Milliardenloch für den Schutz der biologischen Vielfalt

Berlin, 9.10.2021. Umweltverbände zum Start der Weltnaturkonferenz: Bundesregierung muss finanziellen Beitrag zum globalen Schutz der Artenvielfalt erhöhen Zum Auftakt der Weltnaturkonferenz am 11. Oktober in China fordern deutsche Umweltverbände von der Bundesregierung den Beitrag zur internationalen Biodiversitätsfinanzierung auf mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr zu erhöhen, um das größte menschengemachte Artensterben der Erdgeschichte aufzuhalten. Noch klafft global eine gewaltige Lücke von geschätzten 700 Milliarden Euro, um den dramatischen Artenverlust und die rasant fortschreitende Naturzerstörung aufzuhalten, so die Verbände. Industrienationen wie Deutschland haben mit ihrem enormen ökologischen Fußabdruck eine besondere globale Verantwortung und müssen auch andere Länder beim Schutz der Artenvielfalt unterstützen. Aktuell beteiligt sich Deutschland jährlich mit rund 800 Millionen […]

Warum Wale stranden

Warum Wale stranden

11. Oktober 2021. Trauriges Naturphänomen und menschengemachter Tod. Strandungen von Walen und Delfinen gab es schon immer und doch häufen sich die Schlagzeilen – wie gerade erst wieder in Island, wo Anfang Oktober mindestens 50 Grindwale nach vergeblichen Rettungsversuchen starben. Wir sind der Frage nachgegangen, warum jährlich weltweit etwa 2.000 Wale und Delfine stranden, welche Arten besonders betroffen sind und wo die traurigen Hotspots sind. Tödliche Irrtümer So traurig die einzelnen Fälle sind: Strandungen von Waltieren gab es schon immer. Drei natürliche Gründe sind hierfür möglich: Wale und Delfine orientieren sich auf ihren Wanderungen mit Echolokation und können sich so in den allermeisten Gebieten ein gutes Bild vom Küstenverlauf machen. […]

Kritik an Delfinjagd auf den Färöer-Inseln

Kritik an Delfinjagd auf den Färöer-Inseln

28. September 2021. Das Abschlachten von 1.428 Weißstreifendelfinen hat erste Folgen Am 12. September 2021 fand die größte Delfinjagd auf den Färöer-Inseln seit hunderten von Jahren statt: An einem einzigen Tag starben 1.428 Weißstreifendelfine in der Bucht von Skálabotnur einen qualvollen Tod. Videoaufnahmen der Massentötung gingen um die Welt und lösten einen internationalen Aufschrei aus. Wie geht es weiter mit der Jagd auf Delfine und Grindwale? Die Färöer-Inseln sind für ihre Treibjagden von normalerweise etwa 600 Grindwalen (gehören zu den Kleinwalen) und 200-300 Delfinen jährlich berüchtigt. Aber in diesem Jahr näherte sich eine Riesengruppe an Delfinen, ein sogenannter Super-Pod, den Küsten der Färöer-Inseln. Es endete in einem unerträglichen Blutbad. Grausame […]

Luxus-Designer steigen aus Pelz und Reptilleder aus

Luxus-Designer steigen aus Pelz und Reptilleder aus

27. September 2021. Das Aus für Pelz & Python in der Mode? Canada Goose hat es gerade getan, der spanische Luxus-Konzern Puig (Jean-Paul Gaultier, Carolina Herrera, Nina Ricci…) ebenfalls – und nun steigt auch noch die KeringGroup (Gucci, Brioni, Alexander McQueen…) komplett aus dem Pelzgeschäft aus. Immer mehr Designer und Luxusmarken distanzieren sich von Pelz & Pythonleder. Ein unglaublicher Durchbruch, denn nicht nur die High-Class-Kundschaft selbst ist von dem „Verzicht“ betroffen. Mehr noch: Die großen Mode-Namen prägen die Trends. Ihre glamourösen Modenschauen und schicken Social-Media-Kanäle beeinflussen, was Menschen in aller Welt in den nächsten Jahren kaufen und tragen. Entsprechend aggressiv kämpft derzeit v.a. die Branche gegen den Trend an, die […]

Sieben-Punkte-Plan für die Rettung der Ozeane

München / Zürich / Brüssel, 3. Juni 2021. Kritik von Naturschützern zum UN-Tag der Meere: „Die EU trägt zentrale Mitverantwortung an der Überfischung und Vermüllung der Meere“. Zum Tag des Meeres der Vereinten Nationen am 8. Juni fordern die Naturschutzorganisationen Pro Wildlife und SHARKPROJECT mit einem Sieben-Punkte-Plan die EU auf, ihrer Verantwortung zum Schutz der Meere gerecht zu werden. „Die EU ist maßgeblich an der Überfischung und Vermüllung der Ozeane beteiligt. Doch nun hat die EU einen Green Deal versprochen und erarbeitet derzeit ihre Biodiversitätsstrategie“, so die Biologin Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. Dr. Iris Ziegler von SHARKPROJECT ergänzt: „2021 ist ein Schicksalsjahr für den Meeresschutz: Auf wichtigen Konferenzen […]

