EU erhöht Druck auf Walfangländer

EU erhöht Druck auf Walfangländer

Dezember 2017. Starke Verhandlungsposition gegen Walfang. Die Europäische Union hat ihre gemeinsame Verhandlungsposition für die kommenden drei Tagungen der  Internationalen Walfangkommission (IWC) veröffentlicht – und wir haben Grund zum Jubeln: Endlich verschärft die EU den Ton gegenüber den Walfangländern und daran waren wir maßgeblich beteiligt. Jahrelange Arbeit im Hintergrund, Verhandlungen, Gespräche, Berichte und Treffen haben sich ausgezahlt. Mit einer starken Position der EU und einer aktiven Rolle beim Walschutz müssen sich die Walfangländer Norwegen, Island und Japan auf starken Gegenwind einstellen.  Das gesamte Jahr 2017 bedeutete eine Kehrtwende in der Walschutzpolitik der EU: Januar: EU-Länder verurteilen das neue Walfangprogramm Japans scharf September: Resolution des EU-Parlaments an Norwegen, endlich die Waljagd einzustellen […]

Verbände fordern Ende des Elfenbeinhandels in der EU

München, 14. Dezember 2017. China schließt ab 1. Januar seine Elfenbeinmärkte. Währenddessen überlegt die Europäische Kommission noch immer, ob und wie weit sie den Elfenbeinhandel in der EU überhaupt beschränken soll – und hat hierzu die Meinung von Experten, Händlern und der Öffentlichkeit eingeholt. Bei einer öffentlichen Befragung, die am 8.Dezember endete, sind beachtliche 80.000 Antworten eingegangen. Wir fordern die EU auf, dem Vorbild Chinas zu folgen und den Handel mit Elfenbein innerhalb der Gemeinschaft sowie Aus- und Einfuhr baldmöglichst zu verbieten – und nur sehr eng definierte Ausnahmen für Museen, Musikinstrumente sowie Antiquitäten, die einen geringen Anteil an Elfenbein enthalten, zu erlauben. „Es ist höchste Zeit, dass die EU […]

Die Rote Liste der gefährdeten Arten

Die Rote Liste der gefährdeten Arten

13. Dezember 2017 Rote Liste – IUCN stuft 759 weitere Arten als bedroht ein. Vor 65 Millionen Jahren verursachte ein Meteorit das wohl berühmteste Artensterben der Erdgeschichte. In den 1980er Jahren warnten Wissenschaftler erstmals davor, dass wir bald Zeugen des sechsten Massensterben werden könnten – diesmal menschgemacht. Nun ist es soweit: Jahrhunderte lang hat der Mensch zu seinem vermeintlichen Vorteil die Natur ausgebeutet, transformiert und ganze Ökosysteme vernichtet. Damit hat er das empfindliche Gleichgewicht der Natur massiv gestört, was zu einem Verlust ihrer Biodiversität geführt hat. Verdeutlicht wird dies durch die Internationale Rote Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion IUCN. Besonders in den Tropen, die Hotspots der Biodiversität […]

Handel mit Elfenbein muss aufhören!

Handel mit Elfenbein muss aufhören!

8. Dezember 2017 Exporte aus der EU befeuern die internationale Nachfrage Wissen Sie, wer derzeit den Rekord hält, wenn es um Ausfuhrgenehmigungen für Elfenbein geht? Es sind weder afrikanische noch asiatische Staaten – sondern die Länder der Europäischen Union. Von 2006 bis 2015 genehmigten sie die Ausfuhr von mehr als 44.000 Elfenbeinschnitzereien und 2.242 Stoßzähnen – angeblich alles ältere Stücke aus legaler Quelle. Hauptimporteure waren China und Hongkong. Beide waren bislang die wichtigsten Absatzmärkte sowohl für legales als auch illegales Elfenbein. Elfenbeinschnitzereien aus Europa befeuern also den Absatzmarkt in Asien. China schließt seine Märkte Europa zeigt gerne nach China, wenn es darum geht, Verantwortliche für das Massaker an jährlich zehntausenden […]

Druck der EU auf Walfangländer steigt

Druck der EU auf Walfangländer steigt

6. Dezember 2017 Walfangländer: Europäische Union verschärft Ton Endlich! Es wird schwieriger für die Walfangländer. Nach Jahren der diplomatischen Zurückhaltung der Europäischen Union hat Brüssel in den letzten Monaten Schritt für Schritt den Ton verschärft – eine Entwicklung, an der wir nicht ganz unbeteiligt und auf die wir auch stolz sind: Januar 2017: Die EU-Länder verurteilen in einem offiziellen Schreiben an die Internationale Walfangkommission das neue Walfangprogramm Japans scharf. September 2017: Das EU-Parlament verabschiedet eine Resolution, die Norwegen auffordert, endlich die Waljagd einzustellen. November 2017: Monatelang hatte die EU darauf hingearbeitet, dass das CITES-Artenschutzabkommen endlich Japans Fang der stark bedrohten Seiwale im Pazifik auf die Agenda nimmt. Am 27. November […]

