Kritik an Delfinjagd auf den Färöer-Inseln

Kritik an Delfinjagd auf den Färöer-Inseln

21. Dezember 2021. Das Abschlachten von 1.428 Weißstreifendelfinen hat Konsequenzen Am 12. September 2021 fand die größte Delfinjagd auf den Färöer-Inseln seit hunderten von Jahren statt: An einem einzigen Tag starben nach offiziellen Berichten mindestens 1.428 Weißstreifendelfine in der Bucht von Skálabotnur einen qualvollen Tod. Videoaufnahmen der Massentötung gingen um die Welt und lösten einen internationalen Aufschrei aus. Wie geht es weiter mit der Jagd auf Delfine und Grindwale? Die EU hat jedenfalls inzwischen das Blutbad aufs Schärfste verurteilt und fordert ein Ende der Jagd. Die Färöer-Inseln sind für ihre Treibjagden von normalerweise etwa 600 Grindwalen (gehören zu den Kleinwalen) und 200-300 Delfinen jährlich berüchtigt. Aber in diesem Jahr näherte […]

Großbritannien plant Importverbot für Jagdtrophäen

München/London, 10. Dezember 2021. Tierschützer fordern Verbot auch in Deutschland, dem weltweit zweitgrößten Einfuhrland Die Regierung von Großbritannien hat heute bekannt gegeben, dass sie die Einfuhr von Jagdtrophäen bedrohter Arten verbieten will. Das Verbot soll etwa 7.000 Tierarten betreffen, darunter Elefanten, Löwen, Eisbären und Wölfe. Die Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife begrüßt die Ankündigung: „Die Einfuhr von Jagdtrophäen ist aus Tier- und Artenschutzsicht inakzeptabel. Deutsche Organisationen fordern die Bundesregierung auf, die Einfuhr ebenfalls verbieten, denn Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Importeur von Trophäen bedrohter Arten“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. Alleine 2020 haben deutsche Jäger trotz pandemiebedingter Reisebeschränkungen 543 Tiere geschützter Arten importiert, darunter unter anderem 113 […]

Palmöl statt Regenwald auf Borneo

Palmöl statt Regenwald auf Borneo

7. Dezember 2021. Abholzung bedroht Orang-Utans & Co. Update: Am 2. Dezember 2021 verabschiedete das Palmölsiegel RSPO eine Resolution, die klarstellt, dass das Verbot des Abholzens wertvollen Waldes nicht nur für das Anlegen von Palmölplantagen gilt, sondern für alle Produktionsschritte, also auch weiterverarbeitende Fabriken und Raffinerien. Ein großer Erfolg – ausgelöst durch unsere Protestkampagne gegen die Zerstörung eines artenreichen Waldstückes im Osten Borneos: Auf Borneo, Indonesien, wurde im Mai 2020 eine Fläche von 86 Hektar Regenwald dem Erdboden gleichgemacht, in dem zuvor hoch bedrohte Tiere wie Nasenaffen, Orang-Utans, Nebelparder und Schuppentiere gelebt hatten. Die Abholzung sollte Platz schaffen, um zwei Palmöl-Fabriken zu errichten. Das ist an sich schon katastrophal genug. […]

75 Jahre Internationale Walfangkommission – eine Bilanz

München / Cambridge, 30. November 2021. Walfangverbot ist einer der größten jemals erzielten Artenschutzerfolge Die Internationale Walfangkommission (IWC), eines der ältesten Umweltabkommen der Welt, feiert am 2. Dezember ihr 75. Jubiläum. Einst als Club von Walfangländern gegründet, die die das Geschäft mit Walprodukten möglichst lange am Leben halten wollten, versuchte die IWC, die Jagd zu regulieren. Doch Berechnungen der Artenschutzorganisation Pro Wildlife zeigen: Erst das seit 1986 geltende kommerzielle Walfangverbot beendete den industriellen Walfang weitestgehend und rettete seither mehr als 1,3 Millionen Walen das Leben. „Das Walfangverbot ist einer der größten Erfolge, der jemals im internationalen Artenschutz erzielt wurde“, so Dr. Sandra Altherr, Biologin und Meeresexpertin von Pro Wildlife. „Seither […]

75 Jahre Walfangkommission – eine gemischte Bilanz

75 Jahre Walfangkommission – eine gemischte Bilanz

30. November 2021. Das Walfangverbot – einer der größten Artenschutzerfolge. Die Internationale Walfangkommission (IWC), eines der ältesten Umweltabkommen der Welt, feiert ihr Jubiläum. Einst als Walfängerclub ins Leben gerufen, schuf sie Jahrzehnte später ein kommerzielles Walfangverbot und rettete seither mehr als 1,3 Millionen Walen das Leben — auch wenn die Bestände bis heute längst nicht ihre ursprüngliche Größe erreicht haben. In den nächsten Jahren entscheidet sich, ob die IWC überlebt und den Wandel zu einer konsequenten Walschutzorganisation schafft. Unsere Bilanz zu 75 Jahren IWC: Die Anfänge der IWC Von 1900 bis 1940 töteten Walfänger mehr als 860.000 Wale. Am 2. Dezember 1946 wurde die „Internationale Konvention zur Regulierung des Walfangs“ […]

