Keine Ölförderung in sensiblem Ökosystem

Keine Ölförderung in sensiblem Ökosystem

Gemeinsam Afrikas Naturwunder schützen Im Januar 2021 verkündete das kanadische Unternehmen Reconnaissance Energy Africa (ReconAfrica), dass es im namibischen Teil des Schutzgebiets Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA) mit Erkundungsbohrungen nach Öl und Gas begonnen hat. Das KAZA-Schutzgebiet beherbergt die größte verbliebene Population Afrikanischer Elefanten, über 600 Vogelarten sowie 128 Reptilienarten und ist eine der letzten verbliebenen Hochburgen des Afrikanischen Wildhundes. Jetzt Petition ausfüllen & unterschreiben! Die Erkundungsgebiete von ReconAfrica sowohl in Namibia als auch in Botswana liegen größtenteils im Okavango-Flussbecken, das in das Okavango-Delta mündet – ein UNESCO-Welterbe. Das Risiko, dass Schadstoffe in die Wasserläufe dieser miteinander verbundenen Wassereinzugsgebiete gelangen und sich in der gesamten Region ausbreiten, ist besonders hoch. […]

Walfang in Europa geht wieder los

München, 25. März 2021. Norwegen will Waljagd ausbauen, Walfleisch-Exporte nach Japan bereits drastisch angestiegen Ab April gehen norwegische Fischer wieder auf die Jagd nach Zwergwalen – und die Regierung in Oslo forciert einen Ausbau des Walfangs: „Die Auflagen für die Waljäger wurden in den letzten Jahren immer weiter gelockert, die Walfleisch-Exporte nach Japan sind regelrecht explodiert“, kritisiert Dr. Sandra Altherr von der Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Mit knapp 5.400 Walen tötete Norwegen in den letzten zehn Jahren mit Abstand die meisten Wale, sogar mehr als Japan (4.748) und Island (839). Außerdem exportierte Norwegen im gleichen Zeitraum etwa 1,17 Millionen kg Walfleisch, davon allein 85 Prozent in den letzten fünf […]

Deutsche Trophäenjäger erschießen hunderte Tiere bedrohter Arten pro Jahr

München, 15. März 2021. Bundesregierung fördert Projekte mit „Jagdkomponente“ mit 140 Mio. Euro Trotz Corona-bedingter Reisebeschränkungen ist die Einfuhr von Jagdtrophäen nach Deutschland im vergangenen Jahr nur leicht zurück gegangen: 543 Tiere geschützter Arten importierten deutsche Jäger im Jahr 2020; darunter unter anderem 113 Affen, 40 Giraffen, 15 Braunbären, 14 Löwen, 11 Leoparden,  8 Elefanten, 3 Breitmaulnashörner, 3 Geparde und 1 Eisbär. Das geht aus einer Antwort auf eine schriftliche Frage der grünen Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke hervor. Im Vorjahr wurden Trophäen von 750 geschützten Tieren nach Deutschland eingeführt. Pro Wildlife und viele weitere Tier- und Naturschutzverbände fordern die Bundesregierung seit langem auf, die Einfuhr von Jagdtrophäen gefährdeter und geschützter Arten […]

Weißer Löwe Mojo als Haustier gehalten

Weißer Löwe Mojo als Haustier gehalten

6. März 2021. Ein Löwe als Haustier? Der weiße Löwe Mojo (auch „Moyo“ geschrieben) machte bereits im Februar 2020 bundesweit Schlagzeilen: Damals wurden die Medien erstmals auf die privat gehaltene Großkatze in Zielitz (Sachsen-Anhalt) aufmerksam. Seitdem wurde der Löwe zwischen verschiedenen Einrichtungen hin und her geschoben – unter anderem war Mojo kurzzeitig im Bergzoo Halle untergebracht. Nun setzt das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt diesem Treiben endgültig ein Ende. Das Urteil: Der Halter darf den weißen Löwen Mojo nicht mehr halten, damit ist die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Magdeburg bestätigt. Seit letztem Jahr machen wir bei den Behörden Druck und setzen uns mit unseren Partnern für die Unterbringung von Mojo in einer Auffangstation ein, […]

Happy End für 20 beschlagnahmte Affen im Kongo

Happy End für 20 beschlagnahmte Affen im Kongo

8. Februar 2021. Rekordbeschlagnahme zeigt: Schmuggel von Primaten boomt Was für eine Odyssee haben diese 20 Affen hinter sich: Ein Zufallsfund an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe! Die Jungtiere sollten offenbar weiter nach Südafrika und von dort nach Übersee verschifft werden. Fast fünf Monate nach ihrer Beschlagnahme – und nach zähen Verhandlungen – sind sie nun in ihr 700 km entferntes Heimatland Kongo zurückgekehrt. Die von uns unterstützte Auffangstation J.A.C.K. versorgt die kleinen Affenwaisen und kann sie hoffentlich bald wieder auswildern. Im September 2020 fielen Wildhütern bei einer Routine-Kontrolle an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe vier verdächtige Männer auf, die Exportpapiere für Schimpansen mit sich führten. Doch in […]

