Wald

Palmölplantagen in Kamerun

BaumrieseKamerun(c)ProWildlifeUS-Investment-Unternehmen bedroht biologische Schatzkammer

Im Südwesten Kameruns liegt eines der artenreichsten Gebiete Afrikas: Dort gibt es noch Waldelefanten, Nigeria-Schimpansen (die seltenste Unterart unserer nächsten Verwandten), Drills und viele andere bedrohte Arten. Nicht umsonst ist dieses Gebiet einer der 25 Biodiversitäts-Hotspots der Erde. Ausgerechnet hier - noch dazu inmitten von vier Schutzgebieten - will die US-Investment-Firma Herakles Farms riesige Palmöl-Plantagen anlegen. Der dichte Wald würde abgeholzt, wichtiger Lebensraum bedrohter zerstört - und tausende Menschen, die dort extensive traditionelle Landwirtschaft betreiben, würden ihre Lebensgrundlage verlieren.

bulldozerFabeJune2011(c)ProWildlifeEin abgekartetes Spiel?

Das kamerunische Recht verlangt, dass eine solche Palmöl-Plantage nur genehmigt werden kann, wenn zuvor eine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie zufriedenstellend ausgefallen ist. Doch Monate, bevor dies erfolgt ist, haben Herakles Farms und seine Tochterfirma "Sithe Global Sustainable Oils Cameroon" bereits mit der Rodung begonnen, um an mindestens zwei Stellen Baumschulen für tausende Ölpalmsetzlinge anzulegen. Ende August 211 wurde die lang erwartete Umweltverträglichkeitsstudie endlich veröffentlicht - voll mit manipulativen Informationen: Sie unterschlägt sowohl die Artenvielfalt der Region als auch den Widerstand der lokalen Bevölkerung und stellt das Projekt stattdessen als Beitrag zur Entwicklungshilfe dar. Pro Wildlife und andere Verbände intervenierten beim Umweltminister gegen die Studie. Der Geschäftsführer von Herakles Farms gibt sich jedoch schon Wochen vor der finalen Entscheidung siegesgewiss: Es sei keine Frage mehr. OB die Plantage kommt, sondern nur noch, wie groß sie werde....

palmoilnurseryCameroon(c)ProWildlife

Plantage im Kolonialstil

Die Grenzen der geplanten Konzession sind mit dem Lineal gezogen - ohne Rücksicht zu nehmen auf die seltenen Tiere, die hier leben. Über ein Dutzend der betroffenen lokalen Gemeinden haben inzwischen Protestbriefe an die Regierung geschickt, weil sie um ihren freien Zugang zu Waldprodukten wie Früchten, Wasser oder Brennholz fürchten. Wissenschaftler schlagen Alarm, weil sie die Ausrottung von Drills, Preuss-Meerkatzen und Nigeria-Schimpansen befürchten. Pro Wildlife und 80 weitere Verbände, darunter viele kleine Organisationen, die die schrecklichen Folgen industrieller Palmölplantagen aus eigenen Erfahrungen kennen, haben in einem offenen Brief an die Regierung Kameruns gefordert, das Projekt zu stoppen. Doch noch immer ist man in der Hauptstadt Yaounde scheinbar gewillt, die Plantagen abzusegnen - um jeden Preis:

Chimpanzee(c)LWCGewinner wäre nur der US-Konzern

Pro Wildlife liegt der Vertrag vor, den die Regierung Kameruns mit SG SOC abgeschlossen hat. Demnach muss die Firma auf zehn Jahre (!) keine Steuern zahlen und darf zudem auch noch das gesamte Holz der Konzessionsfläche von 60-70.000 Hektar verkaufen und den Gewinn einstecken. Die Regierung und die lokale Bevölkerung hingegen sind die Verlierer der Deals. Pro Wildlife, gemeinsam mit SAVE und Rettet den Regenwald, setzt auch weiterhin alles daran, dieses Projekt zu verhindern.

Helfen auch Sie:

  • Unterstützen Sie unsere Kampagne mit einer Spende (Stichwort Waldschutz)!

  • Protestieren Sie bei Herakles Farms!

 

Internationales Jahr der Wälder 2011

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Baumriese_Kamerun(c)PWWälder schützen – jetzt!

