Klimawandel: Die Folgen für Wildtiere

Klimawandel: Die Folgen für Wildtiere

Todesfalle Treibhaus. Noch immer gibt es die Leugner des menschengemachten Klimawandels – ihr bekanntester Vertreter ist derzeit US-Präsident Donald Trump. Auch wenn es in der Erdgeschichte immer wieder Wärmeperioden gab: Diesmal ist es der Mensch, der durch sein Konsumverhalten einen rasanten Klimawandel verursacht. Die verheerenden Brände in Australien, die seit Herbst 2019 wüten, haben viele Millionen Wildtiere das Leben gekostet. Und selbst die, die zunächst überlebt haben, stehen vor einem Desaster: Pflanzenfresser finden keine Nahrung mehr, Bäume als Brutplätze und Ruheräume sind verloren und Büsche als Verstecke vor Fressfeinden fehlen. Die Brände wurden durch eine Kombination an anhaltender Dürre und erhöhten Temperaturen ausgelöst – ein aktuelles Beispiel dafür, was die […]

Wollaffe

Eine aussterbende Art in Südamerikas Wäldern Der Wollaffe (Lagothrix) ist ein relativ großer Affe, der sich in Südamerikas Wäldern in den Baumwipfeln hin und her schwingt. Den Schwanz verwendet er dabei geschickt wie die Füße oder Hände. Er zeichnet sich durch ein sehr dichtes und wollartiges Fell aus, das ihm auch seinen Namen gibt. Status: vom Aussterben bedroht Population: k.A. Lebensraum: Wälder Verbreitung: Südamerika Flauschige Familientiere Der Wollaffe ist sehr gesellig und lebt in Familienverbänden, die sich zu größeren Gruppen zusammenschließen. Die Tiere kommunizieren untereinander über Gesichtsausdrücke und Schreie. Auch die gegenseitige Fellpflege und das Teilen der Nahrung sind Zeichen der Zusammengehörigkeit. Wollaffen sind primär Vegetarier und ernähren sich von […]

Schimpanse

Der Schimpanse, unser nächster Verwandter Sehen wir einen Schimpansen, erinnert er uns stark an uns selbst: Gesicht, Hände, sogar Fingernägel ähneln uns sehr. Und tatsächlich: Der Schimpanse ist mit einer genetischen Übereinstimmung von 98 Prozent unser nächster Verwandter. Status: Stark gefährdet Population: 170.000 – 300.000 Tiere Lebensraum: Regenwald und baumarme Savannen Verbreitung: Mittleres Afrika Schimpansen können bis zu 60 Jahre alt werden Gemeinsam mit den Orang-Utans, den Gorillas und dem Menschen bilden die Schimpansen die Familie der Menschenaffen. Zur Gattung der Schimpansen zählen zwei Arten: der Gemeine Schimpanse (Pan troglodytes), der in Äquatorialafrika zu finden ist, und der nur in der Demokratischen Republik Kongo vorkommende Bonobo (Pan paniscus). Es gibt insgesamt […]

Orang-Utan Trekking: Kein Artenschutz

Orang-Utan Trekking: Kein Artenschutz

26. November 2019. Konflikte und Krankheiten beim Trekking in Indonesien und Malaysia. Gorilla-Trekking schützt Gorillas. Diese Form des Tourismus hat sich als hilfreich für den Schutz der Menschenaffen erwiesen, mit Vor- und Nachteilen natürlich (mehr zu dieser Diskussion). Warum sollte also Orang-Utan-Trekking nicht Orang-Utans schützen? Weil es meistens falsch gemacht wird. Wer auf Biegen und Brechen einen wildlebenden Orang-Utan in Indonesien oder Malaysia sehen will, kann großen Schaden anrichten. In mindestens vier angeblich ethisch geführten Stationen werden im Moment Begegnungen mit semi-wilden Orang-Utans angeboten: Sepilok und Semenggoh auf der malaysischen Seite Borneos, Tanjung Puting auf der indonesischen Seite und Bukit Lawang auf Sumatra. Über alle Orte gibt es verstörende und […]

Plumplori

Nachtaktive Baumbewohner Plumploris (Nycticebus spp.), im Englischen „slow loris“ genannt, sind echte Lebenskünstler. Ihr Körperbau verrät bereits ihre Überlebensstrategie, denn sie sind deutlich gedrungener als ihre Verwandten, die Schlankloris in Indien und Sri Lanka. Der kräftige Körperbau der Plumploris ist für ihre langsame Fortbewegung verantwortlich. Mindestens acht Plumplori-Arten gibt es, darunter den Zwerg-Plumplori (Nycticebus pygmaeus) und den Sunda-Plumplori (Nycticebus coucang). Status: vom Aussterben bedroht Population: unbekannt Lebensraum: Regenwald und andere Wälder Verbreitung: Südostasien Der Plumplori: Unauffällig und wehrhaft Plumploris sind etwa 18 bis 38 Zentimeter groß, gemessen von Kopf bis Fuß; einen Schwanz haben sie nicht. Sie wiegen maximal zwei Kilogramm. Besonders auffällig sind ihre großen, runden Augen und ihre […]

Mitmachaktion: Stoppt den Verkauf von Wildtierprodukten!

