Afrikanische Staaten fordern: Elfenbeinmärkte schließen

München, 28. November 2017. EU berät über Handelsbeschränkungen für Elfenbein Auf dem Ständigen Ausschuss des Artenschutzübereinkommens CITES in Genf appellierten Burkina Faso, Kongo, Kenia und Niger im Namen der 29 afrikanischen Staaten der African Elephant Coalition (AEC) sowie Tier- und Artenschutzorganisationen an die Staatengemeinschaft, ihre Elfenbeinmärkte zu schließen. „Die legalen Elfenbeinmärkte befeuern die Nachfrage und dienen als Deckmantel für den Handel mit gewildertem Elfenbein. Die legalen Märkte in Asien und auch in der EU werden für den Verkauf von illegalem Elfenbein genutzt. Sie müssen dringend geschlossen werden, um der Wildereikrise in Afrika zu begegnen“, erklärt Daniela Freyer von Pro Wildlife. Mehr als 20.000 Elefanten werden in Afrika jährlich wegen ihres Elfenbeins […]

Coltan und die Gorillas im Kongo

Coltan und die Gorillas im Kongo

28. November 2017 Unsere Handys bedrohen Grauer-Gorillas. Es piepst und klingelt in fast jeder deutschen Tasche. Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Was viele Menschen nicht wissen: Ihre Handys enthalten Coltan, einen sogenannten Konfliktrohstoff. Der Abbau von Coltan fördert bewaffnete Konflikte in der Demokratischen Republik Kongo (DRC). Und er trägt dazu bei, dass einer unserer engsten Verwandten vom Aussterben bedroht ist: Der östliche Flachlandgorilla, auch Grauer-Gorilla genannt. Wofür wird Coltan verwendet? Coltan ist ein Tantalerz. Der Abbau für den internationalen Markt bedient die Nachfrage für zahlreiche Elektrogeräte: Smartphones, Handys, Laptops, Navigationsgeräte, Herzschrittmacher, Hörgeräte – das Wundermineral ist fast überall drin, wenn auch in nur sehr geringen Mengen. Und […]

CITES-Ausschuss: Löwen sind die neuen Tiger

München, 27. November 2017. Studien bestätigen: Mehr als 70 Tonnen Löwenknochen für Medizinprodukte Zwei neue wissenschaftliche Studien bestätigen die Bedenken gegen den boomenden Handel mit Löwenknochen: Die Ausfuhr von Löwenknochen aus Afrika nach Asien hat sich demnach in den letzten Jahren Vervierfacht: Wurden zwischen 2008 und 2011 pro Jahr noch durchschnittlich 314 Genehmigungen für die Ausfuhr von Löwenskeletten erteilt, waren es zwischen 2012 und 2015 pro Jahr 1.312 Skelette. Löwenknochen werden in der Traditionellen Asiatischen Medizin seit 2008 als Ersatz für die im Handel verbotenen Tigerknochen eingesetzt. Pro Wildlife sieht in dem boomenden legalen Handel mit den Körperteilen eine Gefahr für die ohnehin bereits stark dezimierten Löwenbestände und andere Raubkatzen. […]

Japan am Pranger

München/Genf, 23. November 2017. Artenschutzkonferenz diskutiert Sanktionen wegen Japans Walfang Auf einem Treffen des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) von Montag, den 27.11., bis Freitag, den 1.12. in Genf, könnten erstmals CITES-Handelssanktionen gegen Japan beschlossen werden. Der Ständige Ausschuss von CITES hat es kommende Woche in der Hand, zu entscheiden, wie er auf Japans fortwährende Jagd auf Seiwale im Nordpazifik reagiert. Auf Drängen der Europäischen Union und vor allem Deutschlands steht das Thema am Montag auf der Tagesordnung des CITES-Treffens. Pro Wildlife wird vor Ort sein und fordert CITES auf, endlich Zähne zu zeigen und Japans anhaltende Artenschutzverstöße zu bestrafen. Japans Walfang – eine komplizierte Rechtslage Seit 1986 gilt ein weltweites kommerzielles […]

