Haltungsverbot für Kobra und Co

Haltungsverbot für Kobra und Co

25. Juni 2020. NRW verbietet giftige Tiere als Haustier – endlich! In einer der letzten Sitzungen vor der Sommerpause, zudem spät in der Nacht, hat die Landesregierung in NRW am 24. Juni 2020 ihr Gifttiergesetz verabschiedet. Damit reagierte sie auf das Entkommen einer Kobra im August 2019, was die Evakuierung mehrerer Wohnungen und einen tagelangen Großeinsatz der Feuerwehr zur Folge hatte. Pro Wildlife und acht weitere Verbände hatten damals an die Umwelt- und Verbraucherschutzministerin von NRW geschrieben und ein Gefahrtiergesetz gefordert. Wenige Monate später legte die Ministerin ihren Entwurf vor. Mit seinem Gifttiergesetz wird NRW das neunte Bundesland, das die Haltung giftiger Tiere als Haustier einschränkt. Kobra & Co: Ein […]

Leopard

Die viertgrößte Katze ist vom Menschen gefährdet Der Leopard (Panthera pardus) ist nach Tiger, Löwe und Jaguar die viertgrößte Großkatzenart der Welt. Er ist in Afrika und Asien verbreitet und weist je nach Verbreitungsgebiet unterschiedliche Fellzeichnungen auf. Fast allen gemeinsam sind jedoch die schwarzen Rosetten, die zum Teil die Körper zieren. Zur Schwanzspitze und zu den Pfoten hin sind fast ausschließlich schwarze Flecken zu finden. Status: gefährdet Population: unbekannt Lebensraum: Regenwälder, Gebirge, Savannen und Halbwüsten Es gibt (wahrscheinlich) neun Unterarten Leoparden sind an unterschiedlichste Lebensräume angepasst: Von den Wäldern Sibiriens bis zu den offenen Savannen Ostafrikas haben sich verschiedene Unterarten gebildet, die mit den jeweiligen Gegebenheiten am besten zurechtkommen. Wie […]

Weißer Hai

Weißer Hai

Bedroht durch die Trophäenfischerei Der Weiße Hai (Carcharodon carcharias) ist der größte Raubfisch der Erde. Der Name kommt von seiner hellen Bauchfärbung – von unten gegen die Wasseroberfläche gesehen macht sie den Räuber fast unsichtbar. Bei Angriffen rollt der riesige Raubfisch Hai seine Augen nach innen, um sie zu schützen. Der Weiße Hai kann mehr als sechs Meter lang werden. Status: Gefährdet Population: Unbekannt Lebensraum: Küstennah Revolvergebiss und legendäre Kraft Es gibt nur wenige Tiere, die dem Weißen Hai gefährlich werden können. Zu ihnen gehört der Schwertwal. Es wurde schon beobachtet, wie ein Weißer Hai von Orcas gejagt wurde. Weiße Haie sind Einzelgänger oder ziehen paarweise umher, können sich aber […]

Karakal

Keine Raubkatze für das Wohnzimmer Der Karakal (Caracal Caracal) hat optisch große Ähnlichkeit mit Luchsen und wird deshalb oft als Wüstenluchs bezeichnet. Genetisch gehören beide zur Familie der Katzen (Felidae). Karakal leitet sich vom türkischen „Karakulak“ ab, was Schwarzohr bedeutet. Denn ebenso wie der Luchs trägt der Karakal einen außergewöhnlichen Ohrschmuck. Die schwarzen Fellpinsel am Ende der großen, spitzen Ohren sind jedoch besonders lang. Status: nicht gefährdet Population: unbekannt Lebensraum: Halbwüste, Steppen, Buschland und Trockenwälder Karakale sind gute Springer und Jäger Auf seinem Speiseplan stehen Hasen, Mäuse und Vögel ebenso wie Antilopen. Die Beute tötet er mit einem kräftigen Nacken- oder Kehlbiss. Karakale leben in den trockenen Gebieten Nord-, Zentral- und […]

Walhai

Walhai

Der größte Fisch der Welt Der Walhai ist keine Mischung aus Wal und Hai, sondern vielmehr ein Hai von der Größe eines Wals. Walhaie sind zudem die größten Fische der Welt. Außergewöhnlich ist auch die Fortpflanzung der Walhaie: Die Jungen wachsen in Eiern heran, schlüpfen aber noch im Mutterleib. Ein einziges Weibchen kann mehr als 300 Embryonen gleichzeitig im Bauch tragen und den Zeitpunkt der Geburt steuern. Status: Gefährdet Population: Unbekannt Lebensraum: (sub)tropische Gewässer Methusalems im Schneckentempo In den vergangenen Jahren sind Walhaie vor allem durch ihre Beliebtheit bei Tauchern und Schnorchlern bekannt geworden. Denn die Riesen sind besonders friedlich und überhaupt nicht gefährlich für Menschen. Zudem ist ihre Gestalt […]