2009 war das Jahr der Gorillas, 2010 das Jahr der Biologischen Vielfalt. 2011 folgt das Jahr dessen, ohne das es weder Gorillas noch Biologische Vielfalt geben kann: Das Internationale Jahr der Wälder. Die Vereinten Nationen haben dazu aufgerufen, 2011 für eine nachhaltige Nutzung der Wälder und ihren dringenden Schutz zu werben. Diese breite Aufmerksamkeit haben Wälder  bitter nötig – denn jede Minute, Stunde um Stunde, Tag für Tag gehen weltweit 14 Hektar Wald verloren.

Was ist Wald eigentlich?

Für viele Regierungen, Verbände und Initiativen, die sich an dem Internationalen Jahr der Wälder beteiligen, ist der Wald ein Wirtschaftsgut. Ein äußerst lukrativer und profitabler Lieferant für Holz oder andere wertvolle Rohstoffe – und manchmal einfach nur eine Fläche, die den Äckern der Agrarindustrie weichen muss. Kompliziert klingt die Definition von "Wald" der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO – und dennoch äußerst aufschlussreich: Ein Wald ist laut FAO eine Landesfläche von mindestens 0,5 Hektar, von der mindestens 10 Prozent durch Baumkronen bedeckt sind. Um Ihnen das zu verbildlichen: Gemeint ist eine Fläche, halb so groß wie ein Fußballfeld. Von oben betrachtet dürfen 90% baumlos sein. Nimmt man diese Definition für bare Münze, so ist jeder größere Biergarten in Bayern ein "Wald"! Ob dies natürliche Wälder oder trostlose Plantagen sind, bleibt bei dieser Definition völlig offen. Also Hauptsache grün und ein wenig bewachsen? Auch in der deutschen Politik wird kaum zwischen Wald und Forst unterschieden. Stellt sich die Frage: Sehen diese Politiker den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr?

chestnut-mandibled_Toucan©MarinezillaPro Wildlife zumindest sieht das anders: Wälder sind weit mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Wälder sind Schatzkammern der Artenvielfalt, Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, sie sind Wasserspeicher, Erosionsschutz, die Lungen der Erde und Klima-Stabilisator zugleich. Diese faszinierenden und fragilen Ökosysteme gilt es zu schützen. Um dies zu erreichen, räumt Pro Wildlife mit weit verbreiteten Irrtümern auf, gibt Verbrauchertipps und fördert vor-Ort-Projekte in Kamerun und Madagaskar.


Die wichtigsten Irrtümer rund um den Wald

Warum in jeder Hautcreme ein Stück toter Regenwald steckt, warum das Steak vom Metzger nebenan ohne die Zerstörung des Amazonas viel teurer wäre, warum der Gartentisch aus legal gehandeltem Tropenholz den illegalen Holzhandel befeuert. Hier finden Sie Fakten, Daten und Hintergrundberichte dazu, wie und warum jeder Deutsche zur Entwaldung der Welt beiträgt.


Waldschutzprojekte vor Ort – und wie Sie uns unterstützen können:

 

Madagaskars Wälder retten

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Larvensifaka©ADES

Ein Paradies in Gefahr

logo_jdw(c)UNDie Vereinten Nationen haben 2011 zum „Internationalen Jahr der Wälder“ erklärt, um auf die rasante Vernichtung der Wälder und die Folgen für Mensch und Natur aufmerksam zu machen. Madagaskar ist eines der ärmsten Länder, hat eine der höchsten Abholzungsraten weltweit und ist Heimat einer einzigartigen Artenvielfalt: Alle hier lebenden Affenarten (wie Sifakas, Lemuren, Makis), 99,6 Prozent der Amphibien, über 95 Prozent der Reptilien und fast 90 Prozent aller Pflanzen kommen nur hier vor. Sie haben eines gemeinsam: ihre Lebensgrundlage ist der Wald – und genau das wird ihnen nun zum Verhängnis. Denn der Wald auf Madagaskar verschwindet in erschreckendem Tempo. Vier Fünftel der auf der Insel geschlagenen Bäume werden als Brennholz genutzt. Um die verbliebenen Wälder vor Rodung zu bewahren und das Klima zu schützen, fördert Pro Wildlife den Einsatz von Solarkochern.

FrauMitBrennholz©ADESMadagaskars Wälder enden als Brennholz

80 Prozent des Holzeinschlags auf Madagaskar dient dazu, den Bedarf für Brennholz zu decken. Die traditionelle Kochweise hat jedoch erhebliche Nachteile: Der Holzeinschlag dezimiert die ohnehin bereits stark geschrumpften Waldflächen Madagaskars erheblich, vor allem die artenreichen Dornbusch- und Trockenwälder werden geplündert. Auf den gerodeten Flächen spült Regen die dünne Humusschicht weg, die Erosion schreitet voran und hinterlässt eine karge, lebensfeindliche Landschaft. Auch für die Menschen ist das permanente offene Feuer schädlich: Der Rauch reizt die Atemwege und kann zu Erkrankungen führen, hinzu kommt die Verbrennungsgefahr.