Artenschutzkonferenz beschließt Kontrolle Japans wegen Walfang

Artenschutzkonferenz beschließt Kontrolle Japans wegen Walfang

Internationaler Rüffel gegen Japan. Zum ersten Mal in der Geschichte von CITES (auch Washingtoner Artenschutzübereinkommen) diskutierten die Mitgliedsstaaten konkrete Maßnahmen wegen Japans Walfang von Seiwalen im Nordpazifik. In einer Abstimmung wurde ein Kontrollbesuch Japans durchgesetzt. Für Japan ist das ein Affront, mussten sich doch bisher nur Länder wie Kongo, Nigeria, Laos oder Guinea derart überprüfen lassen beziehungsweise Sanktionen hinnehmen. Die Chance, Sanktionen gegen Japan zu verhängen, haben die Mitgliedsstaaten verpasst, doch das Thema wird 2018 erneut auf die Agenda kommen.

Trophäenjagd: Elefanten schießen für den Artenschutz?

Trophäenjagd: Elefanten schießen für den Artenschutz?

23. November 2017 Nicht nur die USA, auch die EU-Staaten genehmigen die Einfuhr von Jagdtrophäen. Donald Trump ist immer für Überraschungen gut. Meistens für böse. Diesmal scheint es jedoch, als habe er sein Herz für Elefanten, die Wappentiere seiner Partei, entdeckt. Am 17. November hob die Naturschutzbehörde U.S. Fish and Wildlife Service, die dem passionierten Jäger Ryan Zinke untersteht, ein unter Barack Obama verhängtes Einfuhrverbot für Jagdtrophäen aus Simbabwe auf. Auch für die Einfuhr von Löwentrophäen wurden Erleichterungen in Aussicht gestellt. Diese Rolle rückwärts im Artenschutz ist nicht die erste der Trump-Regierung, doch sie löste zu Recht eine weltweite Welle der Empörung aus. Trump hob die Entscheidung seiner Behörde noch […]

Trump-Regierung hebt Importverbote für Elefanten-Jagdtrophäen auf

München, 17. November 2017. +++ Update +++ Donald Trump hat die Entscheidung in der Zwischenzeit rückgängig gemacht, die finale Entscheidung steht jedoch noch immer aus. Mehr Informationen: Trophäenjagd: Elefanten schießen für den Artenschutz? Artenschützer kritisieren politisch motivierte Aktion. Der U.S. Fish and Wildlife Service hat am 17. November das unter Obama verhängte Einfuhrverbot für Elefanten-Trophäen aus Simbabwe in die USA aufgehoben. Angeblich würde die Jagd auf Elefanten einen Beitrag zum Schutz der bedrohten Tiere leisten. Damit dürfen US-amerikanische Großwildjäger die Trophäen von dort erlegten Elefanten auch nachträglich noch in die USA einführen. Die US-Naturschutzbehörde macht somit ihre eigene Entscheidung von 2014 rückgängig, als sie wegen massiver Bedenken Einfuhrverbote für Jagdtrophäen von […]

Palmöl tötet Orang-Utans

Palmöl tötet Orang-Utans

14. November 2017 Ohne Palmöl (über)leben! Wussten Sie, dass wir hier in Deutschland regelmäßig einen Beitrag dazu leisten, dass jährlich tausend Orang-Utans sterben, ihr Zuhause verlieren, verbrennen, gefangen und sogar als Haustiere verkauft werden? Dass Wildtiere wie der Sumatra-Tiger oder der Borneo-Zwergelefant aussterben? Dass für unsere Schokolade-Gaumenfreude vielleicht jemand sein Zuhause verloren hat? Der Grund für das Leid und die Regenwald-Rodung ist Palmöl. In vielen Nahrungsmitteln, Kerzen, Reinigungsmitteln, Kosmetik und sogar in „Biosprit“ ist Palmöl enthalten – genauer genommen in jedem zweiten Produkt im Supermarkt. Eine Studie der GIZ hat gezeigt, dass Deutschland allein 2015 etwa 1,3 Millionen Tonnen Palmöl aus Indonesien und Malaysia importierte. Wo kommt Palmöl eigentlich her […]