC) und nimmt am 1. Juli offiziell die kommerzielle Waljagd auf. Seit Inkrafttreten des kommerziellen Walfangmoratoriums 1986 hatte Japan unter dem juristischen Schlupfloch des „Wissenschaftswalfangs“ insgesamt 12.041 Wale in der Antarktis und 5.324 Wale im Nordpazifik harpuniert. Den Austritt Japans aus der IWC kritisiert die Artenschutzorganisation Pro Wildlife: „Japan entzieht sich der internationalen Konvention und will nun innerhalb seiner 200-Meilen-Zone fangen. Zumindest die Jagd im Antarktis-Schutzgebiet und auf hoher See hat somit allerdings ein Ende“, so Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. Japans Austritt aus der IWC hat ein bemerkenswertes Timing Ende 2018 kündigte […]

Kulturen und Traditionen im Tierreich

Kulturen und Traditionen im Tierreich

12. Juni 2019. … und was dies für den Artenschutz bedeutet. Ob Tradition, Sprache, Handlungen, Identität: Kultur wurde lange Zeit als etwas verstanden, was nur den Menschen ausmacht, Tieren jedoch vorenthalten ist. Der Mensch als Krönung der Schöpfung – ein solches Bild erleichtert es ungemein, Tiere einzusperren, zu verdrängen oder zu töten. Doch was ist, wenn sich bestimmte Tiere als hochintelligent, als super-sozial und gar als Wesen mit Traditionen und Kulturen erweisen, die sie als Gemeinschaft verbinden und die Artgenossen und Nachkommen von ihnen erlernen? Immer mehr Studien zeigen genau dies und werfen zentrale Fragen für den Tier- und Artenschutz auf: Bereits 1950 beobachteten Forscher bei Makaken auf der japanischen […]

Vorsicht vor Tierleid für Touristen.

München 6. Juni 2019. Pro Wildlife warnt vor Tierschutzfallen im Urlaub. Ob Selfies mit Tieren, der Besuch von Delfinarien, Elefanten-Shows oder der Kauf exotischer Souvenirs: Touristen-Angebote mit und aus Wildtieren boomen. Dahinter verbirgt sich häufig großes Leid. Die Tier- und Naturschutzorganisation Pro Wildlife gibt Tipps für einen tierfreundlichen Urlaub. Hände weg von wilden Tieren und Shows „Bei vielen Angeboten wird die Tierliebe von Touristen ausgenutzt“, sagt Katharina Lameter, Biologin bei Pro Wildlife. „Mit dem Bedürfnis von immer mehr Menschen, Wildtieren ganz nahe zu kommen, wird viel Geld gemacht; sei es beim Elefantenreiten, in Delfinarien, beim Streicheln von Affen oder Selfies mit Raubkatzen“. Die Tiere sind die Leidtragenden: Viele werden extra […]

Botswana hebt Jagdverbot auf

München, 23. Mai 2019. Pro Wildlife kritisiert Entscheidung Zur geplanten Aufhebung des Jagdverbotes in Botswana kommentiert die Artenschutzorganisation Pro Wildlife: „Wir bedauern es außerordentlich, dass die Regierung Botswanas angekündigt hat, das seit 2014 geltende Jagdverbot aufzuheben. Die Trophäenjagd auf geschützte Arten wird vor allem dazu führen, dass sich einige wenige Jagdveranstalter bereichern. Sie leistet nachweislich weder einen Beitrag zur Armutsbekämpfung, noch eignet sie sich zur Reduzierung vermeintlich überhöhter Wildbestände. Die Stimmungsmache gegen Elefanten und andere Wildtiere durch Botswanas neuen Präsidenten scheint darauf abzuzielen, bei den Neuwahlen im Oktober Wählerstimmen zu gewinnen“, so Pro Wildlife Sprecherin Daniela Freyer. Die Regierung nennt als Gründe für die Aufhebung des seit 2014 geltenden Jagdverbots […]