Gelbwangenkakadu

Vom Aussterben bedroht Gelbwangenkakadus (Cacatua sulphurea) leben nur noch auf einigen Inseln Indonesiens sowie auf Timor. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich damit auf eine kleine Zone nördlich und südlich des Äquators und gehört zum tropischen Klimabereich. Der Gelbwangenkakadu ist im Tiefland und in den Hügeln von bis zu einer Höhe von 800 Meter, gelegentlich 1.200 Meter über dem Meeresspiegel anzutreffen. Status: vom Aussterben bedroht Population: 1,000 bis 2,499 Lebensraum: offene Waldgebiete, Waldrand Das Wort Kakadu bedeutet Kneifzange Gelbwangenkakadus leben paarweise oder in kleinen Gruppen von zehn bis 20 Vögeln. Die Schlafbäume befinden sich meistens im Wald, in der Morgendämmerung fliegen sie zu ihren Nahrungsquellen. Besonders aktiv sind sie am frühen Morgen […]

Echsen

Bedrohte Vielfalt Echsen gibt es in so vielen unterschiedlichen Farben und Formen, dass es kaum möglich ist, den Überblick zu behalten. Leguane, Agamen, Chamäleons, Geckos, Skinke – die Vielfalt an Echsen ist mit mehr als 6.000 Arten riesig. Status: viele Arten bedroht Population: 6.145 Arten Lebensraum: gemäßigt bis tropisch Sind Echsen Schlangen mit Beinen? Im Gegensatz zu Schlangen sind bei den meisten Echsen (Sauria) die Gliedmaßen voll entwickelt, mit Ausnahme der Schleichen, die verkürzte oder gar keine Beine haben (z.B. Blindschleiche). Von den Schildkröten unterscheiden sich Echsen durch das Fehlen eines Panzers. Sie bewegen sich auf unterschiedlichste Weise fort: Geckos können haftklettern, Flugdrachen (Draco spp.) bis zu 60 Meter gleitfliegen […]

Plumplori

Nachtaktive Baumbewohner Plumploris (Nycticebus spp.), im Englischen „slow loris“ genannt, sind echte Lebenskünstler. Ihr Körperbau verrät bereits ihre Überlebensstrategie, denn sie sind deutlich gedrungener als ihre Verwandten, die Schlankloris in Indien und Sri Lanka. Der kräftige Körperbau der Plumploris ist für ihre langsame Fortbewegung verantwortlich. Mindestens acht Plumplori-Arten gibt es, darunter den Zwerg-Plumplori (Nycticebus pygmaeus) und den Sunda-Plumplori (Nycticebus coucang). Status: vom Aussterben bedroht Population: unbekannt Lebensraum: Regenwald und andere Wälder Verbreitung: Südostasien Der Plumplori: Unauffällig und wehrhaft Plumploris sind etwa 18 bis 38 Zentimeter groß, gemessen von Kopf bis Fuß; einen Schwanz haben sie nicht. Sie wiegen maximal zwei Kilogramm. Besonders auffällig sind ihre großen, runden Augen und ihre […]

Orang-Utan

Asiens letzte Menschenaffen Orang-Utan (englisch: Orangutan) bedeutet auf malaiisch „Waldmensch“, und das hat einen guten Grund. Die drei Arten Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus), der seltenere Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii) und der auf Sumatra erst 2017 entdeckte Tapanuli-Orang-Utan (Pongo tapanuliensis) sind die größten auf Bäumen lebenden Tiere. Ihr Zuhause ist versteckt in den blätterdichten Baumkronen in Tieflandregenwäldern und Sumpfgebieten. Status: vom Aussterben bedroht Population: ca. 115.000 Lebensraum: Sumpf- und Regenwald Verbreitung: Borneo und Sumatra (Indonesien) Waldmenschen auf Bäumen Wie alle Menschenaffen sind Orang-Utans tagaktiv. Nachts schlafen sie hoch oben in Bäumen in (täglich neuen) selbstgebauten Nestern aus Blättern und Ästen, in die sie sich gemütlich einrollen. Die Tiere pfeifen zum Spaß, küssen sich […]

Tigerhai

Tigerhai

Jäger und Gejagter Der Tigerhai (Galeocerdo cuvier) ist nach dem Walhai, dem Riesenhai und dem Weißen Hai der viertgrößte Hai der Welt. Er kann gut fünf Meter lang und bis zu 1.000 Kilogramm schwer werden, wobei Weibchen meist größer sind als Männchen. Status: potentiell gefährdet Population: unbekannt Lebensraum: offener Ozean, Küstennähe Gestreifter Langstreckenschwimmer Seinen Namen hat der Tigerhai von den charakteristischen dunklen Streifen auf dem Körper, die aber mit zunehmendem Alter verblassen. Tigerhaie haben ein sehr großes Verbreitungsgebiet und können Strecken von mehreren tausend Kilometern zurücklegen. Sie sind Einzelgänger, die sich tagsüber meist im offenen Ozean aufhalten und nachts zum Jagen in flachere Küstengewässer kommen. Dabei helfen ihnen Elektrorezeptoren in […]