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Eisbär in Not

Eisbaer(c) AnsgarWalkDer Eisbär: Eine Art geht unter

Er ist das traurige Symbol des Klimawandels: Der Eisbär. Ihm schmilzt das Eis unter den Pfoten weg. Schadstoffe aus der Nahrungskette vergiften ihn und immer noch wird er gnadenlos bejagt.

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>> Spenden für die Letzten ihrer Art!


 Hannes Jaenicke im Kampf für die Eisbären

Jeder weiß es: Den Eisbären schmilzt der Lebensraum weg.  Bisher wenig bekannt ist, dass der „Ursus Maritimus“ zusätzlich gefährdet ist, weil jedes Jahr Hunderte Eisbären abgeschossen werden – ganz legal. Auf diese Bedrohung weist der Umweltaktivist und Schauspieler Hannes Jaenicke in einem neuen Spot hin, mit dem er die Arbeit von Pro Wildlife unterstützt. „Unbegreiflich, dass Regierungen weiterhin die Jagd auf eine vom Aussterben bedrohte Art genehmigen“ sagt Jaenicke. Er fordert die kanadische Regierung auf, endlich die Jagd auf den bedrohten „König der Arktis“ zu verbieten.

Das können Sie für die Eisbären tun:

  1. Bitte leiten Sie das Video an alle Bekannten und Freunde weiter, teilen Sie es auf Facebook, Twitter, Google+ und Co!
  2. Nehmen Sie an unserer Protestaktion teil!
  3. Spenden für Polarbären!

Eisbaer(c)Ansgar Walk Der Eisbär im Schwitzkasten

Bedrohung durch den Klimawandel

20–25.000 Eisbären sollen nach einer veralteten Schätzung der IUCN noch leben – doch tatsächlich dürften es merklich weniger sein. Zwei Drittel der lokalen Bestände sind bereits rückläufig. Wissenschaftler haben berechnet, dass es aufgrund der menschengemachten Erderwärmung bis 2050 rund 70 Prozent weniger Eisbären geben könnte. Seit Beginn der Messungen im Jahr 1979 ist die Eisdecke in der Arktis in den warmen Sommermonaten bereits um 30 Prozent geschrumpft. Auf den gefrorenen Eisdecken des Polarmeeres sind die Bären zu Hause: Sie sind die Kinderstube der Jungtiere, die Elterntiere nutzen das Eis für die Jagd. Mit dem Rückgang der Eisschicht in der Arktis schrumpft auch die Lebensgrundlage der weißen Giganten, eine Gefahr auch für den kleinen Eisbär. Die Mütter können ihre Jungen nicht mehr versorgen, sie sterben einen elendigen Hungertod. Der Kampf gegen den Klimawandel schwächt die Populationen zunehmend, vor allem die Sterblichkeitsrate der Jungtiere steigt rapide. Forscher konnten den kräftezehrenden Kampf einer mit einem Sender ausgestatteten Eisbärin gegen die Eisschmelze verfolgen: Sie schwamm neun Tage lang ununterbrochen, legte dabei 687 km zurück und lief dann nochmals 1.800 km. Die Gewaltaktion kostete sie 22 Prozent ihres Körpergewichts – sowie das Leben ihres einjährigen Jungen.


TrocknenVonEisbaerhaeuten(c)HannesGrobeBedrohung durch die Jagd

In den eisfreien Monaten flüchten immer mehr Eisbären auf das Festland. Das Problem: Hier lauert der Mensch. Je mehr sich der Eisbär der Zivilisation nähert, desto gefährlicher lebt er. Jedes Jahr werden vermutlich über 1.000 Eisbären getötet. Die meisten davon ganz legal, vor allem in Kanada. In Grönland werden derzeit pro Jahr etwa 140 Tiere legal getötet, in den USA 29. In Russland ist die Jagd offiziell noch verboten. Allerdings werden hier bis zu 300 Tiere jährlich gewildert, und die Regierung erwägt derzeit, den Abschuss von 29 Tieren zu erlauben. Norwegen ist daz einzige Land, das Eisbären streng schützt. 

