Bahnbrechende Erfolge auf CMS-Artenschutzkonferenz in Manila

Manila/München, 28. Oktober 2017. Walhai, Löwe, Schimpanse und Co. erhalten strengeren Schutz Nach einer spannenden Woche voller kontroversen Diskussionen, ging die Vertragsstaatenkonferenz der Bonner Konvention (CMS) heute zu Ende. Unter dem Motto „Ihre Zukunft ist unsere Zukunft – Nachhaltige Entwicklung für Wildtiere und Menschen“ einigten sich Vertreter aus aller Welt auf grenzübergreifende Schutzmaßnahmen für mehr als 50 wandernde Tierarten, darunter Geier, Leoparden, Haie, Fledermäuse, Löwen, Elefanten und Schimpansen. Alle Anträge wurden von der Staatengemeinschaft angenommen! Was die Gastgeber Philippinen und die Co-Antragsteller Sri Lanka und Israel besonders glücklich machte, war die Zustimmung der Staatengemeinschaft, die friedlichen Walhaie auf Anhang I der Konvention zu listen. Drei weitere Haiarten (Engelhai, Blauhai und […]

Bonner Konvention: Besserer Schutz für Wildtiere

Bonner Konvention: Besserer Schutz für Wildtiere

Oktober 2017. Walhaie, Löwen, Giraffen, Schimpansen und viele andere Tierarten werden künftig besser geschützt – ein großer Erfolg unserer Arbeit. Auf der CMS (Bonner Konvention) haben wir uns für den grenzübergreifenden Schutz zahlreicher Arten eingesetzt und waren erfolgreich. Vier Haiarten wurden auf Anhang I gelistet und erfahren somit den strengsten Schutz der Konvention. Löwen wurden endlich auf Anhang II gelistet, obwohl es starken Gegenwind gegen den strengeren Schutz der Raubkatzen gab. Zudem wurden zum ersten Mal überhaupt Giraffen gelistet. Sie fallen vermehrt Wilderern zum Opfer und werden künftig besser geschützt.

Konferenz zum Schutz wandernder Arten

Konferenz zum Schutz wandernder Arten

CMS COP 12 – Their Future is Our Future Vom 23. bis 28. Oktober 2017 fand in Manila (Philippinen) die 12. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zum Schutz wandernder Arten (CMS) statt. Pro Wildlife war mit Wildlife-Managerin Adeline Fischer und Biologin Anina Schuller vor Ort vertreten, um den bestmöglichen Schutz für bedrohte Wildtiere mit auszuhandeln. Hier ihr Tagebuch von der Konferenz: Samstag, 28. Oktober 2017 Ein bisschen mulmig war es uns ja vor diesem letzten Tag, wo im Plenum alle hart errungenen Entscheidungen aus erster Instanz noch mal bestätigt werden mussten. Aber es ging alles nach Plan – und die 12. CMS-Konferenz lässt uns in Feierlaune zurück: Für über 30 wandernde Arten […]

Konvention zum Schutz wandernder Arten beginnt

München, 20. Oktober 2017. Grenzübergreifender Wildtierschutz angestrebt Von Schimpansen bis zu Walhaien: Vom 23. bis zum 28. Oktober verhandeln 124 Staaten über den Schutzstatus wandernder Arten auf der Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zum Schutz wandernder Arten (Bonner Konvention, englisch CMS). Auf der Konferenz auf den Philippinen stehen der grenzübergreifende Schutz von insgesamt 28 Arten sowie zahlreiche weitere Themen wie die Überfischung der Meere und Klimawandel auf der Tagesordnung. Unter anderem soll der Schutzstatus von Löwen, Giraffen und Walhaien verbessert werden. Insbesondere beim Schutz der Löwen werden hitzige Debatten erwartet. Bereits bei den Verhandlungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens Im Oktober 2016 lagen die Interessen eines strengeren Tier- und Artenschutzes denen der Vermarktung als […]

CMS – Die Bonner Konvention

CMS – Die Bonner Konvention

Übereinkommen zum Schutz wandernder wildlebender Tierarten. Die Wanderung von Tieren über nationale Grenzen hinweg ist ein weltweites Phänomen. Um die Tiere auf ihrer Reise besser schützen zu können, wurde 1979 das Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (englisch Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals, CMS) verabschiedet. Das Abkommen, nach seinem Gründungsort auch Bonner Konvention genannt, zählt heute 126 Mitgliedsstaaten. Das Übereinkommen koordiniert den internationalen Schutz wandernder Tierarten über politische Grenzen hinweg und ist Teil des UN-Umweltprogramms. Die Vertragsstaaten verpflichten sich, Maßnahmen zum weltweiten Schutz und zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten zu treffen. Etwa 6.000 bis 8.000 der uns bekannten Arten sind wandernde Tierarten. Diese […]