Solarkocher©ADESMit Sonne kochen statt mit Holz

Mit seinem tropischen Klima und täglich bis zu neun Stunden Sonnenschein bietet Madagaskar ideale Voraussetzungen für die umweltfreundlichste Lösung: Solarkocher! Pro Wildlife unterstützt die madagassisch-schweizerische Organisation ADES dabei, Solarkocher in der Bevölkerung zu verbreiten. Ein Solarkocher kann 1,3 Hektar Wald jährlich retten und 2,5 Tonnen CO2 einsparen.

Wir brauchen Ihre Hilfe

Je mehr Familien wir mit Solarkochern ausstatten können, umso weniger Wald muss gerodet werden. Bitte unterstützen Sie dieses Projekt mit einer Spende! Jeder Beitrag trägt unmittelbar zu einer Verbesserung bei.

Mit einer Spende von 45 Euro ermöglichen Sie einer Familie in Madagaskar den Kauf eines Solarkochers (auf Spendenformular Stichwort "Solarkocher" auswählen). Die Familien selbst zahlen einen niedrigen Betrag dazu, der es selbst Armen ermöglicht, sich einen Solarkocher zu leisten und gleichzeitig sicher stellt, dass die Kocher nicht zweckentfremdet und pfleglich behandelt werden.

Spenden Sie für den Schutz von Madagaskars Wäldern!
Mit 45 Euro ermöglichen Sie den Kauf eines Solarkochers!

 

Klimarechner: Reise per Auto

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Importverbot für illegale Tropenhölzer

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Holztransport in Kamerun©Pro WildlifeDen Raubbau an den Wäldern beenden

Mit atemberaubender Geschwindigkeit fressen sich überall in den Tropen Kettensägen durch riesige Waldlfächen. Jede Minute verschwinden 14 Hektar Wald unwiderbringlich. Pro Wildlife setzt sich dafür ein, dass der Handel mit bedrohten Baumarten weltweit beschränkt wird. Gemeinsam mit anderen Umweltverbänden kämpften wir lange für ein Importverbot von illegal geschlagenem Holz in der EU, um den Raubbau an den Wäldern zu beenden. Mit Erfolg:

Am 7.Juli 2010 verabschiedete das EU-Parlament eine Verordnung, die die Einfuhr von illegal geschlagenem Holz in die EU verbietet! Die Verordnung tritt im Frühjahr 2013 in Kraft.

Illegaler Holzeinschlag lässt Wälder verschwinden

Der illegale Holzeinschlag ist eine der größten Gefahren für die Zukunft der Wälder geworden - vor allem in den Tropen. Allein in Brasilien wird 80 Prozent des Holzes illegal gefällt, in Gabun und Papua-Neuguinea sind es jeweils 70 Prozent, in Honduras bis zu 85 Prozent, und in Kambodscha schätzen Experten den Anteil sogar auf 94 Prozent. Noch immer darf  Tropenholz aus diesen Ländern ohne jegliche Auflagen in Länder der Europäischen Union importiert werden. Zu den begehrtesten Holzarten gehören Mahagoni, Ramin, Merbau, Rosenholz, Sipo und Sapele. Auch für Palisander und Ebenholz aus Madagaskar gibt es eine große Nachfrage in Europa. Diese und viele andere tropische Harthölzer sind in den Industrieländern heiß begehrt – mit katastrophalen Folgen für die Tropenwälder und die dort lebenden Arten.

