Solarkocher: Mit Sonnenlicht gegen die Abholzung

Solarkocher: Mit Sonnenlicht gegen die Abholzung

2011: Solarkocher für Madagaskar Abholzung und Brandrodung gefährden zahllose Wildtiere. Der Schutz von Lebensraum ist deshalb eines unserer wichtigsten Ziele. Um die Habitate für Wildtiere zu sichern, half Pro Wildlife unter anderem beim Kauf von Regenwald in Peru und unterstützt noch heute Projekte zum Waldschutz in Kamerun. Auch rückte die Situation der Wälder in Madagaskar immer mehr in unseren Fokus. Als die Vereinten Nationen 2011 zum Jahr der Wälder ausriefen, startete Pro Wildlife eine Kooperation mit der in Madagaskar aktiven Organisation ADES, um dort gegen das Verschwinden von 200.000 Hektar Wald pro Jahr zu kämpfen. Madagaskar ist eines der artenreichsten Länder der Welt. Die riesige Insel ist schon so lange […]

Zurück in die Freiheit: Auswilderung bleibt das Ziel

Zurück in die Freiheit: Auswilderung bleibt das Ziel

2010: Rettung von fast 1.500 Graupapageien. Das von uns unterstützte Limbe Wildlife Centre (LWC) in Kamerun wurde 2010 auf eine besonders harte Probe gestellt: 1.450 beschlagnahmte Graupapageien, viele davon mit zerstörten Flugfedern, kamen in die Auffangstation. Für das LWC war das ein trauriger Rekord. Bereits in den Jahren zuvor waren hunderte Papageien in die Station gebracht worden. Viele Tiere konnten nicht mehr fliegen und waren in einem fürchterlichen Zustand. Graupapageien sind begehrte Haustiere und sie wurden über viele Jahre hinweg zigtausendfach gehandelt. Beim Fang gehen die Vogelfänger äußerst brutal vor. Sie legen an beliebten Versammlungsorten der Schwärme Leimruten aus, an denen die Vögel kleben bleiben. Viele Tiere überleben diese Tortur […]

Pro Wildlife im Einsatz für bedrohte Gorillas

Pro Wildlife im Einsatz für bedrohte Gorillas

2009: UN-Jahr des Gorillas. Alle Menschenaffen sind vom Aussterben bedroht. Die Bestände des Westlichen und Östlichen Gorillas schrumpfen immer weiter. Selbst ihre massive Statur und die bis zu 160 Kilogramm Körpergewicht schützen die sanften Affen nicht vor der Rodung des Regenwalds, der Wilderei und der Verdrängung für Minen. Als die Vereinten Nationen 2009 zum Jahr des Gorillas erklärten, nutzten wir das intensiv, um auf die Gefährdung dieser Primaten aufmerksam zu machen. Auf unserer eigens für das UN-Jahr erstellten Website informierten wir über das Verschwinden der Riesen und darüber, was wir in Europa für ihren Schutz tun können. In vielen elektronischen Geräten sind seltene Rohstoffe wie Tantal-Erze verarbeitet. In unseren Handys […]

Interview: Kampf gegen Elfenbeinhandel

Interview: Kampf gegen Elfenbeinhandel

2008: Experiment zum legalen Elfenbeinhandel scheitert. Interview mit der Diplom-Biologin Daniela Freyer, Mitbegründerin von Pro Wildlife: 2002 lockerte die internationale Staatengemeinschaft erneut den Elefantenschutz und stellte einen weiteren „experimentellen“ Elfenbeinverkauf in Aussicht. Da nahm das Desaster seinen Lauf. Das war eine sehr frustrierende Zeit. Was passierte, als der Handel freigegeben wurde? 2008 verkauften Simbabwe, Namibia, Botswana und nun auch Südafrika 102 Tonnen Elfenbein nach Japan und China. Insbesondere in China wurde damit ein riesiger Markt eröffnet, Schnitzfabriken und Geschäfte schossen aus dem Boden. Neben dem legal eingeführten Elfenbein wurde in den gleichen Geschäften gewildertes verkauft. Einem Stoßzahn oder einer Schnitzerei sieht ja niemand seine Herkunft an. Die Handelserlaubnis löste eine […]

Rettung für Plumploris

Rettung für Plumploris

2007: Internationaler Schutz für die kleinen Primaten. Riesige Augen, winzige Fingernägel, fluffiges Fell: Plumploris sind unglaublich niedlich. Und genau das wird ihnen zum Verhängnis. Denn in ihren Heimatländern in Asien werden die Tiere zu Tausenden aus der Wildnis gerissen und auf den Märkten als Haustiere, angebliche Medizin oder Fotomotive für Touristen verkauft. Für die nachtaktiven Primaten bedeutet dies oft das Todesurteil, denn viele überleben nur wenige Wochen oder Monate in Gefangenschaft. Bis 2007 waren die Tiere international völlig unzureichend geschützt. Pro Wildlife erfuhr durch ein Forschungsprojekt, wie schlecht es um die kleinen Äffchen bestellt war, und machte sich sofort an die Arbeit. Für die CITES-Artenschutzkonferenz 2007 arbeiteten wir gemeinsam mit […]

