Überfischte und verschmutzte Meere

Überfischte und verschmutzte Meere

Einsatz für gesunde Ozeane Unser Planet ist blau: Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt, 97 Prozent davon sind Salzwasser. Auch wenn die Weltmeere und die Ressourcen darin unendlich erscheinen, zeigt der seit Jahrzehnten andauernde Raubbau dramatische Folgen: Ein Drittel der weltweiten Fischbestände sind bereits überfischt, marine Ökosysteme kollabieren vielerorts, Plastikmüll vergiftet Meeresbewohner oder lässt sie qualvoll verhungern. Der Schutz der Ozeane vor Überfischung und Vermüllung ist unser Ziel und hierzu arbeiten wir mit Partnern und Experten weltweit zusammen. Fatale Folgen der Überfischung Weltweit werden jährlich etwa 179 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte angelandet, die Hälfte davon noch immer als Wildfang aus dem Meer. Vor allem im […]

Keine Ölförderung in sensiblem Ökosystem

Keine Ölförderung in sensiblem Ökosystem

Gemeinsam Afrikas Naturwunder schützen Im Januar 2021 verkündete das kanadische Unternehmen Reconnaissance Energy Africa (ReconAfrica), dass es im namibischen Teil des Schutzgebiets Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA) mit Erkundungsbohrungen nach Öl und Gas begonnen hat. Das KAZA-Schutzgebiet beherbergt die größte verbliebene Population Afrikanischer Elefanten, über 600 Vogelarten sowie 128 Reptilienarten und ist eine der letzten verbliebenen Hochburgen des Afrikanischen Wildhundes. Jetzt Petition ausfüllen & unterschreiben! Die Erkundungsgebiete von ReconAfrica sowohl in Namibia als auch in Botswana liegen größtenteils im Okavango-Flussbecken, das in das Okavango-Delta mündet – ein UNESCO-Welterbe. Das Risiko, dass Schadstoffe in die Wasserläufe dieser miteinander verbundenen Wassereinzugsgebiete gelangen und sich in der gesamten Region ausbreiten, ist besonders hoch. […]

Walfang in Europa geht wieder los

München, 25. März 2021. Norwegen will Waljagd ausbauen, Walfleisch-Exporte nach Japan bereits drastisch angestiegen Ab April gehen norwegische Fischer wieder auf die Jagd nach Zwergwalen – und die Regierung in Oslo forciert einen Ausbau des Walfangs: „Die Auflagen für die Waljäger wurden in den letzten Jahren immer weiter gelockert, die Walfleisch-Exporte nach Japan sind regelrecht explodiert“, kritisiert Dr. Sandra Altherr von der Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Mit knapp 5.400 Walen tötete Norwegen in den letzten zehn Jahren mit Abstand die meisten Wale, sogar mehr als Japan (4.748) und Island (839). Außerdem exportierte Norwegen im gleichen Zeitraum etwa 1,17 Millionen kg Walfleisch, davon allein 85 Prozent in den letzten fünf […]

Erschreckende neue Zahlen: Globale Elfenbein-Beschlagnahmen drastisch gestiegen

München, 24. März 2021. Anstieg gegenüber Vorjahr um 30 Prozent – weiterer Anstieg während Pandemie befürchtet Neue Zahlen zeigen, dass der illegale Elfenbeinhandel boomt: 42,5 Tonnen, das entspricht etwa 6.340 toten Elefanten, wurden 2019 aufgegriffen – ein Anstieg von 30 % gegenüber 2018 (mit 29,6 beschlagnahmten Tonnen). Für das Jahr 2020 liegen noch keine Zahlen vor, Artenschützer befürchten jedoch, dass die Pandemie einen Anstieg von Wilderei und illegalem Handel verursacht hat. „Der Elfenbeinhandel ist nach wie vor die größte Bedrohung für Afrikas Elefanten. Die Staatengemeinschaft darf nicht nachlassen in den Bemühungen, den Handel ein für allemal zu stoppen und die Tiere besser zu schützen“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. […]

