Sumatra-Nashorn

Die letzten ihrer Art Heute leben nur noch 30 bis 80 Tiere dieser akut vom Aussterben bedrohten Art, die zu den seltensten Großsäugetieren gehört. Ursprünglich war das Sumatra-Nashorn (Dicerorhinus sumatrensis) von Assam in Nordostindien über Indochina bis auf die Malaiische Halbinsel und die Großen Sundainseln verbreitet. Heute leben die Tiere in wenigen, sehr kleinen, voneinander isolierten Gebieten auf Sumatra – sehr wenige auch auf Borneo. Zudem gehören die Tiere auf diesen beiden Inseln zwei verschiedenen Unterarten an. Eine dritte Unterart, die ursprünglich in Indien, Myanmar und Bangladesch lebte, gilt seit 1996 als ausgestorben. In Malaysia starben 2019 die beiden letzten dort lebenden Sumatra-Nashörner in Gefangenschaft, die letzten überlebenden Tiere gibt […]

Wollaffe

Eine aussterbende Art in Südamerikas Wäldern Der Wollaffe (Lagothrix) ist ein relativ großer Affe, der sich in Südamerikas Wäldern in den Baumwipfeln hin und her schwingt. Den Schwanz verwendet er dabei geschickt wie die Füße oder Hände. Er zeichnet sich durch ein sehr dichtes und wollartiges Fell aus, das ihm auch seinen Namen gibt. Status: vom Aussterben bedroht Population: k.A. Lebensraum: Wälder Verbreitung: Südamerika Flauschige Familientiere Der Wollaffe ist sehr gesellig und lebt in Familienverbänden, die sich zu größeren Gruppen zusammenschließen. Die Tiere kommunizieren untereinander über Gesichtsausdrücke und Schreie. Auch die gegenseitige Fellpflege und das Teilen der Nahrung sind Zeichen der Zusammengehörigkeit. Wollaffen sind primär Vegetarier und ernähren sich von […]

Eisbär

Der Eisbär: trauriges Symbol des Klimawandels Der Eisbär (Ursus maritimus) lebt überwiegend an den küstennahen Packeisgrenzen rund um den Nordpol (Arktis) im Norden Kanadas, in Alaska (USA), Grönland (Dänemark), Russland und Spitzbergen (Norwegen). Die Tiere leben in insgesamt 19 verschiedenen Beständen, die zwischen 200 bis knapp 3.000 Tiere umfassen. Die genaue Größe der meisten Bestände ist allerdings unbekannt, weil keine aktuellen Studien vorliegen. Status: Gefährdet Population: 26.000 Lebensraum: Polarregion Eisbären sind exzellente Schwimmer mit feiner Nase Der Geruchssinn und das Gehör der Eisbären sind sehr gut ausgeprägt, denn im Gegensatz zu anderen Bären sind sie fast ausschließlich Jäger. Im Winter und Frühjahr jagen sie vor allem Robben auf dem Packeis […]

Jaguar

Die Einzelgänger Südamerikas Der Jaguar (Panthera onca) ist in Mittel- und Südamerika beheimatet. Er ist die drittgrößte Katzenart, nach Tigern und Löwen. Sein Alleinstellungmerkmal ist die große Beißkraft – der Jaguar kann ungefähr zweimal so stark zubeißen wie ein Löwe und hat somit das kräftigste Gebiss von allen Katzen. Das Aussehen ist dem des Leoparden, der in Asien und Afrika lebt, recht ähnlich. Er ist jedoch viel bulliger und hat sehr muskulöse Beine. Er bringt bis zu 90 Kilogramm auf die Waage und obwohl bedeutend schwerer, hat er einen wesentlich kürzeren Schwanz als der Leopard. Status: potenziell gefährdet Population: ca. 64.000 Lebensraum: Tropischer Regenwald Gefleckter Urwaldbewohner Die dunklen Tiere sind […]

Tiger

Gewildert, gejagt, verkauft und ohne Lebensraum Tiger (Panthera tigris) sind die größten und schwersten Raubkatzen, die einen muskulösen Körperbau und besonders starke Krallen und Pranken haben. Es gibt sechs genetisch voneinander getrennte Unterarten: Amur-,  Bengal-, Sumatra-, Indochinesische, Malayische, Südchinesische. Der Amurtiger, auch Sibirischer Tiger genannt, ist nach Eis- und Braunbären das drittgrößte Raubtier an Land. Er kann fast drei Meter lang werden, Weibchen sind wesentlich kleiner als Männchen. Status: stark gefährdet Population: ca. 2.150 bis 3.160 Lebensraum: Wald, Grasland und Buschland Tiger sind gute Schwimmer Tiger bewohnen unterschiedlichste Lebensräume wie tropische Regenwälder, Grasländer, Sumpfgebiete oder Wälder. Sie schlafen in Spalten, umgestürzten Bäumen oder kleinen Felshöhlen. Im Gegensatz zu anderen Katzen […]