Der lange Weg zu einem EU-Holzimport-Gesetz

Pro Wildlife und andere Verbände kämpfen seit Jahren für ein strenges EU-Holzimportgesetz, das die Einfuhr illegaler Hölzer beendet. Ein zäher Prozess: 

  • 2003 beschloss die EU einen Aktionsplan zur "Rechtsdurchsetzung, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor" (englisch FLEGT, Forest Law Enforcement, Governance and Trade). Als "zahnloser Tiger" hatte dieser Plan jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Holzimporte.
  • In Deutschland scheiterten Pläne für ein Urwaldschutzgesetz, das den Verkauf illegaler Hölzer innerhalb der Republik verboten hätte:  Nach dem Regierungswechsel im Herbst 2005 wollte die große Koalition die Pläne nicht umsetzen.
  • Im Dezember 2005 trat die EU-Verordnung 2173/2005 in Kraft, nach der die EU mit einzelnen Holzherkunftsländern freiwillige Partnerschaftsabkommen verhandeln sollte. Bis heute sind gerade einmal fünf Länder (Kamerun, Indonesien, Malaysia, Ghana und der Demokratischen Republik Kongo in den Verhandlungsprozess eingetreten. Und nur mit Ghana steht seit September 2008 überhaupt ein solches bilaterales Abkommen. Für alle anderen Holzherkunftsländer ist die EU noch immer ein völlig offener Absatzmarkt für illegale Hölzer.
  • Im Herbst 2008 endlich legte die EU-Kommission einen Entwurf für ein Gesetz zur Regelung der Holzeinfuhren vor, der jedoch massive Lücken aufwies. Unter Druck der Umweltverbände und des alarmierten EU-Parlaments wurde der Entwurf nachgebessert.
  • Im Dezember 2009 verwässerten die EU-Minister den Vorschlag des Parlaments wieder.
  • Am 7.Juli 2010 endlich verabschiedete das EU-Parlament eine Verordnung, auf die man sich mit dem Rat und der Kommission geeinigt hatte. Sie verbietet den Import illegaler Hölzer in die EU - allerdings erst ab Frühling 2013. Dann müssen nicht nur Importeure nachweisen, dass Holz aus legaler Quelle stammt, sondern die gesamte Verabreitungskette. Zu den Schwachstellen der Verordnung gehört, dass sie zwar einen legalen, nicht aber einen ökologisch nachhaltigen Einschlag fordert. Zudem sind Bücher und andere Druckerzeugnisse ausgenommen.

Handelsbeschränkungen für bedrohte Baumarten

Nur wenige Baumarten sind bislang durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES) geschützt. Hierzu gehören Mahagoni (Lateinamerika), Afrormosia (tropisches Afrika) und Sandelholz (Indien). Für diese Arten gelten weltweite Handelsbeschränkungen. 2004 konnten Pro Wildlife und andere Artenschützer erreichen, dass auch Ramin unter Schutz gestellt wurde. Dieser wertvolle Baum wächst ausgerechnet in den letzten Rückzugsgebieten der Orang-Utans auf Sumatra und Borneo. Pro Wildlife setzt sich dafür ein, dass noch weitere gefährdete Hölzer international geschützt werden.

Umweltsiegel: Sicherheit für Verbraucher?

Viele Holzprodukte in Baumärkten oder Möbelhäusern tragen sog. "Ökosiegel", die eine naturverträgliche Herkunft ausweisen sollen. Doch Siegel wie "aus staatlich betriebener Forstwirtschaft" oder "aus kontrollierter Holzwirtschaft" haben keine Aussagekraft. Das Zertifikat MTCC der Regierung Malaysias wird von unabhängigen Organisationen ebenso kritisiert wie das Label PEFC. In beiden Fällen ist sogar Kahlschlag in Urwäldern nicht auszuschließen. Viele Kunden glauben, Produkte "aus Plantagenwirtschaft" seien unbedenklich, da sie ja eigens angebaut würden. Doch Plantagen sind triste Monokulturen, in denen nur wenige Arten überleben können. Und noch immer werden Wälder abgeholzt, um neue Plantagen anlegen zu können. Selbst das häufig gelobte Siegel FSC (Forest Steward Council) gibt keine wirkliche Sicherheit: Noch immer ist Vieles in FSC-zertifizierten Einschlagsgebieten und Firmen im Argen. Und FSC-Artikel dürfen – je nach Produkt – bis zu 82,5 Prozent aus nicht-FSC-Quellen kommen und trotzdem das Siegel tragen (weitere Infos finden Sie in unserem Bericht "Affenschande" zu den Folgen des Tropenholzhandels).

Pro Wildlife empfiehlt deshalb umweltbewussten Verbrauchern: Greifen Sie zu Produkten aus heimischen Hölzern wie Ahorn, Buche, Eiche, Fichte, Lärche etc.. Wenn sich die Holzart nicht identifizieren lässt: Im Zweifelsfall lieber Finger weg!