Kanada: Eisbären als Freiwild

Eisbaer(c)BFFDie größte Gefahr, vor eine Flinte zu laufen, droht den Eisbären in Kanada. Die Provinzregierungen geben Jahr für Jahr fast 700 Eisbären zum Abschuss frei. Erlaubt ist die Jagd auf den Polarbären nicht nur Ureinwohnern. Diese dürfen ihre Abschusslizenzen auch an Touristen weiter verkaufen: Trophäenjäger aus Deutschland, Russland und anderen Ländern können für 40.000 Euro in Kanada ganz legal einen Polarbären abschießen. Im Visier haben sie ausgerechnet die Tiere, die am größten und stärksten sind – und die für die Fortpflanzung und das langfristige Überleben des Bestandes am wichtigsten sind. Zudem floriert der kommerzielle Handel mit Eisbärfellen. Hunderte Eisbären werden in Kanada jedes Jahr getötet und als Bettvorleger oder Eisbär - Mütze verkauft. Auktionshändler beklagen eine nicht mehr zu sättigende Nachfrage, insbesondere aus Asien und Russland. Denn trotz rückläufiger Bestände gibt es bisher kein internationales Handelsverbot. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) fordert zwar, dass der Handel die Bestände nicht gefährden darf. Doch solange Regierungen wie Kanada Abschussquoten nach eigenem Gutdünken festsetzen dürfen und nicht einmal rückläufige und kleinste Populationen schonen, läuft diese Forderung ins Leere. Trotz Warnungen von Wissenschaftlern lassen einige Provinzen wie z.B. Quebec und Nunavut sogar zu, dass noch mehr Eisbären abgeschossen werden als in den letzten Jahren. Einzig die USA haben bisher gehandelt, um diesen unverantwortlichen Aderlass zu stoppen: 2008 wurde der Eisbär dort in den Endangered Species Act Eisbaer(c)A.Wilsonaufgenommen, die Einfuhr von Eisbärfellen aus Kanada und anderen Ländern ist dort seither verboten. Kanada hingegen behauptet, die Jagd sei eine alte Tradition der Inuit und heute eine bedeutende Einnahmequelle. Doch beide Argumente sind nicht haltbar: Die Eisbärjagd begann in nennenswertem Umfang erst mit dem Gebrauch von Schusswaffen und floriert in Kanada vor allem seit 1980. Und die Gewinne aus der Trophäenjagd sind marginal: In der Provinz Nunavut, einem der Hauptjagdgebiete, machen sie weniger als 0,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.

Ist der Eisbär noch zu retten?

EisbaerUnterWasser(c)JohnEisbären sind eine aussterbende Tierart: Wissenschaftler befürchten, dass sie in nur einhundert Jahren ausgerottet sein könnten. Der Verlust jedes einzelnen Tieres wiegt also schwer. Um den Polarbär zu retten, muss an zwei Fronten gekämpft werden. Es gilt, die Freisetzung von CO2 zu verringern. Hier ist die Politik, aber auch jeder Einzelne gefragt. Ob und wie schnell der Klimawandel eingedämmt werden kann, ist fraglich. Klar aber ist, dass der verantwortungslose Abschuss von Hunderten Eisbären im Jahr und der Handel mit ihren Fellen umgehend eingestellt werden müssen.

Pro Wildlife kämpft für einen konsequenten Schutz der Eisbären. Bitte unterstützen Sie unsere Protestaktion an die kanadische Regierung!

Eisbaerfamilie(c)AlastairRae

Lola - ein Schimpansenschicksal

 

LolaHappy(c)LWCLolas Welt

Name:                     Lola
Wohnort:                Affenwaisenhaus Limbe Hobbys:                  Quatsch machen, kuscheln
Lieblingsessen:       Mangos und Bananen
Merkmale:               endlich wieder übermütig

Wie Lola auf die Welt kam

Das erste, was Lola nach ihrer Geburt in den Regenwäldern Kameruns machte, war sich in das weiche dicke Fell ihrer Mutter einzukuscheln. Immer gut festhalten, das ist überlebenswichtig für Schimpansenbabys, denn sonst können sie runterfallen! Zusammen mit Mutter, Vater, vielen Tanten und Spielkameraden kletterte sie durch die Baumkronen. Jeden Abend baute Lolas Mutter ein neues Nest aus Blättern, in dem die beiden gemeinsam schlafen konnten.  

