Coronaviren und der Tierhandel

Coronaviren und der Tierhandel

29. Januar 2020 (Update 14. Februar 2020). Der globale Wildtierhandel als tickende Zeitbombe. Derzeit dominiert ein neues Coronavirus die internationalen Schlagzeilen, denn trotz des Abriegelns von Millionenstädten in China breitet sich das Virus rasant aus (Stand vom 14.02.2020: 1.384 Tote und 64.447 bestätigte Infizierte). Der Erreger stammt offenbar von einem Fischmarkt in Wuhan, wo auch Schlangen- und Schuppentierfleisch zum Verzehr verkauft wurde. Eigentlich kommt das Virus in Fledermäusen vor – es wurde zunächst angenommen, eine der verkauften Schlangen hätte sich über das Fressen einer Fledermaus infiziert; erwiesen ist der Übertragungsweg jedoch noch nicht. Forscher vermuten inzwischen, dass Schuppentiere den Erreger übertragen haben könnten. Die Tiere, auch Pangoline genannt, werden in […]

Artenschützer warnen: Tierhandel nach Europa ist Gesundheitsrisiko

München, den 28. Januar 2020. China ist größter Lieferant für lebende Reptilien in die EU. Artenschützer warnen vor dem potentiellen Einschleppen von Krankheiten über den weltweiten Tierhandel. „Wildtiere tragen Erreger in sich, die für den Menschen oder andere Tierarten gefährlich oder gar tödlich sein können. Darunter sind Lungenerkrankungen, Hirnhautentzündungen oder Affenpocken, die unter Umständen sogar bis zum Tod führen“, berichtet Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. „China hat infolge der aktuellen Coronavirus-Epidemie gerade den nationalen Handel mit Wildtieren ausgesetzt. In die EU dürfen jedoch weiterhin Wildtiere auch aus Fernost importiert werden.“ China ist derzeit der wichtigste Lieferant für lebende Reptilien in die EU: Allein im Zeitraum 2014 bis 2018 importierten […]