SAVE LIONS – neues Löwenschutzprojekt in Botswana

Wülfrath / München, 23. November 2021 Afrikas Löwenpopulation ist in zwei Jahrzehnten um 43 Prozent eingebrochen. Experten gehen davon aus, dass heute dort weniger als 20.000 Löwen leben. Das möchte der SAVE Wildlife Conservation Fund gemeinsam mit Pro Wildlife nun in einem neuen Projekt zum Schutz von Löwen in Botswana nah des Okavango-Deltas ändern. „SAVE Lions – Leben mit Löwen“ hat als Projektgebiet eine der ökologisch wertvollsten, wildtierreichsten aber damit auch konfliktträchtigsten Regionen der Erde gewählt. Trotz des dramatischen Rückgangs werden dort – wie vielerorts rund um die Wildreservate Afrikas – unzählige Großkatzen vergiftet oder erschossen. Vor allem dann, wenn sie Nutztiere reißen, was für die Menschen existenzbedrohend ist. Der […]

Löwenschutz in Botswana

Löwenschutz in Botswana

SAVE Lions – Leben mit Löwen 1. Überblick Afrikas Löwenpopulation ist in zwei Jahrzehnten um 43% eingebrochen. Experten gehen davon aus, dass heute weniger als 20.000 Löwen leben. Trotz dieses massiven Rückgangs werden unzählige Großkatzen nach wie vor vergiftet oder erschossen. Vor allem dann, wenn sie Nutztiere reißen, die für die Menschen überlebenswichtig sind. Seit 2020 haben pandemiebedingt die fehlenden Einnahmen aus dem Wildtiertourismus die Situation noch zusätzlich verschärft. Gemeinsam setzen sich der SAVE Wildlife Conservation Fund und Pro Wildlife mit dem neuen Projekt „SAVE Lions – Leben mit Löwen“ für den Löwenschutz in Botswana ein: Unser Projektgebiet grenzt an das Okavango-Delta – UNESCO-Weltkulturerbe und Heimat vieler bedrohter Arten wie […]

Im Einsatz für Makohaie

Im Einsatz für Makohaie

10. November 2021. ICCAT-Konferenz entscheidet über Schicksal der großen Fische Makohaie – sie sind die schnellsten aller Haie und sie sind akut bedroht. Meeresbiologe Dr. Ralf Sonntag berichtet von seiner Begegnung mit den faszinierenden Raubfischen, warum er in unserem Auftrag den Mako ausgerechnet auf einer Thunfisch-Konferenz retten will – und warum die Fischerei-Abteilung der EU bisher ein Anlandeverbot für den dramatisch überfischten Mako im Atlantik blockiert. (Anlandeverbot = der Fang darf nicht an Land gebracht werden) Begegnung mit dem Sprinter der Ozeane Wir waren beim Auftauchen in einem der artenreichsten Riffe des Roten Meeres, als er plötzlich direkt vor uns war: Eindeutig ein junger Makohai, erkennbar an dem spitzen Kopf […]

Wildtiere retten in Liberia

Wildtiere retten in Liberia

Libassa Wildlife Sanctuary 1. Überblick Liberia gehört zu den ärmsten Ländern Westafrikas, in dem verschiedenste Arten für den Handel mit Buschfleisch bejagt werden: Von Affen über Schlangen und Schuppentiere bis hin zu Zibetkatzen. Hinzu kommt, dass Tiere, insbesondere die Babys der gewilderten Primaten, illegal als Haustiere gehalten werden. Ende 2016 verabschiedete Liberias Regierung endlich ein neues Gesetz zum Schutz bedrohter Wildtiere, das Handel, Haltung und Verzehr bedrohter Arten verbietet. Um die beschlagnahmten Tiere aufzunehmen und zu versorgen, wurde die „Libassa Wildtier-Station“ gegründet. Libassa ist die einzige Rettungsstation für viele verschiedene Tierarten in ganz Liberia und den angrenzenden Regionen. 2. Ziele Rettung und Pflege von beschlagnahmten Wildtieren Wiederauswilderung wo immer es […]

Bundestagswahl 2021

Artenschutz wählen! Am 26. September 2021 ist Bundestagswahl – dann werden die Weichen für die Politik der nächsten Jahre gestellt. Die nächsten vier Jahre sind entscheidend: Es geht um nicht weniger als darum, das Klima zu schützen, das Artensterben zu stoppen und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten! Pro Wildlife hat die fünf größten demokratischen Parteien im Bundestag gefragt, ob sie unsere Kernforderungen zum Schutz von Wildtieren und ihrer Lebensräume unterstützen. Eine Analyse der Antworten ist in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst. Die ausführlichen Antworten der Parteien finden Sie hier als pdf. Vor der Erarbeitung der Wahlprogramme haben wir gemeinsam mit dem Deutschen Naturschutzring (DNR) Forderungen zum Stopp der Klima- und Biodiversitätskrise gestellt. […]