Der Tag, der alles zerstörte

ChimpBushmeat(c)LAGA

An den Tag, als Lola ihre Familie verlor, erinnert sie sich vor allem nachts – in ihren Alpträumen: Wilderer überfielen die Schimpansengruppe bei der Futtersuche. Sie erschossen Lolas Mutter und all die anderen großen Schimpansen. Menschenaffen werden von den Wilderern besonders verfolgt: Denn pro Kugel liefern sie die größte Fleischausbeute. Es war der schrecklichste Tag in Lolas Leben: Die Schüsse knallten laut, ihre Familie schrie und rannte in Panik durcheinander, eine Kugel streifte Lolas Arm. Dann fiel ihre Mutter um und bewegte sich nicht mehr. Lola versuchte die ganze Zeit nur, genau das zu tun, was ihre Mutter ihr in den ersten Wochen ihres Lebens eingeschärft hatte: Immer schön im Fell festhalten! Die Wilderer nahmen darauf keine Rücksicht, sie zerrten solange an dem Affenkind, bis es keine Kraft mehr hatte und losließ. Sie trugen die tote Schimpansenmutter davon, und setzten Lola in eine dunkle Plastiktasche. Das war das letzte Mal, dass sie ihre Mutter und die ganze Familie sah – denn sie wurden alle als "Buschfleisch" auf einem Markt verkauft.

Gefangenschaft in Lolodorf

SchimpansePlastiktasche(c)LWC

Einer der Wilderer nahm das hilflose Schimpansen-Mädchen einfach mit zu sich nach Hause, in eine Hütte in Lolodorf (daher der Name Lola). Lola hatte fürchterliche Angst, wollte nichts essen oder trinken. Der Wilderer brachte sie daraufhin zu einem Luxushotel. Dort wollte er sie verkaufen – als lebende Attraktion für die Besucher. Der Hotelbesitzer wusste jedoch, dass das illegal ist. Er lehnte ab – und Lola musste wieder zurück in die Hütte nach Lolodorf. Ihr ging es immer schlechter. Die Wunde am Arm pochte, sie hatte Fieber und nahm noch immer keine Nahrung zu sich.

Rettung durch Pro Wildlife's Partnerorganisation

OfirChimp(c)LAGADer Hotelbesitzer hatte Mitleid mit dem verletzten Schimpansenkind – und er wusste, dass die Tiere in Kamerun streng geschützt sind. Er alarmierte die Polizei und Ofir Drori. Ofir ist ein großer Schimpansenfreund. Seit Jahren unterstützt Pro Wildlife ihn und seine Organisation LAGA in Zentralafrika. Er kämpft gegen Wilderer und illegale Tierhändler und befreit immer wieder Affenbabys. Als er von Lolas Schicksal erfuhr, organisierte er gemeinsam mit der Polizei eine Befreiungsaktion – und sorgte dafür, dass der Wilderer festgenommen wurde. Es war Rettung in letzter Minute: Lola war kaum ansprechbar, fast verhungert und verdurstet. Deshalb brachte Ofir sie auf dem schnellsten Weg in die von Pro Wildlife unterstützte Auffangstation für Affenwaisen in Limbe.

Operation in letzter Minute

LolaAinare(c)LWCLolas Zustand war so schlecht, dass sie in Limbe sofort eine Narkose bekam. Das erste Mal seit den schrecklichen Erlebnissen konnte sie tief und fest schlafen. Die Leiterin des Waisenhauses, Tierärztin Ainare Idoiaga, operierte ihre Schusswunde am Arm. Drei Tage lang kämpfte sie um Lolas Leben. Die Kleine hatte hohes Fieber, die Wunde am Arm hatte sich stark entzündet, ihr kleiner Körper war völlig ausgezehrt. Lola musste wochenlang, rund um die Uhr intensiv betreut werden. Immer, wenn sie nachts schreiend aufwachte, war jemand für sie da, der sie tröstete und ihr Geborgenheit gab.

Lolas neues Zuhause: Das Affenwaisenhaus in Kamerun

MotitiAffenwaisenhaus(c)LWCDas von Pro Wildlife finanzierte Affenwaisenhaus versorgt derzeit über 200 Affen, die ein ähnliches Schicksal wie Lola haben. Die Neuankömmlinge sind oft verletzt, krank und traumatisiert. Sie müssen mühsam wieder gesund gepflegt werden. Das Waisenhaus hat ihrer aller Leben gerettet! Alleine könnten sie im Urwald nicht überleben.

