Verzicht auf Tropenholz statt fragwürdige Siegel

Verzicht auf Tropenholz statt fragwürdige Siegel

2004: Greenwashing mit Siegeln aufgedeckt. Eigentlich war das Credo seit den 1980ern klar: Kauft kein Tropenholz! Doch ab den 1990ern waren Einrichtungshäuer und Bau-märkte wieder voll davon, in den Gärten standen Teak-Liegen und Mahagoni-Schreibtische zierten die Arbeitszimmer. Auf den Möbeln und Holzstücken prangten Siegel, die Nachhaltigkeit versicherten. Was war passiert? Wo immer die Holzindustrie Straßen und Trassen baut, haben auch Wilderer leichtes Spiel und können immer tiefer in die Wälder eindringen. Sie versorgen dann die Holzfällercamps mit Fleisch; auch Menschenaffen gehören zur Beute, denn sie liefern besonders viel Fleisch pro Kugel. Wir fanden heraus, warum Tropenholz plötzlich wieder angesagt war. Viele Verbraucher vertrauten angeblichen Nachhaltigkeitssiegeln wie FSC oder PEFC. Doch […]

Wildtiere sind keine Wunderheilmittel

Wildtiere sind keine Wunderheilmittel

2002: Kampagne zur Traditionellen Asiatischen Medizin. Rheuma, Geisteskrankheit, Triefauge? Knochen, Hirn, Haut oder der Penis von Tigern sollen helfen. Bei Gicht und Fieber wird Rhino-Horn verabreicht und Schildkrötenpanzer beugt angeblich Vergesslichkeit vor. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist Jahrtausende alt und wird bis heute in großen Teilen Asiens angewandt. Die meisten Inhaltsstoffe sind aus Artenschutzsicht unbedenklich, einige aber höchst problematisch. Immer mehr Menschen mit immer mehr Geld suchen in der traditionellen Medizin Linderung für alltägliche Leiden oder ernsthafte Krankheiten. Viele nutzen Nashorn-Pulver und andere, besonders teure Inhaltsstoffe auch als Statussymbol. Für einige Tierarten, denen heilende Kräfte zugesprochen werden, bedeutet das eine ernste Bedrohung. Tiger, Nashorn und Seepferdchen sind nur einige […]

Pro Wildlife deckt Delfin-Massaker in Japan auf

Pro Wildlife deckt Delfin-Massaker in Japan auf

2000: Delfinjagden in Taiji und Futo. Bei diesen Bildern kann sich schnell der Magen umdrehen: Hunderte Delfine liegen in blutrotem Wasser, Fischer töten sie mit Eisenhaken und Messern – ein Massaker. Was uns die Organisation EIA aus Japan schickte, war kaum zu glauben. Denn vor der Veröffentlichung dieser Videos wusste niemand in Europa, was in den japanischen Fischerorten wie Taiji oder Futo vor sich ging. Die Jagd auf Delfine war unbekannt, bis Pro Wildlife das Material der Presse zur Verfügung stellte. Die laute, internationale Kritik zeigte Wirkung und das Fischerörtchen Futo stellte die Jagd auf Delfine ein. In ganz Japan gingen seither die Fangzahlen stark zurück, von anfänglich fast 19.000 […]

Limbe Wildlife Centre

Limbe Wildlife Centre

2000: Unser erstes Projekt vor Ort. Im Westen Afrikas finden Schimpansen und Gorillas einige der letzten Zufluchtsorte. Leider dringen Menschen immer tiefer in die Regenwälder ein, jagen die Affen und verkaufen die Jungtiere als Haustiere. Für Pro Wildlife stand deshalb schon sehr früh fest, dass Tier- und Artenschutz auch vor Ort stattfinden muss. Auf der Suche nach guten Partnern wählten wir als unser erstes Schutzprojekt das Limbe Wildlife Centre (LWC) in Kamerun aus. Wichtig war für uns von Anfang an ein vielschichtiger und nachhaltiger Ansatz: Das LWC nimmt Affen und andere Wildtiere in Not auf und arbeitet mit den Menschen vor Ort. Zahlreiche Wildtiere können nach ihrer Rehabilitation wieder ausgewildert […]

Tierquälerei im Frachtraum

Tierquälerei im Frachtraum

1999: Kampf gegen Wildtiertransporte bei Lufthansa Cargo. Pro Wildlife war erst wenige Monate alt, schon deckten wir einen massiven Skandal auf. Uns erreichten erschreckende Videoaufnahmen aus Südafrika. Tierschützer hatten bei einem Flug der Lufthansa Cargo bis auf die Knochen abgemagerte, tote und bereits verweste Wüstenfüchse, Kraniche und Tauben entdeckt. Wir recherchierten und fanden bald heraus, welches Martyrium die Tiere hinter sich hatten: Sie wurden in der Wildnis eingefangen und auf einer aberwitzigen Flug-route von Sudan über Frankfurt nach Südafrika verfrachtet. Der Verwesungsgrad eines Tieres deutete darauf hin, dass es bereits am Flughafen der Main-Metropole tot gewesen sein musste. Die Abfertigung dort bescheinigte den Tieren dennoch einen „guten Gesundheitszustand“ und schickte […]