Rechtsgutachten: EU verstößt gegen internationales Fischereirecht

Brüssel / Zürich / München, 11. November 2021. Brüssel pocht weiter auf Fang des bedrohten und geschützten Makohais Wenige Tage vor dem Beginn der Jahrestagung der Fischerei-Konvention ICCAT (International Commission for the Conservation of Atlantic Tunas) zeigt ein Rechtsgutachten, dass die Verhandlungsposition der Europäischen Union gegen das Fischereirecht der Vereinten Nationen verstößt. Das Gutachten bestätigt die Kritik der Artenschutzorganisationen Pro Wildlife und Sharkproject, die ein sofortiges Anlandeverbot für den Makohai im Nordatlantik fordern. Über die Zukunft des Makohais verhandelt die (digitale) ICCAT-Tagung vom 15. bis 23. November. Juristen der Universitäten Leeds Beckett, Hamburg und Oxford kommen in ihrem Rechtsgutachten zu dem Schluss, dass die Blockadehaltung der EU gegen ein Anlandeverbot […]

Milliardenloch für den Schutz der biologischen Vielfalt

Berlin, 9.10.2021. Umweltverbände zum Start der Weltnaturkonferenz: Bundesregierung muss finanziellen Beitrag zum globalen Schutz der Artenvielfalt erhöhen Zum Auftakt der Weltnaturkonferenz am 11. Oktober in China fordern deutsche Umweltverbände von der Bundesregierung den Beitrag zur internationalen Biodiversitätsfinanzierung auf mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr zu erhöhen, um das größte menschengemachte Artensterben der Erdgeschichte aufzuhalten. Noch klafft global eine gewaltige Lücke von geschätzten 700 Milliarden Euro, um den dramatischen Artenverlust und die rasant fortschreitende Naturzerstörung aufzuhalten, so die Verbände. Industrienationen wie Deutschland haben mit ihrem enormen ökologischen Fußabdruck eine besondere globale Verantwortung und müssen auch andere Länder beim Schutz der Artenvielfalt unterstützen. Aktuell beteiligt sich Deutschland jährlich mit rund 800 Millionen […]

Warum Wale stranden

Warum Wale stranden

11. Oktober 2021. Strandungen: Trauriges Naturphänomen und menschengemachter Tod. Strandungen von Walen und Delfinen gab es schon immer und doch häufen sich die Schlagzeilen – jedes Jahr sorgen solche Fälle für internationale Schlagzeilen, wenn dutzende oder gar hunderte Tiere nach vergeblichen Rettungsversuchen sterben. Warum sterben jährlich weltweit etwa 2.000 Wale und Delfine, welche Arten sind besonders betroffen und wo sind die traurigen Hotspots? Tödliche Irrtümer So traurig die einzelnen Fälle sind: Strandungen von Walen und Delfinen gab es schon immer. Drei natürliche Gründe, warum Wale stranden, sind möglich: Wale und Delfine orientieren sich auf ihren Wanderungen mit Echolokation und können sich so in den allermeisten Gebieten ein gutes Bild vom […]

Luxus-Designer steigen aus Pelz und Reptilleder aus

Luxus-Designer steigen aus Pelz und Reptilleder aus

27. September 2021. Das Aus für Pelz & Python in der Mode? Canada Goose hat es gerade getan, der spanische Luxus-Konzern Puig (Jean-Paul Gaultier, Carolina Herrera, Nina Ricci…) ebenfalls – und nun steigt auch noch die KeringGroup (Gucci, Brioni, Alexander McQueen…) komplett aus dem Pelzgeschäft aus. Immer mehr Designer und Luxusmarken distanzieren sich von Pelz & Pythonleder. Ein unglaublicher Durchbruch, denn nicht nur die High-Class-Kundschaft selbst ist von dem „Verzicht“ betroffen. Mehr noch: Die großen Mode-Namen prägen die Trends. Ihre glamourösen Modenschauen und schicken Social-Media-Kanäle beeinflussen, was Menschen in aller Welt in den nächsten Jahren kaufen und tragen. Entsprechend aggressiv kämpft derzeit v.a. die Branche gegen den Trend an, die […]

Sieben-Punkte-Plan für die Rettung der Ozeane

München / Zürich / Brüssel, 3. Juni 2021. Kritik von Naturschützern zum UN-Tag der Meere: „Die EU trägt zentrale Mitverantwortung an der Überfischung und Vermüllung der Meere“. Zum Tag des Meeres der Vereinten Nationen am 8. Juni fordern die Naturschutzorganisationen Pro Wildlife und SHARKPROJECT mit einem Sieben-Punkte-Plan die EU auf, ihrer Verantwortung zum Schutz der Meere gerecht zu werden. „Die EU ist maßgeblich an der Überfischung und Vermüllung der Ozeane beteiligt. Doch nun hat die EU einen Green Deal versprochen und erarbeitet derzeit ihre Biodiversitätsstrategie“, so die Biologin Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. Dr. Iris Ziegler von SHARKPROJECT ergänzt: „2021 ist ein Schicksalsjahr für den Meeresschutz: Auf wichtigen Konferenzen […]