Jagdanbieter in Südafrika wegen illegalem Nashorn-Handel verhaftet

München, 26. Juli 2021. Auch Europas Jagdindustrie ist in den illegalen Nashorn-Handel verstrickt. Am 21. Juli wurden zwei Vertreter der südafrikanischen Jagdindustrie  mit 19 Nashorn-Hörnern festgenommen. Der eine ist professioneller Jäger und Besitzer einer Jagdagentur, die unter anderem den Abschuss von Breitmaulnashörnern anbietet. Der andere besitzt eine Jagdfarm, ist Nashornzüchter und gilt seit Jahren als einer der Drahtzieher der südafrikanischen Nashorn-Mafia. Seit 2010 läuft gegen ihn und weitere Mitangeklagte ein Verfahren mit fast 1,800 Anklagepunkten u.a. wegen illegaler Jagd, illegalem Handel und Transport von Nashörnern bzw. deren Horn. 2013 wurden 26 tote Nashörner auf seiner Farm gefunden. Das Gerichtsverfahren gegen ihn wurde jedoch seit 11 Jahren immer wieder verschleppt. Viele […]

Bundestagswahl 2021: 14 Tier- und Naturschutzorganisationen fordern Einfuhrverbot für Jagdtrophäen

München, 17. Mai 2021. 14 Natur- und Tierschutzorganisationen stellen anlässlich der Bundestagswahl im September ein gemeinsames Forderungspapier an die Parteien zur Trophäenjagd im Ausland vor. Sie fordern die Einfuhr von Jagdtrophäen geschützter Tierarten nach Deutschland sowie Angebote von Trophäen-Jagdreisen auf Jagdmessen und im Internet zu verbieten. Zudem soll die deutsche Entwicklungspolitik alternative, tier- und naturschutzgerechte Einnahmequellen für lokale Gemeinschaften fördern, um globale Bemühungen zum Schutz bedrohter Arten zu unterstützen. Trophäenjäger*innen töten jedes Jahr Zehntausende Säugetiere. Deutsche gehören zu den Spitzenreitern bei der Auslandsjagd, sie töten jährlich auch mehrere Hundert Tiere geschützter Arten, darunter Elefanten, Löwen, Braun- und Eisbären, Nashörner und Affen. Viele bei Großwildjäger*innen begehrte Tiere stehen auf der Roten […]

Überfischte und verschmutzte Meere

Überfischte und verschmutzte Meere

Einsatz für gesunde Ozeane Unser Planet ist blau: Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt, 97 Prozent davon sind Salzwasser. Auch wenn die Weltmeere und die Ressourcen darin unendlich erscheinen, zeigt der seit Jahrzehnten andauernde Raubbau dramatische Folgen: Ein Drittel der weltweiten Fischbestände sind bereits überfischt, marine Ökosysteme kollabieren vielerorts, Plastikmüll vergiftet Meeresbewohner oder lässt sie qualvoll verhungern. Der Schutz der Ozeane vor Überfischung und Vermüllung ist unser Ziel und hierzu arbeiten wir mit Partnern und Experten weltweit zusammen. Fatale Folgen der Überfischung Weltweit werden jährlich etwa 179 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte angelandet, die Hälfte davon noch immer als Wildfang aus dem Meer. Vor allem im […]

Keine Ölförderung in sensiblem Ökosystem

Keine Ölförderung in sensiblem Ökosystem

Gemeinsam Afrikas Naturwunder schützen Im Januar 2021 verkündete das kanadische Unternehmen Reconnaissance Energy Africa (ReconAfrica), dass es im namibischen Teil des Schutzgebiets Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA) mit Erkundungsbohrungen nach Öl und Gas begonnen hat. Das KAZA-Schutzgebiet beherbergt die größte verbliebene Population Afrikanischer Elefanten, über 600 Vogelarten sowie 128 Reptilienarten und ist eine der letzten verbliebenen Hochburgen des Afrikanischen Wildhundes. Jetzt Petition ausfüllen & unterschreiben! Die Erkundungsgebiete von ReconAfrica sowohl in Namibia als auch in Botswana liegen größtenteils im Okavango-Flussbecken, das in das Okavango-Delta mündet – ein UNESCO-Welterbe. Das Risiko, dass Schadstoffe in die Wasserläufe dieser miteinander verbundenen Wassereinzugsgebiete gelangen und sich in der gesamten Region ausbreiten, ist besonders hoch. […]

Walfang in Europa geht wieder los

München, 25. März 2021. Norwegen will Waljagd ausbauen, Walfleisch-Exporte nach Japan bereits drastisch angestiegen Ab April gehen norwegische Fischer wieder auf die Jagd nach Zwergwalen – und die Regierung in Oslo forciert einen Ausbau des Walfangs: „Die Auflagen für die Waljäger wurden in den letzten Jahren immer weiter gelockert, die Walfleisch-Exporte nach Japan sind regelrecht explodiert“, kritisiert Dr. Sandra Altherr von der Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Mit knapp 5.400 Walen tötete Norwegen in den letzten zehn Jahren mit Abstand die meisten Wale, sogar mehr als Japan (4.748) und Island (839). Außerdem exportierte Norwegen im gleichen Zeitraum etwa 1,17 Millionen kg Walfleisch, davon allein 85 Prozent in den letzten fünf […]