Wald & Klima

Moyobamba, Peru©Pro WildlifeWaldschutz ist Artenschutz

Wildtiere brauchen intakte Lebensräume. Biologische Schatzkammern zu bewahren ist uns daher ein großes Anliegen. Mit Schutzzonen und der Renaturierung gerodeter Flächen bietet Pro Wildlife Wildtieren wie Wollaffen, Anden-Springaffen und Gelbbrustaras im Amazonasbecken eine Zuflucht. In Zentralafrika bewahren wir eines der letzten Rückzugsgebiete für die seltenen Cross-River-Gorillas.
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>> Internationales Jahr der Wälder 2011

Waldschutz vor Ort

Katta(c)BernardGagnon

Madagaskar: Solarkocher schützen Wälder

Gemeinsam mit der Organisation ADES fördert Pro Wildlife auf Madagaskar das Kochen mit Solarenergie. Denn 80 Prozent der Bäume auf Madagaskar werden als Brennholz oder für Holzkohle gefällt. Das Solarkocher-Projekt hilft, den Lebensraum von seltenen Arten wie Sifakas, Varis oder Kattas zu bewahren. Lesen Sie mehr...

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Wollaffe kletternd in Tarangue, Peru©N.StarnickPeru: Lebensraum für seltene Tierarten

Pro Wildlife und sein Projektpartner Ikamaperu haben sich zum Ziel gesetzt, den Lebensraum seltener Affen und anderer Wildtiere im Amazonasgebiet zu erhalten. In der Pufferzone des Pacaya Samiria National Reserve im Amazonas konnten wir bereits über 20.000 Hektar Primärwald langfristig unter Schutz stellen und damit  seltenen Tierarten ihren Lebensraum bewahren. Lesen Sie mehr...

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Westliche Gorillas©I.RedmondKamerun: Bienen sollen Gorillas retten

Im Kagwene-Schutzgebiet im Südwesten Kameruns leben die letzten Vertreter einer äußerst seltenen Art: Von den dort heimischen Cross-River-Gorillas gibt es weniger als 300 wildlebende Exemplare. Die laut Roter Liste der IUCN vom Aussterben bedrohte Unterart des Westlichen Gorillas lebt nur noch im Grenzgebiet zwischen Kamerun und Nigeria. Lesen Sie mehr...

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Wald- und Klimaschutz-Kampagnen

Palmoelsetzlinge(c)ProWildlifeRegenwald statt Palmöl-Plantagen!

In Kamerun planen US-Investoren 70.000 Hektar Palmöl-Plantagen - hierfür müssten riesige Regenwaldflächen weichen. Die industriellen Monokulturen sollen ausgerechnet in einem der artenreichsten Gebiete Afrikas angelegt werden. Doch der Widerstand gegen das unsägliche Projekt wächst - und das nicht nur in Kamerun!  Lesen Sie mehr...

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RegenwaldKamerun©ProWildlifeInternationales Jahr der Wälder 2011

Die Vereinten Nationen haben 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder ausgerufen. Die meisten Regierungen und die Industrie sehen Wälder vornehmlich als Wirtschafts-Ressourcen an. Dass Wälder weit mehr sind als eine Ansammlung von Bäumen und was jeder Einzelne hier tun kann, um Wälder zu schützen,  lesen Sie hier...

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Orang--Utan in Indonesien©EIA

Finger weg von Tropenholz

Alle großen Menschenaffen leiden unter den Folgen der ungebremsten Abholzung. Pro Wildlife gibt in dem Einblick in die zerstörerische Holzwirtschaft in Indonesien, Malaysia, Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo. Und rät Verbrauchern, auf Produkte aus tropischem Holz zu verzichten. Lesen Sie mehr...

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Sonnenuntergang©A.GabanyiUrlaubsaktion Klimaschutz

Ihre Urlaubsreise zum Schutz der Gorillas! Reisen bildet, entspannt – und belastet das Klima. Mit Hilfe unseres Klimarechners können Sie die durch Ihren Flug oder Ihre Autofahrt verursachte CO2-Emission ermitteln und für den Schutz des Gorillawaldes im Kagwene-Schutzgebiet spenden. Lesen Sie mehr...

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Recycling-Toilettenpapier©Pro Wildlife

Aktion Recycling-Papier

Mit 235 kg pro Kopf und Jahr gehört Deutschland weltweit zu den Spitzenreitern im Papierverbrauch. Leider ist die Nachfrage nach Recyclingpapier hierzulande drastisch zurückgegangen. Das recycelte Papier wird exportiert, während eigens gefällte Bäume importiert werden. Die sechs hartnäckigsten Gerüchte rund ums Recyclingpapier und was dahinter steckt. Lesen Sie mehr...

