Weißer Löwe Mojo als Haustier gehalten

Weißer Löwe Mojo als Haustier gehalten

6. März 2021. Ein Löwe als Haustier? Der weiße Löwe Mojo (auch „Moyo“ geschrieben) machte bereits im Februar 2020 bundesweit Schlagzeilen: Damals wurden die Medien erstmals auf die privat gehaltene Großkatze in Zielitz (Sachsen-Anhalt) aufmerksam. Seitdem wurde der Löwe zwischen verschiedenen Einrichtungen hin und her geschoben – unter anderem war Mojo kurzzeitig im Bergzoo Halle untergebracht. Nun setzt das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt diesem Treiben endgültig ein Ende. Das Urteil: Der Halter darf den weißen Löwen Mojo nicht mehr halten, damit ist die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Magdeburg bestätigt. Seit letztem Jahr machen wir bei den Behörden Druck und setzen uns mit unseren Partnern für die Unterbringung von Mojo in einer Auffangstation ein, […]

Walfang: Was ist 2021 zu erwarten?

Walfang: Was ist 2021 zu erwarten?

3. März 2021. Ausblick auf Walfang in Japan, Island und Norwegen 2020 war für die Waljäger in Japan, Norwegen und Island ein Schicksalsjahr, da traditionelle Absatzmärkte schrumpfen und bisher sichere Subventionen zum Teil wegfallen. Als Walschützer kämpfen wir natürlich weiter, bis die kommerzielle Jagd auf die Meeresriesen komplett beendet ist. Aber wir sehen mit Genugtuung, dass der kommerzielle Walfang auf dem absteigenden Ast ist. Japans Walfang in der Krise Seit Juli 2019 ist Japan offiziell nicht mehr Mitglied der Internationalen Walfangkommission (IWC). Von seinem IWC-Austritt erhoffte sich Japan zwei Dinge: Endlich ungehindert und ganz offiziell kommerziellen Walfang zu betreiben. Zuvor nutzte man ein juristisches Schlupfloch der IWC und jagte unter […]

Happy End für 20 beschlagnahmte Affen im Kongo

Happy End für 20 beschlagnahmte Affen im Kongo

8. Februar 2021. Rekordbeschlagnahme zeigt: Schmuggel von Primaten boomt Was für eine Odyssee haben diese 20 Affen hinter sich: Ein Zufallsfund an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe! Die Jungtiere sollten offenbar weiter nach Südafrika und von dort nach Übersee verschifft werden. Fast fünf Monate nach ihrer Beschlagnahme – und nach zähen Verhandlungen – sind sie nun in ihr 700 km entferntes Heimatland Kongo zurückgekehrt. Die von uns unterstützte Auffangstation J.A.C.K. versorgt die kleinen Affenwaisen und kann sie hoffentlich bald wieder auswildern. Im September 2020 fielen Wildhütern bei einer Routine-Kontrolle an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe vier verdächtige Männer auf, die Exportpapiere für Schimpansen mit sich führten. Doch in […]

Politische Arbeit und Gesetze

Politische Arbeit und Gesetze

Auf politischer Ebene arbeitet Pro Wildlife daran, in Deutschland und international Gesetze zum Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen zu verbessern. Daher nehmen wir an Konferenzen wie der Internationalen Walfangkommission (IWC), der Fischereikonvention ICCAT und dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA, engl. CITES) teil, gestalten hier aktiv die Themen mit und sind im engen Dialog mit Vertragsstaaten. Unsere Expertise bringen wir in Stellungnahmen und als Sachverständige z.B. in den Fachausschüssen des Bundestages ein. CITES: Schutz für mehr als 240 Arten Pro Wildlife setzte sich im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) erfolgreich dafür ein, den weltweiten kommerziellen Handel mit mehr als 240 bedrohten Arten unter Kontrolle zu bringen oder zu verbieten – vom Nautilus […]

Rettung von Wildtieren

Rettung von Wildtieren

Vor Ort unterstützt Pro Wildlife Arten- und Tierschutzprojekte weltweit, um Opfer von Wilderei und Wildtierhandel zu retten. Die Tiere werden in Auffangstationen gesund gepflegt und wo möglich, auch wieder ausgewildert. Auswilderung Hunderter Plumploris Seit 2007 konnte die von Pro Wildlife geförderte Auffangstation Ciapus in Indonesien mehr als 500 beschlagnahmte und vom Aussterben bedrohte Plumploris aufnehmen und versorgen; 353 von ihnen konnten bisher erfolgreich in sicheren Waldgebieten ausgewildert werden. >> zum Vor-Ort-Projekt auf Java Hilfe für Gorillas, Schimpansen und andere Affen in Kamerun In Kamerun unterstützt Pro Wildlife seit seiner Gründung die Auffangstation Limbe Wildlife Centre. Seit dem Jahr 2000 konnte diese insgesamt mehr als 260 Schimpansen, Gorillas und andere Affen aus schlechter […]