Mitmachaktion: Stoppt den Verkauf von Wildtierprodukten!

22. November 2019. Wildtiere sterben für Schnickschnack auf Etsy ETSY, mit Sitz in New York, ist eines der weltweit führenden Online-Einkaufsportale für „handgemachte Produkte und Künstlerbedarf“. Das klingt erstmal nach Vintage und selbstgestrickten Socken, aber was sich im ETSY-Online-Katalog auch in Deutschland so alles findet, ist gruselig, makaber und tierverachtend: Tote Fledermäuse, eingeschweißt und im Zehnerpack als Halloween-Deko, oder wahlweise auch am „heidnischen, makabren Gothic Hexen-Halsband“ als Anhänger befestigt Getrocknete Seepferdchen als Ohrring; oder sollen es eher die Seepferdchen-Babys in der Harzbrosche sein? Schlüsselanhänger aus Eidechsen- oder Pythonleder, neonfarben eingefärbt – schließlich soll es ja stylisch sein Stulpen aus Kojotenfell – dazu gibt’s die passenden Ohrringe aus Kojoten-Krallen Ausgestopfte Ratten […]

Orang-Utan

Asiens letzte Menschenaffen Orang-Utan (englisch: Orangutan) bedeutet auf malaiisch „Waldmensch“, und das hat einen guten Grund. Die drei Arten Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus), der seltenere Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii) und der auf Sumatra erst 2017 entdeckte Tapanuli-Orang-Utan (Pongo tapanuliensis) sind die größten auf Bäumen lebenden Tiere. Ihr Zuhause ist versteckt in den blätterdichten Baumkronen in Tieflandregenwäldern und Sumpfgebieten. Status: vom Aussterben bedroht Population: ca. 115.000 Lebensraum: Sumpf- und Regenwald Verbreitung: Borneo und Sumatra (Indonesien) Waldmenschen auf Bäumen Wie alle Menschenaffen sind Orang-Utans tagaktiv. Nachts schlafen sie hoch oben in Bäumen in (täglich neuen) selbstgebauten Nestern aus Blättern und Ästen, in die sie sich gemütlich einrollen. Die Tiere pfeifen zum Spaß, küssen sich […]

Koboldmaki

Akut bedrohte Mini-Primaten Koboldmakis (wissenschaftlich Tarsiidae) sind kleine, nachtaktive, baumbewohnende Primaten, die auf einigen Inseln Südostasiens leben. Koboldmakis kommen auf Indonesien und den Philippinen vor, wobei das Verbreitungsgebiet sehr beschränkt ist. Sie leben in Wäldern, aber auch Sumpfgebieten mit Pflanzendickichten. Status: gefährdet bis stark gefährdet Population: k.A. Lebensraum: Wälder, Sumpfgebiete Verbreitung: Südostasien Vorlage für Meister Yoda? Aber nicht nur die großen Augen sind skurril. Alles am Koboldmaki wirkt irgendwie zu groß für seinen 13 Zentimeter großen, zierlichen Körper. Große, spitze Ohren, knöchrige, lange Finger und Füße sowie ein Schwanz, der doppelt so lang ist wie der Körper. All diese Besonderheiten haben eine spezielle, wichtige Funktion, damit Koboldmakis überleben können. Die […]

Gorilla

Sanfte Riesen und aussterbende Verwandte Es gibt zwei Arten dieser faszinierenden Menschenaffen: Den Westlichen Gorilla (Gorilla gorilla) mit den Unterarten Westlicher Flachlandgorilla und Cross-River-Gorilla sowie den etwas größeren Östlichen Gorilla (Gorilla beringei) mit den Unterarten Berggorilla und östlicher Flachland- beziehungsweise Grauer-Gorilla. Status: vom Aussterben bedroht Population: ca. 150.000 – 250.000 Lebensraum: Auen- und Sekundärwälder Verbreitung: mittleres Afrika Gorillas: die größten Menschenaffen Mit bis zu 250 Kilogramm, 1,75 Metern Höhe und einer Spannweite von bis zu 2,75 Metern sind männliche Gorillas die größten Menschenaffen. Die sanften Riesen leben in Haremsgruppen und ernähren sich vegetarisch – während bei den Westlichen die Gruppengröße nur vier bis acht Individuen ausmacht, sind die Gruppen des […]

Berberaffe

Nordafrikas einzige Primaten Berberaffen (Macaca sylvanus) sind schon rein geografisch ganz besondere Affen: Die Tiere sind die einzigen Primaten, die im nördlichen Afrika (im Atlasgebirge in Marokko und Algerien) leben und die einzigen Makaken, die außerhalb Asiens vorkommen. Eine kleine Population von 200 Tieren wurde sogar in Europa, auf dem Felsen von Gibraltar, angesiedelt. Status: Stark gefährdet Population:ca. 9.000 Lebensraum: Zedern- & Eichenwald Verbreitung: Nördliches Afrika (Marokko, Algerien), Gibraltar Arbeitsteilung bei der Erziehung Der Berberaffe wird mit vier bis sechs Jahren geschlechtsreif; das Weibchen bekommt nach einer Tragezeit von circa 165 Tagen ein Junges, das zunächst schwarzes Fell hat, welches sich erst nach einigen Monaten umfärbt. Bei den Berberaffen kümmern […]