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Holztransporter in Kamerun©Pro Wildlife

Importverbot für illegales Tropenholz

Überall in den Tropen fressen sich Kettensägen rasend schnell durch riesige Waldlfächen. Jede Minute verschwinden 14 Hektar Wald unwiderbringlich. Pro Wildlife kämpft für weltweite Handelsbeschränkungen für bedrohte Baumarten. Und ein Importverbot illegal geschlagener Hölzer in die Europäische Union, um den Raubbau an den Wäldern zu beenden. Lesen Sie mehr...

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Aktion Recycling-Papier

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Recycling-Toilettenpapier©Pro WildlifeFrischfaser oder Recyclingpapier?

Mit 235 kg pro Kopf und Jahr (Tendenz steigend) gehört Deutschland neben Japan und den USA zu den Spitzenreitern im Papierverbrauch. Leider ist parallel dazu die Nachfrage nach Recyclingpapieren in Deutschland drastisch zurückgegangen. Dabei wird bei uns mehr Altpapier wieder recycelt als anderswo – nur eben nicht verbraucht. Und so entwickelt sich umweltfreundliches Recyclingpapier zum deutschen Exportschlager, während weiterhin Frischfaser (sprich eigens gefällte Bäume) und Zellstoff fragwürdiger Herkunft importiert werden.

Herkunft unseres Papiers

Wo kommen unser Papier und Zellstoff her? Drei Beispiele zeigen, welche verheerenden Folgen für Mensch & Umwelt die Herstellung von Zellstoff- und Frischfasern nach sich ziehen kann:

Indonesien: Papier aus Indonesien wird insbesondere als billiges Schreib- und Kopierpapier im deutschen Handel angeboten. Nirgendwo anders auf der Welt schwindet der Wald so schnell wie dort. Einst das Land mit dem drittgrößten Vorkommen tropischen Regenwaldes, wurde in Indonesien innerhalb der letzten 50 Jahre ein Viertel der Landesfläche entwaldet. Insbesondere auf Sumatra zerstören große Papier- und Zellstoffkonzerne in atemberaubendem Tempo den Lebensraum der Orang-Utans, verschmutzen das Grundwasser und treten Menschenrechte mit Füßen.

Braunbär©Pro WildlifeFinnland: Im waldreichsten Land der EU sind gerade einmal fünf Prozent der Urwälder noch erhalten. Etwa die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Papiers stammt aus den skandinavischen Wäldern und Forsten, und so lastet ein enormer Druck auf diesen letzten Natureservaten. Diese sind die letzten Refugien von Braunbär, Luchs und Auerhuhn. Mit über 1.200 Arten höherer Pflanzen, 1.000 Flechten und 800 Moosen beherbergen die finnischen Nadelwälder eine einzigartige Flora.

Kanada: Das waldreichste Land ist Rekordhalter im Zellstoff- und Papierexport: Etwa 20 Prozent der deutschen Zellstoffimporte stammen aus Kanada. Umso erschütternder ist die Tatsache, dass 90 Prozent des Einschlags dort in Urwäldern statt finden. der Lebensraum von Bär, Wolf und Weißkopfseeadler ist bereits zu 42 Prozent vernichtet worden. Und der Raubbau geht weiter - selbst vor den letzten großen zusammenhängenden Schutzgebieten wie dem Great Bear Rainforest, der Heimat der Grizzly-Bären, machen die Kettensägen nicht halt.

Gerüchte rund ums Recyclingpapier – und was wirklich dahinter steckt

In Deutschland wird mehr Altpapier zur Produktion von Verpackungen, Hygiene- und grafischen Papieren wieder recycelt als anderswo – nur leider nicht verbraucht, sondern exportiert. Gründe hierfür gibt es keine, weder ist RC-Papier minderwertig, unhygienisch noch ruiniert es Bürogeräte. Einziges Problem: Oft werden Schulhefte, Schreibblöcke aus Recyclingpapier und Toilettenpapier oder Taschentücher aus einer umweltfreundlichen Herstellung erst gar nicht angeboten. Finden Sie keine Papier- und Zellstoffprodukte mit Umweltsiegel in Ihrem Schreibwarenladen oder Drogeriefachmarkt, so fragen Sie nach. Denn die Nachfrage bestimmt das Angebot!

Hier finden Sie Informationen über Umweltsiegel, den Einsatz und die Herstellung von Recyclingpapier - bitte nur auf RC-Papier ausdrucken!