Afrikanische Staaten fordern: Elfenbeinmärkte schließen

München, 28. November 2017. EU berät über Handelsbeschränkungen für Elfenbein Auf dem Ständigen Ausschuss des Artenschutzübereinkommens CITES in Genf appellierten Burkina Faso, Kongo, Kenia und Niger im Namen der 29 afrikanischen Staaten der African Elephant Coalition (AEC) sowie Tier- und Artenschutzorganisationen an die Staatengemeinschaft, ihre Elfenbeinmärkte zu schließen. „Die legalen Elfenbeinmärkte befeuern die Nachfrage und dienen als Deckmantel für den Handel mit gewildertem Elfenbein. Die legalen Märkte in Asien und auch in der EU werden für den Verkauf von illegalem Elfenbein genutzt. Sie müssen dringend geschlossen werden, um der Wildereikrise in Afrika zu begegnen“, erklärt Daniela Freyer von Pro Wildlife. Mehr als 20.000 Elefanten werden in Afrika jährlich wegen ihres Elfenbeins […]

Coltan und die Gorillas im Kongo

Coltan und die Gorillas im Kongo

28. November 2017. Unsere Handys bedrohen Grauer-Gorillas. Es piepst und klingelt in fast jeder deutschen Tasche. Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Was viele Menschen nicht wissen: Ihre Handys enthalten Coltan, einen sogenannten Konfliktrohstoff. Der Abbau von Coltan fördert bewaffnete Konflikte in der Demokratischen Republik Kongo (DRC). Und er trägt dazu bei, dass einer unserer engsten Verwandten vom Aussterben bedroht ist: Der östliche Flachlandgorilla, auch Grauer-Gorilla genannt. Wofür wird Coltan verwendet? Coltan ist ein Tantalerz. Der Abbau für den internationalen Markt bedient die Nachfrage für zahlreiche Elektrogeräte: Smartphones, Handys, Laptops, Navigationsgeräte, Herzschrittmacher, Hörgeräte – das Wundermineral ist fast überall drin, wenn auch in nur sehr geringen Mengen. Und […]

CITES-Ausschuss: Löwen sind die neuen Tiger

München, 27. November 2017. Studien bestätigen: Mehr als 70 Tonnen Löwenknochen für Medizinprodukte Zwei neue wissenschaftliche Studien bestätigen die Bedenken gegen den boomenden Handel mit Löwenknochen: Die Ausfuhr von Löwenknochen aus Afrika nach Asien hat sich demnach in den letzten Jahren Vervierfacht: Wurden zwischen 2008 und 2011 pro Jahr noch durchschnittlich 314 Genehmigungen für die Ausfuhr von Löwenskeletten erteilt, waren es zwischen 2012 und 2015 pro Jahr 1.312 Skelette. Löwenknochen werden in der Traditionellen Asiatischen Medizin seit 2008 als Ersatz für die im Handel verbotenen Tigerknochen eingesetzt. Pro Wildlife sieht in dem boomenden legalen Handel mit den Körperteilen eine Gefahr für die ohnehin bereits stark dezimierten Löwenbestände und andere Raubkatzen. […]

Japan am Pranger

München/Genf, 23. November 2017. Artenschutzkonferenz diskutiert Sanktionen wegen Japans Walfang Auf einem Treffen des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) von Montag, den 27.11., bis Freitag, den 1.12. in Genf, könnten erstmals CITES-Handelssanktionen gegen Japan beschlossen werden. Der Ständige Ausschuss von CITES hat es kommende Woche in der Hand, zu entscheiden, wie er auf Japans fortwährende Jagd auf Seiwale im Nordpazifik reagiert. Auf Drängen der Europäischen Union und vor allem Deutschlands steht das Thema am Montag auf der Tagesordnung des CITES-Treffens. Pro Wildlife wird vor Ort sein und fordert CITES auf, endlich Zähne zu zeigen und Japans anhaltende Artenschutzverstöße zu bestrafen. Japans Walfang – eine komplizierte Rechtslage Seit 1986 gilt ein weltweites kommerzielles […]

Artenschutzkonferenz beschließt Kontrolle Japans wegen Walfang

Artenschutzkonferenz beschließt Kontrolle Japans wegen Walfang

November 2017. Internationaler Rüffel gegen Japan. Zum ersten Mal in der Geschichte von CITES (auch Washingtoner Artenschutzübereinkommen) diskutierten die Mitgliedsstaaten konkrete Maßnahmen wegen Japans Walfang von Seiwalen im Nordpazifik. In einer Abstimmung wurde ein Kontrollbesuch Japans durchgesetzt. Für Japan ist das ein Affront, mussten sich doch bisher nur Länder wie Kongo, Nigeria, Laos oder Guinea derart überprüfen lassen beziehungsweise Sanktionen hinnehmen. Die Chance, Sanktionen gegen Japan zu verhängen, haben die Mitgliedsstaaten verpasst, doch das Thema wird 2018 erneut auf die Agenda kommen.