Korallensterben in den Weltmeeren

Korallensterben in den Weltmeeren

31. Juli 2018 Zurück bleibt eine bleiche Unterwasserwüste. “Hawaii verbietet Sonnencreme” – so lautete eine außergewöhnliche Schlagzeile, die Anfang des Sommers im Internet für Aufmerksamkeit sorgte. Was war da los? Will Hawaii seine Touristen loswerden? Nein. Es geht um ein ganz anderes, viel größeres Problem: Der Stoff Oxybenzon, der leider in vielen Kosmetika und auch in Sonnencremes verwendet wird, ist hochgiftig für das Ökosystem unter Wasser. Besonders die bunten Korallen vor der Küste leiden unter diesen Giften, denn sie dringen tief bis in die Zellen der empfindlichen Lebewesen vor und führen zur tödlichen Korallenbleiche. Leider nur ein Grund von vielen, wieso die “Regenwälder der Meere”, wie die wunderschönen Korallenriffe auch […]

Malawisee-Buntbarsche im Aquarium

Malawisee-Buntbarsche im Aquarium

24. Juli 2018 Wildfänge in deutschen Wohnzimmern. Aquarium Gottes, See der Wunder, Lake of Stars – Der Malawisee (auch Njassasee) hat viele Spitznamen. Er ist 560 Kilometer lang, bis zu 80 Kilometer breit, bis zu 704 Meter tief und somit der neuntgrößte See der Welt. Bereits seit mehr als einer Millionen Jahre ruht der tiefe See im Ostafrikanischen Grabenbruch und beherbergt geschätzt 700 bis 800 Arten an Buntbarschen (Cichliden). Genau weiß es niemand, denn der Artenreichtum ist so groß, dass er kaum zählbar ist. So einzigartig ist diese Wasserwelt, dass ein Teil des Sees  zum UNESCO Weltnaturerbe erhoben wurde. Die Buntbarsche des Malawisees sind zum Teil quietschbunt und nahezu alle […]

Im Visier: Delfine und Kleinwale werden weltweit gejagt

Im Visier: Delfine und Kleinwale werden weltweit gejagt

Pro Wildlife Bericht zeigt Ausmaß und Grausamkeit der Delfinjagd Die meisten Leute denken beim Stichwort Delfinjagd an die blutigen Bilder aus der Bucht des japanischen Fischerstädtchens Taiji oder an die nordeuropäischen Färöer-Inseln. Doch die beiden sind bei weitem nicht die schlimmsten Delfinjäger, wie der neue Bericht von Pro Wildlife (hier zum pdf) zeigt: Gemeinsam mit den Organisationen Animal Welfare Institute und Whale and Dolphin Conservation hat Pro Wildlife im Sommer 2018 den Bericht „Small cetaceans, big problems“ veröffentlicht, zu Deutsch „Kleine Meeressäuger, große Probleme“. Der Bericht zeigt das fatale Ausmaß der weltweiten Jagd auf Delfine und Kleinwale, die im Gegensatz zu den Großwalen nicht durch das kommerzielle Moratorium der Internationalen Walfangkommission […]

IWC-Konferenz 2018: Das Moratorium steht unter Beschuss

IWC-Konferenz 2018: Das Moratorium steht unter Beschuss

Japan will grünes Licht für kommerziellen Walfang. Vom 10. bis 14. September 2018 findet in Florianopolis (Brasilien) die 67. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC 67) statt. Auf dem Spiel steht nicht weniger als die Zukunft des seit 1986 weltweit geltenden kommerziellen Walfangverbotes. Die Biologin Sandra Altherr nimmt seit 1999 für Pro Wildlife an den IWC-Verhandlungen teil – und berichtet ab dem 6. September live aus den Vortreffen und dem Konferenzraum. >> IWC-Tagebuch 2018 Alle zwei Jahre treffen sich die inzwischen 88 IWC-Mitgliedsstaaten, um über Walfang und Walschutzmaßnahmen zu streiten. Eine konstruktive Atmosphäre gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr, denn drei Länder – Japan, Norwegen und Island – nutzen […]

Invasive Arten in Deutschland

Invasive Arten in Deutschland

20. Juli 2018 Hilfe, die Aliens kommen. Viele Tierarten wandern, um sich erfolgreich fortzupflanzen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Daher ist es ganz normal, dass Tiere und Pflanzen neue Lebensräume besiedeln. Diese Fähigkeit wird auch angesichts des Klimawandels zur Erhaltung von Arten immer wichtiger werden. Organismen wandern allerdings normalerweise lokal, meist über kurze Distanzen in Gebiete mit ähnlichen Bedingungen, wobei Meere und Gebirge seit jeher natürliche Barrieren bilden. Diese sind für die meisten Arten unüberwindbar und grenzen verschiedene Lebensräume voneinander ab – wäre da nicht der Mensch. Er hilft vielen Tierarten bewusst oder unbewusst beim wandern und bringt sogenannte invasive Arten in neue Lebensräume. Vor allem seit dem Boom von Schifffahrt […]