Die Pfleger versuchen, den Affen ein Leben zu ermöglichen, das fast so ist wie in Freiheit: Die Tiere leben in einer Ersatzfamilie aus Artgenossen, lernen das Klettern auf Bäume und essen die gleichen Früchte und Blätter wie ihre Artgenossen im Urwald. 
 

Lola und die über 200 Affenwaisen in der Auffangstation brauchen Ihre Hilfe!

Mit Ihrer

finanzieren Sie die Rettung von Affenwaisen, Futter, Medikamente, neue Gehege und liebevolle Pflege der Tiere. Und Sie helfen, wildlebende Affen und ihren Lebensraum zu erhalten!

Palmölplantagen in Kamerun

BaumrieseKamerun(c)ProWildlifeUS-Investment-Unternehmen bedroht biologische Schatzkammer

Im Südwesten Kameruns liegt eines der artenreichsten Gebiete Afrikas: Dort gibt es noch Waldelefanten, Nigeria-Schimpansen (die seltenste Unterart unserer nächsten Verwandten), Drills und viele andere bedrohte Arten. Nicht umsonst ist dieses Gebiet einer der 25 Biodiversitäts-Hotspots der Erde. Ausgerechnet hier - noch dazu inmitten von vier Schutzgebieten - will die US-Investment-Firma Herakles Farms riesige Palmöl-Plantagen anlegen. Der dichte Wald würde abgeholzt, wichtiger Lebensraum bedrohter zerstört - und tausende Menschen, die dort extensive traditionelle Landwirtschaft betreiben, würden ihre Lebensgrundlage verlieren.

bulldozerFabeJune2011(c)ProWildlifeEin abgekartetes Spiel?

Das kamerunische Recht verlangt, dass eine solche Palmöl-Plantage nur genehmigt werden kann, wenn zuvor eine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie zufriedenstellend ausgefallen ist. Doch Monate, bevor dies erfolgt ist, haben Herakles Farms und seine Tochterfirma "Sithe Global Sustainable Oils Cameroon" bereits mit der Rodung begonnen, um an mindestens zwei Stellen Baumschulen für tausende Ölpalmsetzlinge anzulegen. Ende August 211 wurde die lang erwartete Umweltverträglichkeitsstudie endlich veröffentlicht - voll mit manipulativen Informationen: Sie unterschlägt sowohl die Artenvielfalt der Region als auch den Widerstand der lokalen Bevölkerung und stellt das Projekt stattdessen als Beitrag zur Entwicklungshilfe dar. Pro Wildlife und andere Verbände intervenierten beim Umweltminister gegen die Studie. Der Geschäftsführer von Herakles Farms gibt sich jedoch schon Wochen vor der finalen Entscheidung siegesgewiss: Es sei keine Frage mehr. OB die Plantage kommt, sondern nur noch, wie groß sie werde....

palmoilnurseryCameroon(c)ProWildlife

Plantage im Kolonialstil

Die Grenzen der geplanten Konzession sind mit dem Lineal gezogen - ohne Rücksicht zu nehmen auf die seltenen Tiere, die hier leben. Über ein Dutzend der betroffenen lokalen Gemeinden haben inzwischen Protestbriefe an die Regierung geschickt, weil sie um ihren freien Zugang zu Waldprodukten wie Früchten, Wasser oder Brennholz fürchten. Wissenschaftler schlagen Alarm, weil sie die Ausrottung von Drills, Preuss-Meerkatzen und Nigeria-Schimpansen befürchten. Pro Wildlife und 80 weitere Verbände, darunter viele kleine Organisationen, die die schrecklichen Folgen industrieller Palmölplantagen aus eigenen Erfahrungen kennen, haben in einem offenen Brief an die Regierung Kameruns gefordert, das Projekt zu stoppen. Doch noch immer ist man in der Hauptstadt Yaounde scheinbar gewillt, die Plantagen abzusegnen - um jeden Preis:

Chimpanzee(c)LWCGewinner wäre nur der US-Konzern

Pro Wildlife liegt der Vertrag vor, den die Regierung Kameruns mit SG SOC abgeschlossen hat. Demnach muss die Firma auf zehn Jahre (!) keine Steuern zahlen und darf zudem auch noch das gesamte Holz der Konzessionsfläche von 60-70.000 Hektar verkaufen und den Gewinn einstecken. Die Regierung und die lokale Bevölkerung hingegen sind die Verlierer der Deals. Pro Wildlife, gemeinsam mit SAVE und Rettet den Regenwald, setzt auch weiterhin alles daran, dieses Projekt zu verhindern.