Erschreckende neue Zahlen: Globale Elfenbein-Beschlagnahmen drastisch gestiegen

München, 24. März 2021. Anstieg gegenüber Vorjahr um 30 Prozent – weiterer Anstieg während Pandemie befürchtet Neue Zahlen zeigen, dass der illegale Elfenbeinhandel boomt: 42,5 Tonnen, das entspricht etwa 6.340 toten Elefanten, wurden 2019 aufgegriffen – ein Anstieg von 30 % gegenüber 2018 (mit 29,6 beschlagnahmten Tonnen). Für das Jahr 2020 liegen noch keine Zahlen vor, Artenschützer befürchten jedoch, dass die Pandemie einen Anstieg von Wilderei und illegalem Handel verursacht hat. „Der Elfenbeinhandel ist nach wie vor die größte Bedrohung für Afrikas Elefanten. Die Staatengemeinschaft darf nicht nachlassen in den Bemühungen, den Handel ein für allemal zu stoppen und die Tiere besser zu schützen“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. […]

Artenschutz mit der lokalen Bevölkerung

Artenschutz mit der lokalen Bevölkerung

10. Februar 2021. Ernten statt wildern: Futteranbau für das Affenwaisenhaus. Artenschutzmaßnahmen vor Ort sind oft ein sensibles Unterfangen: Geht der Schutz einer vom Aussterben bedrohten Art über die Interessen der lokalen Bevölkerung? Inwieweit lässt sich beides unter einen Hut bringen? Wie kann man Wilderer zu Wildschützern „umpolen“? Ein ideales Beispiel, wie das funktionieren kann, zeigt das „grüne Projekt“ des von uns unterstützten Affenwaisenhauses in Kamerun. Seit 1999 unterstützt Pro Wildlife das Limbe Wildlife Centre im Südwesten Kameruns. Ausschlaggebend für die Auswahl dieses Projektes war für uns die ideale Kombination aus Rettung von Menschenaffen in Not, intensive Aufklärungsarbeit – und das Einbeziehen der lokalen Bevölkerung. Mehr als 30 Einheimische haben im […]

Palmöl statt Regenwald auf Borneo

Palmöl statt Regenwald auf Borneo

4. Februar 2021. Abholzung bedroht Orang-Utans & Co. Auf Borneo, Indonesien, wurden im Sommer 86 Hektar Regenwald dem Erdboden gleichgemacht, in dem zuvor hoch bedrohte Tiere wie Nasenaffen, Orang-Utans, Nebelparder und Schuppentiere gelebt hatten. Die Abholzung soll Platz schaffen, um zwei Palmöl-Fabriken zu errichten. Das ist an sich schon katastrophal genug. Hinzu kommt, dass das Ganze auch noch mit dem Verbrauchersiegel RSPO zusammenhängt, das angeblich nachhaltig produziertes Palmöl ausweisen soll, und an das wir uns jetzt mit einem offenen Brief gewandt haben… Wie glaubwürdig ist das Ökosiegel RSPO? Regional, saisonal, plastikfrei, vegetarisch/vegan und fair. Soll all das erfüllt sein, wird die Auswahl beim Shoppen traurig gering. Ökosiegel & Verbraucherlabel könnten […]

Ölförderung im Naturschutzgebiet in Alaska freigegeben

Ölförderung im Naturschutzgebiet in Alaska freigegeben

10. Januar 2021. Donald Trump: Freund der Ölbarone und Feind des Naturschutzes. Vier Jahre lang verfolgte der scheidende US-Präsident Donald Trump eine destruktive Politik: Diplomatische Beziehungen, das internationale Ansehen der USA, der globale Klimaschutz und – wie auch der Sturm radikaler Trump-Anhänger auf das Kapitol am 6. Januar 2021 zeigte – die Demokratie in den USA wurden schwer beschädigt. Leiser und international oft weniger beachtet war sein konsequenter Feldzug gegen den Naturschutz: So ließ Trump den Endangered Species Act zugunsten ökonomischer Interessen aufweichen, ebenso den Schutz von Zugvögeln. Er erhöhte die Abholzung auf öffentlichen Flächen um 30 Prozent. Und er riskierte die Gesundheit von Walen, Robben und anderen Meeresbewohnern, indem […]

Einzelhandelsketten stoppen den Verkauf von Känguruprodukten

München, 22. Oktober 2020. Kaufland, Real, Lidl, V-Markt und Tierfutterhersteller Bewital nehmen Kängurufleisch aus dem Sortiment Pünktlich zum World Kangaroo Day am 24. Oktober haben Tierschützer ein erstes Etappenziel im Kampf gegen die Kängurujagd erreicht: Die vier Lebensmittel-Einzelhandelsketten Kaufland, Lidl, Real und V-Markt sowie der Tierfuttermittelhersteller Bewital haben sich dazu entschlossen, den Verkauf von Kängurufleisch zu stoppen. „Das ist ein großer Erfolg für die Kängurus“, erklärt Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Leider setzen aber Anbieter wie Metro, dm-drogerie markt oder Fressnapf weiterhin auf Kängurufleisch. Auch Känguruleder wird noch immer für den deutschen Markt verarbeitet: Wie in Schuhen von adidas und Puma. Diese Unternehmen befeuern die Nachfrage und damit auch die […]