Umwelttipps für Schüler

Mit dem Motto "Schüler nehmen das Heft in die Hand" appelliert Pro Wildlife an Eltern und Schüler, beim Kauf von Schulmaterialien an die Umwelt zu denken. Allein in Deutschland werden jährlich fast 200 Millionen Schulhefte verbraucht – über 90 Prozent dieser Hefte sind jedoch aus Frischfasern. Noch vor 20 Jahren schrieben 70 Prozent der Schüler auf Umweltpapier. Doch mittlerweile ist der Anteil von Schulheften aus RC-Papier auf nur noch fünf bis zehn Prozent gefallen.

Nicht nur Schüler und Eltern sind beim Kauf von Schulmaterialien gefragt: Auch Lehrer und die Schulleitung sollten mit gutem Beispiel voran gehen und auf Recyclingpapier umstellen. Projekttage und Unterrichtseinheiten rund um das Thema Papier können helfen, das Bewusstsein der Schüler für den Schutz der Wälder zu fördern.

Haben Sie Anregungen oder Ideen, oder möchten Sie selbst an Ihrer Schule eine Waldschutz-Aktion ins Leben rufen? Schreiben Sie uns Ihre Nachricht!

Regenwälder erhalten

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Orang-Utan in Indonesien©EIAFinger weg von Tropenholz

Schimpansen und Drills in Kamerun, Gorillas und Bonobos in der Demokratischen Republik Kongo, Nasenaffen und Orang-Utans in Indonesien und Malaysia: Alle diese Affen leiden direkt unter den Folgen des ungebremsten und oft illegalen Holzeinschlags. Und sie sind Stellvertreter für eine immense Artenvielfalt, die mit ihnen zu verschwinden droht – vom Waldelefanten in Westafrika bis hin zum Jaguar in Südamerika. Eine Schlüsselrolle beim Rückgang der Primaten spielt der Tropenholzhandel, der nach den Boykottaufrufen der späten 80er Jahre inzwischen in Deutschland wieder "salonfähig" geworden ist. Kaufhäuser, Möbelläden, Gartencenter und Baumärkte locken mit günstigen Angeboten an Gartenmöbeln, Bilderrahmen, Türen oder Parkettböden. Die Kunden haben die Wahl zwischen Meranti, Iroko, Yellow Balau oder Sipo - kaum jemand weiß jedoch, was sich dahinter verbirgt. Der Pro Wildlife-Bericht "Affenschande - Die Vernichtung der Tropenwälder und die Folgen für Primaten" gibt Einblick in eine unüberschaubare Menge an Ökosiegeln, mit denen die Verbraucher verwirrt werden. Darüber hinaus zeigt der Bericht, welche Folgen der systematische Raubbau an tropischen Regenwäldern in Asien und Afrika für die Menschenaffen hat.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick

SOS für Affen: Alle sechs Menschenaffen-Arten (Sumatra- und Borneo Orang-Utan, Schimpanse, Bonobo, Westlicher und Östlicher Gorilla) sowie zahlreiche weitere hoch bedrohte Primaten (z.B. Nasenaffen, Drills, Preuss-Meerkatzen) leiden direkt an den Folgen des ungebremsten Holzeinschlags. 

Holzeinschlag und Wilderei sind eng miteinander verflochten: Wilderer nutzen die Erschließung unzugänglicher Waldgebiete durch die Holzfällerstraßen. Sie versorgen die Holzfällercamps mit Fleisch, vielerorts sind Affen die bevorzugte Beute. Das gewilderte Fleisch wird mit Holztrucks zu den Absatzmärkten in den Städten transportiert.     

Unkritische Kunden: Laut einer Umfrage von Pro Wildlife hielten fast 60 Prozent der Befragten das FSC-Zertifikat für glaubwürdig.  Etwa 41 Prozent vertrauten der Angabe „Kontrollierter Plantagenanbau“. Mit Ausnahme von Teak und Mahagoni wissen die Kunden meist  nicht, welche Hölzer aus den Tropen kommen. Balau, Iroko oder Meranti werden nicht als Tropenhölzer erkannt, Produkte entsprechend unkritisch gekauft.     

Plantagen sind keineswegs ökologisch unbedenklich, sondern haben häufig dramatische Auswirkungen auf die Umwelt: Primärwälder werden eigens für Plantagenanlagen gerodet, Monokulturen laugen die nährstoffarmen Tropenböden aus. Hoher Pestizid-Einsatz belastet das Grundwasser, schnell wachsende tiefwurzelnde Kulturpflanzen (wie z.B. Eukalyptus) senken den Grundwasserspiegel.    