Helfen auch Sie:

  • Unterstützen Sie unsere Kampagne mit einer Spende (Stichwort Waldschutz)!

  • Protestieren Sie bei Herakles Farms!

 

Erforschung von Delfinen

Mit mehr Wissen Delfine besser schützen

Seit 2006 gilt der Chinesische Flussdelfin (Baiji) als ausgestorben, da er trotz intensiver Suche nicht mehr beobachtet werden konnte. Viele weitere Delfinbestände sind in großer Gefahr, doch leider weiß man oft zu wenig, um konkrete und effektive Schutzmaßnahmen anleiern zu können. Pro Wildlife unterstützt deshalb die Erforschung von Delfinen und Kleinwalen in Zusammenarbeit mit der Internationalen Walfangkommission (IWC). Hierbei sind für uns aktuell drei vor Ort-Forschungsprojekte im Fokus:

  • TursiopsAduncus(c)LaaudeGroßer Tümmler vor Madagaskar: Über den Status der dort lebenden Indopazifischen Großen Tümmler ist bislang wenig bekannt - entsprechend wenig wird für ihren Schutz getan. Wie groß ist die Population überhaupt noch? Wie stark sind die Tümmler von der traditionellen Fischerei in Madagaskar bedroht - indem sie als Beifang in den Netzen ertrinken oder wegen Überfischung verhungern? Wie viele Delfine werden konkret von welchen Gemeinden noch bejagt? Ein Forscherteam hat nun drei Jahre Zeit, die Gefahren für die Tümmler vor Madagaskar zu klären, um sie besser schützen und die Bevölkerung zur Mithilfe sensibilisieren zu können.

  • Chinesischer Weißer Delfin vor Taiwan: Dieser Bestand gilt laut Internationaler Roter Liste (IUCN) als akut vom Aussterben bedroht. Weiße Delfine leben nur in küstennnahen Gewässern - und vor Taiwan sind bisher nur wenige Dutzend Tiere gesichtet worden. Die Gewässer um Taiwan sind mit Giftstoffen belastet, die Meeressäuger werden durch Schiffsverkehr stark gestört. Neue Forschungesergebnisse zum Bestand dieser seltenen Tiere sollen nun bei der Regierung Taiwans strengere Schutzmaßnahmen rechtfertigen. Dieses Projekt ist auf zwei Jahre ausgelegt.

  • Humpback_dolphin(c)TMeintjesChinesischer Weißer Delfin vor Bangladesh: In der Bucht von Bengal leben ebenfalls Chinesische Weiße Delfine. Doch herrscht große Unklarheit, ob es nur einen Weißen Delfin gibt oder gar drei eigenständige Arten. Wie ist die Populationsstruktur? Wissenschaftler wollen diesen Fragen nun nachgehen, um Schutzstrategien optimal anpassen zu können. Hierbei sollen u.a. genetische Untersuchungen und Foto-Identifikationen helfen. Die entsprechende Studie soll zwei Jahre dauern.
     

Helfen auch Sie den Delfinen! Ihre Spende stärkt das Delfinschutz-Projekt von Pro Wildlife!
 

