Japan am Pranger

München/Genf, 23. November 2017. Artenschutzkonferenz diskutiert Sanktionen wegen Japans Walfang Auf einem Treffen des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) von Montag, den 27.11., bis Freitag, den 1.12. in Genf, könnten erstmals CITES-Handelssanktionen gegen Japan beschlossen werden. Der Ständige Ausschuss von CITES hat es kommende Woche in der Hand, zu entscheiden, wie er auf Japans fortwährende Jagd auf Seiwale im Nordpazifik reagiert. Auf Drängen der Europäischen Union und vor allem Deutschlands steht das Thema am Montag auf der Tagesordnung des CITES-Treffens. Pro Wildlife wird vor Ort sein und fordert CITES auf, endlich Zähne zu zeigen und Japans anhaltende Artenschutzverstöße zu bestrafen. Japans Walfang – eine komplizierte Rechtslage Seit 1986 gilt ein weltweites kommerzielles […]

Artenschutzkonferenz beschließt Kontrolle Japans wegen Walfang

Artenschutzkonferenz beschließt Kontrolle Japans wegen Walfang

November 2017 (Update August 2019). Internationaler Rüffel gegen Japan. Zum ersten Mal in der Geschichte von CITES (auch Washingtoner Artenschutzübereinkommen) diskutierten die Mitgliedsstaaten im November 2017 auf dem Treffen des Ständigen Ausschusses konkrete Maßnahmen wegen Japans Walfang von Seiwalen im Nordpazifik. In einer Abstimmung wurde ein Kontrollbesuch Japans durchgesetzt. Für Japan ist das ein Affront, mussten sich doch bisher nur Länder wie Kongo, Nigeria, Laos oder Guinea derart überprüfen lassen beziehungsweise Sanktionen hinnehmen. Die Chance, Sanktionen gegen Japan zu verhängen, haben die Mitgliedsstaaten verpasst, doch das Thema wird 2018 erneut auf die Agenda kommen. Update August 2019: Auch auf den folgenden CITES-Treffen musste Japan weitere Kritik hinnehmen und Zugeständnisse machen. […]

Trophäenjagd: Elefanten schießen für den Artenschutz?

Trophäenjagd: Elefanten schießen für den Artenschutz?

23. November 2017. Nicht nur die USA, auch die EU-Staaten genehmigen die Einfuhr von Jagdtrophäen. Donald Trump ist immer für Überraschungen gut. Meistens für böse. Diesmal scheint es jedoch, als habe er sein Herz für Elefanten, die Wappentiere seiner Partei, entdeckt. Am 17. November hob die Naturschutzbehörde U.S. Fish and Wildlife Service, die dem passionierten Jäger Ryan Zinke untersteht, ein unter Barack Obama verhängtes Einfuhrverbot für Jagdtrophäen aus Simbabwe auf. Auch für die Einfuhr von Löwentrophäen wurden Erleichterungen in Aussicht gestellt. Diese Rolle rückwärts im Artenschutz ist nicht die erste der Trump-Regierung, doch sie löste zu Recht eine weltweite Welle der Empörung aus. Trump hob die Entscheidung seiner Behörde noch […]