Stoppt den Raubbau am Nasenaffen-Wald auf Borneo

Stoppt den Raubbau am Nasenaffen-Wald auf Borneo

Regenwald-Paradies auf Borneo bedroht Die Bucht von Balikpapan ist eines der artenreichsten Gebiete der Ostküste Borneos. Dort lebt nicht nur eine große Population der stark bedrohten Nasenaffen (ca. 1.400 Tiere), sondern auch andere gefährdete Arten, wie Nebelparder, Malaienbären, Hornvögel, Schuppentiere und Marmorkatzen. Zudem wurden in diesem Gebiet Orang-Utans wieder angesiedelt. All diese Tiere haben einen Teil ihres Lebensraumes verloren, damit eine „Biodiesel“-Fabrik und eine weitere Palmöl-Raffinerie gebaut werden. Mindestens 86 Hektar Regenwald wurden 2020 komplett gerodet worden – die Bulldozer haben eine tote Mondlandschaft hinterlassen. Verantwortlich dafür ist die indonesische Firma PT Wahana Prima Sejati, eine Tochtergesellschaft des internationalen Konzerns First Resources Limited. Der Konzern ist eigentlich Mitglied beim Roundtable […]

EU verschärft endlich Regeln für den Elfenbeinhandel

München / Brüssel, 16. Dezember 2021. Pro Wildlife begrüßt den Schritt als überfällig, sieht aber weiterhin Handlungsbedarf Die Europäische Kommission hat neue Regeln für den Elfenbeinhandel in der EU erlassen. „Wir begrüßen, dass die EU den Handel mit Elfenbein endlich strenger regelt. Damit leistet sie einen Beitrag, die Wilderei zu bekämpfen und die Nachfrage zu reduzieren“, so Daniela Freyer von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife. „Die neuen Regeln enthalten wichtige Änderungen, für die sich Pro Wildlife bei der EU seit langem eingesetzt hat.“ So soll der Handel mit ganzen Stoßzähnen innerhalb der EU weitgehend beendet werden. Verarbeitetes Elfenbein darf zukünftig nur noch gehandelt werden, wenn es antik ist und eine behördliche […]

SAVE LIONS – neues Löwenschutzprojekt in Botswana

Wülfrath / München, 23. November 2021 Afrikas Löwenpopulation ist in zwei Jahrzehnten um 43 Prozent eingebrochen. Experten gehen davon aus, dass heute dort weniger als 20.000 Löwen leben. Das möchte der SAVE Wildlife Conservation Fund gemeinsam mit Pro Wildlife nun in einem neuen Projekt zum Schutz von Löwen in Botswana nah des Okavango-Deltas ändern. „SAVE Lions – Leben mit Löwen“ hat als Projektgebiet eine der ökologisch wertvollsten, wildtierreichsten aber damit auch konfliktträchtigsten Regionen der Erde gewählt. Trotz des dramatischen Rückgangs werden dort – wie vielerorts rund um die Wildreservate Afrikas – unzählige Großkatzen vergiftet oder erschossen. Vor allem dann, wenn sie Nutztiere reißen, was für die Menschen existenzbedrohend ist. Der […]

Löwenschutz in Botswana

Löwenschutz in Botswana

SAVE Lions – Leben mit Löwen 1. Überblick Afrikas Löwenpopulation ist in zwei Jahrzehnten um 43% eingebrochen. Experten gehen davon aus, dass heute weniger als 20.000 Löwen leben. Trotz dieses massiven Rückgangs werden unzählige Großkatzen nach wie vor vergiftet oder erschossen. Vor allem dann, wenn sie Nutztiere reißen, die für die Menschen überlebenswichtig sind. Seit 2020 haben pandemiebedingt die fehlenden Einnahmen aus dem Wildtiertourismus die Situation noch zusätzlich verschärft. Gemeinsam setzen sich der SAVE Wildlife Conservation Fund und Pro Wildlife mit dem neuen Projekt „SAVE Lions – Leben mit Löwen“ für den Löwenschutz in Botswana ein: Unser Projektgebiet grenzt an das Okavango-Delta – UNESCO-Weltkulturerbe und Heimat vieler bedrohter Arten wie […]

Schutz für Makohaie

Schutz für Makohaie

28. November 2021. ICCAT-Konferenz entscheidet über Schicksal der Makohaie Mit über 70 km/h Jagdgeschwindigkeit sind Makohaie die schnellsten aller Haie – und dennoch sind sie akut bedroht. Ausgerechnet die Europäische Union trägt die Hauptverantwortung für den Niedergang der Makohaie im Nordatlantik. Warum entscheidet eine Thunfisch-Konferenz über das Schicksal des Makohais? Und warum ignoriert die Fischerei-Abteilung der EU-Kommission Artenschutzbeschlüsse? Mit bis zu vier Metern gehören Makos – neben Riesenhai, Walhai, Weißen Hai und Tigerhai – zu den größten Haiarten. Alle großen Haie sind bei Fischern als Lieferanten großer Flossen für den Markt in Fernost interessant – doch beim Mako lässt sich, im Gegensatz zu den meisten anderen Haien, zusätzlich auch das […]