Kulturen und Traditionen im Tierreich

Kulturen und Traditionen im Tierreich

12. Juni 2019. … und was dies für den Artenschutz bedeutet. Ob Tradition, Sprache, Handlungen, Identität: Kultur wurde lange Zeit als etwas verstanden, was nur den Menschen ausmacht, Tieren jedoch vorenthalten ist. Der Mensch als Krönung der Schöpfung – ein solches Bild erleichtert es ungemein, Tiere einzusperren, zu verdrängen oder zu töten. Doch was ist, wenn sich bestimmte Tiere als hochintelligent, als super-sozial und gar als Wesen mit Traditionen und Kulturen erweisen, die sie als Gemeinschaft verbinden und die Artgenossen und Nachkommen von ihnen erlernen? Immer mehr Studien zeigen genau dies und werfen zentrale Fragen für den Tier- und Artenschutz auf: Bereits 1950 beobachteten Forscher bei Makaken auf der japanischen […]

Von Wühltischen, Leitlinien und einem langen Atem

Von Wühltischen, Leitlinien und einem langen Atem

2006: Leitlinien für Tierbörsen veröffentlicht. Tausende Tiere, in kleine Plastikboxen gestopft und auf regelrechten Wühltischen zur Schau gestellt: Reptilienbörsen sind ein Albtraum für Tiere. Lange Jahre konnten Händler, Käufer und Schmuggler agieren, wie sie wollten. Pro Wildlife sind diese Veranstaltungen ein Dorn im Auge, allen voran Europas größte Börse „Terraristika“ in Hamm (NRW). Nicht nur der Tierschutz wird mit Füßen getreten, sondern auch der Artenschutz: In den Behältern und Schaukästen war und ist noch immer fast alles zu finden, was die Natur hergibt. Seltene Arten, Wildfänge, potentiell invasive Arten werden dort wie auf einem Flohmarkt angeboten, Schleuderpreise inklusive. Giftige Schlangen gibt es schon für 30 Euro, Skorpione für 15 Euro, […]

EU-Wildvogelimportverbot rettet Millionen Tiere

EU-Wildvogelimportverbot rettet Millionen Tiere

2005: Keine Wildvögel mehr in die EU. Bis 2005 war die EU mit Abstand der größte Importeur für wild-gefangene Vögel. Allein für den europäischen Markt wurden laut Berechnungen von Pro Wildlife jedes Jahr 3,5 Millionen Wildvögel in Afrika, Asien und Lateinamerika aus der Wildnis gerissen. Ein Großteil starb bereits bei Fang und Transport, denn die Methoden sind brutal: Es werden beispielsweise Leimfallen ausgelegt, an denen die Tiere kleben bleiben. Vom Baum gepflückt werden sie zu Boden geworfen und in Säcken und Kisten verstaut. Für Pro Wildlife ein unhaltbarer Zustand, denn die Tiere leiden fürchterlich, der massenhafte Fang bedroht ganze Arten sowie die Gesundheit von Menschen und Tieren in den Importländern, […]

Verzicht auf Tropenholz statt fragwürdige Siegel

Verzicht auf Tropenholz statt fragwürdige Siegel

2004: Greenwashing mit Siegeln aufgedeckt. Eigentlich war das Credo seit den 1980ern klar: Kauft kein Tropenholz! Doch ab den 1990ern waren Einrichtungshäuer und Bau-märkte wieder voll davon, in den Gärten standen Teak-Liegen und Mahagoni-Schreibtische zierten die Arbeitszimmer. Auf den Möbeln und Holzstücken prangten Siegel, die Nachhaltigkeit versicherten. Was war passiert? Wo immer die Holzindustrie Straßen und Trassen baut, haben auch Wilderer leichtes Spiel und können immer tiefer in die Wälder eindringen. Sie versorgen dann die Holzfällercamps mit Fleisch; auch Menschenaffen gehören zur Beute, denn sie liefern besonders viel Fleisch pro Kugel. Wir fanden heraus, warum Tropenholz plötzlich wieder angesagt war. Viele Verbraucher vertrauten angeblichen Nachhaltigkeitssiegeln wie FSC oder PEFC. Doch […]

Wildtiere sind keine Wunderheilmittel

Wildtiere sind keine Wunderheilmittel

2002: Kampagne zur Traditionellen Asiatischen Medizin. Rheuma, Geisteskrankheit, Triefauge? Knochen, Hirn, Haut oder der Penis von Tigern sollen helfen. Bei Gicht und Fieber wird Rhino-Horn verabreicht und Schildkrötenpanzer beugt angeblich Vergesslichkeit vor. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist Jahrtausende alt und wird bis heute in großen Teilen Asiens angewandt. Die meisten Inhaltsstoffe sind aus Artenschutzsicht unbedenklich, einige aber höchst problematisch. Immer mehr Menschen mit immer mehr Geld suchen in der traditionellen Medizin Linderung für alltägliche Leiden oder ernsthafte Krankheiten. Viele nutzen Nashorn-Pulver und andere, besonders teure Inhaltsstoffe auch als Statussymbol. Für einige Tierarten, denen heilende Kräfte zugesprochen werden, bedeutet das eine ernste Bedrohung. Tiger, Nashorn und Seepferdchen sind nur einige […]