Koboldmaki

Akut bedrohte Mini-Primaten Koboldmakis (wissenschaftlich Tarsiidae) sind kleine, nachtaktive, baumbewohnende Primaten, die auf einigen Inseln Südostasiens leben. Koboldmakis kommen auf Indonesien und den Philippinen vor, wobei das Verbreitungsgebiet sehr beschränkt ist. Sie leben in Wäldern, aber auch Sumpfgebieten mit Pflanzendickichten. Status: gefährdet bis stark gefährdet Population: k.A. Lebensraum: Wälder, Sumpfgebiete Verbreitung: Südostasien Vorlage für Meister Yoda? Aber nicht nur die großen Augen sind skurril. Alles am Koboldmaki wirkt irgendwie zu groß für seinen 13 Zentimeter großen, zierlichen Körper. Große, spitze Ohren, knöchrige, lange Finger und Füße sowie ein Schwanz, der doppelt so lang ist wie der Körper. All diese Besonderheiten haben eine spezielle, wichtige Funktion, damit Koboldmakis überleben können. Die […]

Spitzmaulnashorn

Vom Aussterben bedroht Das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) ist vom Aussterben bedroht. Im 20. Jahrhundert gab es ursprünglich bis zu 850.000 Tiere dieser Art, heute leben jedoch nur noch etwas mehr als 5.000. Zunächst haben die zunehmende Besiedelung durch Menschen und die Ausbreitung der Landwirtschaft der Art zugesetzt, dann die rücksichtslose Jagd nach dem Horn, die bis heute anhält. 1960 gab es nur noch 100.000 Spitzmaulnashörner. Diese Zahl sank dann bis 1995 weiter um 98 Prozent. Status: vom Aussterben bedroht Population: 5.300 bis 5.600 Lebensraum: Savanne Spitzmaulnashörner haben außer dem Menschen keine Feinde Einmal ausgewachsen haben die Tiere keine natürlichen Feinde. Ursprünglich war das Spitzmaulnashorn in ganz Afrika südlich der Sahara […]

Makohai

Makohai

Makos: gefährdet durch Überfischung Makohaie (Isurus), auch Makos genannt, gehören zur Gattung der Makrelenhaie und umfassen die beiden Arten des Kurzflossen-Mako (Isurus oxyrinchus) und des Langflossen-Mako (Isurus paucus). Makohaie sehen aus wie der Prototyp eines Hais: Vier Meter lang, 500 Kilogramm schwer, blau-metallische Färbung. Die beeindruckenden Tiere sind durch Überfischung stark gefährdet. Status: stark gefährdet Population: unbekannt Lebensraum: offener Ozean, Küstennähe Schnelle und intelligente Räuber Durch seine ganz speziellen, zahnartigen Schuppen kann der Mako sehr schnell die Richtung wechseln, was ihn extrem wenig macht. Seine Haut fasziniert Forscher auf der ganzen Welt: Als Vorbild für neue Werkstoffe in der Luft- und Seefahrt. Seine Verwandtschaft mit dem Weißen Hai sieht man […]

Schneeleopard

Raubkatze in Schnee und Eis Der Schneeleopard (Panthera unica) ist wie der Tiger oder der Löwe eine eigenständige Großkatzenart und keine Unterart des Leoparden. Schneeleoparden sind perfekt an ein Leben in den bitterkalten Hochgebirgen Zentralasiens angepasst. Das flauschige, dichte Fell schützt die Tiere vor der extremen Kälte, das Unterfell kann am Bauch bis zu zwölf Zentimeter Länge erreichen. Der überdurchschnittlich lange Schwanz dient als eine Art Decke, die sie im Winter warm hält. Status: Gefährdet Population: 2.710 – 3.386 Lebensraum: Hochgebirge, Buschland und Nadelwälder Perfekt angepasst Die vergrößerten Nasenlöcher dienen dazu, die bis zu minus 40 Grad kalte Gebirgsluft vorzuwärmen, bevor sie in die Lungen gelangt. Der große Brustkorb und […]

Asiatischer Elefant

Asiatische Elefanten: vom Aussterben bedroht Der Asiatische Elefant (Elephas maximus) ist etwas kleiner als der Afrikanische Savannenelefant, aber deutlich größer als der Afrikanische Waldelefant. Ein männlicher Asiatischer Elefant kann bis zu drei Metern hoch und 5.000 Kilogramm schwer werden. Man geht von mindestens vier Unterarten des Asiatischen Elefanten aus: Auf dem asiatischen Festland (Indischer Elefant), in Sri Lanka und auf den Inseln Sumatra und Borneo. Status: Stark gefährdet Population: ca. 45.000 – 49.000 Lebensraum: Wald, Grasland, Dornenbuschland Verbreitung: Asiatisches Festland und Inseln Hochintelligente Familientiere Im Vergleich zu Afrikanischen Elefanten haben Asiatische Elefanten kleinere, rundliche Ohren und zwei deutliche Stirnhöcker. Ihre Rüsselspitze weist lediglich einen „Greiffinger“ auf, die Afrikanischer Elefanten zwei. […]