Coronaviren und der Tierhandel

Coronaviren und der Tierhandel

19. Mai 2020. Der globale Wildtierhandel als tickende Zeitbombe. Derzeit dominiert ein neues Coronavirus die internationalen Schlagzeilen, denn trotz des Abriegelns von Millionenstädten in China, von Grenzen in Europa und Ausgangssperren in zahlreichen Ländern weltweit breitet sich das Virus rasant aus. Ein chinesischer Wildtiermarkt in Wuhan, auf dem unter anderem Schlangen- und Schuppentierfleisch zum Verzehr angeboten wurde, diente vermutlich als Brandherd für die rasante Ausbreitung des Virus. Der genaue Übertragungsweg ist bisher nicht geklärt. Fakt ist jedoch, dass das Virus nicht künstlich in einem Labor hergestellt wurde, sondern ursprünglich von einem Wildtier stammt, wie die WHO und diverse Wissenschaftler bestätigen. Es wurde zunächst angenommen, eine zum Verzehr angebotene Schlangen hätte […]

Corona-Krise: Krankheitsherd legaler Tierhandel

Corona-Krise: Krankheitsherd legaler Tierhandel

19. Mai 2020. Regelungen für den Wildtierhandel auch in der EU sind überfällig. Seit Monaten bestimmt die COVID-19-Krise alle öffentlichen Debatten, Nachrichten berichten über kaum ein anderes Thema mehr. Dass bei der Übertragung des Corona-Virus auf den Menschen der Wildtierhandel in China eine erhebliche Rolle gespielt hat, ist nicht wirklich überraschend. Gleichzeitig ist die Krise mehr als berechtigter Anlass für eine internationale Debatte darüber, ob ein „Weiter so“ bei unserem rücksichtslosen Umgang mit der Natur, der Zerstörung der letzten Regenwälder und dem unkontrollierten Handel mit Wildtieren aus allen Erdteilen sein darf. Den „illegalen Tierhandel“ beenden? Dass das Öffnen und Zerstören selbst entlegener Lebensräume in Kombination mit dem Zusammenpferchen von Wildtieren […]

Zwergwal

Opfer der Walfänger Der Zwergwal ist der kleinste und häufigste Furchenwal. Seit den 1990er Jahren unterscheidet man den gewöhnlichen Zwergwal (Balaenoptera acutorostrata) und den etwas kleineren südlichen Zwergwal (Balaenoptera bonaerensis). Das Verbreitungsgebiet beider Arten überschneidet sich, als Unterscheidungshilfe dient unter anderem das weiße Band an ihren Brustflossen, das dem südlichen Zwergwal fehlt. Ihrem Namen zum Trotz gehören die Tiere zu den Großwalen; sie werden bis zu zehn Meter lang, maximal neun Tonnen schwer und bis zu zehn Jahre alt. Beide Arten sind äußerst neugierig und verspielt. Status: n/a Population: n/a Lebensraum: alle Ozeane Zwergwale springen gerne Im Oberkiefer haben sie circa 300 Barten, mit denen sie dann kleinere Schwarmfische, Krustentiere, […]

Pottwal

Der größte Räuber der Welt Der Pottwal (Physeter macrocephalus) ist der einzige Zahnwal unter den Großwalen und lebt von den Polen bis zum Äquator in allen Ozeanen der Welt (außer Arktis, Schwarzem und Rotem Meer). Seinen Namen erhielt er aufgrund seines riesigen, fast rechteckigen Kopfes, der wie ein Topf hervorragt und fast ein Drittel der Gesamtlänge des Wales ausmachen kann. Er ist das größte räuberisch lebende Tier der Erde und der einzige Zahnwal unter den Großwalen. Status: gefährdet Population: 360.000 Lebensraum: Tiefsee Der Pottwal ist ein heller Kopf Die meist marmorfarbenen Giganten haben sehr kurze, kleine Flipper und eine niedrige Rückenflosse, auf die zahlreiche Buckel und Zacken folgen. Ältere Männchen […]

Grindwal

Auf den Färöern gejagt Bei Grindwalen unterscheidet man zwischen dem auf der nördlichen Halbkugel lebenden Gewöhnlichen Grindwal (Globicephala melas) – auch Langflossen-Grindwal genannt – und dem Kurzflossen-Grindwal (Globicephala macrorhynchus). Trotz ihres Namens gehören Grindwale zu den Delfinen. Status: n/a Population: 900.000 Lebensraum: Hochsee und Küstennähe Grindwale sind sehr sozial Gewöhnliche Grindwale leben in Gruppen von etwa 20 Tieren, die stets von einem meist männlichen Leittier angeführt werden. Dieser Tatsache verdanken sie auch ihren englischen Namen „pilot whale“. Zeitweise schließen sich bei ihren Wanderungen mehrere solcher Schulen zu Gruppen von bis zu 1.000 Individuen zusammen. Auch mischen sich Grindwal-Schulen durchaus auch mit anderen Delfinen wie Rundkopfdelfinen oder Großen Tümmlern. Grindwale werden […]

