Mitmachaktion: Stoppt den Verkauf von Wildtierprodukten!

Mitmachaktion: Stoppt den Verkauf von Wildtierprodukten!

27. November 2018 Wildtiere sterben für Schnickschnack ETSY, mit Sitz in New York, ist eines der weltweit führenden Online-Einkaufsportale für „handgemachte Produkte und Künstlerbedarf“. Das klingt erstmal nach Vintage und selbstgestrickten Socken, aber was sich im ETSY-Online-Katalog auch in Deutschland so alles findet, ist gruselig, makaber und tierverachtend: Tote Fledermäuse, eingeschweißt und im Zehnerpack als Halloween-Deko, oder wahlweise auch am „heidnischen, makabren Gothic Hexen-Halsband“ als Anhänger befestigt Getrocknete Seepferdchen als Ohrring; oder sollen es eher die Seepferdchen-Babys in der Harzbrosche sein? Schlüsselanhänger aus Eidechsen- oder Pythonleder, neonfarben eingefärbt – schließlich soll es ja stylisch sein Stulpen aus Kojotenfell – dazu gibt’s die passenden Ohrringe aus Kojoten-Krallen Ausgestopfte Ratten im Sado-Maso-Dress […]

Geschützte Tiere am Jackenkragen

München, den 27. November 2018. Fallenjagd für Pelzjacken – EU einer der größten Absatzmärkte. 15 Prozent der Pelze im Handel stammen aus der Wildnis. Darunter sind auch hunderttausende Felle geschützter Arten, die allein die EU in den vergangenen zehn Jahren eingeführt hat. Vom patagonischen Fuchs bis zum Rotluchs landen die Pelze zahlreicher geschützter Tiere an Jackenkrägen oder Ärmelaufschlägen. Die EU ist einer der Hauptabsatzmärkte für Felle aus Fallenjagd. Im Zeitraum von 2008 bis 2017 importierte die EU folgende Arten, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES) geschützt sind: – Knapp 200.000 ganze Felle und mehrere tausend Hautstücke geschützter Füchse (vor allem aus Argentinien) – fast 110.000 Häute und Hautstücke von […]

Australiens millionenfacher Känguru-Abschuss

13. November 2018. Filmvorführung „Kangaroo – A Love Hate Story“ in München. Mehr als 1,5 Millionen Kängurus werden in Australien jährlich legal und systematisch erschossen. Spezialisierte Unternehmen verarbeiten bis zu 4.000 Kängurus pro Tag – sie alle stammen aus freier Natur. Die Jagd auf Kängurus ist weltweit die größte Tötung an landlebenden Wildtieren. Der Dokumentarfilm „Kangaroo – A Love-Hate Story“ zeigt das Schicksal von Millionen Tieren, deren Spuren auch nach Deutschland führen. Deutschland ist drittgrößter Importeur von Kängurufleisch und -leder. Als Steak, Haustierfutter oder Fußballschuhe werden Kängurus von deutschen Supermarktketten wie Rewe, Metro, V-Markt und Sportherstellern wie von Nike, Adidas und Puma angeboten. Der Deutsche Tierschutzbund und Pro Wildlife zeigen […]

Pelz: Fallenjagd auf Kojote, Luchs, Waschbär & Co.

Pelz: Fallenjagd auf Kojote, Luchs, Waschbär & Co.

22. November 2018 In der Falle: Vom langsamen Sterben für fragwürdige Pelz-Mode. „Aber eine Jacke mit Kojote ist doch okay, oder? Das ist doch nachhaltig“ sprach mich letztens ein Bekannter an, obwohl er meine Einstellung zu Pelzen kennt. Mit Pelzen verbindet er (und sicher auch die allermeisten Leute) Bilder vom Elend auf nordeuropäischen Fuchs- und Nerzfarmen oder die gruseligen Videos, wie Marderhunde auf chinesischen Pelzfarmen totgeknüppelt werden. Kojoten-Pelz dagegen stammt aus der nordamerikanischen Fallenjagd – das klingt für viele erst mal nach weitem Land, Trapper-Romantik und Naturverbundenheit. Deshalb vielleicht seine Frage, ob das nicht okay sei… Vielleicht gilt Marderhund inzwischen als Billigware, vielleicht haben die Bilder seiner grausamen Tötung die […]

