EU blockiert die Erholung der stark gefährdeten Makohaie im Atlantik

Brüssel, 12. Mai 2011. Brüssel stellt Kommerz über Wissenschaft & Artenschutz – so der Vorwurf von Artenschutzorganisationen. Die Europäische Union muss endlich Anlanden und Verkauf des stark überfischten Kurzflossen-Makohais verbieten, der als `Beifang´ im Nordatlantik gefischt wird – oder sie riskiert dessen Ausrottung, warnen die Artenschutzorganisationen Pro Wildlife, Humane Society International und Sharkproject. Während auch Wissenschaftler und die EU-Artenschutzbehörden ein komplettes Anlandeverbot empfehlen, beharrt die Fischereiabteilung der EU (DG Mare) noch immer auf einer Fangquote von 500 Tonnen für den Nordatlantik. Nach einer virtuellen Diskussionsrunde – veranstaltet vom portugiesischen EU-Parlamentarier Francisco Guerreiro (Grüne/Europäische Freie Allianz) – zeigten sich die drei Organisationen enttäuscht vom Unwillen der EU, die wissenschaftliche Empfehlung über […]

Weltartenschutztag: Kommerzieller Wildtierhandel bedroht globale Artenvielfalt

München, 02. März 2021. Bedrohte Arten enden in der EU als Heimtier, Delikatesse, Jagdtrophäe oder Luxusprodukt Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Tag des Artenschutzes am 3. März verweist Pro Wildlife auf die negativen Auswirkungen des Wildtierhandels: „Die Europäische Union importiert jährlich Millionen Wildtiere als Haustiere, Delikatessen oder Luxusgüter. Die wenigsten dieser Tiere sind international geschützt; Fang, Export und Einfuhr in die EU sind weitgehend unreguliert und eine regelrechte Black Box“, betont Diplom-Biologin Daniela Freyer. „Die Folgen für die Artenvielfalt sind dramatisch. Der Wildtierhandel muss endlich effizient beschränkt werden, wenn wir den Artenschutz wirklich ernst nehmen.“ Die direkte Ausbeutung von Wildtieren und -pflanzen ist laut Weltbiodiversitätsrat IPBES neben der […]

Umfrage zu exotischen Haustieren

München, 03. Juni 2020. Umfrage: Mehrheit der Deutschen will strengere Regeln für Wildtierhandel 94 Prozent der Deutschen unterstützen eine strengere Regulierung des Handels mit exotischen Haustieren. Dabei sehen 90 Prozent die EU in der Verantwortung. 86 Prozent sind der Meinung, dass exotische Tiere überhaupt nicht als Haustiere gehalten werden sollten. Das ergab jetzt eine vom Savanta ComRes Institut durchgeführte Umfrage im Auftrag der Tierschutzorganisationen Eurogroup for Animals und AAP Animal Advocacy and Protection. Der Deutsche Tierschutzbund und Pro Wildlife kritisieren, dass die gerade von der EU-Kommission veröffentlichte Biodiversitäts-Strategie diese Forderung nicht widerspiegelt und keine klaren Handlungsaufträge enthält, um dem boomenden Handel mit Wildtieren zu begegnen. Millionen Wildtiere werden derzeit in […]

Coronakrise: Naturschutz ist Pandemieschutz!

Coronakrise: Naturschutz ist Pandemieschutz!

Zoonosen: Auswirkungen von Wildtierhandel, Lebensraumzerstörung und Artensterben. Wissenschaftler sowie Tier- und Artenschutzverbände warnen bereits seit Jahren vor den Gefahren des internationalen Wildtierhandels für Mensch und Tier. Die Corona-Pandemie zeigt uns drastischer denn je, dass der Handel mit Wildtieren nicht nur Arten aus aller Welt und sogar unsere heimischen Arten bedroht, sondern durch das mögliche Einschleppen von Zoonosen auch für uns Menschen eine Gefahr birgt. Die Politik muss JETZT endlich handeln! Momentan hält die Corona-Krise die ganze Welt in Atem. Millionen fürchten um ihre Liebsten und ihre Jobs. Viele Länder reagierten schnell und strikt: Städte wurden abgeriegelt, Grenzen geschlossen und das normale Leben deutlich eingeschränkt. Trotz massiver Maßnahmen breitete sich der […]

Walfangverbot bleibt in Kraft

Walfangverbot bleibt in Kraft

September 2018. Vier Mal bereits stand das Moratorium auf der Kippe. Seit seiner Gründung 1999 kämpft Pro Wildlife dafür, dass das kommerzielle Moratorium der Internationalen Walfangkommission (IWC) bestehen bleibt. Mehrfach stand das seit 1986 geltende Walfangverbot bereits vor dem Ende. Denn Länder wie Japan, Island und Norwegen fordern vehement die Freigabe der Jagd und einige Länder arbeiten immer wieder an gefährlichen Kompromissen mit, teils sogar in guter Absicht. Doch immer wieder konnte Pro Wildlife maßgeblich dazu beitragen, dass diese Angriffe ins Leere liefen und das Moratorium weiterhin jedes Jahr tausenden Großwalen das Leben rettet: 2000 und 2001 legte Irland auf der IWC-Tagung den sogenannten „Irischen Vorschlag“ vor – dieser hätte […]