Politische Arbeit und Gesetze

Politische Arbeit und Gesetze

Auf politischer Ebene arbeitet Pro Wildlife daran, in Deutschland und international Gesetze zum Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen zu verbessern. Daher nehmen wir an Konferenzen wie der Internationalen Walfangkommission (IWC), der Fischereikonvention ICCAT und dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA, engl. CITES) teil, gestalten hier aktiv die Themen mit und sind im engen Dialog mit Vertragsstaaten. Unsere Expertise bringen wir in Stellungnahmen und als Sachverständige z.B. in den Fachausschüssen des Bundestages ein. CITES: Schutz für mehr als 240 Arten Pro Wildlife setzte sich im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) erfolgreich dafür ein, den weltweiten kommerziellen Handel mit mehr als 240 bedrohten Arten unter Kontrolle zu bringen oder zu verbieten – vom Nautilus […]

Rettung von Wildtieren

Rettung von Wildtieren

Vor Ort unterstützt Pro Wildlife Arten- und Tierschutzprojekte weltweit, um Opfer von Wilderei und Wildtierhandel zu retten. Die Tiere werden in Auffangstationen gesund gepflegt und wo möglich, auch wieder ausgewildert. Auswilderung Hunderter Plumploris Seit 2007 konnte die von Pro Wildlife geförderte Auffangstation Ciapus in Indonesien mehr als 500 beschlagnahmte und vom Aussterben bedrohte Plumploris aufnehmen und versorgen; 353 von ihnen konnten bisher erfolgreich in sicheren Waldgebieten ausgewildert werden. >> zum Vor-Ort-Projekt auf Java Hilfe für Gorillas, Schimpansen und andere Affen in Kamerun In Kamerun unterstützt Pro Wildlife seit seiner Gründung die Auffangstation Limbe Wildlife Centre. Seit dem Jahr 2000 konnte diese insgesamt mehr als 260 Schimpansen, Gorillas und andere Affen aus schlechter […]

Schutz von Lebensraum

Schutz von Lebensraum

Pro Wildlife unterstützt Arten- und Tierschutzprojekte in verschiedenen Ländern, um die Lebensräume von Wildtieren zu schützen. Wald auf Madagaskar Im „Jahr des Waldes“ 2011 finanzierte Pro Wildlife knapp 500 Solarkocher auf Madagaskar, wo v.a. die Produktion von Holzkohle zum Kochen die Abholzung vorantreibt. Jeder der emissionsfreien Kocher spart jährlich 2,5 Tonnen CO2 ein, da im Gegensatz zur sonst verwendeten Holzkohle keine Bäume gefällt werden. Gorillawald zwischen Kamerun und Nigeria Um das letzte Rückzugsgebiet der Cross-River-Gorillas im Grenzgebiet von Kamerun und Nigeria zu erhalten, förderte Pro Wildlife 2009 und 2010 Imker-Schulungen für die lokale Bevölkerung. Die schonende Imkerei verhindert das Fällen von Bäumen, um an den begehrten Honig von Wildbienen zu […]

Aufdecken von Missständen

Aufdecken von Missständen

Pro Wildlife zeigt Missstände auf und informiert Medien, Verbraucher und Politiker über aktuelle Entwicklungen im Wildtier- und Naturschutz. Um unseren Forderungen bei Entscheidungsträgern Nachdruck zu verleihen, informieren und mobilisieren wir eine breite Öffentlichkeit über die Presse, soziale Medien und unseren Newsletter. Zudem helfen die besten Schutzgesetze nicht, wenn sie nicht umgesetzt werden. Deshalb finanzieren wir auch verdeckte Ermittlungen und Razzien gegen Tierschmuggler und unterstützen Vollzugsbehörden. Lebensmittel-Einzelhandel verzichtet auf Kängurufleisch Ein Highlight 2020 war der Erfolg unserer Kampagne gegen Kängurujagd: Deutschland gehört zu den wichtigsten Abnehmern von Känguruleder und -fleisch. Unsere Kampagne gegen den Verkauf von Produkten mit Kängurufleisch kann im Herbst ein wichtiges Etappenziel verbuchen: Die vier Lebensmittel-Einzelhandelsketten Kaufland, Lidl, Real und V-Markt […]

Jahresrückblick 2020

Jahresrückblick 2020

27. Dezember 2020. Sechs Ereignisse, die uns in Erinnerung bleiben 2020 war das Jahr, das den Menschen weltweit eindrücklich vor Augen geführt hat, was uns droht, wenn Klimaschutz, Artenschutz und Naturschutz nicht endlich ernst genommen werden: Verheerende Brände in Australien (wie auch in Indonesien und Brasilien) sowie die Corona-Pandemie, ausgelöst durch Naturzerstörung und Wildtierhandel – das waren die Schlagzeilen, die das Jahr beherrschten. Doch es gibt auch Entwicklungen, die Mut machen. Ein Rückblick: Flammeninferno Down Under In Australien begannen im Januar 2020 die schlimmsten Waldbrände, die das Land bis dato heimgesucht hatten. Die Bilder hilfloser Koalas, die über brennenden Waldboden zu entkommen versuchten, und von verkohlten Kängurus, deren vergebliche Flucht […]