Finnwal

Gefährdete Tiefseebewohner Mit bis zu 27 Metern Länge und bis zu 80 Tonnen Gewicht ist der Finnwal (Balaenoptera physalus) nach dem Blauwal das zweitgrößte Tier der Erde – dabei ist die in der nördlichen Hemisphere lebende Unterart (Balaenoptera physalus physalus) ein bis eineinhalb Meter kürzer als sein Pendant auf der Südhalbkugel (Balaenoptera physalus quoyi). Finnwale haben eine dunkelgraue Oberseite und eine leuchtend weiße Unterseite. Besonders markant ist die asymmetrische Färbung des Unterkiefers: die rechte Seite ist weiß, die linke grau gefärbt. Status: Gefährdet Population: ~ 100.000 Lebensraum: Tiefe Gewässer auf offener See Finnwale sind Tieftaucher Der Finnwal gehört zu den Bartenwalen und ernährt sich vornehmlich von Krill, den er mit […]

Buckelwal

Springender Akrobat Der Buckelwal (Megaptera novaeangliae) beugt beim Abtauchen seinen Rücken und bildet dabei einen Buckel. Sie sind die Akrobaten und Sänger unter den großen Walen: Buckelwale zeigen spektakuläre Sprünge, bei denen sie oft den ganzen Körper aus dem Wasser katapultieren, und klatschen mit Brust- und Schwanzflossen auf die Wasseroberfläche. Dies dient offenbar vor allem der Kommunikation mit anderen, weiter entfernten Walen. Status: Nicht gefährdet Population: 60.000 Lebensraum: Alle Meere Buckelwale sind berühmte Sänger Berühmtheit erlangten Buckelwale vor allem wegen ihres einzigartigen Gesangs: Dieser Laut ist nicht nur einer der vielfältigsten im gesamten Tierreich, sondern mit 190 Dezibel auch einer der lautesten. Der Gesang ist aus einzelnen, sich wiederholenden Strophen […]

Blauwal

Das größte Tier der Welt Blauwale (Balaenoptera musculus) gehören zu den Bartenwalen und sind in allen Ozeanen der Welt zu finden (außer Arktis, Mittelmeer und Beringsee). Aufgrund ihres geografischen Vorkommens werden sie in drei Unterarten gegliedert – den gewöhnlichen Blauwal (Balaenoptera musculus musculus), den Zwergblauwal (Balaenoptera musculus brevicauda) und den Antarktischen Blauwal (Balaenoptera musculus intermedia). Status: Stark gefährdet Population: 10.000 bis 25.000 Tiere Lebensraum: Alle Meere Blauwale sind Giganten der Meere Sie sind Hochseebewohner, die nur sehr selten in Küstennähe gesichtet werden. Die Giganten der Meere haben die Länge eines Airbus A320 und wiegen so viel wie circa 70 Nashörner oder 2.500 Menschen. Während Männchen etwas kleiner bleiben, können Weibchen […]

Vaquita

Akut vom Aussterben bedroht Der Kalifornische Schweinswal (Phocoena sinus), auch Vaquita genannt, ist einer der seltensten Meeressäuger. Die IUCN listet ihn unter den 100 meist bedrohten Arten der Welt. Die Tiere leben ausschließlich in einem kleinen Gebiet des Golfs von Kalifornien, in mexikanischen Gewässern – in einem Kerngebiet von nur 2.500 km². Status: Vom Aussterben bedroht Population: < 25 Lebensraum: Küstennahe Gewässer Der Vaquita ist der seltenste Meeressäuger Der spanische Name „Vaquita“ bedeutet „kleine Kuh“, wegen der Laute, die er von sich gibt. Der Vaquita hat einen rundlichen Kopf, ein stumpfe Schnauze mit einer charakteristischen dunklen Färbung, einen dunklen Ring um das Auge und spatelförmige Zähne. Mit einer Länge von maximal […]

Orca

Der größte Delfin ist schwarz-weiß Der Orca oder auch großer Schwertwal (Orcinus orca) erhielt seinen Namen wegen seiner langen Rückenflosse, die bis zu zwei Meter lang werden kann – dem „Schwert“. Mit seiner schwarz-weißen Körperzeichnung ist er unverwechselbar; mit einer Länge von knapp zehn Metern und einem Gewicht von neun Tonnen ist er der mit Abstand größte Delfin. Lange wurde der Schwertwal als „Killerwal“ verunglimpft, dabei ist kein einziger Mensch in der Natur bisher durch einen Orca getötet worden. Status: Ungenügende Datengrundlage Population: 50.000 Lebensraum: Kalte und küstennahe Gewässer Orcas jagen auch in der Gruppe Das wüste Image hat der Schwertwal wohl vor allem wegen seiner ausgeklügelten Jagdmethoden: So wurden Orca-Gruppen […]