Wildtiere retten in Liberia

Wildtiere retten in Liberia

Libassa Wildlife Sanctuary 1. Überblick Liberia gehört zu den ärmsten Ländern Westafrikas, in dem verschiedenste Arten für den Handel mit Buschfleisch bejagt werden: Von Affen über Schlangen und Schuppentiere bis hin zu Zibetkatzen. Hinzu kommt, dass Tiere, insbesondere die Babys der gewilderten Primaten, illegal als Haustiere gehalten werden. Ende 2016 verabschiedete Liberias Regierung endlich ein neues Gesetz zum Schutz bedrohter Wildtiere, das Handel, Haltung und Verzehr bedrohter Arten verbietet. Um die beschlagnahmten Tiere aufzunehmen und zu versorgen, wurde die „Libassa Wildtier-Station“ gegründet. Libassa ist die einzige Rettungsstation für viele verschiedene Tierarten in ganz Liberia und den angrenzenden Regionen. 2. Ziele Rettung und Pflege von beschlagnahmten Wildtieren Wiederauswilderung wo immer es […]

Bundestagswahl 2021

Eine Chance für mehr Tier- und Artenschutz Am 26. September 2021 wurde eine neue Bundesregierung gewählt, seit 8. Dezember sind die neuen Bundesminister im Amt. Die nächsten vier Jahre sind entscheidend: Es geht um nicht weniger als darum, das Klima zu schützen, das Artensterben zu stoppen und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten! Vieles wurde in den letzten Jahrzehnten seitens der Politik im Artenschutz versäumt und unsere Erwartungen an die neue Bundesregierung sind hoch. Der Koalitionsvertrag ist alles andere als perfekt, zu vielen Themen bleiben die Vereinbarungen vage oder gehen nicht weit genug – hier zeigt sich, in welchen Punkten die drei Parteien der Ampelkoalition uneins waren. Und trotzdem enthält der Koalitionsvertrag […]

Jagdanbieter in Südafrika wegen illegalem Nashorn-Handel verhaftet

München, 26. Juli 2021. Auch Europas Jagdindustrie ist in den illegalen Nashorn-Handel verstrickt. Am 21. Juli wurden zwei Vertreter der südafrikanischen Jagdindustrie  mit 19 Nashorn-Hörnern festgenommen. Der eine ist professioneller Jäger und Besitzer einer Jagdagentur, die unter anderem den Abschuss von Breitmaulnashörnern anbietet. Der andere besitzt eine Jagdfarm, ist Nashornzüchter und gilt seit Jahren als einer der Drahtzieher der südafrikanischen Nashorn-Mafia. Seit 2010 läuft gegen ihn und weitere Mitangeklagte ein Verfahren mit fast 1,800 Anklagepunkten u.a. wegen illegaler Jagd, illegalem Handel und Transport von Nashörnern bzw. deren Horn. 2013 wurden 26 tote Nashörner auf seiner Farm gefunden. Das Gerichtsverfahren gegen ihn wurde jedoch seit 11 Jahren immer wieder verschleppt. Viele […]

Bundestagswahl 2021: 14 Tier- und Naturschutzorganisationen fordern Einfuhrverbot für Jagdtrophäen

München, 17. Mai 2021. 14 Natur- und Tierschutzorganisationen stellen anlässlich der Bundestagswahl im September ein gemeinsames Forderungspapier an die Parteien zur Trophäenjagd im Ausland vor. Sie fordern die Einfuhr von Jagdtrophäen geschützter Tierarten nach Deutschland sowie Angebote von Trophäen-Jagdreisen auf Jagdmessen und im Internet zu verbieten. Zudem soll die deutsche Entwicklungspolitik alternative, tier- und naturschutzgerechte Einnahmequellen für lokale Gemeinschaften fördern, um globale Bemühungen zum Schutz bedrohter Arten zu unterstützen. Trophäenjäger*innen töten jedes Jahr Zehntausende Säugetiere. Deutsche gehören zu den Spitzenreitern bei der Auslandsjagd, sie töten jährlich auch mehrere Hundert Tiere geschützter Arten, darunter Elefanten, Löwen, Braun- und Eisbären, Nashörner und Affen. Viele bei Großwildjäger*innen begehrte Tiere stehen auf der Roten […]

Meeresschutz: Überfischte und verschmutzte Meere

Meeresschutz: Überfischte und verschmutzte Meere

Einsatz für gesunde Ozeane Unser Planet ist blau: Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt, 97 Prozent davon sind Salzwasser. Auch wenn die Weltmeere und die Ressourcen darin unendlich erscheinen, zeigt der seit Jahrzehnten andauernde Raubbau dramatische Folgen: Ein Drittel der weltweiten Fischbestände sind bereits überfischt, marine Ökosysteme kollabieren vielerorts, Plastikmüll vergiftet Meeresbewohner oder lässt sie qualvoll verhungern. Der Schutz der Ozeane vor Überfischung und Vermüllung ist unser Ziel und hierzu arbeiten wir mit Partnern und Experten weltweit zusammen. Fatale Folgen der Überfischung Weltweit werden jährlich etwa 179 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte angelandet, die Hälfte davon noch immer als Wildfang aus dem Meer. Vor allem im […]