DIE BUCHT: Neues zur Delfinjagd in Japan

Die Bucht von Taiji: Ein Sinnbild des Grauens

CoveTaiji(c)HPRothEin idyllisch anmutender Platz - die Bucht von Taiji. Doch seit im Sommer 2009 der Dokumentarfilm mit dem schlichten Titel DIE BUCHT (englisch THE COVE) enthüllte, was sich hier regelmäßig abspielt, stehen die Bewohner des japanischen Fischerortes in der internationalen Kritik: Jedes Jahr zwischen September und März werden dort bis zu 2.000 Delfine in Treibjagden gefangen: Delfintrainer suchen die schönsten Tiere für Delfinarien heraus. Die anderen Tiere werden grausam abgeschlachtet. Das Fleisch der kleinen Meeressäuger, obwohl stark mit Giftstoffen belastet, wird in Supermärkten verkauft und an Schulkantinen verteilt. Die japanische Öffentlichkeit erfuhr bislang von all dem nichts. Doch DIE BUCHT hat vieles geändert - wann die Delfinjagd in Taiji und Japan insgesamt jedoch aufhört, lässt sich noch nicht abschätzen. Ric O'Barry's Team ist auch in der Saison 2011/2012 wieder vor Ort.

Die wichtigsten Ereignisse in und zu Taiji im Überblick:

  • AufspiessenDelfin(c)HPRothDer Dezember 2011 war der bislang schlimmste  Monat der Saison: ca. 130 Risso's und Streifendelfine wurden in der Bucht getötet, etwa 20 Tiere für Delfinarien ausgesondert.
  • November 2011: Am 3. November sterben in Taiji erneut 13 Rundkopfdelfine in der Todesbucht, am 13.11. folgten 10 getötete Tiere (+ 10 für Delfinarien), am 24.11. nochmals neun erwachsene und drei Jungtiere.
  • Oktober 2011: In Taiji werden etwa 95 Delfine brutal getötet: In insgesamt sieben Treibjagden sterben Risso's Delfine, falsche Schwertwale und Streifendelfine; ein weiteres Tier wurde für Delfinarien ausgesondert.
  • Am 1. September 2011 beginnt offiziell die neue Delfinjagdsaison in Japan - mit einer genehmigten Quote für Taiji von 2.165 Tieren. Die ersten vier Wochen werden die Delfine jedoch weitgehend verschont: Unwetter machen die Jagd mehrere Tage unmöglich, zweimal kommen die Fischerboote unverrichteter Dinge zurück. Bilanz des ersten Monats: 12 Risso's Delfine werden am 6. September getötet - 12 zuviel und trotzdem war es ein guter Monat in Taiji.
     
  • Im Frühjahr 2011 tauschen sich erstmals die Internationale Walfangkommission (IWC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Giftstoffgehalt in Wal- und Delfinfleisch aus. Hierauf hat Pro Wildlife gemeinsam mit OceanCare lange hingearbeitet, denn erst wenn den Konsumenten klar wird, was sie ihrer Gesundheit mit Delfingulasch antun, wird die Nachfrage kollabieren. Immer neue wissenschaftliche Studien dokumentieren das ganze Ausmaß der Belastung. Und eine entsprechende Website zum Thema hat boomende Zugriffe aus Japan...

  • Selektion_fuer_Delfinarien(C)HPRothAm 1. September 2010 beginnt die neue Delfinjagdsaison in Japan. IAm 11. September strahlt der TV-Sender VOX erstmals "Die Bucht" im deutschen Fernsehen aus - und tausende Menschen protestieren erneut bei der japanischen Regierung. Die folgenden Wochen zeigen: Die blutige Delfinjagd geht weiter, wenn auch gegenüber früheren Jahren leicht vermindert: Insgesamt sterben in dieser Saison nach unseren Informationen etwa 675 Delfine und Kleinwale einen grausigen Tod, 155 weitere Tiere werden für Delfinarien eingefangen und trainiert.

  • Ab Juli 2010 kann "Die Bucht" trotz heftigen Widerstands der japanischen Fischer endlich in den japanischen Kinos gezeigt werden. Mit Erfolg: Viele Vorführungen sind ausverkauft, inzwischen läuft der Film in 35 Kinos, sein brisanter Inhalt wird in Japans Öffentlichkeit immer bekannter.
     
  • Im April 2010 wird "Die Bucht" auch erstmals in einzelnen japanischen Kinos gezeigt - dank unserer japanischen Partnerorganisation ELSA, die den Film mit japanischen Untertiteln versehen ließ. Dann wird auch die japanische Öffentlichkeit über die brutalen Geschehnisse im abgelegenen Fischerort Taiji informiert. Allerdings haben die Behörden von Taiji Anwälte beauftragt, gegen die Vorführungen zu klagen.

