Coronaviren und der Tierhandel

Coronaviren und der Tierhandel

29. Januar 2020 (Update 26. März 2020). Der globale Wildtierhandel als tickende Zeitbombe. Derzeit dominiert ein neues Coronavirus die internationalen Schlagzeilen, denn trotz des Abriegelns von Millionenstädten in China, von Grenzen in Europa und Ausgangssperren in zahlreichen Ländern weltweit breitet sich das Virus rasant aus. Der Erreger stammt offenbar von einem Fischmarkt in der chinesischen Stadt Wuhan, wo auch Schlangen- und Schuppentierfleisch zum Verzehr verkauft wurde. Eigentlich kommt das Virus in Fledermäusen vor. Es wurde zunächst angenommen, eine der verkauften Schlangen hätte sich über das Fressen einer Fledermaus infiziert. Danach vermuteten Forscher, dass Schuppentiere den Erreger übertragen haben könnten; erwiesen ist der Übertragungsweg jedoch nicht. Fakt ist: Dank Globalisierung kann […]

Artenschützer warnen: Tierhandel nach Europa ist Gesundheitsrisiko

München, den 28. Januar 2020. China ist größter Lieferant für lebende Reptilien in die EU. Artenschützer warnen vor dem potentiellen Einschleppen von Krankheiten über den weltweiten Tierhandel. „Wildtiere tragen Erreger in sich, die für den Menschen oder andere Tierarten gefährlich oder gar tödlich sein können. Darunter sind Lungenerkrankungen, Hirnhautentzündungen oder Affenpocken, die unter Umständen sogar bis zum Tod führen“, berichtet Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. „China hat infolge der aktuellen Coronavirus-Epidemie gerade den nationalen Handel mit Wildtieren ausgesetzt. In die EU dürfen jedoch weiterhin Wildtiere auch aus Fernost importiert werden.“ China ist derzeit der wichtigste Lieferant für lebende Reptilien in die EU: Allein im Zeitraum 2014 bis 2018 importierten […]