Deutsche Trophäenjäger erschießen hunderte Tiere bedrohter Arten pro Jahr

München, 15. März 2021. Bundesregierung fördert Projekte mit „Jagdkomponente“ mit 140 Mio. Euro Trotz Corona-bedingter Reisebeschränkungen ist die Einfuhr von Jagdtrophäen nach Deutschland im vergangenen Jahr nur leicht zurück gegangen: 543 Tiere geschützter Arten importierten deutsche Jäger im Jahr 2020; darunter unter anderem 113 Affen, 40 Giraffen, 15 Braunbären, 14 Löwen, 11 Leoparden,  8 Elefanten, 3 Breitmaulnashörner, 3 Geparde und 1 Eisbär. Das geht aus einer Antwort auf eine schriftliche Frage der grünen Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke hervor. Im Vorjahr wurden Trophäen von 750 geschützten Tieren nach Deutschland eingeführt. Pro Wildlife und viele weitere Tier- und Naturschutzverbände fordern die Bundesregierung seit langem auf, die Einfuhr von Jagdtrophäen gefährdeter und geschützter Arten […]

Weißer Löwe Mojo als Haustier gehalten

Weißer Löwe Mojo als Haustier gehalten

6. März 2021. Ein Löwe als Haustier? Der weiße Löwe Mojo (auch „Moyo“ geschrieben) machte bereits im Februar 2020 bundesweit Schlagzeilen: Damals wurden die Behörden erstmals auf die privat gehaltene Großkatze in Zielitz (Sachsen-Anhalt) aufmerksam. Seitdem wurde der Löwe zwischen verschiedenen Einrichtungen hin und her geschoben – unter anderem war Mojo kurzzeitig im Bergzoo Halle untergebracht. Nun setzt das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt diesem Treiben endgültig ein Ende. Das Urteil: Der Halter darf den weißen Löwen Mojo nicht mehr halten, damit ist die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Magdeburg bestätigt. Seit letztem Jahr machen wir bei den Behörden Druck und setzen uns mit unseren Partnern für die Unterbringung von Mojo in einer Auffangstation ein, […]

Walfang: Was ist 2021 zu erwarten?

Walfang: Was ist 2021 zu erwarten?

3. März 2021. Ausblick auf Walfang in Japan, Island und Norwegen 2020 war für die Waljäger in Japan, Norwegen und Island ein Schicksalsjahr, da traditionelle Absatzmärkte schrumpfen und bisher sichere Subventionen zum Teil wegfallen. Als Walschützer kämpfen wir natürlich weiter, bis die kommerzielle Jagd auf die Meeresriesen komplett beendet ist. Aber wir sehen mit Genugtuung, dass der kommerzielle Walfang auf dem absteigenden Ast ist. Japans Walfang in der Krise Seit Juli 2019 ist Japan offiziell nicht mehr Mitglied der Internationalen Walfangkommission (IWC). Von seinem IWC-Austritt erhoffte sich Japan zwei Dinge: Endlich ungehindert und ganz offiziell kommerziellen Walfang zu betreiben. Zuvor nutzte man ein juristisches Schlupfloch der IWC und jagte unter […]

Weltartenschutztag: Kommerzieller Wildtierhandel bedroht globale Artenvielfalt

München, 02. März 2021. Bedrohte Arten enden in der EU als Heimtier, Delikatesse, Jagdtrophäe oder Luxusprodukt Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Tag des Artenschutzes am 3. März verweist Pro Wildlife auf die negativen Auswirkungen des Wildtierhandels: „Die Europäische Union importiert jährlich Millionen Wildtiere als Haustiere, Delikatessen oder Luxusgüter. Die wenigsten dieser Tiere sind international geschützt; Fang, Export und Einfuhr in die EU sind weitgehend unreguliert und eine regelrechte Black Box“, betont Diplom-Biologin Daniela Freyer. „Die Folgen für die Artenvielfalt sind dramatisch. Der Wildtierhandel muss endlich effizient beschränkt werden, wenn wir den Artenschutz wirklich ernst nehmen.“ Die direkte Ausbeutung von Wildtieren und -pflanzen ist laut Weltbiodiversitätsrat IPBES neben der […]