Ikamaperu: Schutz für Perus Affen

Ikamaperu: Schutz für Perus Affen

Die Affen in Peru brauchen nachhaltige Hilfe Peru ist eine biologische Schatzkammer – so reichhaltig sie ist, so bedroht ist sie auch. Mindestens 36 Affenarten leben hier. Abholzung und intensive Landwirtschaft zerstören ihren Lebensraum, auf ihren Spuren folgen Wilderer. Die Auffangstation Ikamaperu bietet Affenwaisen, deren Familien im Amazonas gewildert wurden, eine neue Heimat. Die Station arbeitet gemeinsam mit Pro Wildlife daran, neue Schutzgebiete ausweisen zu lassen. Seit 1999 kümmern sich Helene und Carlos Palomino um verwaiste Affenjunge und Tiere aus schlechter Haltung – und wildern sich nach Möglichkeit wieder aus. Fast 40 Tiere (Klammeraffen und Wollaffen) haben aktuell in der Station Ikamaperu eine neue Heimat und Schutz vor Wilderern und Tierschmugglern […]

Großbritannien will Elfenbeinhandel verbieten

München, 6. Oktober 2017. Artenschützer fordern globales Verbot, um Elefanten zu retten.  Die Regierung von Großbritannien hat heute angekündigt, dass sie den Handel von Elfenbein im Land sowie die Ein- und Ausfuhr verbieten will. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife fordert die zukünftige Bundesregierung auf, diesem Beispiel zu folgen und den Handel mit Elfenbein in Deutschland und der EU ebenfalls vollständig zu verbieten. „Der Elfenbeinhandel bedroht das Überleben der Elefanten und fördert global operierende kriminelle Netzwerke. Es ist höchste Zeit, ihn ein für allemal zu verbieten – auch in Deutschland und europaweit“, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. In der EU sind Handel, Ein- und Ausfuhr von Elfenbein bisher mit Einschränkungen erlaubt. […]

31.000 mal NEIN zu Shark City in Pfungstadt

München/Pfungstadt, 4. Oktober 2017 Tier- und Naturschützer senden Bürgermeister Koch Petitionen. Tier- und Naturschutzorganisationen aus ganz Deutschland und der Schweiz senden diese Woche mehr als 31.000 Unterschriften gegen den Bau des geplanten Hai-Aquariums Shark City an Pfungstadts Bürgermeister Patrick Koch. Die Unterschriften gesammelt haben Pro Wildlife, OceanCare, PETA Deutschland und Animal Public. Das kommerzielle Großprojekt ist seit Monaten in der Kritik – unter anderem, weil eigens hierfür Haie aus den Ozeanen eingefangen werden sollen und einige der geplanten Hai-Arten für eine Haltung in Gefangenschaft nicht geeignet sind. Die Kritik der Tier- und Naturschutzorganisationen hat viele Facetten. Beispielsweise werden fehlender Arten- und Tierschutz, fragwürdiger Bildungsanspruch und unglaubwürdige Steuereinnahmen bemängelt: „Die Betreiber […]

Welttierschutztag: So können wir im Alltag Wildtiere schützen

München, 02. Oktober 2017 Schon Kleinigkeiten können helfen Im Alltag Tiere schützen – manchmal sind es nur Kleinigkeiten, mit denen Verbraucher und Urlauber Tiere schützen können. Zum Welttierschutztag gibt Pro Wildlife Tipps, wie Wildtiere effektiv durch unser alltägliches Handeln geschützt werden können: Mode: Verzichten Sie auf Pelz, auch als Besatz am Kragen oder Bommeln an Mützen! Auf Farmen werden Tiere wie Marderhunde unter grausamen Bedingungen gehalten und getötet. In der Wildnis sterben Tiere wie Kojoten, verschiedene Fuchsarten oder Rotluchse in Fallen, um als Accessoire zu enden. „Auch auf Leder aus Schlangen sollten Verbraucher verzichten“, ergänzt Adeline Fischer von Pro Wildlife. „Die Tiere werden meist wild gefangen und grausam getötet. Echtes […]

Urlaubstipps für Tierschützer

Urlaubstipps für Tierschützer

123 Vieles, was Urlauber aus vermeintlicher Tier- und Naturliebe heraus unternehmen, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen oft als das Gegenteil. 456 Ein Elefantenritt, ein Delfinariumsbesuch, ein Foto mit einem Äffchen am Strand, eine Schildkröte retten oder eine Riesenmuschel als Reisesouvenir:Vieles, was Urlauber aus vermeintlicher Tier- und Naturliebe heraus unternehmen, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen oft als das Gegenteil.