Südafrika gibt 1500 Löwenskelette für Export frei

München, den 17. Juli 2018. Pro Wildlife fordert Handelsverbot.  Das südafrikanische Umweltministerium hat zum zweiten Mal Löwenskelette für den Export freigegeben. 1500 Stück dürfen legal gehandelt werden. Damit wurde Quote im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Im vergangenen Jahr hat Südafrika erstmals eine feste Exportquote für die Skelette von 800 Löwen veröffentlicht – diese Woche erhöhte das Umweltministerium die Quote unerwartet und drastisch. „Es gibt zunehmend Berichte von gewilderten Löwen, denen Körperteile und Knochen fehlen. Der legale Handel mit Löwenskeletten befeuert den illegalen Handel mit großen Raubkatzen – seien es Löwen, Tiger, Leoparden oder Jaguare. Den Knochen sieht niemand an, von welcher Art sie stammen und ob die Tiere gezüchtet […]

171.296 Unterschriften gegen den Handel mit Elfenbein

171.296 Unterschriften gegen den Handel mit Elfenbein

Juli 2018. Lückenloses Handelsverbot für Elfenbein jetzt! Mehr als 20.000 Elefanten sterben jedes Jahr, weil aus ihren Stoßzähnen Schmuck und Dekoartikel gemacht werden. 171.296 Menschen haben ihre Unterschrift gegeben, um den Handel mit Elfenbein in der EU endlich lückenlos zu verbieten. Pro Wildlife, IFAW und Rettet den Regenwald haben die Unterschriften im Bundesumweltministerium übergeben. Die Message ist klar: Deutschland muss endlich Verantwortung übernehmen und in der EU eine starke Verhandlungsrolle übernehmen, um die Elefanten zu schützen. Noch immer darf in Deutschland und in der EU antikes Elfenbein gehandelt werden. Doch weder Behörden noch private Käufer können ohne weiteres kontrollieren, wie alt das gehandelte Elfenbein tatsächlich ist und woher es stammt […]

Giftschlange to go – Tierhandel und private Tierhaltung müssen strenger geregelt werden

München, den 10. Juli 2018. EXOPET-Studie des BMEL bestätigt Kritik von Tierschützern Eine dreijährige Studie zu Tierschutzproblemen in der Haltung exotischer Haustiere („EXOPET“) im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums bestätigt dringenden Handlungsbedarf für Handel und Haltung exotischer Haustiere. „Missstände auf Tierbörsen und im Zoogeschäft, Exotenkauf im Internet, unwissende Privathalter – die EXOPET-Studie bestätigt, was wir seit vielen Jahren anprangern. Wir erwarten, dass die Bundesregierung nicht noch mehr Zeit verliert und nun endlich die Haltung von Wildtieren strenger regelt“, so die Biologin Sandra Altherr von Pro Wildlife. Die zentralen Empfehlungen im Abschlussbericht der EXOPET-Studie und die Bewertung durch Pro Wildlife: · Strikte Auflagen für Tierbörsen (z.B. Ausschluss gewerblicher Händler, kein Verkauf von Wildfängen, […]

Artensterben menschgemacht

Artensterben menschgemacht

10. Juli 2018 Bulldozer contra Tierhandel: Wer sind die größten Übeltäter? Im Artenschutz erlebt man teils bizarre Diskussionen: Wenn wir beispielsweise für eine seltene Echse aus den Regenwäldern Malaysias einen internationalen Handelsstopp aushandeln wollen, hören wir von Haltern exotischer Tiere, diese Echse hätte nur in ihrem Terrarium eine Überlebenschance. Private Exotenhaltung als Arche Noah – echt jetzt?? Gerne wird auch argumentiert, das Waldstück, in dem die Echse lebt, würde nur erhalten, wenn sich die Echse zu Geld machen lässt – ach ja?? Regierungen, die ihre letzten intakten Waldgebiete zerstören und in Plantagen verwandeln lassen, behaupten, dies sei ein Beitrag gegen Armut und Hunger – soso… Auch Trophäenjäger begründen ihr blutiges […]

Schluss mit dem Elfenbeinhandel in Deutschland und der EU

Hamburg, 05. Juli 2018. Petition mit über 171.000 Unterschriften übergeben Tier- und Artenschutzverbände übergaben gestern 171.296 Unterschriften gegen den Elfenbeinhandel an das Bundesumweltministerium. Die Petition der Organisationen IFAW (International Fund for Animal Welfare), Pro Wildlife und Rettet den Regenwald fordert ein konsequentes Verbot des Elfenbeinhandels in Deutschland und der EU. „Mehr als 20.000 Elefanten werden jedes Jahr wegen ihres Elfenbeins getötet“, so Robert Kless, Leiter des IFAW Deutschland. „Trotz eines Handelsverbotes wird weiterhin in Deutschland und der EU Elfenbein gehandelt – es gibt zu viele Ausnahmen und Schlupflöcher, die es Kriminellen leichtmachen, illegales Elfenbein in den legalen Markt zu schleusen. Wenn wir die Elefanten vor dem Aussterben retten wollen, brauchen […]