  • Ric O'Berry Louie Psihoyos Premiere Hamburg(c)Pro WildlifeAm 7. März 2010 wurde die "Die Bucht" als bester Dokumentarfilm mit dem Oscar ausgezeichnet. Wir gratulieren dem Protagonisten Ric O'Barry und dem Regisseur Louie Psihoyos sehr herzlich - das haben sie verdient. Dank des Oscars zieht "Die Bucht"nun noch mehr internationale Aufmerksamkeit auf die blutigen Vorgänge in Taiji. Alle großen japanischen Medien berichten über "Die Bucht" und die internationale Kritik an der Grausamkeit der Delfinjagd - das allein ist schon ein großer Durchbruch.

  • Im Januar 2010 erscheint in weiteren japanischen Tageszeitungen Berichte über Prof. Endos alarmierende Untersuchungsergebnisse zu Giftstoffen in Delfinfleisch. Somit wird die japanische Öffentlichkeit immer stärker mit diesem Thema konfrontiert.

  • Protestuebergabe_jap_Konsul©ProWildlifeIm Dezember 2009 informieren Pro Wildlife und seine Verbündeten die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Welternährungsorganisation FAO über die Giftigkeit des Delfinfleischs. Unser Datenmaterial wird nun auf einem Sondertreffen von WHO und FAO im Januar diskutiert, wodurch Japan weiter unter Druck gerät. Zeitgleich enthüllt die neue Studie des japanischen Wissenschaftlers Prof. Endo, dass die Bewohner von Taiji eine bis zu 25fach höhere Quecksilberbelastung haben, als sonst wo in Japan. Die japanischen Regierungsvertretungen in Berlin und München bekommen Tierschutzbesuch: Gleich kistenweise erhalten sie Protestbriefe gegen die grausame Jagd.

  • November 2009: Die neue japanische Verbraucherschutzministerin wird auf einer Pressekonferenz mit dem Thema Delfinjagd und belastetes Delfinfleisch konfrontiert. Sie erhält unseren ausführlichen Report „Toxic Menu“ und verspricht, sich mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzen. Auf Initiative von Pro Wildlife fordert eine Allianz aus 49 Organisationen in einem offenen Brief die japanische Regierung auf, die Delfinjagd umgehend zu beenden und den Verkauf von belastetem Delfinfleisch zu verbieten – japanische Medien berichten.

  • Oktober 2009: DIE BUCHT wird – gegen den Widerstand der japanischen Regierung – auch auf dem Tokio-Filmfestival gezeigt. Die Kinobesucher zeigen sich entsetzt über die Massaker. Auch japanische Medien, die zuvor das Thema ignoriert hatten, berichten seither zunehmend über die Delfinjagd, die internationale Kritik an der Grausamkeit und die hohe Belastung von Delfinfleisch mit Giftstoffen.

  • Im Juli 2009 beginnt die japanische Regierung, Haarproben der Bewohner von Taiji einsammeln zu lassen, um sie auf Quecksilbergehalt zu untersuchen.

  • TheCove_Filmposter©TheCoveJuni 2009: Der Kinostart von DIE BUCHT in den USA und Australien löst einen Aufschrei aus – In Australien kündigte der Ort Broome seine Städtepartnerschaft mit Taiji auf. Zeitgleich konfrontiert Pro Wildlife auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission die japanische Regierung mit unserem Bericht „Toxic Menu“, der die starke Belastung von Wal- und Delfinfleisch mit Giftstoffen und die hohen Gesundheitsrisiken für Verbraucher aufzeigt. Im Oktober 2009 läuft der Film auch in den deutschen Kinos - Pro Wildlife ist einer der offiziellen Partner des Films.

Die neue japanische Regierung steht nun vor der Entscheidung, wider besseren Wissens die Gesundheit ihrer Bürger weiterhin zu gefährden oder aber der brutalen Delfinjagd ein Ende zu setzen.
 

Unser Ziel ist es, die Delfinjagd in Japan endgültig zu beenden – und Sie können dabei helfen:

  1. PROTESTIEREN Sie bei der japanischen Regierung!
     
  2. SPENDEN Sie für den Delfinschutz! Nur so können wir unsere Kampagne weiterführen! 
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