Mitmachaktion: Stoppt den Verkauf von Wildtierprodukten!

Mitmachaktion: Stoppt den Verkauf von Wildtierprodukten!

27. November 2018 Wildtiere sterben für Schnickschnack auf Etsy ETSY, mit Sitz in New York, ist eines der weltweit führenden Online-Einkaufsportale für „handgemachte Produkte und Künstlerbedarf“. Das klingt erstmal nach Vintage und selbstgestrickten Socken, aber was sich im ETSY-Online-Katalog auch in Deutschland so alles findet, ist gruselig, makaber und tierverachtend: Tote Fledermäuse, eingeschweißt und im Zehnerpack als Halloween-Deko, oder wahlweise auch am „heidnischen, makabren Gothic Hexen-Halsband“ als Anhänger befestigt Getrocknete Seepferdchen als Ohrring; oder sollen es eher die Seepferdchen-Babys in der Harzbrosche sein? Schlüsselanhänger aus Eidechsen- oder Pythonleder, neonfarben eingefärbt – schließlich soll es ja stylisch sein Stulpen aus Kojotenfell – dazu gibt’s die passenden Ohrringe aus Kojoten-Krallen Ausgestopfte Ratten […]

Tierschützer fordern Handels-Sanktionen gegen Japan

München/Sochi, 1. Oktober 2018. Illegale Jagd auf Seiwale Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife fordert Handelssanktionen gegen Japan wegen des fortgesetzten Fangs der stark gefährdeten Seiwale im Nordpazifik. Der vom 1.-5. Oktober in Sochi (Russland) tagende Ständige Ausschuss des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) könnte dies am Dienstag beschließen, weil Japan die Art entgegen dem geltenden Handelsverbot für kommerzielle Zwecke fängt. Pro Wildlife wird vor Ort sein und fordert CITES auf, endlich Zähne zu zeigen und Japans anhaltende Artenschutzverstöße zu bestrafen. „Japans Anlandung von aktuell 134 streng geschützten Seiwalen pro Jahr ist ein fortwährender, bewusster Verstoß gegen die CITES Bestimmungen. Die internationale Staatengemeinschaft darf hier nicht länger tatenlos zusehen“, erläutert Daniela Freyer von Pro […]

Erfolg: Walfangverbot bleibt erhalten

Florianópolis / München, 14. September 2018. IWC: Walschutz statt Walfängerclub Artenschützer begrüßen die Ergebnisse der am Freitag in Florianópolis, Brasilien, zu Ende gegangenen 67. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC). „Japans Versuch, das seit 1986 geltende kommerzielle Walfangmoratorium zu kippen, ist krachend gescheitert“, berichtet Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. Weitere wichtige Maßnahmen für den Walschutz wurden beschlossen. Seit fast 20 Jahren vertritt Dr. Sandra Altherr Pro Wildlife auf der IWC-Tagung – die diesjährige Konferenz war für sie besonders brisant: „Eine Tagung unter japanischem Vorsitz; ein Angebot Tokios an Brasilien, einen Kuhhandel einzugehen, und Länder mit indigenen Völkern, denen Japan die Fangquoten zur Eigenversorgung blockieren könnte: Das war eine schwierige Ausgangslage.“ […]

IWC-Blog 2018: Das Walfangverbot unter Beschuss

IWC-Blog 2018: Das Walfangverbot unter Beschuss

Live aus dem Konferenzraum. Vom 10. bis zum 14. September fand in Florianopolis (Brasilien) die 67. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) statt, die Vorverhandlungen begannen bereits am 6. September. Für Pro Wildlife hat Dr. Sandra Altherr an der IWC-Tagung teil – hier ihr Blog live aus dem Konferenzraum: 14. September 2018 Der letzte Tag der Walfangtagung begann mit einem Paukenschlag: Japans brandgefährlicher Versuch, das kommerzielle Walfangverbot zu kippen, ist krachend gescheitert!!! Mit 27 Ja- zu 41 Nein-Stimmen war Japan meilenweit entfernt von der erforderlichen Dreiviertelmehrheit. Beantragt hatte Japan per Resolution: (a) die Gründung eines „Komitees für nachhaltigen Walfang“ (das zudem aus ausschließlich Walfang-unterstützenden Ländern zusammengesetzt werden sollte) und (b) ein High-Level-Treffen […]

Rekord-Beschlagnahmen von Wildtieren

Rekord-Beschlagnahmen von Wildtieren

8. Mai 2018 Eine Herausforderung für den Tier- und Artenschutz. 10.976 streng geschützte Strahlenschildkröten wurden im April 2018 auf Madagaskar beschlagnahmt – eine unglaubliche Zahl. Als wir davon erfuhren, war uns sofort klar: Die Turtle Survival Alliance braucht schnelle und unbürokratische Hilfe. So viele Tiere müssen medizinisch untersucht und behandelt werden; viele von ihnen verwundet, ausgetrocknet, von Parasiten geschwächt. Gesunde Schildkröten sind schnellstmöglich von den kranken Tieren zu trennen, damit sich keine Erreger ausbreiten. Für einige hundert Panzerträger kam die Beschlagnahme zu spät. Die katastrophale Lagerung in einem leerstehenden Haus, ohne Futter und Wasser, forderte ihre Opfer. Für die überlebenden knapp 10.000 Tiere hat diese schreckliche Story hoffentlich ein Happy-End: […]