Schutz von Lebensraum

Schutz von Lebensraum

Pro Wildlife unterstützt Arten- und Tierschutzprojekte in verschiedenen Ländern, um die Lebensräume von Wildtieren zu schützen. Wald auf Madagaskar Im „Jahr des Waldes“ 2011 finanzierte Pro Wildlife knapp 500 Solarkocher auf Madagaskar, wo v.a. die Produktion von Holzkohle zum Kochen die Abholzung vorantreibt. Jeder der emissionsfreien Kocher spart jährlich 2,5 Tonnen CO2 ein, da im Gegensatz zur sonst verwendeten Holzkohle keine Bäume gefällt werden. Gorillawald zwischen Kamerun und Nigeria Um das letzte Rückzugsgebiet der Cross-River-Gorillas im Grenzgebiet von Kamerun und Nigeria zu erhalten, förderte Pro Wildlife 2009 und 2010 Imker-Schulungen für die lokale Bevölkerung. Die schonende Imkerei verhindert das Fällen von Bäumen, um an den begehrten Wildhonig zu kommen. Zudem […]

Aufdecken von Missständen

Aufdecken von Missständen

Pro Wildlife zeigt Missstände auf und informiert Medien, Verbraucher und Politiker über aktuelle Entwicklungen im Wildtier- und Naturschutz. Um unseren Forderungen bei Entscheidungsträgern Nachdruck zu verleihen, informieren und mobilisieren wir eine breite Öffentlichkeit über die Presse, soziale Medien und unseren Newsletter. Zudem helfen die besten Schutzgesetze nicht, wenn sie nicht umgesetzt werden. Deshalb finanzieren wir auch verdeckte Ermittlungen und Razzien gegen Tierschmuggler und unterstützen Vollzugsbehörden. Lebensmittel-Einzelhandel verzichtet auf Kängurufleisch Ein Highlight 2020 war der Erfolg unserer Kampagne gegen Kängurujagd: Deutschland gehört zu den wichtigsten Abnehmern von Känguruleder und -fleisch. Unsere Kampagne gegen den Verkauf von Produkten mit Kängurufleisch kann im Herbst ein wichtiges Etappenziel verbuchen: Die vier Lebensmittel-Einzelhandelsketten Kaufland, Lidl, Real und V-Markt […]

Jahresrückblick 2020

Jahresrückblick 2020

27. Dezember 2020. Sechs Ereignisse, die uns in Erinnerung bleiben 2020 war das Jahr, das den Menschen weltweit eindrücklich vor Augen geführt hat, was uns droht, wenn Klimaschutz, Artenschutz und Naturschutz nicht endlich ernst genommen werden: Verheerende Brände in Australien (wie auch in Indonesien und Brasilien) sowie die Corona-Pandemie, ausgelöst durch Naturzerstörung und Wildtierhandel – das waren die Schlagzeilen, die das Jahr beherrschten. Doch es gibt auch Entwicklungen, die Mut machen. Ein Rückblick: Flammeninferno Down Under In Australien begannen im Januar 2020 die schlimmsten Waldbrände, die das Land bis dato heimgesucht hatten. Die Bilder hilfloser Koalas, die über brennenden Waldboden zu entkommen versuchten, und von verkohlten Kängurus, deren vergebliche Flucht […]

Ein Jahr nach dem Silvester-Brand im Krefelder Zoo

München / Krefeld, 22. Dezember 2020. Überlebende Schimpansen noch immer tierschutzwidrig untergebracht Nach Pro Wildlife vorliegenden Informationen sind die beiden Schimpansen Bally und Limbo auch zwölf Monate nach dem Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos noch immer in einem viel zu kleinen Raum eingesperrt. Die Tier- und Artenschutzorganisation kritisiert die Langzeithaltung der beiden Schimpansen Bally (46 J.) und Limbo (27 J.) im Provisorium als inakzeptabel und fordert die zuständige Veterinärbehörde auf, umgehend für eine bessere Unterbringung zu sorgen. Die beiden westafrikanischen Schimpansen haben als einzige Menschenaffen des Zoos den verheerenden Brand in der Silvesternacht 2019 leicht verletzt überlebt. Insgesamt starben 50 Tiere, darunter fünf Orang-Utans, zwei Gorillas, ein Schimpanse und […]

Tierschützer enttäuscht über Urteil gegen Elfenbeinschmuggler

München, 12. November 2020. Bewährungsstrafe für größten in Deutschland aufgedeckten Fall Die Tierschutzorganisation Pro Wildlife zeigt sich enttäuscht über das am Donnerstag in Cottbus verhängte Gerichtsurteil zum illegalen Handel mit einer Rekordmenge an Elfenbein.  Der Beschuldigte wurde wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Deutsche Zollbeamte hatten 2016 am Flughafen Schönefeld und in Rheinland-Pfalz insgesamt 1,2 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt. Auch eine Schnitzwerkstatt wurde ausgehoben. Das Elfenbein sollte als Kaminuhren getarnt illegal nach Vietnam exportiert werden. „Wildtierkriminalität ist kein Kavaliersdelikt. Es ist enttäuschend, dass diese vorsätzliche Tat nicht härter bestraft wird“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Solch lasche Strafen haben keine abschreckende Wirkung […]