Walfangverbot bleibt in Kraft

Walfangverbot bleibt in Kraft

Vier Mal bereits stand das Moratorium auf der Kippe. Seit seiner Gründung 1999 kämpft Pro Wildlife dafür, dass das kommerzielle Moratorium der Internationalen Walfangkommission (IWC) bestehen bleibt. Mehrfach stand das seit 1986 geltende Walfangverbot bereits vor dem Ende. Denn Länder wie Japan, Island und Norwegen fordern vehement die Freigabe der Jagd und einige Länder arbeiten immer wieder an gefährlichen Kompromissen mit, teils sogar in guter Absicht. Doch immer wieder konnte Pro Wildlife maßgeblich dazu beitragen, dass diese Angriffe ins Leere liefen und das Moratorium weiterhin jedes Jahr tausenden Großwalen das Leben rettet: 2000 und 2001 legte Irland auf der IWC-Tagung den sogenannten „Irischen Vorschlag“ vor – dieser hätte den Walfangländern […]

Massenhaftes Töten einer Art: Sind Keulungen sinnvoll?

Massenhaftes Töten einer Art: Sind Keulungen sinnvoll?

13. November 2018 Afrikanische Schweinepest: Warum das Töten nicht hilft. Unter Deutschlands Schweinebauern geht die Angst um. Im September wurden in Belgien mehrere Wildschweine gefunden, die an der sogenannten Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestorben waren. Damit wurde diese hoch ansteckende Viruserkrankung nun in drei deutschen Nachbarländern nachgewiesen: Polen, Tschechien und Belgien. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die ASP auch Deutschland erreicht. Das Virus ist zwar für den Menschen ungefährlich, allerdings ist es eine große Gefahr für Wild- und Hausschweine. Bei Schweinen kann die Krankheit innerhalb von 48 Stunden zum Tod führen – und nach einem Impfstoff suchen Wissenschaftler bisher vergeblich. Deshalb schlagen Schweinezüchter und Mastbetriebe in […]

EAGLE: Schlag gegen illegalen Handel in Guinea

EAGLE: Schlag gegen illegalen Handel in Guinea

Verhaftung von hohem Beamten in Guinea. Ofir Drori und dem EAGLE-Netzwerk ist ein weiterer wichtiger Schlag gegen den illegalen Tierhandel und die Trophäenjagd in Afrika gelungen. Nach Monate langen Undercover Recherchen des EAGLE-Teams wurde im Oktober der Leiter der Abteilung für Wildtiere im guineischen Umweltministerium verhaftet. Ihm wird vorgeworfen ein illegales Jagdreservat in einem abgelegen und sehr artenreichen Gebiet Guineas errichtet zu haben. Dieses verpachtete er über Jahre an einen Spanier, der Geld von Trophäenjägern aus aller Welt erhielt, um dort Elefanten, Leoparden, Bongos, Nilpferde und viele andere in Guinea streng geschützte Arten zu erlegen. Trotz des staatlichen Schutzes für die Tiere in Guinea warb der Spanier für seine Trophäenjagden […]

Ergebnisse der EXOPET-Studie

Ergebnisse der EXOPET-Studie

Forderungen der Tier- und Naturschutzverbände an die Politik Die EXOPET-Studie wurde 2015 vom Bundeslandwirtschaftsministerium in Auftrag gegeben, um Tierschutzprobleme im Handel und der Privathaltung von Wildtieren zu untersuchen. Unter anderem aufgrund der mehrjährigen Dauer dieser Studie wurden Teile des Koalitionsvertrages von 2013, die strengere Regelungen von Handel und Haltung vorsahen, in der letzten Legislaturperiode nicht umgesetzt. Die EXOPET-Studie wurde an den Universitäten Leipzig (Vögel, Amphibien und Reptilien) und München (Säugetiere und Fische) durchgeführt. Unabhängig von den nachfolgenden Kommentaren zu den Ergebnissen und Empfehlungen der EXOPET-Studie verweisen die oben aufgeführten Verbände auf das gemeinsame Positionspapier von 16 deutschen Tier-, Natur- und Artenschutzverbänden vom März 2018. Dieses fordert u.a., dass nur noch […]