Das von einigen Umweltverbänden und der Bundesregierung unterstützte FSC-Zertifikat ist kein zuverlässiger Schutz für Tropenwälder: Holzeinschlag darf sogar in Primärwäldern erfolgen, bis 30 Prozent des Holzes eines FSC-Produktes darf aus nichtzertifizierten Quellen stammen, bei Produkten aus Holzfasern und –Chips sogar bis zu 82,5 Prozent. FSC steht zudem unter Erfolgsdruck, Marktanteile zu gewinnen. Kritisiert wird in diesem Zusammenhang auch, dass immer wieder Holzfirmen mit illegalen Rodungsaktivitäten das FSC-Zertifikat (Forest Stewardship Council) erhalten.      

Deutschland ist mit geplanten 125 Millionen Euro pro Jahr weltweit führender Geldgeber für Tropenschutzprojekte. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Gelder fließt bislang auch in die Weiterentwicklung des FSC-Siegels sowie in Entwicklungshilfeprojekte in ökologisch hochsensiblen Gebieten.

Fazit der Studie: Umweltbewusste Verbraucher vertrauen auf Ökosiegel, obwohl es derzeit kein zuverlässiges Label gibt, das die Naturverträglichkeit eines Tropenholzproduktes gewährleisten kann.

 

 

Regenwaldschutz in Peru

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Wollaffe kletternd©N.StarnickLebensraum für seltene Tierarten

Das Projekt Ikamaperu wurde ins Leben gerufen, um seltene Affen und andere Wildtiere und ihren Lebensraum zu schützen. Pro Wildlife unterstützt das Projekt seit 2004. Neben dem Affenwaisenhaus in Tarangue (Provinz Moyobamba) betreiben wir gemeinsam aktiven Waldschutz im Südwesten Perus, um den Lebensraum zahlreicher seltener Tierarten zu erhalten und für die Affen einen sicheren Platz zu haben, an den sie ausgewildert werden können. Mitten im Einzugsgebiet des Amazonas sichern wir gemeinsam mit unserem Projektpartner 20.000 Hektar Primärwald mit einer einzigartigen Biodiversität.  Durch Aufklärungs- und Umweltbildungkampagnen und durch die Förderung einer Baumschule wird die lokale Bevölkerung in die Projekte einbezogen und dazu bewegt, den Schutz ihrer wertvollen Naturreichtümer selbst in die Hand zu nehmen.

Schutzgebiet nahe Lagunas, Peru©IkamaperuDas Pacaya-Samiria-Schutzgebiet

Perus größtes Naturschutzgebiet, das über zwei Millionen Hektar große Pacaya Samiria National Reserve beherbergt zahlreiche seltene Säugetierarten, darunter viele Affen und Nagetieren. Insbesondere die Fauna der Gewässer ist eine biologische Schatzkammer: Hier finden seltene Arten wie der Schwarze Kaiman und der Amazonas-Delfin Zuflucht. Die zentrale Lage des Schutzgebietes im peruanischen Amazonasgebiet und die immense Ausdehnung gewährleisten den Schutz ganz unterschiedlicher Ökosysteme, wobei die teilweise überfluteten Wälder ein besonders wertvolles Biotop darstellen. Die immergrünen Wälder mit seltenen Mahagoni-Arten, Buritie-Palmen und der Steinnuss-Palmen beherbergen Papageienschwärme, seltene Pekaris und Tapire. Rings um das Schutzgebiet erstreckt sich eine Pufferzone, die den Druck durch menschliche Aktivitäten (wie Landwirtschaft, Jagd und Abholzung) auf den Park selbst verhindern soll. Im Nordwesten des Pacaya-Samiria-Schutzgebietes, nahe der Stadt Lagunas, sichern Pro Wildlife und Ikamaperu 54 Hektar wertvollen Regenwaldes – der Kauf des Landes wurde finanziert dank eines Spendenlaufes des Tübinger Uhland-Gymnasiums. Weitere 18.000 Hektar sollen durch eine langfristige Konzession sicher gestellt werden. Die Bevölkerung vor Ort erhält als Gegenleistung für ihre Hilfe, die Affen und Wälder zu schützen, Unterstützung für den Erhalt ihrer Kultur und Bildungsmöglichkeiten. 

 

 

 

 

 

 

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