Die Internationale Walfangkommission (IWC)

Die Internationale Walfangkommission (IWC)

Gerangel um das kommerzielle Walfangverbot. Die massive Bejagung im 19. und 20. Jahrhundert ließ die Bestände vieler Walarten zusammenbrechen – vor allem Blauwale, Buckelwale und Pottwale waren bei den Jägern begehrt. Seit 1931 versuchte man, die vollständige Ausrottung der Meeresriesen zu verhindern. Die zahlreichen Absprachen erwiesen sich jedoch in der Praxis als unzureichend: Ob Russland, Japan oder die USA (damals noch aktiv dabei) – Absprachen wurden ignoriert, jeder wollte möglichst viel Beute machen. Ein Walfängerclub wird zum Walschutzgremium Im Jahre 1946 wurde endlich die „Konvention zur Regelung des Walfangs“ (ICRW) ins Leben gerufen, die zur Umsetzung ihrer Ziele die Internationale Walfangkommission (IWC) gründete – zunächst ein Club von Walfangländern, denen […]

Froschschenkel statt Currywurst

Froschschenkel statt Currywurst

19. April 2018 Das große Fressen in Vittel. Ende April findet im französischen Städtchen Vittel alljährlich das „Fest der Frösche“ statt. Doch was klingt wie eine große Naturschutzveranstaltung zu Gunsten bedrohter Amphibien, ist in Wirklichkeit das krasse Gegenstück: Zum „Foire aux Grenouilles“ kommen vermeintliche Gourmets aus ganz Europa, um drei Tage lang dem Konsum von Froschschenkeln in allen Variationen zu frönen. Bei reichlich Bier und Wein denkt keiner der Gäste daran, dass er einem Exzess beiwohnt, der riesige Tier- und Artenschutzprobleme verursacht… Zwischen Gourmet-Tempel und Grillbude Froschschenkel gelten gemeinhin als Delikatesse. In Edelrestaurants und bei „französischen Wochen“ in Vier-Sterne-Hotels finden sich auch hier in Deutschland Froschschenkel auf der Speisekarte. „À […]

Warum Wale stranden

Warum Wale stranden

6. April 2018 Trauriges Naturphänomen und menschengemachter Tod. Strandungen von Walen und Delfinen gab es schon immer und doch häufen sich die Schlagzeilen – wie gerade erst wieder in Neuseeland. Wir sind der Frage nachgegangen, warum jährlich weltweit etwa 2.000 Wale und Delfine stranden, welche Arten besonders betroffen sind und wo die traurigen Hotspots sind. Tödliche Irrtümer So traurig die einzelnen Fälle sind: Strandungen von Waltieren gab es schon immer. Drei natürliche Gründe sind hierfür möglich: Wale und Delfine orientieren sich auf ihren Wanderungen mit Echolokation und können sich so in den allermeisten Gebieten ein gutes Bild vom Küstenverlauf machen. Doch bei äußerst flachen Stränden, wie sie zum Beispiel in […]

Norwegen erhöht für 2018 die Walfangquote auf 1.287 Tiere

München/Oslo, 7. März 2018. Regierung in Oslo will Walfangindustrie pushen Norwegens Regierung hat die Walfangquote für 2018 gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent erhöht – statt 999 sind nun 1.287 Zwergwale für die am 1. April startende Saison zum Abschuss freigegeben. „Oslo versucht, durch höhere Quoten und laxere Auflagen den kommerziellen Walfang wiederzubeleben. Doch Quote und Wirklichkeit klaffen auseinander: Im Vorjahr wurden mit 428 tatsächlich gefangenen Tieren so wenige Zwergwale getötet wie seit 20 Jahren nicht mehr, “ kommentiert Dr. Sandra Altherr von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Lagen die genehmigten Fangquoten über Jahre bei 880 Tieren, erhöhte die Regierung die Quote bereits 2017 auf 999 Tiere, nun sogar auf 1.286 […]

Unterwegs als Plastik-Scout

Unterwegs als Plastik-Scout

24. Januar 2018 Der alltägliche Plastikwahn. Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyethylenterephthalat (PET): Immer wieder bin ich fassungslos, wie viel Kunststoffmüll wir in unserem Vier-Personen-Haushalt pro Woche produzieren – und das, obwohl ich mir einbilde, Plastik wenn möglich beim Einkauf zu vermeiden. Und genau das ist die Krux – „wenn möglich“: Um so manche Plastikfolie werde ich in meinem Alltagseinkauf im Supermarkt um die Ecke oder dem nächsten Bioladen nicht herumkommen: Müsli und Hülsenfrüchte werden durch Plastik vor Feuchtigkeit geschützt, Shampoo gibt es fast nur in der Plastikflasche, Zahncreme nur in der Kunststofftube – und habt Ihr schon mal versucht, Kartoffelchips ohne Plastikverpackung zu bekommen? In München gibt es zwar inzwischen […]